Gehäuse?

Jun 02, 2026 Last reply: 4 months ago 1 Replies

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Wolfgang Strobl

Am Tue, 2 Jun 2026 10:53:30 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger >: Ein ESP8266 hat vor zehn Jahren drei EUR oder so gekostet, ein RGB-Streifen mit zehn ansteuerbaren LED noch weniger. Damit kann man auf einem Steckbrett schon erstaunlich viel zusammenbasteln. Nicht gesehen…

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Das "Cheap Yellow Display" ist ja in den letzten Jahren sehr beliebt geworden:



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Für ca. 15 Euro für ESP32 und ein kleines Touchdisplay auf einer Platine kann man nicht viel falsch machen. Ich hab mir gestern zum ersten mal eines konfiguriert, und ich war in unter einer Stunde von Auspacken zu erster Grafikausgabe in ESPHome, trotz obskurem Display-Treiber (es gibt ein paar unterschiedliche Varianten) und Kampf mit der seriellen Schnittstelle am Windows- Notebook meiner Frau (unter Linux ist es dann sofort gegangen, Windows hätte irgendwelche Treiber gebraucht).



Aber: Fast alle der vielen Projekte die man sieht nehmen einfach die Platine direkt her, ohne irgendein Gehäuse. Natürlich geht das, aber bei Raspberry Pi-Projekten sieht man da viel mehr interessante Sachen wie die Leute das "verpacken". Gerade mit 3D-Druckern wäre es ja nicht schwierig was schönes zu machen, sollte man meinen. Tatsächlich findet man nicht viel was anderes als eine 3D-gedruckte Quaderförmige Box rund um die Platine oder Plexiglasplatten als Rahmen und Rückseite, durch die Platinenlöcher verschraubt.



Habt ihr schon irgendwelche interessanten Beispiele gesehen, die über das minimal notwendige, utilitaristische hinausgehen und auch irgendwie gut oder originell ausschauen?



/ralph


Am Tue, 2 Jun 2026 10:53:30 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger snipped-for-privacy@h5.or.at>:

Ein ESP8266 hat vor zehn Jahren drei EUR oder so gekostet, ein RGB-Streifen mit zehn ansteuerbaren LED noch weniger. Damit kann man auf einem Steckbrett schon erstaunlich viel zusammenbasteln.

Nicht gesehen, sondern gemacht und nicht mit einem Display,

3D-Drucker oder einem fertigen Gehäuse, sondern aus dem Vollen gefräst bzw. gesägt. :-)

Es war auch kein ESP32, sondern sein Vorgänger, der besagte ESP

8266. Der ESP32 war seinerzeit, als ich meine Basteleien mit dem 8266 begann, noch gar nicht auf dem Markt.

Das Ergebnis waren alle möglichen Spielereien, darunter auch Weihnachtsgeschenke an meine Söhne, zwei unterschiedlich konstruierte, fernsteuerbare und programmierbare Lampen mit einem Sortiment an Lichteffekten. Inzwischen findet man primitive Ausführungen von so etwas in jedem größeren Baumarkt, vor zehn Jahren jedoch noch nicht.

Das erste Exemplar war diese Stehlampe

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, deren Innenleben in halbfertigen Zustand etwa so aussah:
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Von links nach rechts Spannungswandler, ein 8-Beiner (PIC 12F1840 von Microchip) für die IR-Dekodierung, ein Debuggingport und rechts der 8266 von Espressif Systems. Die drei Drähte nach oben gehen zum IR-Receive (TSOP....).

Weitere als kleine LUA-Scripte geschriebene Effekte ließen sich via WLAN hochladen, ansonsten erfolgte die Bedienung der Lampe ausschließlich über eine anlernbare IR-Fernbedienung - die Idee war, ein paar sonst unbenutze Tasten einer schon vorhandenen zweckzuentfremden.

Verschenkt wurde die Lampe natürlich voreingestellt mit einer flackernden Kerze.

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Codebeispiel s.w.u.

Das andere Exemplar hatte ich den Wünschen des Empfängers entsprechend konstruiert. Da ging es i.W. darum, eine indirekt leuchtende effektvolle Beleuchtung eines Barschranks zu bauen. Konkret die unterste Etage eines alten, zum Regal umgebauten und dunkelgebeizter Holzschranks.

Drei Fotos davon:

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(Rohfassung, mit einem simplen durchlaufenden Licht getestet)

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Seitenansicht mit Innenleben,

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Endzustand, mit einem simplen Regenbogenmuster.

Bei der Variante hatte ich auf eine Ansteuerung per IR-Fernbedienung per separatem µC schon deswegen verzichtet, weil der Sensor nur schlecht im Gerät hätte untergebracht werden können, da der Schrankboden von vorne durch ein Abschlussbrett des Schrankregals verdeckt war. Versuche, den ESP8266 für eine IR-Erkennung zu nutzen scheiterten daran, dass ich diese auf dem nur mit einem Kern ausgestatteten Controller nicht stabil zum Laufen bringen konnte. Typisches Nebenläufigkeitsproblem, mit den dokumentierten Mitteln nicht zu beheben. Also habe ich hier auf das WLAN zurückgegriffen, Steuerbefehle via UDP, die von einer kleinen, mit QT realisierten Anwendung verschickt werden konnten oder alternativ mit einer Android-App.

Die Flackerkerze:

flackerpause=0 local function flacker() if flackerpause>0 then flackerpause = flackerpause - 1 else br=math.random(16,255) if br>200 then flackerpause=5 end buffer:set(STRIPSIZE,br,br,0) ws2812write() end end return {_="Kerze mit Flackern", action=function() local i,br buffer:fill(0,2,0) buffer:set(STRIPSIZE,255,255,0) buffer:set(STRIPSIZE-1,64,255,0) buffer:set(STRIPSIZE-2,0,0,4) buffer:set(STRIPSIZE-3,0,0,0) buffer:set(11,8,8,4) for i=1,10 do buffer:set(i,13-i,0,1) end ws2812write() tmr.alarm(effekttmr,50,1,flacker) end }

Ein anderer, auf Wunsch nachgereichter Effekt realisierte eine lineare Uhr, incl. Sekundenzeiger. Uhrzeit via NTP.

Die Barbeleuchtung ist immer noch in Gebrauch, die Tischlampe nicht, sie hat lange funktioniert, steht inzwischen jedoch hier zur evtl. Reparatur herum - Hardwareproblem.

Fazit: Es gibt noch andere Möglichkeiten als fertige Standardgehäuse oder solche aus dem 3D-Drucker. Ich finde es durchaus reizvoll, Informationen nicht ausschließlich mit einem Display aus Zehntausenden bis zu Millionen von Pixeln darzustellen.

Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

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