guter gerberviewer (für Linux)

Aug 25, 2004 8 Replies

Hallo,



mein CAD Progamm (Bartels AutoEngineer) erzeugt mir gerberfiles die in den Vias keine Löcher haben. Ich finde aber Löcher in der Kupferschicht von den Vias überaus praktisch wenn ich die Platinen manuell bohre.



Meine Idee war daher die Signal-Layer in einem Gerberviewer mit der Drillfile zu überlagern so das in den Vias die gewünschten Löcher entstehen. Das kann z.B. gerberv welches ich gerade verwende.



Nun suche ich aber ein Progamm welches die erzeugte Grafik, am besten in ps oder pdf, exportieren kann. gerberv hat zwar angeblich eine Funktion zum png exportieren aber die scheint nicht so recht zu funktionierern und ausserdem habe ich dann später Probleme mit der Auflösung und Skalierung. Ein Vektorformat wäre mir also lieber.



Kenn jemand ein passendes Programm, welches idealerweise auch noch unter Linux/FreeBSD lauffähig ist, und diese Funktionalität beherscht?



Danke Martin L.


meinst du gerbv?

Bei mir funktioniert der png-export problemlos.

Steven Petersen hat auf der gerbv Seite

formatting link
noch ein paar Programme zum konvertieren aufgeführt. (eps, tiff, pdf) Getestet habe ich die Programme noch nicht.

mfg werner

Unser BAE kann auch Pad's mit Löchern erzeugen ;-) Und es gibt auch eine Funktion im Menü, um die Leiterbahnen zu kürzen ("Bahnenden kürzen"), was auch nicht unwichtig ist.

*Allerdings:*

  1. empfehle ich dringend, das nur auf einer Kopie der Projektdatei am Ende des Designzyklus zu machen, Du ärgerst Dich, wenn Du eine Leiterkarte einmal professionell fertigen lassen möchtest. Die LK-Hersteller mögen diese Löcher nämlich garnicht.

Vorgehensweise: *Einmalig* über Makrogenerator einen Satz gleichnamiger Pads mit Loch erzeugen und den später im Bedarfsfall in die *Kopie* der Projektdatei zuspielen (copyddb). Bahnenden kürzen und Voila: Mit zwei Handgriffen sind Löcher im Pad. Und das wird auch elektrisch korrekt gerechnet und gibt (jede Menge ... ) echte Vektordaten.

  1. macht das bei *Gerber* Daten nicht soviel Sinn, weil man entweder spezielle Blenden braucht (Pad wird geblitzt) oder ohne Ende Fülldaten erzeugt.

Die Problematik hat natürlich auch jedes andere Nicht-Pixel Format:

Wenn Du ein *Vektorformat* willst, mach' es wie oben beschrieben auf einer Kopie der Datei.

Was man bei Vektorformaten, von denen man sicher weiß, dass sie am Ende doch auf einer Pixel-nicht-Vektor-Ausgabe landen, noch machen kann ist weiß drüberzeichnen.

Im Grunde ist dies das von Dir genannte Verfahren mit dem Mischen der Lagen, was aber am Ende immer eine "löschbare" Ausgabe bedingt, beim Original Fotoplotter geht das definitiv nicht, solange wie kein "Fotofilm+RW" drin liegt ;-)

Bei der Generic Ausgabe (nur Win.) im BAE ist die Realisierung trivial, weil nämlich die Zahlen im Lagenmenü bei der Mehrlagenausgabe die *Priorität* bedeuten. Genau damit ist so ein Drüberzeichnen des weißen Loches über ein schwarzes Pad möglich. EPS/PS/PDF geht ähnlich.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oh. Das hatte ich glatt übersehen.

Ich dachte das die Hersteller die Löcher ausstanzen (oder bohren) und nur Löcher nicht mögen die so groß wie der Bohrduchmesser sind. (Wegen dem anschließenden zurückätzen) Ich finde beim manuellen bohren Löcher, die so groß wie der Bohrdurchmesser auch total bescheuert weil man fix abrutscht und dann durch das verbliebene Kupfer bohrt. Eine kleine Zentrierbohrung hingegen ist so gut wie unverzichtbar.

Ja. Das klingt einfach. Ich hätte jetzt die Funktion "Via ändern" verwendet.

Tschüss Martin L.

Warum das? Wir hatten da nämlich noch nie Probleme mit unserem Lieferanten.

Gibt es echt noch Hersteller die Photoplotter mit richtigen physikalischen Blenden benutzen? Ich dachte das sind heutzutage alles Laserbelichter mit Software-Renderer für Gerber und was sonst noch alles?

Gruß, Olav

- Schlechter Kontakt an Durchkontaktierungen, wenn das Loch die Größe derselbigen erreicht, ggf. Unterätzung usw.

- ggf. Ärger beim Bohren, Bohrer wird geführt (was beim Handbohren erwünscht ist, deshalb macht man sie ja rein, bei hochtourigen automatischen Bohrsystemen aber definitiv nicht.)

Der deckt sie zu Not mit einem CAM-Tool wieder ab oder tauscht die Blenden aus, wenn er die CAD-Datei hat, bzw. das Programm erzeugt die Löcher bei Gerber Out erst garnicht. Gerber Flash Blenden haben üblicherweise kein Loch, wenn Gerber Out den Flash nutzt, ist es automatisch weg.

Die Jungs bei den PCB-Herstellern sind heutzutage hart im Nehmen, ich habe bezüglich "guter" Daten schon einiges gehört ;-/

Die meisten haben wohl Laserbelichter (=> extended Gerber), weil vor ca. 15 Jahren die große Umstellung losging, aber täusch Dich nicht, was alles noch an alten Maschinen in Fertigungsbetrieben genutzt wird. Das gilt z.B. regelmäßig auch für Maschinen zur mechanischen Bearbeitung.

Außerdem haben praktisch alle Leiterkartenhersteller ein CAM-Tool, um notwendige Zusatzdaten (Nutzen, Rahmen) aufzubringen und einen Basis-DRC zu machen.

Die Plotter sind keine PC's, die man alle Naselang austauscht, und ein Unternehmer macht mit Fertigung über abgeschriebene Anlagen einen guten Gewinn. Und wovon soll er neue Geräte hierzulande auch finanzieren, beim Gewinn nimmts die Steuer, die Bank gibt nix (Basel 2), Leasing ist sündteuer und an der PCB Fertigung bleibt wegen heftigsten Wettbewerb u.a. mit Fernost (dort keine Umweltauflagen) nicht viel hängen.

Ich hatte z.B. vor kurzem wieder eine Anfrage von einem, der einen 10 Jahre (!) alten Softwarestand von uns noch benutzt und nie geupdated hat. Ein anderer Interessent hatte noch eine Calay auf PDP11 Basis (!) und denkt

*langsam* an eine Umstellung.

Einer der allermodernsten Leiterkartenhersteller (ST) hat vor kurzem in Böblingen für immer seine Pforten geschlossen.

*So* sieht es in .de aus.

Dass wir uns damit, dass alles Geld aus Gewinnen zum sozialen Verfrühstücken wegbesteuert wird, den Ast absägen, auf dem wir sitzen, wurde hier im Forum an anderer Stelle schon hinlänglich diskutiert.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Eine gute automatische Bohrmaschine braucht und will kein Führungsloch im Pad. Da wird mit hinreichend stabiler Spindel auf die X/Y Position gefahren und dann mit definiertem Vortrieb der Bohrer in der Z-Achse abgesenkt. Das ist so stabil und genau, dass es keine Führung im Kupfer braucht, die Leiterkarte ist fest eingespannt und der Verrutschfehlerteufel hat gleich verloren ;-)

Im Gegenteil: Wenn der Bohrer an der Spitze ständig abgelenkt wird, erhöht dies seine Haltbarkeit nicht unbedingt. Einzelne Löcher auf der Kante werden ihn aber nicht stören, da geht ein guter Hartmetallbohrer ("war da was") glatt durch ...

Btw. Gute Bohrmaschinen erreichen locker 25um Genauigkeit, es gibt sogar Röntgenbohrsysteme, die durch die Leiterkarte durchschauen und die Position bei Verzug etc. automatisch korrigieren.

Nach dem Bohren geht die Leiterkarte in die Galvanik. Auch dort ist Kupfer bis unmittelbar an den Bohrungsrand erwünscht (insbesondere bei Multilayern!), um einen sicheren Kontakt zum aufzubringenden Kupfer im Bohrloch herzustellen.

Eine andere Möglichkeit ist bei Mikrovias (z.B. für Ja. Das klingt einfach. Ich hätte jetzt die Funktion "Via ändern"

Geht auch, aber eben nur für Vias.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Martin Laabs schrieb:

Ich hatte selbiges Problem mit dem EEDesignerIII. Zur Lösung habe ich Robert Manchecks gerbertops erheblich erweitert, im Toolfile lassen sich nunmehr Blitzblenden mit Loch drin definieren. Wie immer ist das Projekt natürlich nie wirklich fertiggeworden, tut aber. Bei Bedarf per Email

Gruß

Uwe

Oliver Bartels schrieb:

Hallo,

ausserdem wird auch oft zu allererst gebohrt wenn es noch gar keine Pads =

gibt sondern nur Kupfer =FCber die gesamte Fl=E4che.

Bye

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