Thomas Heger schrieb:
Ja, das wird wohl so von Putin gewollt und bezahlt.
Wallenstein war wohl so was wie der Jewgeni Prigoschin jener Zeit.
Thomas Heger schrieb:
Ja, das wird wohl so von Putin gewollt und bezahlt.
Wallenstein war wohl so was wie der Jewgeni Prigoschin jener Zeit.
So etwas habe ich schon mal erlebt, Ender 70er oder Anfang der 80er. Das war aber eine Musikgruppe mit einer Lichtanlage die den Saalanschluß heftig an seine Grenzen gebraucht hat.
Sie hätten nur die CEE32 "Mehrfachsteckdose" nehmen müssen, dann klappt es auch. --> ;-)
Bei den Küchenmonteuren ist, wenn es es ein sehr guter Tag ist, eine EFKffT dabei. Die darf und kann z.B. ein Kochfeld anklemmen, viel mehr eher nicht.
Der Kühlschrank oben zähle ich unter sonstiges. Küche EFH, also:
7,2kW Kochfeld kleiner Backofen mit Mikrowelle 3,7kW richtiger Backofen 3,7kW Geschirrspüler gut 2kW ... sonstiges Küchengedöhns.Alles auf mehrere Stromkreise mit B16A auf 3 Außenleiter mit Bedacht aufgeteilt, UV Vorsicherung 3B25A. Das klappt ohne LS Auslösung auch unter Küchenstressbedingungen mit vielen Gästen zu Festtagen.
Es stehen so gut 17kW Dauerlast zur Verfügung, wer die B Kennlinien kennt weiß, dass noch ein paar kW mehr bis zu 30min belastet werden könnten. Alternativ C25A.
Das Küchenlicht versteht sich in meiner Welt als gesonderter Kreis (B10A, anderer RCD) und wird ebenso wie die Straßenbeleuchtung nicht dunkler.
Rolf Bombach schrieb:
Da werden aber zuvor wohl noch ein paar Jahre Schule fällig sein. Vor dem Vordiplom (wo gibts das eigentlich noch?) kommt das Abi :->
MfG Rupert
Am 06.05.2024 um 20:05 schrieb Rolf Bombach:
Licht auf einen anderen RCD ist IMO noch wichtig (falls das nicht alles RCBO sind).
Thomas Einzel schrieb:
Licht braucht keinen RCD
MfG Rupert
Ach ja? In China montierte Metalleuchter. Oder der Klassiker. Birne kaputt. Erster Versuch, Glaskolben in der Hand. Zweiter Versuch, Reingreifen, um den Gewindesockel noch rauszudrehen. OK, Glühlampen werden langsam selten, aber da gibt es bestimmt neues mit ähnlicher Wirkung.
Gibt es bei euch immer noch Installationen wo nicht alles über RCD läuft (ernstgemeinte Frage)?
/ralph
Natürlich gibt es die. Ältere Installationen genießen Bestandsschutz, müssen also nur bei Änderungen/Erweiterungen (nicht Reparaturen) an die aktuell geltenden Richtlinien angepasst werden. Aber auch bei Neuinstallationen braucht es für Stromkreise, an denen ausschließlich fest angeschlossene Geräte hängen (also keine Steckdosen) nicht zwingend einen RCD. In der Realität werden sie natürlich installiert. Und wenn der Bauherr darauf besteht, sogar getrennt für "Licht"- und Steckdosenkreise und bei besonderen Luxusanforderungen dann auch noch getrennt nach Stockwerken und/oder Zimmern... Man möchte ja gelegentlich vermeiden, dass z.B. die Heizung überhaupt oder Kühl-/Gefrierschrank und Außensteckdose auf demselben RCD hängen
MfG Rupert
Was soll uns das jetzt sagen? Wer (unzulässigen?) Schrott verbaut und dann noch nicht mal schlau genug ist, Spannungsfreiheit herzustellen, ehe man dort Hand anlegt, wird womöglich ein Problem bekommen. Aber vor _diesem_ Problem schützt ein RCD ohnehin nicht wirklich
MfG Rupert
Doch, genau dafür ist er gedacht. Wenn jeder sich an die Regeln hält und alle Geräte sorgfältig montiert sind, ist er vollkommen überflüssig, genau wie die Schutzerde. Der RCD kommt genau dann und nur dann zum Zug, wenn Regeln verletzt und Vorsicht nicht beachtet wurde.
Solcher Mist ist in Deutschland im Handel und funktioniert in der Mehrheit der Fälle sogar. Die meisten, die sowas kaufen, sind nicht qualifiziert, Fehler und Gefahren zu erkennen und auch wir hier in der Gruppe, zumindest die Ehrlichen unter uns, machen schon mal Fehler oder sind bisweilen unaufmerksam.
Trotzdem ist es sinnvoll alle Leitungen über den RCD zu führen, alleine schon falls man mal eine beim Bilder aufhängen anbohrt oder so.
Es gibt in den USA auch Leute, die die Kugeln am Ende von Motorradbremshebeln abfeilen, weil sie dieses Sicherheitsfeature hassen und man das vor 50 Jahren auch nicht gehabt hat.
So kommt es mir vor, Leitungen absichtlich am RCD vorbeizuführen.
/ralph
OK, erstaunlich. Ich hab hier in Österreich in meinem ganzen Leben (und ich bin auch schon älter) noch keine Elektroinstallation gesehen, bei der nicht alle Leitungen über RCDs geführt waren, und das inkludiert solche aus den 1960er-Jahren mit Schraubsicherungen. Natürlich damals einer pro Haus oder Wohnung typischerweise.
Ja, das mag daran liegen, dass ein einschlägiger Hersteller in Österreich war und die vermutlich auch gut im Lobbying, aber seriously, was kostet so ein Ding heute? 30 Euro?
Ich hab da keine großen Sorgen deswegen (Kühlschrank hängt am gleichen FI/RCD wie "fast alles") und kenne es nicht anders, noch nie hätte ich gehört, dass ein RCD in Abwesenheit unbemerkt ausgelöst worden wäre. Ist wie beim Computer, wenn der auslöst und "nichts getan" wurde, dann wurde in Wirklichkeit meist doch was getan, selbst wenn es nicht mit Elektrizität assoziiert wird (z.B. Wasser über eine Steckdose in der Küche geleert).
/ralph
Ja, natürlich. Alte Installationen haben Bestandsschutz, von Laien bedienbare Steckdosen brauchen erst seit 2007 einen RCD (und dann kann man auch noch diskutieren, ob die Steckdose hinter dem Kühlschrank, an die man nur herankommt wenn man den Kühlschrank ausbaut als "von Laien bedienbar" zählt).
Beleuchtungsstromkreise brauchen erst seit 2018-2020 (Übergangsfrist) einen RCD. Und das alles gilt nur für neue oder stark modifizierte Anlagen. Das 70er-Jahre-Haus ohne RCD ist bis heute in Ordnung.
Grüße Marc
Am 07.05.24 um 09:32 schrieb Ralph Aichinger:
Es gibt Gründe, warum man manche Verbraucher nicht so gerne hinter einem RCD haben möchte, schon gar nicht hinter einem "für das ganze Haus", wie es lange Zeit Standard war und noch heute oft zu finden ist.
Die während des Winterurlaubs durch den RCD abgeschaltete Heizung z.B. verursacht massiv höhere Folgeschäden als ein wenig Fehlerstrom.
Auch der Verlust von vielen Stunden Arbeit am Computer, weil die altersschwache Waschmaschine mal ein wenig mehr Fehlerstrom zieht als sonst, ist nicht lustig.
Außensteckdose, beim Unterwetter etwas Wasser 'reingelaufen, zack, ist das ganze Haus dunkel und die Heizung kalt.
Da kann ich nur zustimmen. Allerdings ist ein RCD primär eben nicht geeignet oder dafür vorgesehen, beim berühren spannungführender Anlagenteile zu schützen, wie nebenan angeklungen ist. Er soll die Anlage bei Isolationsfehlern spannungsfrei schalten, _noch ehe_ jemand mit evtl. spannungsführenden (Gehäuse-)Teilen in Berührung kommt. Freilich ist ein positiver Nebeneffekt des verhältnismäßig raschen Abschaltens durchaus auch gegeben für den Fall, dass man, warum auch immer, mit dem eigenen Körper für den zum Abschalten nötigen Fehlerstrom sorgt. Aber da kann man dann auch bereits tot sein, bis die Spannungsfreiheit hergestellt ist. Es muss ja nicht unmittelbar der Strom sein, der einen umbringt. Es genügt womöglich auch schon, wenn man vor Schreck von der Leiter (oder vom Stuhl) fällt. Zusätzlich hat das Abschalten des RCD aber freilich den Vorteil, dass Ersthelfer/Notarzt/Bestatter nicht mehr gefährdet sind...
Es gibt durchaus Gründe, darüber nachzudenken. So ist es sinnvoll, z.B. bei der Versorgung der Heizungsanlage entweder ganz auf den RCD zu verzichten, denn er macht dort nicht wirklich Sinn (erstens sind im Betrieb entstehende Isolationsfehler nicht/kaum zu erwarten und zweitens befindet sich diese Anlage regelmäßig in einem eher nicht frequentierten Raum) oder zumindest einen gesonderten RCD (oder RCBO, auch FI/LS genannt) dafür vorzusehen. Ähnliches gilt für andere Gerätschaften, deren Ausfall unerfreuliche Ergebnisse zeitigen könnte. RCDs sind halt teuer und lassen das Angebot gleich schlechter aussehen...
MfG Rupert
Ich schon. Meine Mutter hatte sowas mit der Außensteckdose auf der Veranda. Überempfindliche FI, die schon mal "einfach so" auslösen sind so extrem selten nicht und die Ursache sehr schwer zu finden. Ist nicht schlecht, wenn die Kühltruhe dann weiterläuft.
Ja. Deshalb hatte ich auch das minderwertige Metallgehäuse erwähnt, das berührbar unter Spannung stehen könnte. (Wie hier in der Wohnung der Mikrowellenherd per Y-Kondensator. Der Fachelektriker hatte beim Bau den Schutzleiter nicht durchverbunden. Mehrere solche Fehler in einer Wohnung. Weil ich es versäumt hatte, vor dem Einzug zu prüfen, als alles freilag, kann ich nicht einmal garantieren, jetzt alles gefunden zu haben.) Bei den oft zitierten Badewannenunfällen kann man über das "bevor" diskutieren, zumindest ist ein im Wasser befindlicher Körper keine Bedingung für das Auslösen.
Ich hab noch nie von sowas gehört, und glaub mir auch in Österreich machen wir Winterurlaube ;)
Ganzes Haus an einem FI war in Österreich lange Standard (von mindestens den 70er-Jahren bis vielleicht vor 20 Jahren, da wurde dann auch in Privathaushalten mehr aufgeteilt), und wenn das ein echtes Problem wäre, dann hätte man glaub ich davon gehört. Auf die Idee Leitungen am FI vorbei zu legen, auf die Idee wär ich deswegen noch nie gekommen.
Das ist dir schon mal passiert? Warum sollte eine "altersschwache" Waschmaschine (also nicht kaputte Waschmaschine, sonderne eine mit hoher Abnutzung die aber noch weiter läuft) mehr Fehlerstrom produzieren? Und ist mir dann nicht lieber der Computer hat mal kurz keinen Strom, als ich krieg einen Schlag weil ich an die defekte Waschmaschine greife?
Und warum ist das ein Argument die Waschmaschine ohne FI zu betreiben (statt an einem eigenen)?
Ja, Außensteckdose ist was anderes. Da ergibt ein extra FI sicher Sinn.
/ralph
Ich hoffe meine Beiträge waren nicht so zu verstehen. Klar, der Fehlerstrom soll in der Regel nicht durch die zu schüztenden Personen fließen ;)
Eventuell schaltet der RCD auch oft rechtzeitig ab, wenn die Gefahr nicht der Stromschlag, sondern ein Brand ist (vor sich hinbruzzelnde Kontakte irgendwo in einer Verteilerdose), selbst wenn es für sowas auch mittlerweile bessere Geräte gibt (AFDI).
Wenn man Panik hat wegen Abschaltung der Heizung durch einen Fehler der außerhalb des Heizraumes liegt (hab ich nicht, wegen ein paar Tagen ohne Heizung friert noch keine Leitung ab), dann muß man halt die 30-100 Euro extra investieren für einen eigenen. Aber deswegen ganz einsparen? Es ist ja nicht mal so, dass man da einen Bequemlichkeitsverlust hat, da geht es ja wirklich nur ums Geld.
Was ist an einem RCD teuer?
/ralph
Gut, Außensteckdose kann ich mir vorstellen. Sowas hat man halt "früher" seltener gehabt.
/ralph
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Ask the community — no account required