4-layer boards zuhause machen

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Nur so zur Info, bin gerade druebergestolpert.  Solche Sachen
begeistern die Leser hier doch meistens..

http://www.myhome.ch/mzingg/pcbstuff/tps /

Re: 4-layer boards zuhause machen
: Nur so zur Info, bin gerade druebergestolpert.  Solche Sachen
: begeistern die Leser hier doch meistens..

: http://www.myhome.ch/mzingg/pcbstuff/tps /

Leider laesst die Webseite mehr Fragen offen, als sie beantwortet:
- Wie laminiert er die Platinen?
- Welche Chemie verwendet er
- Wie behandelt er die Bohrloecher
- Halten die Huelsen thermische Zyklen aus
- ...

Bye
--
Uwe Bonnes                 snipped-for-privacy@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik  Schlossgartenstrasse 9  64289 Darmstadt
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Re: 4-layer boards zuhause machen
Hallo Uwe

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Mit Laminat (Trockenfilmresist) der Firma Bungard und mit einerm
Normalen B├╝rolaminator

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Die Chemie der Kompacta 30 Anlage von Bungard. Die gibt's dort im
"Einsteigerset" zu kaufen.

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Gar nicht. Ist bei der Chemie so nicht n├Âtig. Die 5 B├Ąder sind absolut
ausreichend.

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Ich bin mir hier nicht sicher was Du genau meinst. Da ich meine
Multilayer Boards nicht mit prepregs w├Ąrme und Druck herstelle sind
die Anforderungen tiefer. Ich klebe die Multilayers - mehr dazu bei
den anderen Antworten.

Markus

Re: 4-layer boards zuhause machen


Markus Zingg schrieb:
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Hallo,

na ja, die Temperaturschocks beim LF6%ten mFC%ssen Deine Boards auch20%
aushalten, wieso sind dann die Anforderungen tiefer?
Die Spannungen im Board beim ErwE4%rmen und AbkFC%hlen im und nach dem20%
Betrieb gibts auch genauso.

DC%brigens, bei der konventionellen Multilayer Herstellung mit Prepregs20%
und dem Verpressen gibt es zu diesem Zeitpunkt noch gar keine20%
KupferhFC%lsen in den BohrlF6%chern die beschE4%digt werden kF6%nnten, es=
 gibt20%
ja dabei noch nicht mal BohrlF6%cher, ausser denen um die Lagen zur20%
Deckung zu bringen.

Bye


Re: 4-layer boards zuhause machen

[...]

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Und wie werden dann buried vias gemacht?

--
Dr. Juergen Hannappel          http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto: snipped-for-privacy@physik.uni-bonn.de  Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
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Re: 4-layer boards zuhause machen


Juergen Hannappel schrieb:
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Hallo,

beim einfachsten Fall der selbstgemachten Multilayer mit nur vier Lagen
spielen die doch keine Rolle.

Bye


Re: 4-layer boards zuhause machen
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Ja klar, l├Âten kann man die Boards nat├╝rlich. Es ist klar dass ein
Board mit Prepregs & Druck & W├Ąrme theoretisch stabiler ist als die
Boards welche ich mache. Ich kann aber hier folgendes festhalten:

- bisher habe ich kein einziges Ausschussboard produziert.
- Alle Boards laufen bis heute einwandfrei
- in der Handhabung sind f├╝r mich keine Unterschiede zu
"professionell" gefertigten Boards festzustellen. D.h. die Boards tun
schlicht das was sie sollen.

Wichtig ist mir aber schon festzuhalten dass diese Mehtode IMHO
bestens geeignet ist zur Herstellung von Prototypen. Das ist aber
nichts f├╝r Serien. Der Vorteil liegt also vorallem in der
(logischerweise) unschlagbar kurzen Zeit ein neues Board zu haben und
- eine gweisse Mindestmenge vorausgesetzt - beim deutlich g├╝nstigeren
Preis.

Ich habe den Aufwand darum getrieben weil die Situation im Vergleich
zu Deutschland hier in der Schweiz noch einiges versch├Ąrft ist. Hier
gibt es keine g├╝nstigen Boardh├Ąuser welche in brauchbarer Zeit und zu
vern├╝nftigen Preisen multilayer Prototypen herstellen. Ordere ich
etwas im Ausland, bleibt die Lieferung oft noch 2 - 3 Tage am Zoll
h├Ąngen welcher dann noch nebst dem Zoll noch eine nette
"Bearbeitungsgeb├╝hr" draufhaut sodass einem wirklich der Spass
verloren geht. Einen Monat auf ein neuse Board zu warten nur damit's
vern├╝nftig bleibt war dann auch nicht die tollste Option.

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Klar - da hast Du recht. Das ist bei mir (Ausname blind Vias - habe
ich aber bisher noch nicht gemacht) auch nicht der Fall.

Markus

Re: 4-layer boards zuhause machen


jetmarc schrieb:
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Hallo,

na ja, da ist nur ein wenig von der Galvanik zu sehen. Wenn es klappt20%
kann man so zweilagige durchkontaktierte Platinen machen.
Aber wie sollen vierlagige funktionieren? Vom Verpressen der vier Lagen20%
unter Hitze und Druck ist nichts zu sehen, erst recht nicht vom20%
RFC%ckE4%tzen der Bohrungen.

Zwei dFC%nne zweilagige Platinen FC%bereinander zu legen und beim LF6%ten=
 zu20%
verbinden habe ich mal probiert, das funktioniert bei bedrahteten20%
Bauteilen nicht zuverlE4%ssig genug.

Bye


Re: 4-layer boards zuhause machen
On Fri, 12 Dec 2003 13:03:41 +0100, Uwe Hercksen

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Das ist so auch nicht unbedingt n├Âtig. Der Vorgang zur
Selbstherstellung einer 4 lagigen Printplatine sieht so aus:

1) Filme des Layouts drucken. Da mit Trockenfilmresist laminiert wird
(beschichtet) m├╝ssen die Layouts als Negative erstellt werden.
Trockenfilmresist ist ein muss weil chemisch beschichtete Platten
nicht durchkontatkiert werden k├Ânnen bzw. die B├Ąder sogar zerst├Âren
k├Ânnten. Ist keine CNC Bohrmaschine vorhanden, so muss ein weiterer
Film einer beliebigen Aussenlage erstellt werden bei dem die Vias und
Pads l├Âcher haben. Bei allen anderen Filmen d├╝rfen die L├Âcher nicht da
sein (dazu gibt's bei Eagle ne Option). Das Layout so erstellen dass
an zwei diagonal gegen├╝berliegenden Ecken ausserhalb des Prints je ein
3mm Loch durch alle Layer durch plaziert wird.

2) Material zuschneiden (beim Durchkontaktieren reicht
kupferkaschiertes Basismaterial). F├╝r Mehrlagige gibt's das auch in
0.3mm bzw 0.5mm "Dicke".

3) Eine Aussenlage mit Trockenfilmresist laminieren (beschichten),
diese eine Aussenlage belichten und entwickeln.

4) Die zwei Aussenlagen (welche einseitig beschichtet sind, 0.3mm) und
die doppelseitigen Innenlage (0,5mm) zu einem Stapel zusammenlegen.

5) Die entwickelte Aussenlage von Schritt 3) zur positionierung
verwenden und die zwei (und nur die zwei) positionierungsl├Âcher (3mm
diagonal gegen├╝berliegend aus Schritt 1) ) bohren. Zuerst eines der
L├Âcher bohren, Stift einf├╝gen, andere Seite Bohren. Damit ist mal die
Lage der Ebenen zueinander fixiert.

6) Die zus├Ątzlichen 3mm L├Âcher an den Ecken bei den Filmen werden mit
einem leicht aus 3mm Silberstahl zu fertigenden Werkeug ausgestanzt da
Filme nicht vern├╝nftig gebohrt werden k├Ânnen. ("Werkeug" ist ganz
einfach - mit einem Zentrierbohrer auf einer Seite reinbohren - damit
kann man hervorragend Filme stanzen)

7) Innenlage beidseitig Laminieren, Filme mit Stiften ausrichten,
belichten und entwickeln. Achtung, Filme m├╝ssen so gemacht sein dass
die Vias keine Bohrl├Âcher haben. (Dazu gibt's z.B. in Eagle eine
Option). Da die Filme auf dem Laminat etwas kleben, k├Ânnen die Stifte
nach dem Auflegen problemlos entfernt werden ohne dass die
Positionierung in die Hosen geht. Die Methode mit den Stiften hat
├╝brigens den Vorteil dass nichts ausgerichtet werden muss und alles
100% stimmt - also kein Rum├Ąrgern mit Taschen etc. mehr.

8) Innenlage ganz normal Ätzen.

9) Innenlage mit Aussenlagen verkleben. Dabei alle Lagen wieder
verstiften. GANZ D├ťNN 2-Komponentenkleber (5-Min Kleber vom Baumarkt)
ganzfl├Ąchig AUF DIE INNENLAGE aufstreichen (damit die Senkungen wo
wegge├Ątzt wird sicher Leim enthalten). Wichtig, beide Seiten
GLEICHZEITIG kleben!

10) Stapel m├Âglichst gut zusammenpresen. Ich verwende dazu eine kleine
Vorrichtung aus Holz welche aus zwei Schraubst├Âcken (billigste aus
Baumarkt 15┬Ç das St├╝ck) mit zwei kleinen Holzplatten als gr├Âssere und
gleichm├Ąssige Auflagen besteht.

11) Nach dem Trocknen (5-Min) k├Ânnen die Stifte entfernt werden. Nun
werden anhand des "Bildes" aus Schritt 3) auf der Aussenlage alle
L├Âcher gebohrt. Hat man eine CNC so entf├Ąllt das extra laminieren der
Aussenlage aus Schritt 3) nat├╝rlich und das Bohren dauert auch massiv
weniger lange.

12) Die Beschichtung der Aussenlage aus Schritt 3) wird mit einem Soda
Bad entfernt da sie beim n├Ąchsten Schritt st├Âren w├╝rde. Beim Einsatz
von CNC entf├Ąllt dieser Schritt (wie auch Schritt 3 - logo)

13) Nun durchl├Ąuft die Platinen die Durchkontaktieranlage. Dabei
werden
die Kontakte an den Stellen der Innenlage sauber erstellt wo's n├Âtig
ist da deren Kupferschicht ja eben erst vom Bohrer durchstosen wurde.
Zur Erinnerung, das ist der Grund warum bei den Filmen die Pads und
Vias keine L├Âcher haben d├╝rfen.

14) Nun werden die Aussenlagen mit Trochenfilmresist beschichtet
(laminiert), Filme auf Stifte aufgestzt, belichtet, entwickelt und
ge├Ątzt -> vertig ist der 4-lagige Print!


Der Ganze Vorgang f├╝r eine Europakarte dauert ca. 4 Stunden.

Markus


Re: 4-layer boards zuhause machen
jetmarc schrieb:

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Da wird aber nur eine TPS "through plating station" beschrieben, also
ein Ger├Ąt, um galvanisch Durchkontaktierungen zu produzieren. Von
Multilayer-PCBs steht da nichts...


Ciao...Bert



--
"Die Sozis kommen, machen Pleite, die Sozis werden gegangen, die Pleite
bleibt."
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Re: 4-layer boards zuhause machen
...und selbst da bleibt die Frage der Chemie, die verwendung findet offen,
oder hab ich  das ├╝bersehen auf die Schnelle. Ich hab so was mal gemacht mit
'ner Isel Anlage. DAS Problem war einfach die Chemie. Der Aktivierer f├╝r die
Durchkontaktierungen ist sauteuer und nicht lagerf├Ąhig. Wenn dann die Bohrer
nicht ganz neu waren und so weiter, dann konnte man das Ergebnis bald
abhaken. Wenn man dann noch seine Zeit rechnet... Vergiss es, da sind Profis
à la Gerland und Co auf dauer billiger. Und wenns richtig schnell gehen
muss, dann ist in der Regel auch ein entsprechend zahlungsstarker Kunde
dahinter, der entsprechende Qualit├Ąt erwartet.

Martin



Re: 4-layer boards zuhause machen
On Fri, 12 Dec 2003 16:23:25 +0100, "Martin Sch├Ânegg"

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Da Stimme ich Dir 100% zu. Die ISEL Chemie ist unbrauchbar. Die von
Bungard hingegen genial. Ich bin absolut begeistert von der Chemie.

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Naja, meine bisherigen Erfahrungen sind da bis jetzt durchaus positiv.
Die Chemie ist hier seit dem Sommer im Einsatz und soweit funktioniert
alles noch palleti. Ich bin eigentlich zuversichtlich dass das so auch
noch eine Weile bleibt.

Markus

Re: 4-layer boards zuhause machen
On Fri, 12 Dec 2003 15:57:42 +0100, "Bert Braun, DD5XL"

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Ja, bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen das auf der Seite zu
dokumentieren. Lies meie Antwort auf den Post von Uwe Hecksen.

Markus

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