CIA-Geheimwaffe ist FakeNews?

Apr 10, 2026 Last reply: 1 month ago 156 Replies

Hi Volker,

Nein, das sollten wir machen, um diese leider etwas volatilen "Erneuerbaren" in größerem Maßstab einsetzen zu können und trotzdem ganz viele Verbraucher zu elektrifizieren. Gerade die E-Autos wollen alle schnell bis ultraschnell laden. Da brauchts dann ganz schön schnelle Regelkreise im System, sonst schwimmt das Netz weiß der Kuckuck wohin. Und was bringt Dir der schönste Solarpark im dunklen Winter, wenn die ganzen Wärmepumpen auf Hochtouren laufen? Im Sommer gibts dann wieder Strom zum Wegwerfen, oder man speichert die Überschüsse eben saisonal. Dafür taugt aber H2 nur sehr bedingt.

Wirklich?

Ganz beliebt: Solarkraftwerke zum Laden des E-Autos, vor allem nach Feierabend oder ganz schnelle.

Du magst lieber ein neues kleines AKW im Garten?

Nicht wirklich. aber Teufel und Beelzebub gegeneinander ausspielen war schon immer populär.

Marte

Linde Gas fördert z. B. bei Brake-Herste CO_2 aus "Brunnen", um es auf Flaschen zu füllen. Irrsinn.

Unter anderem. Diese Tragödie kannte ich allerdings schon vorher.

Man liest sich, Alex.

Hallo Heinz,

Du schriebst am Wed, 15 Apr 2026 09:37:49 +0200:

Er wird nicht unbedingt wollen, aber er hat wohl keine große Auswahl.

Deswegen _müssen_ solche Forderungen darauf Rücksicht nehmen, und das ist ein Problem seitens der "Wirtschaft" (seitens der Politik sowieso).

...

Aber sie _werden_, wenn aus erwarteter Ursache oder auch unerwartet der Bedarf wegfällt (dann halt zwangsweise). Das ist einkalkuliert, und da ist auch einkalkuliert, daß dann "Reserveabnehmer" eingeschaltet werden. Und in der anderen Richtung läuft das genauso, schon jahrzehntelang, mit wechselnden "Teilnehmern". Aber ist _diese_ Volatilität (des Verbrauchs, aka "Bedarfs") irgendwo ein Diskussionspunkt? Die ist eher noch "schlimmer" als die der Erzeugung, und die wird recht penetrant "totgeschwiegen", nicht?

Hallo Alexander,

Du schriebst am Wed, 15 Apr 2026 14:41:49 +0200:

Der "Berg" ist doch die gesamte Umgebung. Das soll ja eine Art Kavernen- Kraftwerk werden, mit Speicher"höhlen" tief unten und der Betriebstechnik oben am Ufer des geplanten Seeerholungsgebiets. 300..400GWh sind doch schonmal ein ganz respektabler Wert.

Kommt auf das Verhältnis von Aufwand zu Kapazität an, der wird bei größerem Umfang besser. Und 30 bis 50m (max.) Höhenunterschied geben schon was her, bei Flußkraftwerken müssen oft wenige dm für die Kaplan-Turbinen reichen. Bei solchen Großbeckenspeichern wird man wohl schon mehrstufig arbeiten müssen.

...

Gasspeicher mit CO2? Gasspeicher sind IMHO sowieso problematisch, und wenn das CO2 sauber bleiben soll, muß es in dichten Behältern gehalten werden. Dann sind entweder _sehr_ hohe Drucke nötig oder sehr große Volumina. Ausreichende Volumina finden sich halt vornehmlich in Höhlungen - alte Bergwerke, z.B., was ja schon diskutiert wurde. Da wäre wichtig, daß da eine ausreichende Dichtheit sichergestellt werden kann. Da bin ich aktuell nicht so recht überzeugt. Und 60% Effizienz sind da auch nicht so berauschend, bei (Wasser-) Pumpspeichern sollte mehr drin sein, bis vielleicht 80% ohne große Anstrengungen.

Hallo Axel,

Du schriebst am Wed, 15 Apr 2026 16:19:46 +0200:

Ja, das ist so schön gesundheits... - ähh... - leider gesundheitsschädlich. Und leicht flüchtig, wenn nicht gut verschlossen gelagert.

Hi Sieghard,

Du sollst es ja auch nicht trinken. Das ist bei BEnzin und Diesel nicht gesünder.

aber sowas von einfacher im Vergleich zu H2 oder Methan, Propan, Butan...

Marte

Eh ... logisch? In alten Kartoffelsäcken wird man das eher nicht aufbewahren. Und Gase unter Druck längerfristig lagern ist durchaus eine seit langer Zeit gut verstandene Technologie, keine neue Erfindung (Faustregel: je weniger "revolutionäre" Technologie man für eine Idee erfinden muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert).

Geht so, die Rede ist von 70 bar, mit Endtemperatur von 400 ⁰C (klar, Kompressionswärme), dann runter auf unter 32 ⁰C via Wärmetauscher.

Nein, das wird nicht an alte Höhlen gestopft, sondern in komprimiertem, abgekühltem Zustand hat CO₂ die nützliche Angewohnheit, zu verflüssigen. Was die Speicherung deutlich vereinfacht - u.a. deswegen CO₂.

Pumpspeicher sind halt immer Grossbauten die zuallererst auch noch passende Geographie und Geologie voraussetzen. Die CO₂-Dome Speicher brauchen nur flaches Land. Die 2.5 MW / 4 MWh Vorführanlage in Ottana, Sardinien sieht von aussen aus wie eine klassische Traglufthalle (aus Gründen) mit etwas Industrietechnik davor und braucht weniger Platz als ein Fussballfeld. Zudem: da muss nichts an Technik neu erfunden werden, die Einzelkomponenten (Verdichter, Gasturbine, CO₂ Handhabung, ..) sind alles etablierte und wohlverstandene Technik mit fertigen Industrie- komponenten.

Die Firma vermeldet ein RTE von 75% und erwartete Kosten deutlich unter denen von Lithium-Batterieanlagen gleicher Grösse. Mittlerweile ist eine

20 MW / 200 MHh Anlage in Betrieb (mit Ansaldo Energia S.p.A.) und eine 1600 MHh Anlage in Litauen ist in Planung.

Einer von mehreren interessanten Ansätzen (und einer der wenigen, die auch schon Anlagen mit mehr als nur akademischen Leistungsparametern im Einsatz haben), wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Man liest sich, Alex.

Beides trifft auf Benzin auch zu ... und das Methanol soll ja als Treibstoff dienen und nicht versoffen werden. Da hätte Methanol gegenüber Ethanol den Vorteil, das kaum jemand auf die Idee kommt, den Treibstoff wegzusaufen (siehe frühe V2-Experimente der Russen nach 1945) und man das nicht extra vergällen musst wegen der Schnapsdrosseln.

Man liest sich, Alex.

Da finden mehr Steuerungs- und Kommunikationseingriffe statt als wir uns so vorstellen. Wenn Du einen energie-produzierenden Betrieb hast, bist Du gebeten, vor An- oder Abfahrvorgängen bitte im Kraftwerk anzu- rufen und das mit denen abzustimmen. Die Wasserwerker wissen auch sehr genau, wann die Pinkel- und Bier- holpausen im TV-Programm sind. Das scheint so gut zu funktionieren, dass darüber nicht viel geredet wird. Dann kommt aber ein Kinderbuch- autor und verlangt, dass man jetzt auch noch Bewölkung und Wind be- rücksichtigen soll (Wolken natürlich nur tagsüber :-)). Und natürrlich bei zu dünnem Netz und ohne ausreichende Speicher.

Grüße, H.

Ich habe mich das mit den Kartoffelsäcken auch schon gefragt, allerdings bei Tanks für Brenstoffzellenantriebe und Kavernenspeichern für Wasserstoff.

Lt. [1] seien Tanks mit 700 Bar seit fast einem Jahrzehnt üblich, außerdem existiert die Methode der Plasmabearbeitung, um die Leckraten auf Bereiche zu reduzieren, die unter den Verdampfungsverlusten von Benzin liegen und man ja ganz offenbar auch zu akzeptieren bereit ist.

Wasserstoffkavernenspeicher, z. B. in Salzstöcken scheinen ohne Bearbeitung des Hohlraums zunächst undicht wie das sprichwörtliche Sieb. Allerdings gibt es da die Kristallstruktur von NaCl, die eine Diffusion deutlich erschwert. Außerdem spielen gewisse hydrostatische Prozesse mit rein, man stelle sich das grob so vor, wie den Ballasttank eines U-Boots, wo man Druckluft reinpumpt. Könnte bei Kohlendioxid vs. Kohlensäure evtl. problematisch werden.

Natürlich gibt es zur Dichtigkeit von industriellen Kavernenspeichern für reinen Wasserstoff noch wenig bis gar keine praktischen Erkenntnisse - schlicht weil wir solche Dinger noch nicht gebaut haben. Glücklicherweise enthält Stadtgas einen relevanten Anteil H2 (bis ca. 50%) und dessen Speicherung in Aquiferen wurde bereits untersucht, dito die von Helium, das ja ebenfalls eine recht kleine Molekülgröße hat.

S. auch [2], da wird die Thematik im Detail erklärt und auch - wie in der Fachpresse üblich - mit Quellenangaben belegt. [3] reißt das Thema ebenfalls an, aber auch die Problematik der Wasserstoffversprödung insbesondere von Stählen, Elastomeren und Zementen oder die durchaus meßbare Einwirkung von Mikroorganismen.

[4] resumiert:

"Salzkavernen sind für Wasserstoff technisch dicht. Wasserstoff wird durch das Steinsalz nicht verunreinigt. Biochemische Reaktionen spielen aufgrund der geringeren Kontaktfläche von Gas und Solen und des hohen Salzgehalt des Wassers keine Rolle. Kavernen haben kurze Ein- und Ausspeicherdauern und gleichzeitig sind häufige Lastwechsel möglich.

Der künftige Bedarf an großräumiger Speicherung von Wasserstoff in Europa und weltweit kann nicht ausschließlich mit Salzkavernen gedeckt werden, weshalb Porenspeicher weiterhin untersucht werden. Im besten Fall kann eine Kombination aus Salzkavernen und Porenspeichern große Gebiete in wichtigen europäischen Ländern abdecken, wie die Erfahrung mit Erdgasspeichern bereits gezeigt hat."

Da wird die Speicherung von CO₂ jetzt auch nicht total unmöglich sein.

Volker

[1]
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Stimmt beides. Für die Gesundheit stehen überall und hier um mich herum auf Nachbargrundstücken haufenweise Heizöltanks. Und in Bezug auf Flüchtigkeit ist der Vergleichsstoff der sonst favorisierte molekulare Wasserstoff oder Methan. Andere wollen in Namibia Ammoniak erzeugen.

Damit bleibe ich bei meinem Vorschlag und halte ihn nach wie vor für das beste unter dem möglichen.

Sehe ich nicht als Problem solange Durchlauferhitzer für Warmwasser auch keines sind. Autos laden länger als Menschen duschen, aber das ist kein Regelungs- sondern ein Mengenproblem.

Ich war überrascht als ich zum ersten Mal angesehen habe, aber laut Agora ist als Monatswert die Summe der Erträge von Wind und Solar erstaunlich konstant. Saisonspeicher erübrigen sich damit fürs erste, Monatsspeicher für rund ein Viertel des Durchschnittsertrages reichen. Und schon Wochespeicher könnten massive Ersparnisse bringen. Fosslilke Kraftwerke müßten nicht als warme Reserve durchlaufen sondern hätten Tage Vorwarnzeit zum Anfahren.

Ich glaube ein Problem ist ja, dass derzeit viele fossile Kraftwerke nicht nur für Strom, sondern auch für Wärme (Fernwärme, Prozesswärme eventuell auch) verwendet werden und daher durchlaufen obwohl man sie für die Stromproduktion nicht brauchen würde.

Schon jetzt wäre für euch Deutschen auch im Winter manches Braunkohlekraftwerk für die Stromerzeugung tage- oder wochenweise völlig verzichtbar.

Man muß vermutlich irgendwie erreichen, dass diese Wärmeabnehmer elektrifiziert werden.

/ralph

Die Mär von "Wasserstoff diffundiert durch Behälterwandungen mit affenartiger Geschwindigkeit" ist nicht totzukriegen. Ja, es gibt Diffusionseffekte, aber die sind unter Normaltemperaturen sehr, sehr niedrig. Dementsprechend wird in entsprechenden Experimenten gerne mit Temperaturen von 280+ ⁰C und Drücken von 15+ bar auf der Hochdruckseite gearbeitet, damit das Experiment in brauchbarer Zeit Ergebnisse liefert.

Warum?

Wo hat man heute noch Stadtgas in nichttrivialen Mengen? Wikipedia meint (wie erwartet), das die öffentlichen Gasnetze in Deutschland mittlerweile durchweg mit Erdgas laufen und sich "Stadtgas" eigentlich nur noch als örtlich genutztes Nebenprodukt in entsprechenden Industriebetrieben findet.

Der Ansatz beim CO₂ als Energiespeicher ist eher "Verflüssigung unter Druck", damit spart man massiv Volumen.

Man liest sich, Alex.

Offenbar. OK, es gibt angeblich noch irgendwelche Versprödungseffekte in Metallen und Wassertoffantriebe für PKW sind - mit homöopathischen Ausnahmen eh Scheiße und mausetot, egal welche Farbe der Wasserstoff hat. Klar, BMW versucht es wieder mal, die würden aber auch die eigene Großmutter durch die Injektoren jagen, wenn sie brennt.

Bin kein Chemiker. H₂O + CO₂ -> H₂CO₃ + NaCl -> ? pH-Wert? Wenn auch Kalk im Spiel ist: CO₃ + H₂CO₃ → Ca²⁺ + 2 HCO₃⁻ ? Redoxreaktionen mit Fe²⁺/Fe³⁺-Systemen im Gestein? Kritischer Punkt: ~31 °C und 74 bar, Lösemitteleigenschaften superkritischer Fluide? Mikrobiologische Prozesse - wir wissen ja, wie gerne Pflanzen CO₂ haben?

Ich will ja keinesfalls ausschließen, dass das alles keine bzw. längst gelöste Probleme sind.

Der Punkt war, dass das Gasnetz offenbar auch mit H₂ funktioniert. Zumindest bis zu einem gewissen Prozentsatz (man munkelt: <20%). Und mit Biomethan. Nachdem Wärmepumpen ja die Klassenfeinde der Souveränität im Heizungskeller sind und wir ja vielleicht doch irgendwie irgendwo irgendwann mal klimaneutral werden wollen.

Volker

Hallo Heinz,

Du schriebst am Thu, 16 Apr 2026 10:44:56 +0200:

[Bedarfsschwankungen]

Ja, das sind die _planbaren_ Veränderungen.

Dann gibt es halt noch vorhersehbare Änderungen. Und dann auch noch unvorhersehbare. ...

Wobei es da - genauso wie bei den vorhersehbaren Änderungen - auch einen regionalen Ausgleich gibt, zudem sowieso prinzipielle und weiters aus (Wetter-) Erfassungsdaten ableitbare.

Die beiden Schwachpunkte allerdings sind wirklich echte Problembereiche, und nicht nur "punktuelle", sondern leider recht umfassende solche.

Hallo Marte,

Du schriebst am Thu, 16 Apr 2026 07:54:27 +0200:

[Methanol]

Trinken muß ja nichtmal sein, die Dämpfe in ausreichender Konzentration reichen auch.

Bei den ersten beiden geb' ich Dir völlig recht. Andererseits hat Methanol auch keinen so hohen Siedepunkt, daß es nicht _gut_ verschlossen gelagert werden muß, und es ist dampfförmig auch schwerer als Luft.

Hallo Axel,

Du schriebst am Thu, 16 Apr 2026 13:14:30 +0200:

Na, das hätte wenigstens den Vorteil, daß es nicht unerkannt austreten und sich verbreiten könnte. Das würde schnell ruchbar.

-- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)

----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz

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Hallo Alexander,

Du schriebst am Thu, 16 Apr 2026 10:35:27 +0200:

Möchte ich durchaus "unterschreiben" - daher auch meine Idee mit den "Auspump"speichern im Meer, in Flachseegebieten, um Windparks. Da ist alles recht konventionelle Technik, von der Einfassung bis zu den Pumpen und Turbinen samt Motoren und Generatoren. Die Umspanntechnik sowieso.

Hmm, da stehen ganz "nette" Verluste an. Mit den 400°C liße sich schon eine Dampfturbine betreiben...

Was wieder Verluste bedeutet, und dazu Dauerverluste, solange das gespeichert wird. Kommt natürlich auf das Verhältnis von Kapazität und Durchsatz zu den Verlusten an, aber Verluste sind das prinzipiell.

...

Sicher sind Pumpspeicher Grossbauten, die "Auspumpspeicher" besonders, aber da ist die Geographie recht trivial und bei den Windparks genauso nötig. Aber auch Deine CO2-Dome werden für ausreichende Kapazität nicht ganz klein ausfallen, und auf dem flachen Land ist der Platz halt stärker beschränkt als im Meer, wo zudem sowieso kein Schiffsverkehr geht.

Schön. 4_M_Wh bei welcher Grundfläche? Ich hab' mit meiner Idee mal

1GWh/km² und 30m Auspumptiefe abgeschätzt, da wären dann 4000m² für 4MWh - wobei eine solche Größe Unsinn wäre, weil viel zu aufwendig. Die Sache skaliert mit der Wurzel aus der Fläche und damit der Kapazität - wie skaliert so eine CO2-Anlage? ...

Ich hatte ca. 80%Effizienz angesetzt. Kosten für mich leider nicht recht abschätzbar, aus weitergehenden Daten dann aber als recht moderat "vermutbar".

Naja, billiger als Li-Batterien dürfte nicht schwierig sein. Die Betriebskosten dürften "etwas" höher kommen, aber die fallen ja erst später an...

Na, immerhin läuft da sogar schon was. (Ich kann mangels Verbindungen noch nichtmal mit einer Idee hausieren gehen...)

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