18650 mit 6800 mAh

Jun 01, 2026 Last reply: 1 month ago 26 Replies

Ein Freund hat gerade einen Satz 18650 gekauft. Die genaue Quelle kenne ich nicht, aber es sind offenbar diese

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bei mehreren Anbietern im Umlauf.



Das erste, das mir beim in die Hand nehmen auffiel, war das geringe Gewicht. (Wenn sich das rumspricht, bekommt die nächste Generation einen Bleibstab in die hohle Mitte.) Einen durfte ich mitnehmen, mit der Erlaubnis, ihn kaputtzumachen.



Zum Vergleich habe ich vor einiger Zeit diese

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mit einer Nennkapazität von 2500 mAh. Gemessen mit sehr konservativen Schwellen haben sie echte 1900--1950 mAh. Das ist mir beim Preis von damals 1.50 pro Stück gut genug.



Hier sind die Ergebnisse meiner Untersuchung. Spoiler: gemessene Kapazität 700 mAh, also genau eine Null zu viel.



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MB)



Axel Berger schrieb:

Es soll eine Nation geben, in der Betriebe gebrauchte ICs ablösen, aufbrezeln und mit Typenkennungen nach Wunsch neu beschriften. Warum sollten andere nicht Billigakkus mit kundenspezifischer Beschriftung herstellen. Vielleicht sind auch die 6800mAh die Gesamtkapazität, die man hineinladen kann bevor sie thermisch durchgehen. Oder nach 10 Deepcycles mit je 380mAh sind sie chemisch tot, macht auch 6800mAh.

Ich habe in de Distribution in den 1990er Jahren mitbekommen, wie PC-Lautsprecher 2 mal 300 Watt Leistung aus einem 9 Volt, 500mA Steckernetzteil produziert haben. Wer drei jahr eeien Reklamations- und Technilkabteilung im Hardwaregroßhandel der 1990er Jahre geleitet hat, wundert sich über gar nichts mehr.

"UltroFire", wie geil ist das denn, ein Fake einer China-Marke. UltraFire ist eine seit 10+ Jahren bekannte chinesische Budget Marke für Taschenlampen und Zubehör (u.a. Akkus), deren Produkte für den Preis relativ OK sind. Nicht grossartig, aber auch kein totaler Schrott. Und die Kapazitäts- nennwerte der Akkus sind auch nicht arg übertrieben sondern durchaus einigermassen realistisch.

Zudem: 6800 mAh im 18650 Formfaktor ist schlicht Bullshit. Der obere Bereich ist derzeit z.B. bei NiteCore NL1840 (18650, 4000 mAh, _nicht_ billig, aber aus der Einsatzerfahrung klingt die Kapazität realistisch).

Eisen. Blei ist zu teuer. ;-)

Das ist bei billiger Chinaware (ja, < 10 EUR ist billig für gute 18650) im Rahmen der Messungenauigkeit. Ernsthaft.

Doch soviel!

Man liest sich, Alex.

Ah, die berühmten P(MPA), auch bekannt als "Leistungsabgabe bei Spontanverbrennung". Wahre Wunder der Technik!

SCNR, Alex.

Das ist leider gängige Praxis. Akkukauf bei Ali ist immer eine Lotterie. Bei Einzelzellen kriegt man leichter das Geld zurück. Aber bei einem

18V/6Ah-Akku verlangen sie Rückversand, der wegen der 100-Wh-Grenze rechtlich quasi unmöglich ist, auch wenn faktisch der Akku keine 20 Wh liefert.

Da kannst du dann für den Akku einen Seecontainer mieten, um ihn nach China zurück zu verschiffen.

Da werden auch lieben gerne °100 % Origina Makita" Akkus verkauft. Rechtsanspruch darauf, dass sie echt sind, hat man keinen. Tatsächlich kommt mein hoffentlich echter 18V/6Ah Original-Makita genauso aus China. Der hat aber keine 6Ah-Zellen, sondern 3Ah-Zellen parallel.

Ja natürlich. vor allem weiß ich, wieviel mehr sich herauskitzeln läßt, wenn man die Lade- und Entladeschwelle maxil ausreizt. Deshalb akzeptiere ich, daß die meisten Akkus "echt" mehr Kapazität aufweisen, als meine Messungen ergeben. Ich habe versucht realistische Angaben zum zwar sehr günstigen aber plausiblen Preis zu finden und genau das ist mit offenbar gelungen.

Am Mon, 01 Jun 2026 14:00:09 +0200 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De zum Thema "18650 mit 6800 mAh":

Das Design und die Markte kommen mir bekannt vor. Nur die Zahl zur Kapazität war beim vor >10 Jahren mit einer Stirnlamge gelieferten 18650 noch etwas kleiner.

cu. Juergen

Nicht verfuegbar in Amiland. Sind vielleicht zuviele in Flammen aufgegangen?

6.8Ah sind vermutlich in Wirklichkeit 6.8ChAh, Chinese Amp Hours :-)

Aehnlich wie es Lumen und ChiLumen gibt ...

[...]

Wieso vermutlich? Meßwerte habe ich mitgeliefert.

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Ich weiss, wollte nur die neuen Einheiten erklaeren :-)

Ich habe einen Akku fuer einen alten Dell Laptop gekauft, den Dell nur noch in einer wenig brauchbaren Winzig-Ausfuehrung anbot. Er wurde mit

7.8Ah. Gemessen waren es dann etwa 6Ah, allerdings stabil ueber 10 Zyklen. Natuerlich habe ich das angemosert und der Haendler hat mir 25% des Kaufpreises erstattet.

Der haerteste im wahrsten Sinne des Wortes war ein Fahrradakku mit vier

18650 drin. Gemessen waren es gerade mal zwei. Ruecknahme gefordert, doch der Haendler erstattete den vollen Kaufpreis ohne Ruecksendung. Aufgemacht und zwei Zellen hatten ein seltsames Gewicht. Aufgepellt und ... es war Gips drin.

Ich vermute, die Chinamaenner erhoffen sich einen ausreichend hohen Anteil an Kaeufern, die nichts nachmessen.

Okay, Jörg hat sich hierzugroup leider selten gemacht,aber sein Humor sollte doch eigentlich in der ewigen Gruppencharta in Stein gemeißelt sein :-)

@Joerg: Viele Grüße in die Neue Welt.

Pedeleptika sind eigentlich ein schöner Anwendungsfalls für Placebobatterien. Vermutlich werden sich nicht wenige so ausgerüstete Radler förmlich wie beflügelt fühlen. Win-Win: Ressourcen gespart, Workout gehabt.

Volker

Messen ist gar nicht nötig. so gut wie niemand, mit dem Du im Alltag sprichtst, hat auch nur die ungefährste Vorstellung von Kapazitäten, Leistungen und resultierend Laufzeiten. Die merken einfach nichts.

Der eigentlich durchaus naturwissenschaftlich bewanderte Michael Crichton beschrieb in einem Roman erst seitenweise, wie sehr man bei Satellitenverbindungen Dtn sprn nd ll Wrt mxml akrzn mß -- um dann wenige Seiten weiter Video in Echtzeit darüber zu streamen. Hier im Umfeld suchen viele bei den Ursachen hohen Datenvolumens auch an der völlig falschen Stelle.

Quantitatives Denken ist Geheimwissen. An die allgemeine Schulpflicht hatte man einst Hoffnungen von Befreiung und Unabhängigkeit geknüpft. Kein menschliches Projekt ist so garandios gescheitert wie dieses. Schule, Noten und Zeugnisse sind hier im Umfeld Themen. Nicht einer fragt danach, ob die Kinder etwas lernen und was.

Am Sat, 06 Jun 2026 09:42:26 +0200 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net zum Thema "Re: 18650 mit 6800 mAh":

Jörg schreibt bestimmt über den Akku für sein legendäres Fahrradlicht.

cu. Juergen

Am 05.06.26 um 23:53 schrieb Joerg:

Eher ein Logistikproblem. Batterien sind Gefahrgut - Luftfracht fällt aus bzw. würde extrem teuer, der Landweg geht für China=>Europa, aber nicht China=>USA, Schiff dauert laaange und sprengt die von der Plattform vorgegebenen Lieferfristen.

Hergen

Juergen schrieb:

Betreibt Joerg rei zufällig damit auch den Glühanzünder für den Kugelgrill?

An"duck&weg"dreas

Weswegen Aliexpress und Co seit Jahren vorwärts stationierte Lagerhäuser haben, wo ein Teilauszug des Angebots im Zielland vorgehalten wird um sowohl kurze Lieferfristen als auch Vermeidung von Zollformalitäten durch den Endkunden zu erreichen. Ist aber, wie gesagt, nur ein Teilauszug des Angebots und bedingt vermutlich auch aktive Mitarbeit des jeweiligen Händlers auf der Plattform.

Man liest sich, Alex.

Am 07.06.26 um 15:43 schrieb Alexander Schreiber:

Das mit der Vermeidung von Zollformalitäten bekommen die großen Plattformen inzwischen auch bei Lieferung direkt aus China gut hin.

Die Shop-Software schlägt die veranschlagten Einfuhrabgaben direkt auf den Preis auf, sendet automatisch eine elektronische Voranmeldung ans Zollamt und überweist die geschuldeten Abgaben. Wenn der Luftfrachtcontainer schließlich in Europa eintrifft, sind nur noch Stichprobenkontrollen nötig, die Aufenthaltsdauer beim Zoll bemisst sich in Stunden, und der Endkunde bekommt von der Bürokratie gar nichts mit. Hoffentlich bleibt das auch nach Einführung der Paketgebühr so.

Insbesondere wird der Händler für die Lagerung zahlen müssen, und er muss damit rechnen, das bei Auffälligkeiten (behördliches Einschreiten, auffällig viele Reklamationen) die eingelagerte Ware als Beweismittel konfisziert wird. Gerade für Betrüger wenig attraktiv...

So sollte das idealerweise auch ablaufen. Minimale Reibungseffekte für den Kunden und der Staat kriegt seinen Anteil (via Zoll/Mehrwertsteuer).

Welche Paketgebühr? Von den Kollegen aus Irland habe ich gehört, das dort demnächst Strafgebühren (anders kann man das nicht nennen) für Einkauf ausserhalb EU fällig werden: EUR 3 pro Artikelkategorie wenn der Gesamtwert unter EUR 150 liegt. Also: Wenn schon von ausserhalb der EU bestellen, dann halt mehr und die Einkäufe von "hätte ich vor Ort im Laden gekauft" auf "Kaufe ich dann halt direkt von China" verschieben, so weit möglich.

Da sehe ich eher kein Problem ;-)

Man liest sich, Alex.

Genau das soll auch in Deutschland kommen. Ursprünglich ab Juli, aber da bis zuletzt über die genauen Konditionen gestritten wurde, kommt jetzt die teutsche Bürokratie mit der Umsetzung nicht hinterher und es ist erst mal auf unbestimmte Zeit aufgeschoben.

Leider weiß auch zoll.de noch nichts von den Plänen, so das weiter rätselhaft bleibt, was unter "Artikelkategorie" zu verstehen ist.

Gerade bei technischen Produkten ist der EU-Zolltarif streckenweise extrem kleinteilig, mit Ausnahmen von den Ausnahmen von den Ausnahmen, um den Markt für ganz bestimmte Lobbyisten abzustecken. Falls Artikelkategorie=Zolltarifnummer, wird das ein bürokratisches Monster mit mörderisch viel Arbeit für die Händler und bösen Überraschungen für den Endkunden.

Darauf wird es wohl hinaus laufen. Man bestellt künftig auf Vorrat oder gesammelt größere Mengen, damit es sich noch lohnt, und der deutsche Handel bekommt einen noch kleineren Teil des Kuchens.

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