Trivia: Wainwright Mini-Mount

Apr 24, 2020 7 Replies
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Ich vermute es hat wenig Anwender gegeben. In einem Labor in dem die Zeit stehengeblieben ist noch Reste davon gefunden:



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D.h. es waren dünne Prepregs die man mit Cutter schneiden kann. Aber auch normale 1mm Leiterplatten-Schnippsel. Deren Unterschied zu den heute angebotenen Adapterleiterplatten ist nur, daß alles auf der Rückseite Klebefolie hatte.



MfG JRD


Davon hatte ich mir beizeiten genug besorgt, sodass ich mit Mini-Mount weitermachen kann, bis mir eines Tages der Loetkolben aus der Hand faellt.

Schneiden sollte man die aber nur, wenn man die andere Seite festhaelt oder ein "Auffangtuch" haengt, sonst fliegen sie mit Karacho durch die Huette. Ich mache das oft auf der Dekupiersaege, die hier eh immer bereits steht.

Man kann sich diese Strips auch selbstmachen und doppelseitiges Klebeband benutzen.

Funktionieren Striplines auf 2lagigem 1mm FR4 gut ? Hatte mich nie dafür interessiert, weil es auf Abbildungen so aussah als müsste Massefläche sehr nahe unterhalb sein.

MfG JRD

Rafael Deliano schrieb:

Habe noch ganz wenige Teile davon. Am SIN/PSI wurden die in der Entwicklung tütenweise verklebt. Richtig angewendet sieht das gut aus. Ich habe neulich mit Stückchen doppelt kaschierter Platte rumgetestet, die man so auf Kante unten etwas anlöten kann. Nun ja, it würgs.

<korinthenkack_mode>

Bei zwei Lagen heisst es formal Microstrip, nicht mehr Stripline. </korinthenkack_mode>

Das funktioniert wunderbar und bis mehrere GHz. Bis 5GHz bin ich dabei schon gegangen fuer ein Produkt, auch wenn sich bei HF-Puristen die Fussnaegel hochrollen. Phenolic (Pertinax) geht auch locker noch bei 1GHz.

Interessant, muß ich mir mal die Literatur heraussuchen. Jigs für Test von SMD EMV-Bauteilen mit altem Hameg Spectrum-Analyzer/Mitlaufgenerator ( 50 Ohm / 50 Ohm ) wären wohl meine nächste Anwendung.

MfG JRD

Pertiknacks muss ja jetzt nicht unbedingt sein, aber FR4 funktioniert schon ganz gut.

FR4 Low-Q-Verbindungen hatte ich schon in Fiberoptik-Transceivern bis

10 GBps, das sind zwar nur 5 GHz, aber die ersten Oberwellen müssen auch halbwegs passen, sonst produziert der Laser nur geschlossene Augen. Da kam dann erschwerend noch ein flexibles Kapton-Bändchen dazu, zur Kontaktierung des TO-52-TOSAs.

Bei Filtern oder anderen Resonatoren ist das problematischer. Die niederohmigen Teile der Resonatoren funktionieren ganz gut, aber die hochohmigen Enden leiden doch unter dem begrenzten Q und vor allem darunter, dass das Glasfaser/Harz-Verhältnis weder spezifiziert noch von Hersteller/Hersteller/run konstant ist. Das wirkt sich auf eps-r aus.

Man kann dagegen ankämpfen, indem man die Resonatoren möglichst breit macht und den kapazitiven Teil durch Kerkos ersetzt. Das macht dann auch gleich die meist störenden Resonanzen auf 3 * fres etc kaputt.

Randall Rhea hat das in seinem Buch über CAD von Filtern etc recht gut beschrieben. Artech glaube ich, hellblau, hab's jetzt nicht da.

Noch ein Problem ist, dass 50 Ohm Microstrips auf 1.6 mm FR4 eine unhandliche Breite bekommen. Auf multilayern weniger problematisch. Zum Selbermachen gibt's bei Segor.de Bungard-Material bis 0.5 mm doppelseitig.

Gruß, Gerhard

An kritischen Stellen kann man ausfraesen lassen, also so, dass die Masse unten mitsamt 90-95% der FR4 Dicke weggefraest wird. Sollte es stoerempfindlich sein, kann man da ein Stueck Kupferfolie drueberkleben und hie und da mit Loetzinn "antackern".

1.6mm ist was dick, aber es gibt ja duennere Standardgroessen. 24mils oder gut 0.5mm etwa.

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