Wowereit, aber Corona wirds schon richten :[
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
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Am 29.04.20 um 17:21 schrieb Eric Bruecklmeier:
Am 29.04.20 um 15:08 schrieb Helmut Schellong:
Glaubst du das selber? ;)
Welche Daten würdest Du denn bei der Internetbenutzung gerne vorratsspeichern und wie könntest Du damit exakt die Person erkennen/zurückverfolgen, die diese oder jene Handlung vorgenommen hat?
Nehmen wir doch einmal an, in einem Haushalt hätten wir 6 Endgeräte, zwei feste PCs, ein Notebook/Tablet, ein Android-Smartphone von Samsung, das sich ans Wifi hängt, wenn die SSID erkannt wird und noch zwei aus der Kategorie "Internet of S***ty Things". An letzteren hat nie jemand auch nur irgendwas getan, außer die Kamera abzukleben. Dank DHCP tut der Plunder ja vollkommen automagisch. Die Hardware sitzt komplett hinter der FritzBox im 10.0.0.x NAT-Adreßraum wo die alltägliche Zwangstrennung noch einer gewissen Würfelei der externen IP unterworfen wird. Was DynDNS oder Portfreigaben sind, weiß eh niemand im Haus.
Natürlich laufen die Geräte 7/24 durch, irgendwelche Paßworte fürs Aufwachen auf dem Standby wurden nicht vergeben, d. h. jeder der
6-köpfigen Familie (Ehepaar, Oma, Opa, zwei minderjährige Kinder) kann und darf.Das Notebook ist ein Massenprodukt (Lenovo Thinkpad T440p aus der Arbeit) mit Linux Mint Mate oder sonst einem Ubuntu-Klon, Firefox-Standardinstallation, Bookmarks/Cookies/usw. nach jeder Session gelöscht, Telemetry, Crash Reporter und Mozilla Location Service deaktiviert, Private Browsing als Standard und was man halt in IT-Services sonst so konfiguriert [1], wenn man keine Lust auf Tracking hat.
Der Desktop-PC mit irgendeinem Windows-Derivat startet beim Doppelklick sowieso keinen nativen Browser, sondern Whonix und Tor [3]. Das anachronistische Usenet, verkneift man sich in dieser hypothetischen Familie und e-Mail wird freilich nur mit PGP-Verschlüsselung abgewickelt - das schnappte Papa Arno mal aus irgendeinem HowTo auf. Dank GnuPG [4] ist das mit den gängigen Mailclients ja auch kein allzu großes Problem mehr.
Nun hat also jemand fragwürdige Daten von einem Webserver heruntergeladen, der Internetprovider Telekom (dessen Adreßblock aufgefallen war) teilt auf offizielle Anfrage der Justizbehörden mit, hinter der IP-Adresse habe sich am 29.04.2020 zwischen 23:17 und 23:45 das DSL-Modem des Kunden Arno Nym, Testweg 7 in 89999 München befunden.
Und jetzt wirds spannend: Muß Arno gegen seine Familie aussagen? _Kann_ er überhaupt gegen seine Familie aussagen? Wird man die ganze Familie Nym in Beugehaft nehmen um den/die Schuldige(n) herauszufinden? Und welche - mit dem Grundgesetz verträgliche - vorratsdatenspeichernde Maßnahme könnte der Situation Abhilfe schaffen?
Ach ja, fast vergessen: Der PC ist mit VeraCrypt systemverschlüsselt. Als die Schlapphüte an der Türe klingeln, war Achim Nym (der Opa) so aufgeregt, daß er aus Versehen auf den Schalter der Steckerleiste getreten ist. Boot-Paßwort? Keyfiles? Security Tokens? Keine Ahnung.
Falls sich Tochter Elsa Nym natürlich bei Facebook mit ihren Zugangsdaten eingeloggt und ausländerfeindliche Parolen geschwungen hat (gesetzt den Fall, es wäre ihr nicht der Yahoo-Account gehackt worden und das dortige Paßwort rein zufälligerweise ident zu dem für die Datenkrake), sieht die Sache freilich etwas anders aus. Das ist dann aber mehr so ein Layer-8-Thema.
Grüße, Volker
[1]
Du gehörst vor allen Dingen ins Kapitel "Dunning-Kruger" ins Lehrbuch.
Grüße Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! ----- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Ein wenig mehr Ahnung als Oma Druse hat er schon. Er geht halt davon aus, dass das ganze Internet so funktioniert wie sein Consumer-DSL daheim.
Grüße Marc
Auf den meisten Consumer-DSL-Anschlüssen ist das so. Schon bei Internet über Fernsehkabel sieht das ganz anders aus.
Grüße Marc
Am 30.04.2020 um 10:05 schrieb Marc Haber:
26.04.2020 04:11:43 Einwahl Router hat Präfix 2003:e2:93e0:c900::/56 von ISP zugewiesen bekommen. (P005) 30.04.2020 04:13:51 Einwahl Router hat Präfix 2003:e2:9703:4500::/56 von ISP zugewiesen bekommen. (P005)
Das nennt sich 'Öffentliche WAN-IP'. Wie zu sehen ist, änderte sich meine IP automatisch, wie jedesmal.
Ich wäre ja geistig krank, wenn ich das nicht glaubte.
Es ist ist sogar so, daß ich das zweifelsfrei WEIß.
C, C++, C51, Windows-API, PEARL, Pascal, Basic, Cobol, awk, c-shell, bourne-shell, perl, i586-asm, i587-asm, 16LX-asm, JavaScript, HTML, LaTeX, HP-GL/2, PCL5 ...
Ja, auf der Leitseite steht mein Impressum, seit 1998.
Am 30.04.2020 um 03:34 schrieb Hartmut Kraus:
Man, Hartmut, der Teufel geht nicht gerne in große Kirchen!
Helmut Schellong schrieb:
Ich bin mir weitgehend sicher, dass du auch FORTRAN IV und PostScript beherrschst.
Am 01.05.2020 um 17:56 schrieb Rolf Bombach:
Jacquard und Plankalkül nicht zu vergessen.
Ich habe alles weggelassen, was ich nicht beherrsche: Fortran, Java, C#, Python, Ruby, PHP, Ada, Postscript, ... Ich würde gerne Ada verwenden - jedoch nicht dringend.
Über Fortran weiß ich, daß es eine Sprache für Berechnungen ist. Variablennamen, die mit bestimmten Buchstaben beginnen, sind dadurch Integer bzw. Gleitkomma.Cobol kenne ich, weil meine Schwester die im Rahmen einer Schulung lernen mußte. Einen Cobol-Compiler habe ich heute noch auf Disketten-Images.
Nein, das ist nur der Default. Man kann es beliebig ändern. In etlichen anderen Sprachen kann man umgekehrt dieses Verhalten von Fortran definieren. Habe ich immer gern gemacht.
Es muß heißen: "Ja, das ist der Default.".
Du /kennst/ diese Sprachen, /kannst/ einige davon, aber dass du /alle/
anzieht. Mir jedenfalls nicht.
Am 08.05.2020 um 10:10 schrieb Hartmut Kraus:
Der Teufel ist Helmut Schellong und die große Kirche ist das Intenet/Google.
kennen? Er kennt die Wikipedia-Seiten dazu.
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