Fuellstandsanzeige simpel

Jun 10, 2020 Last reply: 6 years ago 59 Replies

Gerald Oppen schrieb:

Da reicht ein Poty, da dran eine längere Stange mit einen Schwimmkörper am ende. Man muß ja nicht den vollen Drehbereich des Poty bedienen. Wenn er dann LEDs schalten will reicht da so ein Mäusekino wie man es früher in den Kassettenrecordern zur Aussteuerungsanzeige hatte.

Das ist dann eher eine Frage wie robust man das baut. Wenn das Wasser aber so stark verunreinigt ist, dann wird das mit den Elektroden nicht zuverlässig funktionieren.

Frank

Ich habe vor Jahren hier auch mal eine Diskussion zum Thema gestartet und bin dann letztlich vom "elektrischen" komplett abgekommen.

Es geht auf einem anderen physikalischen Prinzip viel einfacher.

Manometer, kleine Luftpumpe und ein Schlauch der, mit einem Gewicht beschwert, bis zum Boden des Tanks führt. Jetzt wird solange Luft zum Tank gepumpt bis der Druck auf dem Manometer nicht weiter steigt. Ab jetzt gilt die einfache Regel "1 bar Druck entspricht 10 Meter Wassersäule".

Kosten unter 10 Euro wenn man günstig an die Teile kommt. Hängt jetzt schon ein paar Jahre im Keller und erfüllt zuverlässig seinen Dienst.

Gruß

Manuel

Am 10.06.2020 um 16:19 schrieb Wolfgang Allinger:

Hab' ich ca. 2 Jahre als Wasserbrunnen-Anzeige auch gehabt. Ist weggegammelt (trotz Messingschrauben...). Jetzt mach' ich das ganze per Ultraschall-Entfernungsmesser seit mehr als 5 Jahren. Gibt die Entfernung zum Wasserspiegel in cm an. Umrechnen auf Füllstand und Wassermenge per Excel.

hth fritz

Am 12.06.20 um 17:52 schrieb Fritz.Schoerghuber:

Kannst Du die Hardware näher beschreiben? Eigenbau oder fertig? Was für US-Sensoren?

Gerald

THX für US

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

\ 110cm länge.

Unter den vielen Möglichkeiten wäre meine bevorzugte Variante wohl kapazitiv. Wasser/Luft sind gute Kombination. Bei üppiger Länge sollte Kapazität mit z.B. zwei L-Aluprofilen erreichbar sein. Benötigt dann am Alu aktiven Messkopf ( RC-Oszillator, eventuell LC-Oszillator ) der Signal als Frequenz sendet. Bevorzugt mit Stromspeisung über 2 Draht Audio-Koax. Gammelfest vergossen. Frequenz im Empfänger f/U wandeln. Paßt dann für übliche LED-Bargraph-ICs a la LM3914 die 10 LEDs steuern. Einfacher natürlich Drehspulanzeige aus China ( VU Meter )

MfG JRD

Am 13.06.2020 um 09:47 schrieb Rafael Deliano:

Nicht eloxiertes Alu in Wasser gammelt auch sehr schnell weg. Wenn es Brauchwasser ist, sollte man da aufpassen. Aluminiumsalze gelten als nicht so gesund.

Das hier arbeitet genau nach diesem Prinzip, Die nehmen Lautsprecherkabel.

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Gruß Andreas

Nein. Ich habe den Unsinn mal ohne Nachdenken geglaubt, weil selbst der Hersteller industrieller Meßtechik ihn wiederholt hat. Hinterher habe ich grob überschlagen und schnell gesehen, daß selbst bei reinem Wasser die Leitfähigkeit die Kapazität um Längen schlägt. Anders könnte es bei Meßfrequenzen im MHz-Bereich und sauberem, gut isolierdem Wasser werden. Details siehe:

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Wolfgang Allinger schrieb:

Und in Bodennähe den Wasserdruck messen ging nicht?

Am 13.06.20 um 12:54 schrieb Andreas Bockelmann:

Das ist auch mit nicht unerheblichen Aufwand verbunden das in einem produktiven Dauerbetrieb zu überführen.

Gerald

Benötigt Drucksensor mit halbwegs vertrauenserweckender Membran:

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Kostete ehedem ca. 100DM. Als Surplus derzeit billiger. Elektronik für 4..20mA dranbauen wird nicht das Problem sein. Der Druck wirkt aber unten auf alles. Wer IP67 Gehäuse schonmal mit Wassersäule 1m getestet hat ist da nicht optimistisch. Muß also vergossen werden. Eventuell ist Silikon ausreichend lang dicht genug. Dito wird PVC-Kabel Wasser auch langsam absorbieren.

Die praktische Umsetzung mit Sensor als Anker ist also heikel.

MfG JRD

Am 13.06.2020 um 17:28 schrieb Rafael Deliano:

Gibt es Drucksensoren nicht fertig zum Einschrauben in den Boden des Tanks?

DoDi

Am 13.06.20 um 19:02 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Was war noch mal den Grund warum man das per Luftschlauch löst mit dem man in den Tank blässt und den Luftdruck im Schlauch misst?

Gerald

Gips ja auch fixfertig. regenwassertank füllstandsanzeige in Google und du wirst erschlagen. Ich hab ein Analogmanometer mit eingebauter manueller federbelasteter Luftpumpe. Funktioniert problem- und stromlos. Analog zu den Tankanzeigen für Heizöl. Das Gerät hat mechanische Trimmer für Nullpunkt und Skalierung.

Am 13.06.2020 um 19:37 schrieb Gerald Oppen:

Es reicht auch den Schlauch mit einem Drucksensor am oberen Ende nur einzutauchen (kleiner Linearitätsfehler ca. 1%). Das mit dem Geblubber braucht man nur, wenn's nicht dicht ist oder die Temperatur sich stark ändert.

Wir machen das mit Keramikdruckzellen seit Jahrzehnten ohne Geblubber in vielen Anlagen. Ist dicht! Kleinen Druck dicht zu kriegen, ist nicht trivial!

Gruß Andreas

Hallo Rafael,

Du schriebst am Sat, 13 Jun 2020 09:47:56 +0200:

Der Aufbau eignet sich dann aber eher weniger für kapazitive Messung, solche Doppelsonden gibt's eigentlich für resistive Messung, und gehen da auch nur, wenn der Leitwert des Wassers (der Flüssigkeit) gut konstant ist.

Kapazitv würde ich eher ein unten geschlossenes Rohr, nicht zu dickwandig, nehmen, in dem ein leitfähiger Belag (Wasser...) eingebracht ist und damit die Kapazität zwischen äußerem Wasserkörper und innerem Belag erfassen. Wenn der Tank auch noch aus Stahlblech besteht, ist auch schon die äußere Kontaktierung gesichert. Die innere ist dann nach gegebenen Möglichkeiten auszuführen.

Für Plastiktanks gäbe es die kapazitive Variante extern aufgeklebte Kupferfolien:

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> Der Aufbau eignet sich dann aber eher weniger > für kapazitive Messung,

Plattenkondensator. L-Aluprofil ist geknickte Platte die mechanisch steifer und handelsüblich in 1m ist. Die Anforderung ist DIY / 1 Stück. Die nötigen Elektroden müssen also handelsüblich sein. Ich würde vermuten, daß Alu blank ( d.h. die Nacherfindung des Aluelkos ) einen Versuch wert ist, solange die Anwendung in seinem stabilen ph Wert bleibt:

Alu stabil 4,5 ... 8,5

Trinkwasser 7,0 ... 8,5 Trinkwasserverordnung Richtwert 6,5 ... 9,5 Regenwasser 5,5 ... 5,7 Saurer Regen 4,2 ... 4,8

Alu eloxieren ( d.h. schwarz wie Kühlkörper ) ist für Industrie einfach, hier in München gibt es Dienstleister die das auch in Kleinmengen machen. DIY ist es aber nicht.

MfG JRD

Allgemeiner Kommentar zum Thread:

ich würde die Sensoren kapazitiv koppeln.

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war die Steuerung für die Serverraum-Pumpe im alten Clubraum, die bei Starkregen das Wasser, das durch den Boden einsickerte, abpumpte. Sensoren waren Gewindestangen, konstruktiv vorgegeben war die gemeinsame Elektrode auf Massepotential, und der untere Sensor stand länger im Wasser, daher AC nötig. Messung mit relativ niedriger Frequenz über die Messung der Zeit beim Auf/Entladen. Funktion: Pumpe startet, wenn oberer Sensor im Wasser steht und läuft, bis der untere trocken ist - konstruktiv bedingt lief beim Stop einiges Wasser zurück, daher Hysterese nötig.

Das lief mehrere Jahre problemlos, bis beim Neubau des Nachbargebäudes endlich der defekte Kanal repariert wurde.

Heute würde ich das wohl ohne den ganzen Analogkram nur mit 1-2 R/C direkt am uC machen (Push-Pull-CMOS-I/O mit Schmitt-Trigger helfen).

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ist seit 2011 im Elternhaus im Einsatz, um zu melden, wenn der Eimer im Heizungsraum (Überdruckventil Warmwasserzulauf) geleert werden muss. Der Sensor ist ein Stück Platinenmaterial mit 2 breiten Leiterbahnen, der per Wäscheklammer innen am Eimerrand hängt. VCC=12V (Steckernetzteil).

cu Michael

Am 14.06.20 um 11:59 schrieb Michael Schwingen:

Mit was sind die Leiterbahnen beschichtet? Unbehandeltes Kupfer wird es nicht sein, oder?

Gerald

Eine dünne Schicht Lötzinn (noch von früher, wo da eine einfachere Elektronik mit DC dranhing, da musste man von Zeit zu Zeit neu verzinnen).

Wobei ich nicht sehe, wieso nacktes Kupfer Probleme machen sollte?

cu Michael

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