Hallo zusammen,
Da ich mir nun auch ein (billiges, aber neues) Ozilloskop gekauft habe mache ich damit grad ein paar Experimente und hab da son Ausgang mit 0,25V zum Kalibrieren entdeckt. Die Kurve davon sieht so aus:
Wenn ich den Anschluss dann mit dem Finger anfasse, sieht das Ganze dann so aus:
Wenn man den 0,25V Eingang dabei abnimmt, sieht man wohl, dass da eine Wechselspannung mit 50Hz und U > 0,4V anliegt. Dies ist jedoch keinesfalls eine "glatte" Sinuskurve, sondern extrem stark mit Rauschen und Verzerrungen drauf.
Da mich das Ergebnis etwas verdutzt hat, habe ich im Haus _alle_ Verbraucher testweise abgestellt (Sicherungen im Keller alle raus) und nochmal gemessen. Das Ergebnis ist das gleiche.
Heißt das jetzt ernsthaft, dass jedesmal, wenn ich hier irgendein beliebiges geerdetes Gerät anfasse, dass an mir eine Wechselspannung von mindestens 0,4V anliegt?
Das Ganze brachte mich dann noch zu einer anderen Frage: Ich habe hier jetzt einfach ein altes Netzwerkkabel durchgeschnitten und an der Schnittstelle abisoliert und als Kontakt zum Oszilloskop genommen. Jetzt lese ich etwas weiter unten einen Thread, dass man "Tastköpfe" mit Impedanzen benötigt. - Jetzt habe ich ja noch ein altes Oszilloskop bei Ebay ersteigert (25 Jahre alt) bei dem ich einen gewischt kriege, wenn ich am Netzwerkkabel beide Pole anfasse. Kann mich jemand aufklären, was es mit diesen Tastköpfen auf sich hat? Ich dachte bisher immer in ein Oszi kommt das, was man messen möchte, unverfälscht einfach an den zwei Polen rein.
Gruß,
Markus
Die Oszis Das Neue: Voltcraft 610 Das Alte: Telequipment Model unbekannt