Daten fuer alten AEG "BTY C" Thyristor?

Jan 30, 2023 Last reply: 3 years ago 224 Replies

Hallo Joerg,

Du schriebst am Tue, 31 Jan 2023 14:02:43 -0800:

Nennspannung 14,6V?

Die Spannung der PV-Module liegt dann bei ca. 0,7V* Anzahl der Zellen in Serie. Für, sagen wir mal max. 15V, was die LiFePO4 vertragen, dürften also nicht mehr als 21, 22 Zellen in Serie liegen. Solche Module sollte es fertig geben.

Dann ist die Anlage völlig falsch dimensioniert und der MPPT-Regler arbeitet entweder sowieso nicht mehr oder enthält einen Step-down- Konverter ohne Trennung und Absicherung. Chinesisches Fabrikat für Usa?

Ja, das ist dann ein Risiko.

Ok, das kommentiere ich besser nicht. Aber eine Dauerladung mit einer solchen Spannung überstehen auch LiFePO4-Akkus nicht.

Die von mir gezeigte Schaltung habe ich so um 1993 gebaut. (5 Stück) Da für mich nicht der Weg das Ziel war, sollte es möglichst schnell, einfach und mit vorhandenen Kram aus der Bastelkiste erledigt werden.

Ja, genau das Szenario beschäftigt mich auch gerade. Am 24 V Akku hängen einige 24/7 Verbraucher mit DC/DC Wandlern, die eingangsseitig 18-36 V erwarten. Wenn die die PV-Leerlaufspannung auf die Mütze kriegen - gute Nacht!

Ich schwanke noch zwischen Crowbar und einem "Längsregler" für den Überspannungsfall, der dann meinetwegen auf +32 V begrenzt oder so.

Grüße, Renee

Das ist mir schon klar. Ich reagiere auch nicht auf Deine Schaltung.jpg, sondern auf das erneute bloße Auftauchen der Crowbar hier. Das war hier nämlich ein Thema vor vielleicht einem Jahr, mit immenser nervender zeitlicher Ausdehnung.

ACK

Genau desterwegen habe ich als Entwickler von diesem Stromrichter die Werte aufnehmen müssen und latürnich hat es da oft gescheppert.

So wurde damals(tm) die Grenze empirisch ermittelt und dann mit genügend Sicherheitsabstand ins Manual geschrieben.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ja, hab ich zum 1. mal 1972 im hp2114 Minicomputer gesehen.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 31.01.23 um 23:19 schrieb Leo Baumann:

Verschätze dich nicht. Crowbars sind noch mit die effektivste Methode um Überspannung zu vermeiden. Und Thyristoren sind dafür bestens geeignet. Selbst wenn sie im Einzelfall mal eine Nummer zu klein sind, neigen sie zum Durchlegieren, was der Wirkung keinen Abbruch tut. Das ist nochmal wie eine zweite Absicherung.

Releais + Varistor könnte zwar auch gehen. Aber letztere sind nicht sonderlich genau. Und Releaiskontakte können nach x Jahren auch mal festgebacken sein. Außerdem spielt man dabei nur Schwarzer Peter. Dann erwischt es halt den nächsten.

Marcel

Jau, findet man aber nur in besseren Industriekram und nicht im Radio von Aldi.

Waere vielleicht noch eine Ueberlegung ob man nicht auch was mit einem modernen Mosfet machen koennte. Man braeuchte vielleicht etwas mehr Schaltung um die Energieversorgung der Ansteuerung sicherzustellen bis die Sicherung durch ist. Von daher ist ein Thyristor wohl einfacher.

Olaf

Am 02.02.23 um 10:15 schrieb olaf:

Ich mein die schon in recht normalen PC-Netzteilen gesehen zu haben.

Ich frag mich gerade, wo überhaupt sonst noch Thyristoren eingesetzt werden. Bei den klassischen Leistungsanwendungen benutzt man doch heute eher MOSFETs und IGBTs, oder?

Hanno

Am 02.02.2023 um 08:58 schrieb Marcel Mueller:

Als eine ähnliche "Brecheisenmethode" sehe ich das Kurzschließen im Falle einer Verpolung bei Geräten, deren Gleichspannungseingang leicht verpolt angeschlossen werden kann. Dort ist zum Verpolschutz eine Diode über den Spannungseingang geschaltet, die eine interne Sicherung wegbrennen lässt.

Hi Joerg,

Ich gehe eher von deutlich mehr aus.

Avalance sehe ich gar nicht als Problem. Was Du im Hinterkopf halten solltest: Die Teile werden auf Wechselspannung mit Sinussignalen ausgelegt. Insbesondere die Spannungssteilheit beim Auftreten Deiner Fehler, aber ganz besonders die Crowbaranwendung selbst ziehen im induktivitätsarmen Gleichspannungsumfeld große Stromsteilheiten nach sich. Da würde ich unbedingt Vorsorge treffen.

Ansonsten nicht vergessen, so riesige Teile sind eher langsam im Schalten. da können schon ein paar µs Verzug entstehen. Bei eintsprechenden du/dt kann das schon sehr lange sein. Ich denke, da wirst Du mit moderneren und deutlich kleineren Tyristoren, die dafür flotter unterwegs sind, besser fahren. Die höhere Spannung kann ja eigentlich nur von den Solarzellen kommen. Die sind ohnehin strombegrenzt. Solange Du oberhalb der Akkuspannung zündest, müsste also eine Spannungsbegrenzung ausreichen. Die ließe sich hier durch kräftig gekühlte MOSFET oder IGBT auch lösen. Erst wenn die warm werden, dann kann man die Solarpanels gemütlich via Relais abwerfen.

Marte Marte

Ja, und besonders Silizium-Karbid-Power-Halbleiter.

Jedoch gänzlich verschwunden sind Thyristoren nicht. Ich sah sie im Prüffeld bei meinem letzten Arbeitgeber 2013/14, in Verbindung mit Drehstrom. Wenn ich richtig erkannt habe, 3 Thyristoren und 3 Dioden in einem steuerbaren Brückengleichrichter. Gehäuse mit winzigen Riefen rundherum, die in Löcher im Kühlblech eingepreßt waren.

Ja, das ist es, was ich in 02/01/2023 20:24 anregte.

Hier gab es mal einen Thread über MOSFET-Typen mit sehr geringer Gate-Spannung. Weiterhin gibt es Anreicherungs- und Verarmungs-MOSFETs! Das Wichtigste: Die heutige SMD-Technik, die winzige Aufbauten trotz Komplexität erlaubt.

Beispiel: SiC-Trench-MOSFET (Familie, gleiches Gehäuse TO247-4)

2000 V, 123 A kontinu., 2000 A^, 552 W, 9700 pF, 12 mOhm, tdon|tr|tdoff|tf = 16|13|50|24 ns @60A ... 2000 V, 26 A kontinu., 250 A^, 217 W, 1215 pF, 100 mOhm, tdon|tr|tdoff|tf = 2| 3|21| 5 ns @10A

Begleitet meine Ausführung in 02/01/2023 20:24.

Wolfgang Allinger schrieb:

Nicht zu vergessen der/die/das handausgelöste Crowbar in der IBM 1620. Anekdoten darüber füllen Bibliotheken :-]

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Knapp auf dem Bild erkennbar; rot umrandeter Zugknopf ganz links auf dem weissen Bedienpult.

olaf schrieb:

Der Thyristor bleibt eingeschaltet, solange Strom (grösser als Löschstrom) fliesst, auch wenn die Ansteuerschaltung nicht mehr ansteuert (da verdampft oder so was).

Hi Helmut,

Was willst Du mit solchen Kanonen in diesem Spiel? Jörg braucht weder 2 kV noch 123 A.

Auch Fehlbesetzung: Jörg braucht nicht mehr als 100 V und 50 A sollen bereits eine Sicherung ausblasen. Da geht man nicht mit 2 kV MOSFET ins Rennen.

Marte

Hanno Foest schrieb:

Ich frage mich, inwieweit die GTO-Thyristoren noch in grossen Umrichtern verwendet werden. Die Beschaltung ist ja recht grotesk. IGBT sind etwas lahm im Ausschalten. Da gibt es auch gemischte Vollbrücken, halb mit IGBT und halb mit MOSFET, etwa in Solar- Wechselrichtern.

Bei älteren Thyristoren, 2N3870 ff, 35 A, wird eine maximale durchschnittliche Gateleistung (10 ms Mittlung) von 0.5 W angegeben. Bei (relativ :-])neueren "Frequenz-" Thyristoren, S7310 ff, 2 W. Gepulst 40 W bei max 10 us.

Schau dir "industrielle" Schaltungen für Thyristor-Crowbars an. Da wird idR ein PNP-Transistor zur Ansteuerung in Emitterschaltung eingesetzt. 4 V gelten eh für irgend einen MIL-Temperaturbereich,

-65 °C oder so was. Bei -25 °C max eher bei 2 V. Von diesen Kaltstartprobleme scheinen eher Ausreisser betroffen zu sein, der Unterschied zwischen den "max" und den "typ" Werten ist riesig. Der kann im unteren Temperaturbereich beim Gatestrom einen Faktor 6 und der Gatespannung einen Faktor 3 ausmachen. Beim Haltestrom sieht es ähnlich aus. Bei moderneren Thyristoren mag das besser sein.

Es geht um Crowbar generell. Ob es dazu mittlerweile (Jahrzehnte) nicht etwas Besseres gibt.

Der Thread hat sich längst vom eng gefaßten Ursprungsthema entkoppelt! Es ist ein Sub-Thread geworden. Es wurde von Relais-Anwendung, historischen Crowbar-Anwendungen, etc. geredet.

Vollständiger Text:

------------------- |Beispiel: |SiC-Trench-MOSFET (Familie, gleiches Gehäuse TO247-4) |2000 V, 123 A kontinu., 2000 A^, 552 W, 9700 pF, 12 mOhm, tdon|tr|tdoff|tf = 16|13|50|24 ns @60A |... |2000 V, 26 A kontinu., 250 A^, 217 W, 1215 pF, 100 mOhm, tdon|tr|tdoff|tf = 2| 3|21| 5 ns @10A | |Begleitet meine Ausführung in 02/01/2023 20:24.

Die letzte Zeile zeigt auf einen Inhalt, der den Sub-Thread verdeutlicht. Vorstehend steht 'Beispiel:', und eine beispielhafte MOSFET-Familie.

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Fast alle Karbid-MOSFETs dort haben >=1200 V Spannungsfestigkeit. Das ist ein Problem! Braucht man nicht und man kann daher gar keinen solchen MOSFET auswählen!?

Solche Transistoren gibt es für 10..20 EUR, 100 A für 32 EUR.

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