Daten fuer alten AEG "BTY C" Thyristor?

Jan 30, 2023 Last reply: 3 years ago 224 Replies

Ich hatte 01/05/2023 19:19 gepostet:

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Bei 3.8V Ladeschluss nehmen LiFePO4 Schaden. Ueber 3.65V sollte man nicht gehen und selbst von dem Wert halte ich respektvollen Abstand.

Nein, dann nicht. Aber wenn aus irgendweinem Grund das BMS gekommen ist, dann muss es schnell gehen. Ganz schnell.

Am 13.02.2023 um 19:01 schrieb Joerg:

Wie würdest du das gestalten? LowSide oder HighSide? Wie die Potentialtrennung von der Steuerung zum MOSFET?

Grüße, Renee

Ja.

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reduzierte Ladeschlussspannungen (3,4–3,5 V) und verringerte Entladetiefen wirken sich positiv auf die nutzbare Zyklenanzahl und damit die Lebensdauer aus.

Ja, Starter-Batterien für KFZ sind spezifische Akkus.

Lowside, da wo das negative Kabel von den Solarzellen am MPPT-Regler ankommt. Dafuer bekommt man mehr FETs und die Ansteuerung ist einfacher. Eine Potentialtrennung ist bei der geplanten Anlage nicht noetig, da Masse durchgeht. So haette ich das allein schon wegen Amateurfunk gern.

Detektion auf der 12V-Seite dann mit Fensterkomparator, sodass der FET bei 14.5V rabiat abschaltet. Auch unterhalb 8V oder so (je nach Vgs Kennlinie) soll er abschalten, damit er bei Unterspannung nicht in den linearen Bereich geht. Das ganze rastend, also nur vom Benutzer ruecksetzbar. Denn wenn diese Chose gekommen ist, muss ja vorher irgendetwas passiert sein. Auch koennte ich damit die Solar Panels bei eventuellen Funkstoerungen zeitweise per Taster abschalten.

Nur aus Neugier: Wurde das nicht frueher Potenzial, mit "z", geschrieben? Jetzt habe ich mit vermutlich als Gruftie "geoutet" :-)

Bei mir derzeit 3.4V (also 13.6V fuer 12V Akkus). Man muss nicht unbedingt die letzten paar Prozent rauskitzeln. Dito am unteren Ende.

Anlasser sind bei KFZ-Benutzung nur eines der Probleme. Ein weiteres neben Frostbeschraenkungen sind Lasten und Ladestroeme. Volle Beleuchtung, Heckscheinenheizung, Sitzheizung, Stairway to Heaven auf voller Lautstaerke und was nicht alles, da ist man schnell ueber 100A Dauerstrom. Auch der Ladestrom ist bei gewoehnlichen LiFePO4 fuer den Hausgebrauch begrenzt, bei meinem Akku auf 50A.

Am 13.02.23 um 22:47 schrieb Joerg:

Beide Schreibweisen sind möglich, der Duden nennt die mit z als Erste.

Hanno

Denke an die Body Diode. N-MOS überkopf und Ansteuerung auf +100V PotenZial? Oder lieber P-MOS und negative Ansteuerung? Ich habe gerade keine brauchbare Idee.

Am 13.02.2023 um 22:47 schrieb Joerg:

Nein, mit "z" wird es erst seit der Rechtschreibreform geschrieben. Früher war die Schreibweise "Potential" korrekt (heute immer noch, ist beides zulässig).

Holger

Sieghard Schicktanz schrieb:

Sofern man die Strombelastbarkeit eines Bleiakkus nicht benötigt, ist das richtig. Als Starterbatterie ist LiFePO4 eher weniger geeignet.

Hallo Joerg,

Aber die Akkuspannung wird doch nicht sprungartig hochziehen. Das geht über viele Sekunden. Da hast Du doch massig Zeit.

Ich trau denen im Zweifel mehr, als einem Thyristor. Von denen habe ich schon mehr sterben sehen, als Relais, vor allem solche, die kaum Schaltspiele machen. und im Zweifel wenig induktive Ströme trennen sollen.

Marte

Hi Joerg,

Diese Gefahr besteht doch erst dann, wenn das BMZ abkoppelt. Du hast doch aber selbst geschrieben, dass Du normalerweise nie über 13,6 V betreiben magst, sowieso niemals über 144,6V. Wenn Du dazwischen irgendwo Deine Schaltschwelle einfügst und die Solarzellen abwirfst, wenn am Akku z. B. 14,6 V anlaufen, dann ist selbst bei vollem Sonnenschein noch mehr als eine Sekunde Zeit, um einen Quellenabwurf vorzunehmen. Deine Akkuspannung bleibt bestehen, was dazu führt, dass Du ganz gemütlich alles Erforderliche tun kannst, um zu einem geregelten Betrieb zurückzukehren.

Ich würde solide mechanische Schütze nehmen. Kein Stress mit Kühlung und sonstigem Unfug. Bevorzugt Stoßstromschalter mit überwachungskontakt.

Marte

Hi Joerg,

DAnn hast Du wieder das Problem, dass Du den erforderlichen Strom für die Sicherung nicht schaffst, weil das BMS ja den Rückfluß verhindert. Ein Grund mehr gegen Thyristoren. Wenns dann schattig wird, geht der Haltestrom flöten und die Dinger machen auf. Die Leerlaufspannung der Solarpanels gehen dann schnell wieder hoch...

Marte

Hi Joerg,

Was willst Du da mit einem Fensterkomparator?

sodass der FET

Das erledigt eine einigermaßen aktuelle Gatetreiberschaltung doch nebenbei.

Marte

Am Di.,14.02.23 um 11:21 schrieb Marte Schwarz: >> Die Zeit ist nicht. Wenn das auch nur wenige Millisekunden ueber >> 18V oder so rausgeht, entsteht oft schon schwere Schaden. > Diese Gefahr besteht doch erst dann, wenn das BMZ abkoppelt.

Für alle, die die die entscheidenden, aber von Joerg nur verteilt erteilen Infos überlesen haben, hier nochmal eine Zusammenfassung, so wie ich es verstanden habe: Oben Solarpanel: 78V, 16A, 0.5kW. Dann MPP Tracker auf einen 12V Bus, an dem teure Geräte angeschlossen sind. Unten vier LiFePo Zellen 100Ah mit 300Apeak, die über ein BMS am 12V Gerätebus angeschlossen sind. Damit bei einem Verbraucherkurzschluss der Akku geschützt ist, sind die Geräte nicht direkt am Akku angeschlossen.

Joerg hat beobachtet, dass der MPPT bei 0V am Ausgang gerne mit Kurzschluss durchlegiert. Nach einer Auslösung des BMS könnt das eintreten. Wenn die Geräte gerade wenig Strom brauchen, könnten 16A vom Panel die Gerätebusspannung, nur gebremst von den MPP Ausgangselkos, in µs über

15V ansteigen lassen, was die teuren Geräte killen würde. Dagegen sucht er einen Schutz, der möglichst wenig Ruhestrom braucht.

Eine Crowbar mit 50A Sicherung am 12V Bus würde bei geöffneten BMS bei

16A die Sicherung nicht auslösen. Im MPPT sind -IN und -OUT durchverbunden. Einem Kurzschlussfet am Panelausgang fehlt nach 0V am Bus die Ansteuerung.

Ein dauereingeschalteter n-Fet in der Panel-Masseleitung kann bei Busüberspannung in µs deaktiviert werden, danach hat die am Bus angeschlossene Steuerelektronik 0V und der Fet bleibt aus. Nach dem BMS Reset hat der Bus wieder 12V und das Panel wird wieder zugeschaltet.

Ja, ich bemerkte ebenfalls, daß Subthemen, die bereits mindestens einmal durchgekaut wurden, erneut begonnen werden durchzukauen. Auch wurde nicht bemerkt, daß eine Crowbar längst vom Tisch ist.

So werden Threads zu Mammut-Threads, wie sie hier oft vorkommen - Gähn, Doppelgähn, Pauschal-Ignorieren!

Am Mo.,13.02.23 um 22:47 schrieb Joerg: >>> Ich werde es wohl mit einem FET auf der Solarseite machen, >>> der ist schnell genug. >> Wie würdest du das gestalten? LowSide oder HighSide? Wie die >> Potentialtrennung von der Steuerung zum MOSFET? > Lowside, da wo das negative Kabel von den Solarzellen am > MPPT-Regler ankommt. Dafuer bekommt man mehr FETs und die > Ansteuerung ist einfacher. Eine Potentialtrennung ist bei der > geplanten Anlage nicht noetig, da Masse durchgeht. Nach kurzer Begeisterung über die brilliant einfache und ruhestromsparende Lösung wurde mir klar, dass ein LowSide n-FET wegen der Stromrichtung von Masse zum Panel, mit dem Drain an Masse muss, das Gate also mit Bezug zum floatenden Panelpotezial angesteuert werden muss.

10k G-S Widerstand schaltet den n-FET zuverlässig ab, eine 1mA 75V optokopplergesteuerte Stromquelle vom Panel+ zum Gate schalten ein (<100µs). Oder mit 470R und 20mA 20x schneller, ist ja Solarstrom. Bitte diese erste Idee noch mal auf Denkfehler prüfen. Bei einer langsamen Ansteuerung helfen ggf ein paar zusätzliche Elkos am 12V Bus, 16000µF bremsen bei 16A auf 1V/ms, da bleibt mehr Zeit zum schalten.

Hallo Andreas,

Du schriebst am Tue, 14 Feb 2023 11:06:07 +0100:

Es gibt _auch_ Bleiakkus, die nicht als Starterbatterien geeignet sind, und das sind dann die extra für Speicherzwecke ausgelegten. "Starterbatterien" sind speziell auf hohe Strombelastung "gezüchtete" (Blei-) Akus, die eigentlich nicht für fortlaufend tiefere Entladung geeignet sind, sondern möglichst ständig auf voller Ladung gehalten werden sollten (was ja der Generator und Laderegler im Auto auch tun). Dagegen sind LiFePO4-Zellen eigentlich recht gut für hohe Strombelastung geeignet, darin sind sie fast allen anderen Zellentypen überlegen. Ihr Innenwiderstand und ihre Leerlaufspannung bleiben über einen weiten Bereich der Entladetiefe (SoC, State of Charge) recht konstant, und der recht niedrige Innenwiderstand erlaubbt hohe Entladeströme ohne EInbrechen der Klemmenspannung (im Gegensatz zu den meisten kobalt-belasteten Zellentypen). Ihr Hauptnachteil ist halt die "etwas" geringere Energiedichte gegenüber den "gängigeren" Zellen.

Hallo Joerg,

Du schriebst am Mon, 13 Feb 2023 13:27:51 -0800:

(Na, wenn Du soviel Angst hast, dann darfst Du halt nur entweder mit den PV-Panels laden oder deine kostbaren Sammlerstücke am Akku betreiben...)

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