Die groesste Seuche der Elektrotechnik: Gleichtakt-Stoerungen

Mar 06, 2024 Last reply: 2 years ago 31 Replies

Am So.,10.03.24 um 17:36 schrieb Rolf Bombach:

Wofür braucht man sowas?

Am 10.03.2024 um 19:52 schrieb Wolfgang Martens:

Null-Strom Verbratung

Hallo Wolfgang,

Du schriebst am Sun, 10 Mar 2024 19:52:18 +0100:

Brumm mit Schleifchen...

Am 10.03.2024 um 19:52 schrieb Wolfgang Martens:

Koppelgeschäft für Mantelstromfilter - v e r b o t e n !!!

Hi Wolfgang,

Durch Wiederholung wird es nicht richtiger.

Aber die Reihenimpedanz zur 230 V Leitung und die meist nicht vorhandene Erdleitung tut ihr übriges. Nur weil ein 10 MOhm Messgerät Spannung anzeigt bedeutet das nicht, dass nennenswerte Ströme unterwegs sein werden. Das sollte man hier nicht erklären müssen :-(.

Seit wann denn das? Ich bin so gut wie nie auf PE-Niveau.

Marte

Oooooh ooooh, gleich wirste auch gesteinigt :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Jetzt haltet doch bitte mal den Ball flach. Auslöser dieses Themas ist ein YT-Beitrag eines Möchtegern-Profis, der ein 50 Hz Gleichtakt-Phänomen als größte Seuche der Elektrotechnik ausgemacht haben will. Dieses "Problem" ist nicht existent. Nur weil der YT-Poster das Thema Gleichtakt, dessen Entstehung und Auswirkung nicht begriffen hat, bedeutet das nicht, dass es ein großes Problem damit gibt. Alle vermeintlich realen Gleichtaktprobleme, die hier diskutiert werden, haben mir dem 50 Hz-Gleichtaktphänomen, nichts zu tun. Weder Überspannungsschäden durch Blitzeinschläge, noch elekrostatische Entladungen haben im Geringsten etwas mit den 50 Hz zu tun. Auch die bösen Schaltnetzteile nicht. Im Gegenteil. Die 50 Hz Gleichtaktspannungen sind das Resultat von Entstörmaßnahmen, die aus guten Gründen ergriffen werden. Die werden in Kauf genommen, weil sie eben in aller Regel keine Probleme in der Praxis nach sich ziehen. Ausnahmen mögen existieren. Dann von "der größten Seuche" zu schreiben, ist einfach nur peinlich.

Wenn man sich das Thema Gleichtakt bei 50 Hz mal näher betrachtet, dann wird man feststellen, dass der PE (an der falschen Stelle angebracht) das Problem eher verschlimmern wird. In der messtechnischen Praxis gibt es nicht zuletzt dagegen das Konzept des "Driven Guard" bzw "Driven Shield", "Floating Ground" und ähnliches, also genau das Gegenteil von den hier propagierten "PE Everywhere". Und wirklich: Das Zeugs funktioniert, trotzdem, auch wenn manche Kleingeister diese Konzepte nicht verstehen ;-)

Ich bin dann mal raus.

Marte

Am 12.03.24 um 01:44 schrieb Wolfgang Allinger:

Leider ist den meißten Leuten nicht klar, dass bei einem Trafo (egal ob klassisch oder Schaltnetzteil) die Sekudärspule, wenn nicht geerdet auf halber Netzspannung liegt infolge kapazitver Kopplung von Primär auf Sekundärspule. Dann hast du ein Platinchen an einem sekudär nicht geerdeten NT und steckst den schönen USB Stecker in den geerdeten Rechner und wusch. Hatte ich bei einem Kunden: Gerät mit externer 24V= Versorgung und USB. Hat sich erst den USB-Port am PC zerschossen. Dann beim nächsten Hub dazwischen und den abgeschossen. Ähnlich hier in TW. Der lokale "Ingenieur" hat eine Steckdosenleiste (zweipolig war 1$ billiger). Lötstation (mit ESD Aufkleber) angeschlossen. Weil der ERDpin am Stecker nicht passte wurde er mit Gewalt rausgerissen. Ich hatte mich drauf verlassen, dass ich ja in einer ISO9000 und Avionic- Firma bin un d deshalb natürlich alles ordentlich geerdet ist. Beim Löten hast mir den einen IO-Pin des Prozessors tot gelegt.

Nein. Kapazitiv kommt ein 50-Hz-Wechselsignal dieser Höhe an, oder zumindest im Mittel. Je nach Anschluß kannes auch fast null oder rund das volle Signal sein, es koppelt typischerweise genau eine Lage. Das absolute Potential auf dem die Sekundärseite liegt ist davon aber unabhängig.

Hallo Reinhardt,

Das wird nicht richtiger, wenn Du es auch noch einmal wiederholst. Zunächst einmal muss erst geklärt werden, wo das Bezugspotenzial liegt. Eine Spannung ist nämlich definitionsgemäß die Differenz zweier Potenziale. Der Versuch, zwingend alles auf PE zu beziehen ist sehr oft aufwändig und schlechter als ein isoliertes Potenzial als Bezugspotenzial zu wählen.

Ja ja …

Dann ist das Netzteil des Geräts aber erheblich außerhalb dessen, was hiesige Normen erwarten lassen dürfen. Und ich muss Dich noch einmal enttäuschen. Die Koppelkapazität der Trafos ist bei SNT udn konventionellen Netzteilen in der Regel unkritisch. Die Koppelkapazität der Y-Kondensatoren zur Entstörung liegen meist deutlich höher.

Dann ist aber garantiert der Koppelkondensator eines SNT schuld gewesen.

Und was hat das nun mit dem Filmchen bei Du-Rohr zu tun? Das war dann ESD, aber sicher kein Gleichtaktproblem mit 50 Hz. Und gerade mit ESD ist es eine ganz schlechte Idee, alles niederohmig auf PE zu legen.

Marte

Hi Axel,

Solange Du sehr hochohmig gegen PE misst.

Sondern sehr, wogehen man misst. Und nein: Auch wenn ich (mit Gummisohlen auf Teppich auf Estrich weit weg von PE) auf dem Boden stehe, selbst wenn ich im Hof (ebenfalls mit Gummisohlen auf Asphalt) stehe, bin ich weit weg von PE. Hier muss man mit Kondensatoren rechnen, die keinen Gegenpol haben. Ja, man kann diese Kondensatoren gegen Unendlich auch gegen PE simulierend rechnen. Es kommt dann sogar sinnvolles raus, aber eben keine destruktiven Ströme.

Marte

Wolfgang Martens schrieb:

Wenn das mit der Klimaerwärmung so weitergeht, bald nicht mehr.

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