Brauchen LED-Stripes einen Vorwiderstand oder ein strombegrenztes Netzteil?

Mar 30, 2025 Last reply: 1 year ago 51 Replies

Am 31.03.25 um 23:27 schrieb Marte Schwarz:

OK, ich fühlte mich unweigerlich an Second Breakdown bei Transistoren erinnert, wo es ja selbst auf demselben Chip hapert.

Und Serienstreung von Vf ist dann wohl auch kein Problem.

Marcel

dann dürfte die Leistungsaufnahme weniger als 36W betragen.

Das. Weiß nicht, wie Du bei einer aufgerollten 5m-Spule 3m abgreifen willst, ohne das Band abzurollen. Außerdem weiß ich nicht, wie lange Du für die Messung benötigst - selbst, wenn der Lieferant 3m exakt abgelängt hätte. Die >30W gehen im aufgerollten Zustand komplett in Wärme, da sind dem einen oder anderen Kunden schon Sachen abgeraucht. Außerdem hast Du nur 14 Tage, um das Ding bei Nichtgefallen zurückzufernabsatzen, danach wirds dann wieder aufwendig (Gewährleistung), wenn das Bandl pfuschig mit Lötbatzen angestückelt ist, die Leuchtstoffwurst nicht sauber draufgepinselt oder LEDs ausgefallen sind. Passiert bei C(hina)E(xport) häufiger, als man denkt.

Volker

Hi Marcel,

Deren Kennlinien sind viel steiler.

Anscheinend nicht. Wie gesagt, die Kennlinien von LEDs sind weit weg von senkrecht. Da ist quasi immer ein (parasitärer) Vorwiderstand schon "eingebaut".

Marte

Am 02.04.25 um 08:54 schrieb Marte Schwarz:

Hallo,

exponentiell ist niemals senkrecht! Weder bei Transistoren noch bei LEDs oder versteh ich da was falsch?

Der parasitäre Widerstand der LED sinkt mit steigender Temperatur.

Siehe den link auf:

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Bernd Mayer

Am 02.04.25 um 08:54 schrieb Marte Schwarz:

Das erklärt auch, warum bei großen COB mit vielen seriellen und parallelen Chips bei sehr kleinen Strömen die LED-Chips sehr inhomogen glimmen. Da ist der ohmsche Anteil vernachlässigbar.

Marcel

Hi Bernd,

Wer hätte das gedacht?

Schau Dir doch mal ein paar Datenblätter an und dann komm wieder.

Ja schon. Er bleibt dennoch groß genug, dass in der Praxis nichts dramatisches passiert.

Ja, und jetzt?

Marte

Also, ich habe die beiden Streifen jetzt so abgelängt wie sie später eingebaut werden, Stromzuführung in der "Mitte" (Anführungszeichen, weil es eher 1,30/1,70 Verhältnis ist). Bei 12 V am Labornetzteil nimmt die Konstruktion so nun 2,11 A, wenn die LED-Streifen nicht aufgerollt sind. Interessanterweise bleibt die Leistungsaufnahme bei

11,2 V noch unter 1 A.

Ist das das erwartete Verhalten? Was wird passieren, wenn das "normale" Netzteil nun nicht 12, sondern 12,5 oder gar 13 V ausgibt?

Ist zu erwarten, dass mit besserer Kühlung (Aluprofile) und/oder bei Betriebstemperatur die Leistungsaufnahme der LEDs noch variieren wird?

Grüße Marc

Normal. Die LEDs haben eine relativ steile Kennlinie - Du hast also grob 9V an den LEDs, und den Rest am Vorwiderstand.

Wenn ich mal als Beispiel das Datenblatt einer Osram Oslon LCW H9GP nehme (liegt gerade hier), dann sind das an der LED 2.9V bei 100mA und 3.6V bei

1000mA (das ist eine 3W-LED).

Deine LEDs dürften eine Nummer kleiner sein, aber das wird grob skalieren. Ja, das bedeutet, daß der Strom bei 12.5V oder 13V deutlich ansteigt.

Bei der Oslon sinkt die Vorwärtsspannung zwischen 20°C und 100°C um etwa

0.17V - d.h. der Strom steigt.

cu Michael

Wie erwartet. Aus der spezifischen Leistung von 12.8W/m wurden also rund 25W auf drei Meter.

Ja.

Voraussichtlich nichts.

Nur marginal.

Volker

Das müssen nicht die Verluste der Länge sein. Ich würde an einem kurzen Teilstück zuerst die Nennleistung in W/m prüfen. Sichtbar ist bei mir kein Helligkeitsverlauf.

Was auf jeden Fall stimmt, der Vorwirdestand arbeite nicht an 12 sondern an weniger als 4 Volt. Entsprechend groß ist die Steilheit der Stromänderung.

12,8 W/m * 3 m hätte man schon eher 38,4 W erwarten dürfen, also 3,2 A. Bei Chinaware ist aber eine Übertreibung von "nur 50%" tatsächlich tolerabel ;-)

Da muss man aber widersprechen. Der Strom wird überproportional ansteigen. Mangels Datenblatt der Dioden ist das hinreichend schwer zu abzuschätzen, welche direkten Konsequenzen das haben wird. Aber es wird deutlich mehr passieren als nichts. In Bezug auf die Haltbarkeit der Streifen kann das viel ausmachen, vor allem, wenn sie ohnehin thermisch auf Naht genäht sein sollten. Da spielen auch die Kühlbedingungen eine erhebliche Rolle.

Ganz Deiner Meinung. Es dürfte aber tatsächlich keine dumme Idee sein, die Streifen auf ein wärmeableitendes Material zu kleben. Unter den Küchenschränken sind bei uns drei LED-Streifen nebeneinander in unterschiedlichen Farbtemperaturen, Helligkeiten und LED-Dichten mit sehr unterschiedlichem Parodontoseverhalten. Nicht wirklich voraussehbar, aber doch sehr heftig. Die Teile sind jetzt ca. sechs Jahre im Einsatz. Pro Tag im Schnitt vielleicht 4 Stunden. Andererseits sind das wohl auch schon knappe 10 kh. Da darf dann auch mal wieder was Neues drunter. Insbesondere die warmweißen Streifen sind mittlerweile deutlich untergewichtet.

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Dank an Leo.

Gut erkennbar die Dreiergruppen, die oft gemeinsam ausfallen oder eben deutlich dunkler werden. Das hindert einzelne LED nicht daran, unabhängig von den anderen im Dreierteam dunkel zu werden. Die warmweißen LEDs sind zwar von Anfang an nicht so hell gewesen, wie die kaltweiMarteßen LEDs. Über die Jahre haben sich diese aber erheblich stärker auseinanderentwickelt.

Marte

Bevor wir nicht wissen, wieviel sich der Streifen auf 1m oder die minimale Teilungslänge nimmt (und das auf 1m hochrechnen), wissen wir nicht, ob die Ergebnisse nur ein Artefakt des Spannungsabfalls sind und deren Effekte mit gegenläufiger Einspeisung kompensiert werden können. Aber klar, bei Chinaware wäre dieser Spannungsabfall evtl. tolerabel. Alldiweil ich höflichst um Bezugsquellen für LED-Streifen bitte, die hierzudeutschland oder wenigstens außerhalb Chinas produziert werden.

Wir können da natürlich noch ein paar weitere Monate drüber theoretisieren und debattieren, welche Relevanz Marcs Frage mit der Speisung an 12.5V und 13V überhaupt hat, wo doch auch das wirklich allerbilligste 12V- Konstantspannungsnetzteil die 12V bei allen erdenklichen Lastzuständen auf wenige Prozent genau einhält und insbesondere die von mir schon mehrfach erwähnten Meanwell.

Mir ist dafür die Zeit zu schade. LED-Stripes brauchen keinen Vorwiderstand und auch kein strombegrenzendes Netzteil, sondern ein Netzteil mit kompatibler Spannung und genug Strombelastbarkeit.

Die 50% Verlustleistung müssen halt irgendwo hin, rund 6W/Meter sind 6W/Meter und die Wärmeleitfähigkeit von Polyimid(?)band ist gering.

Die von mir installierten dutzende Meter LED-Band halten nun schon fast ein Jahrzehnt, das vom Ekeltrickser hingeschlampte Elend war schon im Neuzustand teildefekt. Reine Koinzidenz vermutlich.

Volker

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