Kaputter Nobels DT-1 Gitarren Verzerrer

Apr 19, 2005 8 Replies

Hallo!



Mein ersteigerter Nobels DT-1 Gitarrenverzerrer tuts nicht. Die Power-LED leuchtet bei eingelegter Batterie / angeschlossenem Netzteil und eingesteckten Kabeln, wie das sein soll. (Sobald das Input-Kabel herausgezogen wird, schaltet sich das Gerät ab, auch das soll so.)



Bei eingeschaltetem Effekt kommt kein Signal am Verstärker an, bzw. aus der Output-Buchse raus. Schaltet man den Effekt aus, wird das Signal sauber durchgeschleift.



Falls es irgendwie hilft, ist hier die Produktseite von dem Teil:

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Den Schaltplan gibts hier:

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Hab das Ding schon aufgeschraubt, irgendwelche verkohlten oder anderweitig eindeutig kaputten Bauteile oder kaputte Lötstellen konnte ich nicht finden. Allerdings gibt es zwei rote LEDs (siehe Schaltplan), die nicht leuchten, egal ob das Ding an oder aus ist...



Vielleicht fällt ja wem was dazu ein. Besten Dank auf jeden Fall schonmal!



Beste Grüße,



Felix


Felix schrieb:

Das Gerät hat drei Stummschaltglieder. Es sind Q5 + 6 +7. Geschaltet werden die Fets durch U101. Der soll Einschaltgeräusche vermeiden. Dazu schaltet er erst nach gewisser Zeit den Signalweg frei.

Du meinst doch nicht etwa D2+3? Die dienen lediglich als Begrenzerdioden. Rote Leds haben eine Durchlasspannung von1,5V. Si Dioden dagegen etwa 0,6V.

gruss horst-dieter

Leider wird überhaupt kein Signalweg freigeschaltet - denke ich mal, da wie gesagt bei eingeschaltetem Effekt kein Signal aus der Output-Buchse kommt. Kannst du mir irgendwelche Tips geben, wie ich die Fehlerhafte Komponente finden kann?

Doch, die meinte ich. Nun gut, ich habe leider sehr, sehr beschränkte Kenntnisse was Elektronik angeht. An diesen LEDs kann man also offensichtlich die Fehlerquelle nicht festmachen.

Beste Grüße,

Felix

Das sollte der Hinweis sein. Ein Signal am Eingang einspeisen und verfolgen. Einer der (oder auch mehrere) Stummschalter schaltet dauerhaft stumm... rauskriegen, warum.

Aufwand: Signalgenerator (und wenn's die Katze ist, die kontinuierlich auf den Saiten der Gitarre rumtappt) sowie (optimalerweise) Oszilloskop. Es dürfte aber der Eingang eines beliebigen Verstärkers reichen, den man mit abisoliertem Kabel mal kurz auf die jeweiligen Stufen legt. Lautstärke schon leise drehen!

Martin

Leider hab ich kein Oszilloskop, daher die Verstärker-Methode. Ergebnis: Es brummt alles, und zwar ziemlich gleich, egal ob der Effekt an oder aus ist. Vielleicht sollte ich das Ding einfach in die Tonne treten, wobei es schade drum wär. Habt ihr vielleicht noch irgendwelche Hinweise?

Beste Grüße,

Felix

Den Schirm des Verstärkerkabels hast Du aber schön geerdet, oder? Zu deutsch: man klemmt (oder lötet) den Schirm an eine passende Massefläche und klemmt das heisse Kabel an passende Stellen an. Ganz praktisch dafür ist es, wenn man sich ein Kabel speziell dafür macht, auf einer Seite passender Stecker (bei mir BNC, weil ich sowas gerne zum einspeisen eines Tongenerators an passende Stellen nehme), anderes Ende ca. 10cm abisoliert, mit Schrumpfschlauch überzogen und jeweils eine Mini-Kabelklemme drangelötet. Sowas hat man blitzschnell kontaktiert (Schirm an Masse, heisse Klemme an passende Schaltungsstelle).

Wenn Du nur mit dem heissen Ende des Verstärkerkabels rumhantiertst, verwundert das Ergebnis nicht.

Martin

So komme ich der Sache schon näher :-), und zwar mit folgendem Ergebnis: Die Stummschaltglieder sind ja alle "dreipolig" oder wie auch immer (an drei Beinchen auf die Platine aufgelötet). Q5 liefert auf zwei davon das eingespeiste Signal, auf einem Rauschen. Q6 liefert auf einem das saubere Signal, auf einem Zweiten ein ziemlich verzerrtes, aber erkennbares, und auf einem Rauschen. Q7 liefert nur noch Rauschen.

Welcher ist denn nun am wahrscheinlichsten hinüber?

Beste Grüße,

Felix

Q5 ist dann OK

Dann stimmt aber irgendetwas nicht, wenn der Schaltplan stimmt, kann das eigentlich nicht sein. Wenn an Q6 einmal sauberes und einmal verzerrtes Signal anliegt, funktioniert der Verzerrer und das verzerrte Signal müsste auch an zwei Beinen von Q7 anliegen. Da Du aber kein Ausgangssignal hörst und auch an Q7 nichts anliegt, ist offenbar der gemesene Q7 nicht der im Schaltplan eingezeichtnete. Dem Signal nach zu urteilen dürfte der von Dir als Q7 gemessene am ehesten noch Q4 sein.

Gegenprobe: Wenn der Effekt ausgeschaltet wird, muß an Q5 nur noch an einem Bein Signal sein, an Q6 an beiden und an Q7 auch an einem. Ist dann das durchgeschleifte Signal am Ausgang hörbar oder nicht? Wenn nicht, würde ich mal nach Q4 und Umgebung gucken. Zweite Probe: Haben bei eingeschaltetem Effekt die Regler Auswirkungen auf das verzerrte Signal an Q6?

Bernd

Das durchgeschleifte Signal ist kein Problem, kommt sauber am Verstärker an. Aber die Zweite Probe ist aufschlussreicher: Die Regler haben absolut keinen Effekt auf das Signal...vielleicht liegt dort der Hund begraben?

Beste Grüße,

Felix

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