Energieerhaltung

Aug 29, 2024 Last reply: 1 year ago 75 Replies

Hallo Sieghard,

Deshalb ist die belichtungsabhängige Stromquelle parallel zu dieser Diode genauso relevant. Zusammen dürfte das eine relativ taugliche ESB für ene Solarzelle geben. Je nach dem, was Du mit dem ESB machen willst, wirst Du noch einen parasitären Kondensator brauchen (vor allem, wenn die Solarzelle zur Datenübertragung - Photodiode - etc. genutzt werden sollte). Im Fall von Verlusten bei Stromfluß werden wohl auch Serienwiderstände relevant werden ...

Marte

Am 01.09.2024 um 20:41 schrieb Sieghard Schicktanz:

Nicht unbedingt. Gerade das Deispiel Diode zeigt das: Je nach gefordertem Detaillierungsgrad wird die Kennlinie als idealer selbstgesteuerter Schalter mit oder ohne Serienwiderstand modelliert, als selbstgesteuerter Schalter mit (temperaturabhängiger oder konstanter) Schwellspannung oder mit der Shockley-Gleichung. Hinzu kommen wahlweise dynamische Phänomene wie parasitäre Kapazitäten und Induktivität bis hin zu Phänomenen auf Ladungsträgerebene wie eine Sperrverzögerungszeit oder Lawineneffekte.

Exakt. Ideale Stromquelle mit parallelgeschalteter Diode.

Nachzulesen z.B. in

J. A. Gow and C. D. Manning: Development of a model for photovoltaic arrays suitable for use in simulation studies of solar energy conversion systems. 1996 Sixth International Conference on Power Electronics and Variable Speed Drives (Conf. Publ. No. 429), Nottingham, UK, 1996, S.

69-74, DOI: 10.1049/cp:19960890.

Hier wird ein polykristallines PV-Modul mit einem Zwei-Dioden-Modell beschrieben und dessen Parameter bestimmt.

Gruß, V.

Am 01.09.24 um 20:27 schrieb Sieghard Schicktanz:

Was war denn dann das da:

Genau so ist das. Dann sind wir uns ja einig. Übrigens schreibe ich "Katode" immer ohne "h". Habe meine gefestigten Gründe. ;)

<vav6lc$1u4l5$ snipped-for-privacy@solani.org

Spannung ist in der Elektrostatik eine Folge der Ladung und ausserdem umgkehert proportional zur Kapazitaet. Hier braucht man aber keine Raumladung sondern nimmt an dass die Elektronen die Anode treffen, wenn sie schnell genug sind um die Gegenspannung zu ueberwinden. Wenn nicht kehren sie zur Kathode zurueck. Es ist ja die Anode da die aufgeladen werden kann. Sie koennte sehr dicht ueber der Oberflaeche liegen. Raumladung gibts wenn sehr viele Elektronen pro Zeit austreten. Darum gehts aber in der Ueberlegung nicht, die gilt prinzipiell auch bei sehr niedrigen Lichtstaerken, es dauert dann eben nur laenger bis die Anode auf ihr Endpotential aufgeladen ist. Bei einer Gluehkathode die weit weg von einer Anode ist, werden so viele Elektronen pro Zeiteinheit frei, dass sich eine gewisse Raumladung bildet.

Man kann der Anode eine positive Spannung geben dann kann sie jedes Elektron anziehen das frei wird. Hier gehts aber um Energiegewinnung, da ist die Anode negativer als die Kathode und die Elektronen erreichen sie nur aufgrund ihrer Austrittsgeschwindigkeit.

Hallo Hartmut,

Du schriebst am Mon, 2 Sep 2024 08:53:54 +0200:

Was bedeutet "gegenüber" wohl?

...

Naja, jeder blamiert sich so gut er kann.

Hallo Carla,

Du schriebst am Mon, 02 Sep 2024 15:13:22 +0200:

[] Naja, Deine Vorstellungen von Vakuumelektronik sind vielleicht noch bisserl ausbaufähig. Das kann halt auch mal zu Mißverständnissen höherer Ordnung führen.

-- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)

----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz

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Hallo Marte,

Du schriebst am Sun, 1 Sep 2024 22:48:32 +0200:

Sicher, ein detailliertes Ersatzschaltbild fast jedes realen Elements ist erheblich komplexer als die ideale Repräsentation. Und zudem ist die Photodiode ja auch noch ein aktives Element, das von der Umgebung abhängig ist.

Hallo Volker,

Du schriebst am Mon, 2 Sep 2024 07:33:51 +0200:

Es kommt halt auf die Anwendung an, wie detaillierrt das gebraucht wird. Beim Ringmodulator kann es reichen, die Dioden als eine Art Schalter anzusehen, bei Abstimmkreisen mit Kapazitätsdioden schaut das ganz anders aus. Auch wenn das inzwischen antiquerte Beispiele sind...

...

Danke, aber _so_ genau wollte ich das mangels auch nur marginalem Bedarf garnicht haben... Ich hoffe, das kann jemand anders gut gebrauchen, damit sich Deine Arbeit auch gelohnt hat.

Am 02.09.24 um 22:05 schrieb Sieghard Schicktanz:

Dümmere Fragen fallen dir hoffentlich nicht mehr ein.

Blödsinn.

<vav6lc$1u4l5$ snipped-for-privacy@solani.org

Nur ein Beispiel (hab' doch tatsächlich noch ein Datasheet einer Röhre gefunden): ;)

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Da haben sich die Entwickler bei Lorenz aber blamiert, du Quatschkopp!

Das Datenblatt wurde vor der letzten Rechtschreibreform geschrieben...

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Im aktuellen Schreibgebrauch nicht oder kaum nachweisbare "eingedeutschte" Varianten fremdsprachlicher Begriffe wurden gestrichen: z. B. Buklee, Dränage, Exposee, Frigidär, Jogurt, Katode, Kurtage, Panter, photogen, Polonäse, Spagetti, Tunfisch.

-------

Dazu muss man wissen dass die Kathode bereits vor

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existierte, und dort steht:

---- Beseitigung des th in deutschen Wörtern, auch am Wortanfang, z. B. in Tal, Tor, Tür, Ton, Geheimrat und Untertan, nicht aber in Fremdwörtern wie Thron und fakultativ in Thee / Tee .

----

Was beim Tee geht ist muesste bei der Katode doch auch gehen ... ist aber nichts geworden.

Da mache ich mir aber knapp die Hälfte draus. Wie viele "th" sind im Laufe der Jahrhunderte aus der deutschen Schriftspache verschwunden? Und ausgerechnet da soll's nicht "gehen".

Übrigens haben wir das alles hier schon durch: <vav6lc$1u4l5$ snipped-for-privacy@solani.org

Passt wohl besser in de.etc.sprache.deutsch. ;)

Carla Schneider <carla snipped-for-privacy@proton.me schrieb oder zitierte:

Mich hat die Erkenntnis verblüfft, daß man "Hypotenuse" nicht mit "th" schreibt. Aber dies kommt vom spätlat. hypotenusa < griech. hypoteínousa, so daß es da wirklich keine Grund für ein "h" gibt, während die Kathode von "káthodos" kommt.

Bei Fremdwörtern gibt es manchmal gewisse Regeln, denenzufolge ein "th" etwas über die Schreibung in der ursprünglichen Sprache aussagt (zum Beispiel theta/tau).

1895 verlangte der Duden für deutsche Wörter ein "th" in

Thal, Thon, Thor (der und das), Thran, Thräne, thun und Thür

, mit "th" geschrieben werden können:

Thau/Tau, Thee/Tee, Theer/Teer, Theil/Teil, theuer/teuer, Thibet/Tibet, Thier/Tier

.

Das "h" in Wörtern wie "Thal" oder "Muth" hatte für Adelung vor allem die Aufgabe, zu kleine gedehnte Silben im Schriftbild zu vergrößern. Daneben diente es aber auch der Kennzeichnung der Länge von Vokalen der Silbe, selbst wenn diese dem "h" folgen (wie bei "Thal"), nicht direkt benachbart sind (wie bei "Muth") oder ihre Länge schon auf andere Weise gekennzeichnet ist (wie bei "Thee").

"Tal", "Ton", "Tor", "Tran", "Träne", "tun", "Tür" und "Tee" sind allesamt kurze Wörter, was vielleicht für Adelungs Auffassung spricht, daß das "h" nicht (nur) eine Länge kennzeichnen, sondern dem Wort mehr Gewicht geben soll.

Adelung schrieb dazu (von mir aus der Fraktur abgetippt):

|Bezeichnung der Dehnung durch das th. | |§. 15. Das th dienet zur Verlängerung einer gedehnten Sylbe |in allen den Fällen, wo ein t in derselben vorkommt, und die |magere Figur der Sylbe eine Erweiterung des Wortes erfordert, |ohne Rücksicht auf den Vocal. Es hat noch das besondere, daß |es auch vor und nach Diphthongen und dem ie stehet, wenn die |Sylbe ohne das zu ärmlich aussehen würde, zu einem deutlichen |Beweise, daß es nicht zunächst die Dehnung bezeichnen, sondern |die Sylbe nur verlängern sollte. Es steht, so wohl am Anfange |der Wörter und Sylben: Thal, That, Thau […] Als auch am Ende |[…]: Fluth, Gemüth, Muth

Später war diese Funktion des "h" wohl nicht mehr bewußt, als "Reformer" solche "h" als funktionslos entfernten, da sie ja nicht gesprochen wurden, vielleicht unter dem Einfluß der Verwendung des "h" in griechischen Fremdwörtern.

Dadurch fehlen den entsprechenden Wörter aber heute ihre Längenkennzeichnungen. Adelung würde sagen, sie sähen nun zu ärmlich aus.

Konrad Duden kommentierte 1902:

|Das th wird nur noch in Fremdwörtern und in Lehnwörtern |geschreiben; in allen ursprünglich deutschen Wörtern schreibt |man nur noch t, also auch in den bekannten sieben Wörtern, die |bisher noch das th bewahrt hatten: Tal, Ton, Tor (der und |das), Tran, Träne, tun und Tür; ebenso in den von diesen |Wörtern gebildeten Ableitungen, z.B. Taler, tönern, töricht, |tranig, tränen, tätig, Untertan. |Auch in Personennamen deutschen Ursprungs ist bloßes t statt |des bisherigen th zulässig, in einigen selbst vorzuziehen, |z.B. in Berta, Bertold. Gleichberechtigt ist t mit th in |Günter und Walter. |Für das Wort »Thee«, in dem das th keine etymologische |Berechtigung hat, und in dem überdies die Länge des Vokals |schon durch Verdoppelung bezeichnet ist, ist die Schreibung |ohne h als gleichberechtigt aufgenommen.

; in seinem Wörterbuch von 1902 findet man dann:

|Thron, der; _[e]s, _e u. oft auch: _en (gr.)

. Das seit etwa 1200 bezeugte Substantiv (mhd. "t[h]rōn") wurde über das gleichbeutende altfranzösische "tron" (entspechend dem französischen "trône") aus dem gleich- bedeutendem lateinischen "thronus" entlehnt, das seiner- seits Lehnwort aus dem griechischen "thrónos" "Sessel, Sitz; Herschersitz, Thron".

Das theta ist ein griechischer Buchstabe. Einer, nicht zwei, warum man den im deutschen zum "th" machte liegt vielleicht daran dass im modernen griechisch dieser Buchstabe ausgesprochen wird wie im englischen das "th" . Oder lag es daran dass schon die alten Roemer griechische Woerter in denen ein theta vorkommt auf Latein mit "th" schrieben ?

Thee war allerdings ein Fremdwort. Weil also die Katode das nicht schaffte was der Tee tat ist sie jetzt bei der Gemse. Im uebrigen war ja Kathode von Anfang an ein eigentlich falscher Begriff, denn er bedeutet soviel "Weg nach Unten" also Abfluss, obwohl sie die Quelle der Elektronen in der Vakuumroehre ist.

Am 04.09.24 um 10:55 schrieb Carla Schneider:

Tja, das Problem ist m.E: Die "technische Stromrichtung" (von Plus nach Minus) wurde festgelegt, als man noch keine Ahnung hatte, dass die Ladungsträger üblicherweise Elektronen sind, also negativ.

Carla Schneider <carla snipped-for-privacy@proton.me schrieb oder zitierte:

Im Griechischen wurde das "t" in "theta" /behaucht/, daher die Schreibung mit "h".

(Im Deutschen werden "t" am Wortanfang /immer/ behaucht, aber diese Behauchung wird nicht durch ein "h" dargestellt und ist den meisten Sprechern auch nicht bewußt. Es handelt sich um eine Auslassung von Luft nach der Öffnung des Verschlusses, wie sie zum Beispiel bei Wörtern, die mit "st" beginnen, im Deutschen /nicht/ erfolgt.)

Am 04.09.24 um 12:59 schrieb Stefan Ram:

Uiii, jetzt bringst du mich ins Grübeln. ;) Nur am Wortanfang oder am Anfang jeder Silbe?

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