Kann auch Elektronik nach Diesel riechen?

Oct 27, 2024 Last reply: 1 year ago 67 Replies

Solange du konsequent vermeidest, dich über das Modell zu äußern, welches du erworben hast, wird dir niemand einen Tip geben können...

MfG Rupert

Wohl nicht. Sollte es sich aber zufällig zerstören, würde SMA mit hoher Wahr- scheinlichkeit eine Garantieleistung ablehnen, "weil ich die Internet-Verbindung nicht ermöglicht habe, denn diese hätte eine frühzeitige Erkennung und Vermeidung des Problems ermöglicht." Egal ob das zutrifft oder nicht.

Den darauffolgenden Ärger möchte ich mir in unserem Rechtsstaat nicht zumuten. Es geht also nicht um Paranoia, sondern um Vorsicht.

Grüße, H.

Als Endkunde hast Du kaum die Möglichkeit, Dir sinnvoll ein Gerät auszusuchen, schon weil das mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist.

Der übliche Weg ist wohl, die Anlage von einem Betrieb zu kaufen, der sie auslegt und installiert. Der arbeitet dann aus seinen Gründen mit einem Hersteller zusammen. Und wenn Du irgendwas möchtest, was da nicht üblich ist, dann macht der Dir einfach klar, dass Dein Wunsch Unsinn ist.

Bei der Wärmepumpe wird es dasselbe Problem sein.

Grüße, H.

Ich schrieb: Im Kaufvertrag: "Um den Betrieb, insbesondere Softwareupdates und das Monitoring der Anlage zu gewährleisten, ist eine Anbindung der Anlage an das Internet nötig. Hierfür stellen Sie dem Verkäufer einen geeigneten, LAN-gebundenen Internetzugang zur Verfügung."

Was können die mit "Monitoring" meinen? Ich brauche nichts, was über die Menge erzeugten Stroms hinausgeht (Umsatzsteuer). Aber SIE behaupten, es zu brauchen, ohne zu definieren für was.

Da SMA sich nicht dazu äußert, wie die EDV-Seite organisiert ist, und da der Web-Verkehr per TLS verschlüsselt ist, habe ich keinen Schimmer, ob das User-Interface in einem ROM sitzt oder bei jedem Einloggen übers Netz kommt. Ich weiß auch nicht wo die Daten sitzen, in einem RAM oder EEProm im Gerät oder irgendwo bei SMA. Und wieviele Daten da reinpassen. Und natürlich steht meine Router-Tür 24/7 offen.

Ich habe mit Absicht im Betreff "Diesel" erwähnt, denn viele VW-Käufer hatten im Prinzip dasselbe Problem, nur eben mit ernsterer Konsequenz.

Bei einer Covid-Impfung habe ich den Impfarzt mit der Frage genervt, ob denn mal für einen Qualitätscheck ein Sample von den Seren in seinem Impfkoffer genommen worden wäre. Er meinte, die wären doch in Deutschland hergestellt worden und da sollte ich doch Vertrauen haben. Als ich dann "VW" sagte, sagte er nix mehr.

Grüße, H.

Vor allem wird fast kaum was geprüft oder kontrolliert, und die Regierng macht fleißig Gesetze, deren Einhaltung garnicht kontrollierbar ist - schon wegen Personal- und Geldmangel.

Während Covid musste jeder Gast in einem Cafe oder Restaurant Namen und Adresse angeben. Da war dann auch Donald Duck des öfteren Gast. Ich habe mal gefragt, was die mit den ausgefüllten Papieren machen? Antwort: Entsorgen. Und was hat eigentlich die "App" gebracht, ausser Millionen Kosten? Nix. War ja auch totaler Unfug.

Bei uns können sich auch Schutzsuchende mit 27 Identitäten aufhalten, Gelder lassen sich für nicht-existierende Personen kassieren, dreimal Abgeschobene werden schließlich eingebürgert, etc etc.. Aber das lass ich jetzt besser.

Grüße, H.

Hallo Heinz,

Es ist immer wieder erschreckend, wie viele Leute sich mit sehr wenig Kenntnisstand in der Lage sehen, sehr harte Urteile in die Welt hinaus zu posaunen.

Da bin ich ganz bei Dir

Marte

Da fiele mir jetzt spontan ein ganz anderer Begriff ein.

Das kommt ganz darauf an, was man genau machen will. Wer Wetterprognose basierend den Akku laden möchte und Auswertungen über Erzeugung (ggf. je String), Verbrauch, Akku laden, Akku entladen nicht nur als Augenblickwert und saldiert über alles oder in großen Sprüngen haben möchte, kann es schon erheblich leichter haben, wenn ein Dienst im RZ des Herstellers ("Cloud") genutzt wird. Aber man muss nicht. AFAIK kann man via Modbus TCP oder RTU zahlreiche Werte aus Wechselrichtern von SMA, Kostal, Fronius,... bekommen und die Statistiken der Wahl in Raspi bis private CLoud selber bauen bzw. in die lokale Smart Home Lösung integrieren. Regelungen hingegen, wie Akku bevorzugt laden, Einspeisung auf xy % oder x,y kVA begrenzen oder Solarüberschussladung vom Auto funktionieren in der Regel auch ohne externes RZ.

Ich hatte die o.a. Frage meinem Elektriker anders gestellt. Ich wollte ein System, dass neben meinen restlichen Anforderungen, in allen wesentlichen Funktionen (ein paar Statistiken gibt es auch lokal im Wechselrichter) funktioniert, auch wenn der Hersteller seine Clouddienstleistungen einstellen sollte. Es ist dann SMA geworden.

Die PV Komponenten mit LAN Port (außer dem Akku) und ein paar Shellys, die rudimentär Meßwerte abliefern und vom Wechselrichter+Homemanager gesteuert werden können, sind in ihrem eigenen VLAN und dürfen nach Hause telefonieren. Vom Rest meines Netzes wissen die nichts. Der BYD Akku ist via Mobus RTU RS485 mit dem Wechselrichter verbunden.

Es ist ein Deye Sun-M80G4-EU-Q0

Aber was hat das mit der Frage zu tun? Du behauptest, Du kenntest einen (anderen) Hersteller von Mikrowechselrichtern, die ein API ohne Cloud anbieten. Dazu wüßte ich gern mehr. Genau danach habe ich vergeblich gesucht. Die Entwickler von Home Assistant kennen offenbar auch keinen. (Eine Weboberfläche im eigenen AP-WLAN ist kein nutzbares API.)

Das sind alles keine Mikrowechselrichter bis 800 W, oder?

Ja, aber da nützen sie mir nichts. Ich brauche Werte im Home Assistant und deshalb eine Schnittstelle, mit der er reden kann. Das Problem ist hier gelöst, der Shelly liefert mir alles, was ich wissen will (zwei Werte, Momentanleistung und Gesamtertrag) und mehr brauche ich nicht. Es ist einfach ein Schönheitsfehler.

Ja. Das hat er aus der Sicht meines Wechselrichters getan und der läuft prima.

Deine Dachanlage ist etwa so teuer wie ein Auto und viel teurer als ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine. Gehst Du da auch zum nächstgelegenen Händler und nimmst was immer der gerade da hat?

Alle diese Komponeneten haben keine herstellerspezifischen Anschlüsse. Module, Wechselrichter etc. pp. sind (fast) beliebig austauschbar. Das kann man selbst planen und weitestgehend selbst installieren. Man muß nicht, bequemer ist es, andere das tun zu lassen. Wer sich freiwillig in Abhängigkeiten begibt, verliert Freiheiten und gewinnt Bequemlichkeit. Das ist fast überall so. Und ja, sich in jeden Mist selbst einarbeiten zu müssen, wenn man Ansprüche hat, ist unangenehm, lästig und aufwendig. Ich habe immer wieder versucht, es zu vermeiden, und bis immer wieder auf die Alternative selbst oder Mist gestoßen.

Ist ärgerlich aber ist so.

Ja. Alles o.g. trifft da auch zu mit dem Zusatzproblem, daß es tatsächlich sehr viel mehr Herstellerspezifisches gibt und weniger Komponenten frei komponierbar sind. Ich hoffe, Du legst jetzt schon umfangreiche Messungen über Außen- und Vorlauftemperaturen sowie Wärmebedarf an und dimensionierst nicht nach nach dem Hofastrologen des Anbieters.

Die Zoo- oder Stalltür steht offen. Du gehst nicht nur nicht raus sondern bist aus freier Entscheidung von draußen reingegangen, weil die Futtertröge so verlockend aussahen. Kann man machen und Jammern kann Dir auch keiner verbieten. Deine Sorgen ernstnehmen ist etwas anderes.

Nein, sie machen Dir ein Angebot ohne zu sagen was, so daß du es im Zweifel ohnehin nicht einfordern kannst. Ich bekomme hier täglich viele ganz besonders verlockende Angebote in der Email. Soll ich sie Dir mangesl Eigenbedarf weiterleiten?

Sie verprechen Dir ein "Monitoring" und Du fällst drauf rein und glaubst, sie täten wirklich etwas. Vielleicht tun sie es sogar. Sollte Dein Wechselrichter kaputtgehen, bekommst Du eine Nachricht "Wechserichter kaputt". Mehr erwartest Du hoffentlich nicht.

Das ist doch irrelevant, wenn Du es nicht nutzt. Wenn doch, ist es Deine Entscheidung.

Der Vergleich hinkt stark (= läuft nicht rund). Die Autohersteller lassen viel mehr über ihre Produkte raus als zB SMA. Du mußt auch nicht Sherlock Holmes sein, um herauszufinden was.

Nö. Wäre das überall so, gäbe es das Gewerbe nicht. Der Unterschied ist zwischen ehrlich und unehrlich oder sorgfältig und schlampig. Zum Glück gibt es immer noch vertrauenswürdige Lieferanten. Man muss nur herausfinden, wer einer ist. Das Problem haste auch bei eBay etc.. Sogar bei Nahrungsmitteln. Leider steht immer öfter an der Ware "Hergestellt für ...<Händler>". Von wem?

Eben. Das sagt aber nichts über die Qualität des Gerätes, über seine Lebensdauer, und schon garnichts über die Software. Letzteres, so wie Du die Qualität eines Buches erst nach dem Lesen kennst. Es sei denn, Du hättest einen vertrauenswürdigen "Influenzer" :-).

Grüße, H.

Nein, ich behauptete, dass ich einen Hersteller von Wechselrichtern kenne, welcher seine Status-Daten, aber auch die Möglichkeit zur Einstellung von Parametern per lokaler Schnittstelle anbietet. Ich habe hier etliche Huawei-Wechelrichter, aber die sind mitnichten Micro. Es handelt sich vielmehr um zwei Geräte mit je 6kW und eins mit

8kW. Allesamt sind per Modbus/TCP erreichbar, verfügen aber auch über eine serielle Anbindung mittels RS485 Mit den gängigen Hausmanagementtools wie HomeAssistant etc. kann man die Dinger auch optisch ansehnlich gestaltet auslesen und steuern

Mit Deye kenne ich mich nicht aus, glaube aber zu wissen, dass auch dort ähnliche Möglichkeiten bestehen sollen. Notfalls wirst du womöglich aber tatsächlich die Webseite sezieren müssen, um die Daten von dort weiter zu verarbeiten. Es wäre mir übrigens neu, dass die Dinger ihr eigenes WLAN auch im normalen Betrieb aufrechterhielten, nachdem sie also für den Zugriff auf das Haus-WLAN Zugriffsdaten erhalten haben. Die Huawei-WR spannen natürlich auch ein eigenes WLAN auf, aber um sich damit zu verbinden, muss man das Teil erstmal von AC und DX trennen. Nach dem wieder Einschalten hat man dann (glaublich) zwei Minuten Zeit für den Verbindungsversuch. Danach wird das WLAN des Wechselrichters abgeschaltet, wenn keine Verbindung hergestellt wurde.

Ich hab hier für jeden der drei Wechselrichter jeweils ein papierenes Handbuch mitgeliefert bekommen, welches, auf deutsch (und etwa einem halben dutzend anderer Sprachen), die Verkabelung, Inbetriebnahme etc. detailliert und mit vielen Bildern, quasi idiotensicher, erläutert. Sowas sollte es doch auch für Deye-Geräte geben, zumindest online?! Freilich mag es auch sein, dass sich der Hersteller bei einem Gerät, welches für unter 100€ angeboten wird, da nicht sonderlich bemüht hat :->

Und viel mehr als die Messwerte für Eingansspannungen und -ströme, sowie die aktuelle Ausgangsleistung und als Zuckerl vielleicht noch die Arbeit von heute und gestern wird man da kaum erwarten können. Und das sagt dir ja weitgehend auch dein Shelly

MfG Rupert

Mikrowechselrichter im Sinne von "flach und an dass PV Modul schraubbar" nicht. Auf 800VA begrenzen und mit dem Installateurpasswort absichern geht bei SMA, bei den anderen beiden weiß ich es nicht.

Doch tun sie, das hatte ich in diesem Thread schon als Mangel moniert. Aber egal, dieselbe Weboberfläche erreiche ich auch über die von meinem Router zugewiesene Adresse.

Hätte ich auch gerne, ist aber eine ganz andere Gerätekategorie.

Eben. Bisher habe ich auch die Werte der Modulmeßwerte nicht gefunden. Ich meine, die gebe es nicht. Ich bin zufrieden. Alles was mit meiner Cloudverweigerung nicht funktioniert, brauche ich auch nicht.

Sag mir ein technisches Gerät, bei dem Du das anders als über Erfahrungsberichte von Kunden erfährst.

Welche Software? Eine Wärmepumpe kann nur an und aus. Das gilt für die kleine in meinem Kühlschrank genauso wie für die große zur Beheizung unseres Zwölffamilienhauses. Die große verfügt über Meßwerte und wird mit einer externen Steuerung verkauft, die das an und aus schaltet, diese Steuerung ist aber nicht die Wärmepumpe.

Ist Dein Buchändler nach Deinen obengenannten Kriterien auch ein Betrüger?

Wenn ein Hersteller 20 Jahre Garantie gibt, dann heißt das schon auch was (oder was bei uns die längste erlaubte ist).

/ralph

Am 30.10.24 um 21:05 schrieb Ralph Aichinger:

Nicht wirklich. Garantie ist eine freiwillige Kulanzleistung des Herstellers, welche an beliebige Bedingungen geknüpft werden kann.

Von "Einsendung muss in OVP erfolgen" über "Verschleißteile sind ausgeschlossen" und diverse andere faule Ausreden bis zu "sie kriegen sowieso maximal ein ähnliches Gebrauchtgerät als Ersatz, und auch das nur bei Verfügbarkeit" ist so ziemlich alles erlaubt und auch üblich.

Es gibt da z.B. einen namhaften Smartphone-Hersteller, welcher absolute Wasserdichtigkeit nach IP-schießmichtot verspricht, aber regelmäßig jegliche Garantieleistung (auch für anderweitige Defekte) verweigert, falls ein Feuchtigkeitssensor im Inneren ausgelöst haben sollte...

Und natürlich muss der Hersteller auch überhaupt noch in der damaligen Rechtsform am Markt sein.

Will sagen: Im Consumer-Markt ist eine langjährige "Garantie" regelmäßig Makulatur.

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