APC mal wieder...

Jun 15, 2012 31 Replies

Hallo allerseits,


zum Glück ist es nicht mir selbst passiert, sondern nur einem guten Bekannten. Man nehme eine funkelnagelneue SUA3000RMI und verpasse ihr als externen Batteriepack 4 nagelneue 12V, 65 Ah von CTM, Typ CT 12-65



formatting link



Die Akkus stehen auf der untersten Etage eines ringsum offenen Racks, ca. 10cm unterhalb der USV. Raumtemperatur ca. 24°C, bisher kein Batteriebetrieb nach Stromausfall, sondern nur Pufferladung bei 55,3V. Laut Datenblatt sind das für das gesamte Pack 700mV oder 29,16mV für die Einzelzelle zu viel.



Nach nicht mal 3 Monaten Betrieb sind die externen Akkus an den Innenseiten des 4-er Blocks, den sie zusammengestellt bilden, massiv aufgebläht.



Nach einer Testentladung auf ~50% Kapazität steigt die Zellenspannung beim Laden nicht weiter als auf die o.g. 55,3V an. Auch der interne Batteriepack hat die selbe Spannung.



Was ist da genau passiert und was kann man machen, um nicht gleich wieder 500 Kopeken in den Wind zu schießen?



Ich selbst habe eine SmartUPS1500RMI in Betrieb, die nur an 2 in Reihe geschalteten Autobatterien hängt, thermisch wesentlich ungünstiger (=wärmer) lebt und trotzdem seit 8 Jahren die Batterien nicht umgebracht hat.



Ich weiß, kein APC (mehr) kaufen wäre die beste Option...



MfG



Frank


Frank Scheffski :

Also Akkus so 30°C? Temperatur der Akkus senken! Hohe Temperaturen müssen für Bleiakkus absolut schädlich sein. Im Funkamateur war letztens eine Grafik, bei 35°C halten sie wohl nur 6 Monate. Bei 15°C dagegen Jahre. Grund ist eine erhöhte chemische Reaktion an einer Elektrode. Und dann noch ladespannung senken (13.2V beim 12V Akku).

M.

Wie einfach ist es an einer APC die Ladespannung zu senken?

gruss markus

ct,

Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Matthias Weingart schrieb:

Ja, solch eine Zwangsbelüftung hatte ich auch gleich vorgeschlagen. Bloß, warum killt es die externen und nicht die internen Akkus, die garantiert wärmer leben? Der Lüfter läuft nämlich nur bei Akkubetrieb.

Was ja bei den APC-USVen immer so nett einfach ist... Mit 'ner schicken Doppeldiode in Antiparallelschaltung könnte man ggf. was reißen. Allerdings fällt da bei hohen Strömen schnell mal >1,2V ab.

MfG

Frank

Frank Scheffski :

Gute Frage. Schlechte Akkuqualität?

So gross können die Dioden gar nicht werden, wie Du die brauchst. Wenn Du Glück hast, kann die APC-Software die Spannung einstellen. Ist ein Thema für sich, hatten wir ja hier erst. Wie hoch ist eigentlich die Ladespannung?

M.

Am 15.06.2012 13:46, schrieb Frank Scheffski:

formatting link

Diagramm 2 auf Seite 6! Akkus kauft man doch nicht bei Brokern.

So viel bekommst du für die alten Akuus problemslos vom Schrotthändler.

Sind das noch welche die man noch warten kann?

Selbst die letzten fünf Jahre haben da nicht geändert.

Gruß Dieter

Matthias Weingart schrieb:

200A-Doppeldioden wirft einem der freundliche Chinese nur so hinterher. Da die USV nur unter ca. 5-10% Last läuft, ist das auch mit kleineren Dioden kein Problem. Evtl. wäre sogar eine Antiparallelschaltung aus Schottky- und Si-Diode eine Lösung, um den Spannungsabfall unter Last zu minimieren.

Das war noch nie möglich. Warum sollte der Kunde auch an der wichtigsten Einnahmequelle herumdrehen dürfen?

Na 55,3V. Über Stunden nach einer Lastprobe so gemessen.

MfG

Frank

Am 15.06.2012 16:01, schrieb Frank Scheffski:

Dicker MOSFET und Hallsensor.

Aber ob man das wirklich mit so einer Bastelei machen sollte?

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

formatting link

Der Kollege ist primär nach der Größe gegangen, da sich im hinteren Teil des Fachbodens ein aufgeschweißter Winkel befindet, der nur gewisse Akkugrößen zuläßt. Ich persönlich glaube auch nicht mehr allzusehr an elementare Qualitätsunterschiede bei den Anbietern.

Den Neupreis? Sicherlich nicht.

Nein, sog. Wartungsfreie. Ich habe gerade mal aus der Ferne eine Runtime calibration durchgeführt. Bei 15% Last läuft das Teil fast eine Stunde mit den beiden 48Ah-Batterien. Und die sind relativ gesehen hundealt. Und stehen im Hochsommer sicher bei >35°C in ihrem geschlossenen Schaltschranksockel.

MfG

Frank

Ein Relais parallel dazu, das dann im Entladefall die Dioden brückt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Am 15.06.2012 16:06, schrieb Frank Scheffski:

Die RFA ist da anderer Meinung.

Aber 500 Kopeken bestimmt.

Wahrlich erstaunlich. Aber im geschlossenen Schaltschrank? Das sollte man bei Bleiakkus gar nicht tun, und bei offenen schon gar nie nicht. Am Ende macht das Knallgas noch seinem Namen Ehre.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

Fürwahr. Ich hatte auch gedacht, daß die schon längst ihre Hufe gehoben haben. Da die neuen Akkus quasi schon gekauft sind (wobei ich mir jetzt nochmal ernsthaft Gedanken machen werde, was ich da beschaffe), hatte ich die alten etwas aus den Augen verloren. Hier mal ein Screenshot, geschossen gerade vorhin, im Moment des Umschaltens von 99 auf 100% Kapazität:

formatting link

Ganz luftdicht ist der Sockel nicht, aber im Vergleich zu den offenstehenden aus dem Betreff, sind die doch ganz schön eingemummelt...

MfG

Frank

Am 15.06.2012 16:23, schrieb Dieter Wiedmann:

Unten Batterien von Cyclon oben Vermittlungstechnik. Kann aber auch ein DSLAM gewesen sein. Das alles in einem 19"-Schrank.

hdw

Dann muessten unsere Autos jedes Jahr eine neue Batterie brauchen weil die den ganzen Sommer bei 35-45C in der Garage stehen. Manchmal ist es da ueber 45C. Suedlage, die Sonne knallt drauf und die Belueftung ist nicht so ueppig. Selbst hier im Buero sind es oft 30C, das ist in dieser Gegend normal.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 15.06.2012 18:14, schrieb horst-d.winzler:

Die guten Gates Bleizellen in 5 / 25 Ah :-)

Butzo

Joerg wrote on Fri, 12-06-15 18:17:

Mit angelegter Ladespannung?

Wenn das Auto laenger steht, ja.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ich frage mich wie sich die Akkus aufblaehen koennen. Denn entweder sind sie offen, dann kann kein Druck entstehen. Oder es sind die nicht wart- baren - die haben dann aber ein Ueberdruckventil was wesentlich frueher anspricht als das Gehaeuse drum herum. eingesetzt worden waren?

Viele Gruesse, Martin L.

Joerg :

Nach 5 Jahren (spätestens) ist so ein Akku ja auch hin - zumindest nicht für Startvorgänge im Winter bei -20°C geeignet.

M.

snipped-for-privacy@martinlaabs.de (Martin Laabs) am 18.06.12:

Diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt. In fact sieht man diese halb rund verbeulten Akkus immer wieder, teils so stark, daß man die kaum aus den Schubladen herausbekommt.

Rainer

Halber vier, Kaulquapp, und die Männer haben noch keinen Strick getan.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required