Empfehlung für TXCO/OXCO

Jan 18, 2013 18 Replies

Hallo zusammen,



mein guter alter Zähler (CMOS-Grab) hat das Zeitliche gesegnet. Also will ich mir nen Neuen bauen, wahrscheinlich auf AVR-Basis.



Um ne möglichst genaue Zeitbasis zu erhalten würde ich als Taktgeber keinen Quartz sondern lieber einen TXCO oder gar OXCO einsetzen.



Ich habe mir schon nen Wolf gesucht, aber nichts gefunden, was alle meine Wünsche erfüllt:


- 16 MHz, 5V



- Möglichst bedrahtet, notfalls auch SMD



- geringe Frequenzdrift



- in Einzelstücken leicht beschaffbar



Bei meiner Suche hat es meistens bei den letzten beiden Punkten gehapert.



Hat wer der anwesenden Praktiker einen tipp für mich? Danke.


Gruss Uwe --------- cut here with a very sharp knife --------- eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de Web: http://www.vieledinge.de http://about.me/uwenaumann

Aber, aber, sowas repariert man doch :-)

Meiner (selbstgebautes TTL-Grab von anno dunnemal) ist nach Anschaffung eines Arb Generators arbeitslos geworden. Stand in der Werbung nix gross von, ausgepackt, huch .. da ist ja ein Zaehler mit drin.

Sieht schlecht aus, aber es waere ja kein Problem einen Level Translator dahinterzuhaengen. Oder mit C und zweimal R in die Mitte ziehen und einen Inverter damit ansteuern (wenn keiner zusieht, dann schnell den Deckel aufs Gehaeuse ...).

Kann man heutzutage fast total vergessen, ist kein Markt mehr fuer da.

Kannst Du Dich bei jemandem an eine Digikey-Bestellung mit dranhaengen?

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Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am Freitag, 18. Januar 2013 22:56 haute Joerg in die Tasten:

Naja, die 7 Segmentanzeigen sind VQE23, die auch langsam nachlassen. Ok, da könnte man was dran tun. Und, und, und....

Irgendwann ist es dann auch mal gut, zumal ich schon ein paar Optionen auf der Liste habe, die ich einfach in Software gießen kann, aber bei der alten Kiste nicht mehr reingebastelt bekomme (Frequenz-Offset, reine Impulszählung ohne Torzeit, etc.).

Eines meiner Multimeter kann wohl auch ein bisschen Zählen, aber was "Richtiges" ist das halt nicht.

Sorry wenn das falsch rüber kam, ich meinte 5V Betriebsspannung, nicht Ausgangspegel. Das ich den umsetzen muss ist klar.

Hatte ich befürchtet. Alles was ich bedrahtet gefunden habe war dann bei der Frequenzdrift nicht wirklich besser als ein simpler Quartz.

Schlecht. Ich vermute mal die verschicken nicht an Privatpersonen?

ND/675757

Der sieht von den Daten her gut aus. Nur woher beziehen...

Gruss Uwe --------- cut here with a very sharp knife --------- eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de Web: http://www.vieledinge.de http://about.me/uwenaumann

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Ist mir zwar ein Rätsel, warum du gerade bei 16 MHz rauskommst - für einen Zähler wären 10 oder 100 MHz viel natürlicher,

aber wenn du deinen Zähler an ein GPS-Normal oder einen "richtigen" 10 MHz-uarzofen anbinden willst, kannst du das hier nehmen:

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Einzelstücke der Platine sind zu haben, ist aber mit kleinen SMDs (homebrew)

Ein Bekannter will auch gerade sowas machen, evtl kann ich euch synchronisieren.

Gruß, Gerhard

Ich haette meinen beinahe mit Nixies gebaut, konnte aber damals als Kid ueberraschend eine Schachtel 7-Segment LED fuer kleines Geld ergattern. Sparte mir eklige Trafowickelei mit duennem Draht. Mal sehen was ich mit den Nixie machen koennte, liegen immer noch hier. Vielleicht eine Digitaluhr bauen.

Sowas wuerde ich heutzutage als USB-Kiste PC-gesteuert machen und den PC alles rechnen lassen was nicht unbedingt in Echtzeit ablaufen muss.

Der im Arb Gen ist mit allem PiPaPo. Impulse, Tastverhaeltnisse, reiner Zaehler, Periodenmessung, Start-Stopp Trigger und alles moegliche. Das war so aehnlich wie mit den Tasten in einem neuen Ami-Schlitten, jeden Tag entdeckte ich eine neue Funktion.

Das kann ja dann ein TL431 erledigen.

[...]

Tun sie schon, aber fuer ein Einzelstueck erschlagen einen Europaer die Versandkosten.

Digikey :-)

Frage mal hier ob jemand in naher Zukunft dort bestellt und lass ihm ein Scheinchen mit gut Trinkgeld fuer die Extra-Muehe rueberwachsen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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Uwe moechte das mit einem AVR machen.

Edel!

Frage: Wie sieht das niederfrequente Phasenrauschen am Vtune Eingang aus? Der Phase Comparator im 74HC4046 hat sich hier zwar nicht unbedingt wie ein Druckspuelerklosett benommen, ging so, aber rauscharm war was anderes. Habe ich in einem Fall durch was besseres fur ein fuffzig mehr ersetzen muessen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 19.01.2013 00:00, schrieb Uwe Naumann:

Entweder z.B. Ebay 170975308779 oder gleich ein Efratom LPRO-101 oder ebay 321020176939

16MHz musst du dir sowieso stricken, Standard sind 10/5MHZ. Der Chinaman mit den LPROS in Ebay ist wohl grad' verreist.

Butzo

Am 19.01.2013 01:07, schrieb Joerg:

Habe ich nicht näher untersucht. Wenn's stört, kann man die Eckfrequenz des Tiefpasses noch weiter runterdrücken und alles totdämpfen. Eine Einschwingzeit von ein paar Sekunden ab dem Einschalten der Referenz ist völlig egal.

Man kann dem 4046 auch einen Lastwiderstand geben und ihm einen konstanten Phasenfehler vorgaukeln. Dann hat er immer was zu tun und kann sich nicht an der hässlichen Stelle seiner Kennlinie ausruhen. Eigentlich ist das nicht viel anders als der Ausgang des 9046.

Den 9046 hatten wir diese Woche schon in sci.electronics.design.

Wenn's drauf ankommt, nehme ich gleich den AD9901, und wenn's _wirklich_ drauf ankommt einen Schottky-Ringmischer.

Gruß, Gerhard

Am 19.01.2013 12:24, schrieb Gerhard Hoffmann:

Oder einen billigen 10/16_MHz Quarz Oszillator synchronisieren. Das geht recht gut und die Rauscheigenschaften sind gut. Man kann aber auch nur den 10/16_MHz Quarz als Filter einsetzen.

mfg hdw

Ich habe diesen Reziprokzähler [1] nachgebaut und kann ihn sehr empfehlen. Als Taktquelle für den ATtiny2313 habe ich einen 3,3-Volt-TCXO verwendet. Da der Zähler Frequenz und Periodendauer anzeigt, habe ich den Zähler mit einem GPS-Sekundensignal justiert. Das funktioniert bei diesem Zähler ganz einfach über die serielle Schnittstelle. Der Korrekturwert wird im EEPROM gespeichert.

Fix und fertig aufgebaut gibt es solch einen Zähler z.B. bei Reichelt Elektronik [2].

Man kann als Taktquelle für einen mit 5 Volt versorgten AVR einen 3,3-Volt- TCXO verwenden, z.B. TVETADSANF-20.0MHZ [3]. Das Ausgangssignal koppelt man über einen Kondensator (ca. 10 nF) in den XTAL1-Eingang des AVR ein.

Christian.

[1] [2] [3]

Mouser, RS, Farnell, Digikey abgeklappert? Spannung 5V ist teils schwierig, aber ist ja kein Problem, ein anderes Teil passend zu machen.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Dann aber mit "Ready - Not Ready" Lampe. Mir stuerzt ab und zu die Software meines Signalhound ab weil ich zu hastig loslege, da haben sie leider wie Warnlampe vergessen.

Ich hatte aus dem Grund mal den 9046 probiert und der ist IMHO nicht gerade das Ei des Columbus. Flog wieder raus, und 4046 "zur Seite" gezogen damit das Klockern in den Zahnraedern aufhoerte. Das muss man bei manchen anderen PLL Chips ebenfalls tun.

Oh, muss ich verpasst haben. Aber ich benutze den eh nicht mehr.

Wenn man sich schon was in sein Labor-Taktnormal einbaut dann aber doch nur erste Sahne :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Injection Lock geht manchmal ganz gut: 10MHz Zeitnormal auf 2MHz runterteilen, die 2MHz lose in einen 16MHz Quarzoszillator einkoppeln bis er drauf rastet, dann die Kopplung noch ein wenig erhoehen damit es Reserven hat. Auch bis an die Temperaturgrenzen der Kiste nachpruefen. Ich weiss nicht ob es dafuer einen deutschen Ausdruck gibt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 19.01.2013 16:38, schrieb Joerg:

Ach was. Das GPS-disziplinerte 10 MHz-Normal läuft sowieso durch und hat eine eigene LED wenn der Quarzofen kalt oder die GPS-Antenne umgefallen ist.

Der gelockte 32MHz-Generator ist nur für den Network-Analyzer, der pumpt das gleich in irgendwelche on-chip-PLLs von DDSen.

Ich bau mir gerade eine Art Referenz mit MTI-260 Quarzöfen, die an die GPS-10-MHz gelockt sind. Zumindest der eine MTI. Der andere soll etwas langsamer sein, so dass er in der Viertelstunde etwa 10 nsec verliert. (10 MHz erst raufvervielfachen und dann mit 48-Bit-DDS wieder runterteilen etc...)

Injection locking ist mein natürlicher Feind. Viele Aluschachteln, Durchführungsfilter und 1pps, die mit CML gemacht werden.

Ich brauche 1pps und 0.999999999pps um die Linearität von Interpolatoren für Pulsbreitenmessungen zu checken.

Gruß, Gerhard

Ich brauche ja nur eine Genauigkeit von ca. 50-100 Hz bei 1.8 GHz, habe aber auch kange genug gesucht, einen geeigneten TCXO zu finden :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Wie sagte der Igel zum Hasen: "Ich bin schon da!"

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16MHz sind ungewöhnlich. 5V noch mehr. Alles was ich an TCXO im aktuellen Lieferprogramm gefunden habe, war 3.3V. Geht aber in Verbindung mit einem modernen AVR.

Ich habe bei Ebay letztens einen 10MHz DOCXO von Morion geschossen. Kostenpunkt 30 Steine. Für gut das Doppelte gibt es ein Rubidium- Normal :)

XL

Uwe Naumann schrieb:

Hallo,

5 V sind kein Problem, bedrahtet auch nicht.

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weniger Drift gibt es auch.

Die vertreiben auch über Conrad, Reichelt und Farnell, da sollte es auch Einzelstücke geben, aber wohl leider nur von ganz einfachen CO ohne TX oder OX.

Bye

Gerhard Hoffmann schrieb:

Hallo,

nur mit PLL wäre das ja leicht möglich wenn es um 1 pps und 0,999 pps ginge, aber bei nur 1 ppb Unterschied wird es schon heftig.

Bye

Am 21.01.2013 18:08, schrieb Uwe Hercksen:

Ja, schön wär's, wenn man nicht nur die PPS hätte sondern auch

10 und 9.99999 MHz. Die 0.99999999pps bekommt man mit mit einem 48-Bit DDS wohl gerade so gebacken, aber dass sich die beiden Quarzöfen nicht gegenseitig injection-locken wird herb. Und die PLL die die beiden auf Abstand hält darf auch nicht rumwabern.

Ich versuch's mal mit viel Blech, mal sehen wie weit ich komme..

vermutlich wird das da passieren:

Gruß, Gerhard

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