Erst einmal sorry wegen des Cross Postings, aber bei dieser Frage bin ich sehr unsicher, wo die "Kenner" sitzen, vermutlich mal hier und mal da... ;-) Nun die Frage. Die Fa. Engel (ich glaube die saß mal irgendwo in Süddeutschland) baute einst (bis in die 70-er Jahre(?) sehr gute Röhrentransformatoren. So habe ich von einem alten Newgrouper (Muck Krieger, der leider verstorben ist :-() aus seinem Riesenlager zwei Netztrafos von Engel ergattert. Es handelt sich um ein Netztrafo mit 102 er M-Kern. Aufschriften, die vorhanden sind sind folgende:
1,2,3,4,5 primärseitig und 0-250-300, 6,3/3,5-0 sekundärseitig. Sekundärseitig ist mir alles völlig klar. Doch würde ich gern wissen, wie die Primärspannungen vom Hersteller genau spezifiert worden sind.
So habe ich folgende Gleichstromwiderstände gemessen (Meßgenauigkeit ca +-0.2 Ohm):
1-3: 5,7 Ohm (eine separate Wicklung folgend Wicklung 1 genannt)
2-4: 5,7 Ohm (folgend Wicklung 2 genannt)
2-5: 6,3 Ohm (Wicklung 2) Zur Kontrolle ->
4-5: 0,8 Ohm (Wicklung 2)
Zwischen Anschluß 2 und 3 wurde eine Brücke gelegt, was für ein 220 V Netz auch verständlich ist. Ich gehe gar davon aus, daß diese Brücke sogar vom Werk aus so mit ausgeliefert wird, denn diese Brücke zu entfernen war nicht sehr einfach und schien sogar irgendwie geklammert worden zu sein. Heisst, diese Brücke dürfte auch dann noch so bestehen bleiben, wenn man bei Bedarf von 220/230 (?) Volt auf 110/115 (?) Volt umschalten wollte und dann lediglich noch eine Brücke zwischen Wicklung
1 und 4 legen bräuchte. Der Rest der Wicklung 2 (also zwischen 4 und 5) wird man wohl für eine Versorgungsspannung von 230/245 (?) Volt spendiert haben. Nun endlich meine eigentliche Frage für den Fall, daß niemand diesen Trafo und seine genauen Spezifikationen kennt: Welche Primärspannungen verträgt nun dieser Trafo? Wahlweise 110, 220, 230 Volt oder wahlweise
115, 230, 250 Volt?
Ein kleiner Nachtrag dazu (auch wenn ich weiss, dass der in Spule gemessene Gleichstromwiderstand nur in erster Näherung aussagekräftige Ergebnisse liefern kann): Rechne ich mit der oben besagten Version 110, 220, 230 Volt kommt durch den Dreisatz für den Aufschlage der Zusatzwicklung in Wicklung 2 ein Wert von ca 21,6 Vol heraus. Würde ich dagegen als Grundlage 115 V nehmen, wären es schon etwa 27 V. -
Und übrigens, dieser Trafo (zwei mal vorhanden!) lief bereits schon etliche Jahre ohne Störungen in meinen Röhren-Mono-Blöcken (die 230V Netzspannung wurde an 1 und 5 geklemmt), nur daß mir die Heizwicklungen immer nur knapp 5,9 V lieferten. So ist meine Frage gewiss verständlich, denn ich möchte bei Umstellung auf eine 230 Volt - Versorgung zwischen 1 und 4 keine Zerstörung der lieb gewonnenen Trafos und/oder Röhren riskieren. Denn ein im worst case Fall entstehender Spannungssprung von über 27 V primärseitig dürfte an den Heizungen der Röhren schon mit ca
6,6 Volt "knabbern" und die Anodenspannung von 420 auf 470 Volt schieben. Aber wahrscheinlich ist der Durchgriff von äußeren Windungen einer Mehrlagenwicklung viel geringer, als es eine Berechnung per Dreisatz auf Basis von Gleichstromwiderständen erahnen lässt...
Vielen Dank fürs mitlesen & Gruß Ingolf