ausnahmsweise mal eine halbwegs blöde Frage (ja, ich könnte es einfach ausprobieren): Welche Leitungslängen sind mittels RS-232 realistisch möglich?
Es geht darum, einen Systemconroller für ein PA-System per Notebook zu programmieren bzw. zu überwachen. Lokal funktioniert das prächtig.
Allerdings sieht der aktuelle Arbeitsablauf so aus:
Hören
50m laufen
Ändern
Zurücklatschen.
goto 1
Da sich Controller nämlich idR. irgendwo bei den Endstufen in Bühnennähe, das Notebook des Operators aber meist am FoH am anderen Ende der Halle befinden, liegen dazwischen ca. 30-50m Kabelweg (0,15 bis 0,24mm²), je nach Location auch mal 80m.
Der fragliche Controller bietet zwar auch eine RS-485 Schnittstelle - übliche Notebooks aber leider nicht. Und bevor ich jetzt anfage, mir dafür einen Wandler zu schnitzen oder zu kaufen: Vielleicht gehts ja auch mit RS-232?
Zuendi
"Musiker sind schwierige Menschen.
Jeder hat andere schwierigkeiten, der eine mehr, der andere weniger.
Aber einen am Brett haben sie alle!"
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J
Joerg
3b. Fluppe anzuenden :-)
IIRC sagt der Ur-Standard 50ft oder so. Ich habe RS232 bei niedrigen Baudraten (2400bd oder weniger) aber schon ueber 300ft (100m) benutzt. Laptops treiben nicht mit dem ueblichen Pepp, sondern nur 6V oder so. Zumindest meine. Wie das damit aussieht, weiss ich nicht. Wenn es nicht "mission critical" ist, koenntest Du es ausprobieren. Z.B. einmal die doppelte benoetigte Laenge auslegen und wenn es damit laeuft, hat man ja Reserve.
Auf jeden Fall die Baudrate setzen, viele Sachen setzen z.B. einen
9600bd Default und damit geht es wahrscheinlich nicht zuverlaessig genug. Nun gibt es bei Rock Konzerten natuerlich auch Stoerer. Dicke Nebelmaschine startet etc.
Gruesse, Joerg
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S
Sebastian Zuendorf
Das ist automatisiert, so dass ich darüber nicht mehr nachdenken muß :-)
Mittlerweile hab ich eine Quelle gefunden, die von maximal 152m bei
9.600 Baud spricht. Die Hälfte davon würde mir schon reichen.
Die Controller sind eh vorprogrammiert, d.h. wenn es nicht funktioniert, geht lediglich die Fernbedienung nicht. Und natürlich die Rückmeldung ob gerade ein Limiter eingreift z.B.. Während der Show sollte man daran eh nicht all zu grob schrauben, weil die Kisten z.B. beim Zuschalten eines weiteren EQs gerne mal eine Bedenksekunde einlegen, bis wieder Signal am Ausgang anliegt. Eine kleine Anpassung der Ausgangspegel geht aber auch ohne Dropouts.
Mein Hauptgrund für die Fernbedienung ist eigentlich die Rückmeldung der aktuellen Ausgangspegel (nebst evtl. nötiger kurzfristiger Änderung) und kleine Änderungen im Grundsetup vor/während des Soundchecks. Also z.B. Trennfrequenzen, EQ und Delays auf den Ausgängen je nach Raum anpassen und solche Dinge. Das bedeutet sonst eben viel Rennerei oder einen zweiten Menschen mit Intercom und Lesebrille :-)
Um Fogger mache ich mir da noch die wenigsten Gedanken. Wir haben aber viel mit Schaltnetzteilen (Scanner...) und "Dimmerdreck" zu tun, zumindest macht das im Audio-Bereich schon mal Zicken. Ein wenig Gedanken mache ich mir auch um eventuelle Ground-Loops, mal sehen wie das unter Realbedingungen funktioniert. Ich würde das der Einfachheit halber jetzt stumpf über ein Multicore braten, an dem der Controller dann auch audiomäßig hängt.
Zuendi
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R
Rafael Deliano
Für V24 mit MC1488 und 1489 bzw. TTY hat DEC ehedem Versuche gemacht:
formatting link
Die echte V24 hat slewrate-Begrenzung. Die neumodischen Treiber die man in PCs vermuten würden haben schnelle Anstiegszeit um jenseits 19600 Baud auf kurzen Kabeln zu können.
MfG JRD
G
gUnther nanonüm
"Sebastian Zuendorf" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com... ..
Hi, also billiges örtliches NB fest installieren, ev. tuts auch ein sehr kleiner Micro-PC, dazu WLAN, VNC und fertig ist die Laube. Man hat gleich 2 mögliche Stellstellen = halbes Laufen, das steuernde Remote-Gerät könnte ev. auch ein popeliger PDA/Händi in der Hand des (Not-)Beleuchters sein....und funzt vermutlich bis aufs Klo, bis vor die Tür, im Beisein der nachbarschaftlichen Waldmeister...dagegen ein Kabel zu verlegen klingt heutzutage wie ne Hanfschlinge für die ISS :-)
mfg,
gUnther
S
Stefan Brörring
Mir fallen so auf die Schnelle 3 Probleme ein:
Reflexionen auf dem Kabel
Kabeldämpfung
Potentialunterschiede an beiden Kabelenden
Wobei eine große Dämpfung das Problem mit den Reflexionen vermindert. Das ist normalerweise auch nicht das größte Problem.
Wichtig ist, dass du keine Potentialunterschiede zwischen der Masse deines Notebooks und dem Controller hast. Also die GND-Leitung auf keinen Fall auf beiden Seiten mit Masse verbinden. Auch nicht über irgendwelche Zusatzgeräte, Drucker etc. Ansonsten würden dort Ausgleichsströme über deine GND-Leitung laufen.
Ausprobieren...
Wenn RS485, dann drauf achten, dass zumindest auf einer Seite eine Potentialtrennung vorgesehen ist.
Gruß
Stefan DF9BI
S
Sergej Heimann
Hallo
Ich habe einen Bekannten, bei den funktioniert es bei 19200 bd über 45 Meter. Er hat aber eine CAT7 Leitung gelegt.
MfG Segej
B
Bernd Mayer
Sebastian Zuendorf schrieb:
Hallo,
siehe dazu:
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z.B.:
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Bernd Mayer
Schäuble, wenns Dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben!
H
Helmut Wabnig
Was hast du gegen Ausgleichsströme. Schulbuchwissen. Vergiß es.
w.
H
Horst-D.Winzler
Helmut Wabnig schrieb:
nfach
rt.
ufen.
Ausgleichstr=F6me k=F6nnen Ursache zeitlich abh=E4ngier Spannungsuntersch= iede sein. Diese k=F6nne zu Jitter usw. f=FChren.
Den Eindruck kann man bekommen, das Schulbuchwissen oft in ihrem Kontext ungen=FCgend beachtet wird ;-)
--=20 mfg hdw
H
Helmut Wabnig
He, grab mal deine Deutsch Schulbücher aus, du hast sie ungenügend beachtet (grins)
w.
H
Horst-D.Winzler
Helmut Wabnig schrieb:
laufen.
schiede
xt
Und? Alt-Neudeutsch ;-)
--=20 mfg hdw
F
Falk Willberg
Helmut Wabnig schrieb: ...
Die jenigen, in denen die getrennt Schreibung ge lehrt wird?
SCNR, Falk
H
Horst-D.Winzler
Falk Willberg schrieb:
Ich zitiere mal aus vor-vorigem Beitag:
Schulbuchwissen. Vergi=DF es.
--=20 mfg hdw
S
Sebastian Zuendorf
"Fest installieren" ist bei mobilen Systemen so eine Sache :-)
Das Kabel liegt so und so, weil irgendwie die Audio-Signale von der Bühne zum Pult und zurück zum Controller müssen. Es steht zur Debatte, den Rückweg vom (digital-)Pult per AES/EBU zu realisieren, was auch gleich einen ansonsten genutzten Weg auf dem Multicore für die Controllerbedienung freimachen und eine weitere DA/AD-Wandlung vermeiden würde.
Zuendi
"Musiker sind schwierige Menschen.
Jeder hat andere schwierigkeiten, der eine mehr, der andere weniger.
Aber einen am Brett haben sie alle!"
Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net
S
Stefan Huebner
Kann, muss nicht. Wie Joerg schon schrieb, bringen die NB-Schnitten häufig reichlich lasche Pegel. Wie das Interface vom zu steuernden Gerät aussieht weiss man zunächst auch nicht. Für TK-Anlagen, zu einer Zeit, als die noch seriell oder über Modem administriert wurden, habe ich häufiger mal zu RS422 über zwei Paare (YSTY oder zwei Paare aus irgendwelcher strukturierten Verkabelung) gegriffen, weil die Signale bei 9600bd einfach schlapp machten, teilweise schon bei 10m.
RS422 hat hier den Vorteil, dass Du im Gegensatz zu RS485 nicht auf Halbduplex beschränkt bist und nur auf der physikalischen Schicht rumfummelst, Dein Controller also keine Fremdsprachen lernen muss :)
P
Peter Kern
Sebastian Zuendorf schrieb:
Blöde Fragen gibt es nicht - nur blöde Antworten.
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Soeben ist eine Kiste mit einem IC-485SN mit Zettel dran zugeklebt worden. RS232 ist vermutlich machbar, aber in der Umgebung würde ich dann doch lieber auf 485 umsteigen.
Ich denke am Donnerstag hast Du das Teil - experimentire damit und teil uns das Ergebnis mit:-)
Peter
J
Joerg
Apropos automatisiert: Taxifahrer in Fronkreisch, dueste volle Suppe hupend und mit links durch die Stadt. Mit rechts fummelte er in der Hosentasche rum. Hmm, seltsam. Sekunden spaeter kam eine perfekt handgedrehte Gauloises zum Vorschein.
Das wuerde ich aber nicht mit 9600dB machen. Nicht dass das so eine Quelle ist a la "Dae Tuenn hat dat letztet Jahr mal su hinjekrisch".
Dem Design Ingenieur dieses Dingens gehoeren die Ohren lang gezogen. Oder der Burggraben?
Trotzdem Ohren lang ziehen.
Das kann ein Problem werden und deshalb geht man bei solchen Dingen in der Industrie auf RS485 mit Potenzialtrennung.
Solange das nicht Knackser oder Blubser im Audio ergibt. IME ist Windows bei vielen Konstellationen nur im Hochglanzprospekt zu Multi-Tasking faehig.
Gruesse, Joerg
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C
Christian Zietz
Joerg schrieb:
Die Quelle ist vermutlich Wikipedia: . Darauf vertrauen würde ich also nicht. In dem Artikel steht zwar was von "nach Erfahrungen von Texas Instruments", aber nicht, unter welchen Bedingungen (welcher Treiber, welche Kabel usw.) diese Erfahrungen gewonnen wurden. Und bei TI konnte ich nichts entsprechendes in den Appnotes finden.
RS232 ist viel zu empfindlich, mag im Labor gehen, aber auf einer feindlichen Bühne?
Mit RS-485 geht das recht gut. Wandler RS485/232 Nähe NB und gut isset.
Das störsicherste ist 20mA Current Loop (CL). Kann man prima per Optoklopper die Potentiale trennen. Ich hab das mit 9600Bd in Walzwerken, Alu-Hütten und KKW schon mit 1000m gemacht. Absolut ohne jegliche Probleme. Debuggen auch äusserst einfach, wenn nur der Master- Rechner der aktive Teil für die CL Speisung ist und alle anderen als passive Terminals betrieben werden. Als Stecker gute DB9, Master mit Wibchen, alle Terminals mit Männchen. Man braucht dann nur einen Stecker mit 2(4) LEDs drauf in der Hosentasche und kann sofort sehen, ob ein Kabel unterbrochen ist... Ganz vornehm kannste ja auch noch je eine LED in den RX und TX Kreis am Speisepunkt einfügen, dann kannste schon mal plinzeln, ob das Kabel noch durchgeht...
Unbezahlbar in schlechter Umgebung. Es geht nix über CL! Und wenn Du dann noch die 20mA nicht per R sondern mit einen 78L05 als Stromquelle machst, was besseres gibbet nicht.