Ok, vielleicht war der Beamte gnaddrig oder sie waren etwas empfindlich. Beim Flieger im Maerz waren die Leute in der Non-Citizen Schlange genausoschnell durch wie wir. Da wir eh auf die Koffer warten mussten, fragte ich einige. Keine Klagen. Genausowenig wie ich mich ueber den Grenzbeamten in Frankfurt beklage, der mein Guten Morgen ignorierte und barsch "Den Pass bitte!" knurrte, selbigen dann aufs Staatsfeindguckglas legte und ihn danach auf den Tresen knallte. Wer weiss, vielleicht hatte er morgens zuhause Zoff gehabt, kann alles passieren.
Nun ja, der Autor ist wohl doch nicht gar so vertraut mit dem angelsaechsischen Sprachraum, sonst haette er keine Grammatikpatzer wie "krude" drin.
Im Prinzip ist schon was dran. Als meine Frau Verwandte in Deutschland besuchte, sagte eine Schwaegerin ohne Federlesen "Also so willst Du doch wohl nicht in die Stadt? Hast Du nichts anderes anzuziehen?" Amerikanische Kleidung war wohl nicht so die Mode. So direkt haette das hier niemand gesagt, selbst wenn jemand mit Lederhosen ins Theater wollte.
Aber mit dem "How are you" Geplaenkel ist das ueberhaupt nicht so, wenn man die Leute kennt. Meine Frau betreut mehrere Seelsorgefaelle und bis auf einen kamen die alle so zustande: "How are you?" ... "Fine, thanks" ... Klang irgendwie nicht so peppig, hmm, ob da was los ist? ... "Should I stay for a cup of tea? ... "YES, please!" Geroetete Augen fallen auf, da ist seelisch richtig was im Argen. Meist gehe ich dann mit den Hunden allein weiter nach Hause und meine Frau kommt einige Stunden spaeter nach. Die Leute hier sind unglaublich offen, wenn sie nur jemanden finden, der bereit ist, erstmal einfach sehr lange zuzuhoeren.