Ersatztypen 2SC4793/2SA1837

Jul 17, 2011 9 Replies

Werte NG,



ich braeuchte mal wieder eine Portion Sachverstand: Ich suche fuer die Reparatur eine Th*mann-Endstufe die im Subject genannten Transistoren bzw. Ersatztypen. Da diese Typen wohl auch gerne nachgemacht werden, wuerde ich gerne z. B. bei Farnell oder einem anderen einigermassen renommierten Haendler bestellen. Farnell haette auch die recht speziellen Endtransistoren NJW0302/ NJW0281, aber dafuer habe ich ggf. Ersatztypen.



Danke & Gruesse, Michael


Brauchst Du wirlich jedes Volt? Wenn nein, bau doch einen

2SC3298B/2SA1306B ein. Das ist ein recht gängiger Typ.
2SC3263/2SA1294 würde sich da anbieten. Ist ein Cent-Artikel. Gibt es AFAIK sogar bei Reichelt.

Marcel

Ich nicht, aber vielleicht die Transistoren ;-) Ich muss zugeben, dass ich aus der Schaltung nicht durch Hinsehen erkennen kann, wieviel die maximal aushalten muessen, gehe aber mal davon aus, dass man bei dem Preis nicht ueberdimensioniert hat. Muss also mal am anderen Kanal nachmessen.

Die Schaltung ist sehr aehnlich jener: members.home.nl/jjm.smeets/P900.pdf nur dass nur ein Treiber und zwei Endtransistoren verwendet werden. An den Anschluessen A74 bzw. A75 liegen im Leerlauf gut 70V.

Da warnten Leute, dass das nur die Inchange- oder anderweitige Nachbauten sein koennten. Ich kann dazu nix sagen, meine Halbleiter von R* waren eigentlich immer ok.

Immerhin koennte ich mit Deinen Tips mal testen, ob alles ok ist, bevor ich evtl. teures Zeug in die Luft jage... Danke!

Gruesse Michael

die haben eher das genommen, was gerade billig im EK war. Das ist nicht unbedingt genau der gerade so passende Transistor.

Also +/-70V. Das ist schon ziemlich ordentlich für Audio. Aber es erklärt auch, warum es leicht kaputt geht. Uce und Strom zusammen mögen Bipolartransistoren gar nicht, und wenn man sich die Safe-Operation-Area der Endtransistoren ansieht, bleibt von der großen Spannungsreserve kaum noch was übrig. Mit komplexer Last, bekommt man manche Endstufe durch.

Die verkaufen halt, was sie gerade erwischen. Wenn da nicht ein Hersteller-Kürzel an der Bestellnummer dran hängt (z.B. -ONS), ist es halt irgendetwas. Und wenn die über's Ohr gelegt werden, reichen sie das halt an die Kunden weiter.

Wenn Du die Chance hast, die Versorgungsspannung irgendwie leicht zu reduzieren, könntest Du die Lebensdauer der Endstufen bei nur marginalen Leistungsverlust deutlich erhöhen. 5-10V weniger liegen in der Größenordnung 1dB weniger Output und entschärfen das Second-Breakdown-Problem schon erheblich.

Marcel

Hallo,

Ok... die Wege sind unergruendlich. Diese Schaltung gibts aber schon seit mindestens 2004, sie taucht in leicht unterschiedlicher Bestueckung, verschiedenen Gehaeusen und natuerlich unterschiedlichsten Namen immer wieder auf.

Von den 140V war ich auch ziemlich beeindruckt. Ist ja fast wie bei einer Roehrenendstufe :-O Die Lasten sind einfach Control25 von JBL. Die Endstufen sind nach der Regel "besser mehr Watt im Verstaerker als in der Box" dimensioniert; ausserdem hatte ich gedacht, einen etwas leistungsfaehigeren Verstaerker nicht voll auszufahren, kaeme der Betriebssicherheit zugute... Werde wohl mal noch diese Art Limiter da drin etwas nachstellen muessen ;-)

[Nachbau-Halbleiter]

Hmpf. Bei den Preisen werd ich halt mal in den Glueckstopf greifen. Leider gibts da nicht die B-Typen, die bis 200V gehen, sondern nur die ohne was (160V). Haettest Du noch einen anderen Tip fuer die Treiber?

Leider schwierig, vergossener RK-Trafo. Hoechtens ueber den Kleintrafo- Sekundaerwicklungs-Trick. Aber kann ich nicht das Problem von der Stromseite angehen und einfach die zweiten Treiber und restlichen Endtransistoren mit bestuecken? Die Platine ist ja fuer die groesste Version der Endstufe ausgelegt, bei mir ist halt nur weniger bestueckt.

Danke & Gruesse, Michael

hat wohl nicht geklappt.

Ehrlich gesagt nein.

Manchmal haben Verstärker Umschaltmöglichkeiten für 4 Ohm, oder so.

Ein paar Dioden im Kollektorzweig der Endstufen können manchmal auch schon etwas bewirken, da die Treiber meist sowieso nicht ganz an die Versorgung ran kommen, aber das geht bei der Schaltung leider nicht. Dazu braucht man Endstufen mit Emitterfolger.

Ja wenn da Platz ist, klar! Da würde ich die andere Endstufe auch gleich umrüsten. Aber bitte keine Mischbestückung. Die Symmetriesierung von Bipolartransistoren ist so oder so schon ein Kompromiss.

Mutmaßlich entspricht das sowieso der Auslegung der Schaltung, denn die Zahl der Transistoren ohne Spannungsabsenkung zu reduzieren, ergibt bei Audio-Verstärkern (mit nahezu immer gleicher Lastimpedanz) wenig Sinn. Aber so schlau waren die Chinesen wohl diesmal nicht.

Marcel

Hallo,

[Versorgungsspannung reduzieren]

Nein, gar nix, leider. Nicht eben hilfreich ist auch die Tatsache, dass der Netztrafo primaer 220V (sic!) hat... Damit haben wir dann bei aktuell ca. 232V Netz starke 70V an den

80V-Siebelkos :-( Da werd ich mal beim Thomann nachfragen, fuer welche Gegend der Welt die wohl gedacht waren...

Ich werd mich hueten ;-) Jetzt wird mal eine R*chelt-Wundertuete bestellt, am Transistortester getestet, zumindest grob nach hFE sortiert und eingebaut. Dann sehen wir weiter...

Ich habe nur diese TA600 MK-X, es gibt allerdings einen Plan im Netz, der die groessere Version TA1050 zeigt, da sind dann 100V-Elkos im Netzteil, die hat also wohl noch eine hoehere Betriebsspannung. Da sind dann beide Treiber und alle 4 Endtransis bestueckt. Insofern habe ich eine gewisse Hoffnung, dass meine "verstaerkte" Version dann einigermassen stabil an den 70V laeuft. Zumindest verlaesst sie die SOA dann in Spannungs- und nicht in Stromrichtung... :-/

Auf jeden Fall schonmal herzlichen Dank!

Gruesse Michael (der sich natuerlich trotzdem noch ueber einen Tip wg. eines Ersatz- typen aus "sicherer" Quelle freut)

Michael Hoereth schrieb:

Mift, früher [tm] war das umschaltbar, da konnte man von 220 auf

240 umstecken.
mfg Rolf Bombach

Frueher[tm] kam nach dem Trafo auch eine GZ34... *duck*

Michael

soooo, ich nochmal:

Nachdem die von Marcel genannten Ersatztypen eingebaut waren, lief die Endstufe wieder :-)) R*chelt hat bei den Treibern ISC geliefert, bei den Endtransistoren "PMC". Alle haben die bisherigen Lasttest ueberlebt.

Der urspruengliche Fehler ist nicht ganz klar: Eine der Zenerdioden, die die Vorstufenspannung erzeugen, war durch. Ihre Vorwiderstaende wurden dadurch natuerlich knackig heiss und veraenderten ihren Wert um ueber 10% nach oben, womit wohl die ganze Sache gleichspannungsmaessig ins Kippen geriet. Wann es die Endtransistoren zerlegt hat, kann ich nicht mit Sicher- heit sagen.

Durch die oben diskutierte Verdopplung der Treiber- und Endt- ransistoren hat sich natuerlich auch der Ruhestrom veraendert. Ich habe jetzt 100mA im betriebswarmen Zustand eingestellt, gemessen in der +-Sicherung. Original waren ca. 80mA. Oder wuerde jemand einen anderen Wert waehlen?

Danke nochmal an Marcel und alle unbekannten Daumendruecker ;-) Michael

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required