Brauchen LED-Stripes einen Vorwiderstand oder ein strombegrenztes Netzteil?

Mar 30, 2025 Last reply: 1 year ago 51 Replies

Hallo,



gegeben seien drei Meter von diesem LED-Streifen:



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Wenn ich den ohne Vorwiderstand am Labornetzteil mit 12V und 300mA betreibe, ist er schon _mächtig_ hell. Die Strombegrenzung des Netzteils weiter aufzudrehen hab ich mich nicht getraut.



Mit 12,8 Watt pro Meter müsste der doch weit mehr als 300mA auf 3 Metern aufnehmen, sondern eher so 1A pro Meter?



Brauche ich da noch einen Vorwiderstand, wenn ich den Stripe später am



12V 50W Netzteil betreiben möchte? Oder hab ich die Watt-pro-Meter-Angabe falsch verstanden und es würde ein weit kleineres Netzteil reichen?

Grüße Marc


Am 30.03.25 um 11:15 schrieb Marc Haber:

Hallo,

laut dem Datenblatt:

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die Betriebsspannung 12 V. Daher vermutet ich stark, daß da eine interne Regelung verbaut ist und man keine Strombegrenzung für die 12 V benötigt.

Bernd Mayer

Am 30.03.25 um 11:51 schrieb Bernd Mayer:

Nachtrag: die angebotenen Trafos sprechen auch stark dafür. Demnach gibt es da LED_Leuchtmittel die mit Konstantspannung betrieben werden und welche die Konstantstrom benötigen.

"Wir unterscheiden 2 Arten von LED Trafos 12-24V DC Konstantspannung / Gleichspannung und 350mA - 700mA Konstantstrom / Gleichstrom"

Bernd Mayer

Am Sun, 30 Mar 2025 11:51:58 +0200 schrieb Bernd Mayer:

Na ja, die "Regelung" besteht im Allgemeinen aus einem Widerstand pro Dreiergruppe LEDs.

Was mich an diesem Datenblatt stört, ist die merkwürdige Angabe bei der Energieaufnahme "7kWh/1000h", also 7W. Das widerspricht den 12,8W

Diese Form der Angabe (kWh/1000h) ist an manchen Stellen EU-Vorschrift. Aber ja, die 7W vs. 12.8W sind seltsam.

/ralph

Die Regelung ist m.E. einfach ein kleiner SMD-Widerstand vor jeder LED-Reihe.

Ich vermute eher, die Dinger sind wirklich extrem hell, wenn man auf dem Labortisch direkt draufsieht. Dazu kommt kommt das logarithmische Auge:

1/10 Listung ist halb so hell.

Dem bunten Deppenlabel fehlt die Längenangabe.

Die dort gemachte Angabe 1 kh = 1000 h stimmt jedenfalls. Mehr sinnvolles läßt sich nicht entnehmen.

Würde ich bei 1180lm/m auch erwarten.

Darfst Du, Vorwiderstände sind in diesen Streifen eingebaut. Ohne Alu-Unterlage aber nicht beliebig lang laufen lassen, auch bei LEDs gehen noch 50% der aufgenommenen Leistung als Wärme ab. Ich würde zum 24V-System raten. Weniger Spannungsabfall über die Länge, konsistentere Helligkeit.

Die spezifische bzw. nominale Leistung hat (wegen des o. g. Spannungsabfalls) wenig mit der real aufgenommen Leistung zu tun. Über 5 Meter - die maximale Einspeiselänge - erwarte ich deutlich weniger als 60W (eher wohl so 50W), zumindest wenn keine Stromreglerchips eingebaut sind. Das gibts auch, kostet aber extra.

Nein. Je nach Aufbau des Streifens kommst Du über 3m auch mit einem kleineren Netzteil hin. Ausprobieren.

Volker

Echt jetzt? Lässt sich herausfinden, wer (welche Person) das vorgeschlagen hat, und wer in der entsprechenden Arbeitsgruppe (welche Personen) dafür gestimmt haben?

Für die Angabe kWh/Jahr kann man bei Dingen, die nicht kontinuierlich arbeiten (etwa Kühlschränke, PV-Anlagen, Treppenhausbeleuchtung), ja noch Argumente finden, aber kWh/1000h ist so bescheuert, dass mir die Kraftworte fehlen.

- Andi

Ja, vollkommen ernsthaft:

z.B. Seite 46 hier

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| The rescaled label is required to have not only 1) the energy class and 2) energy | consumption kWh/1000h, but also the QR code to the EPREL website.

Vermutlich. Ich kann es nicht.

Ich vermute die Idee dahinter ist, dass man den Leuten nicht genug Physikkenntnisse zumutet, zu wissen, wie man von W auf kWh kommt, aber genug Physikkenntnisse, dass sie wissen, dass kWh eine Energiemenge ist, und sie daher die verschiedenen Angaben von kWh/1000h untereinander vergleichen können.

Nein, ich bin auch nicht überzeugt davon, dass das eine gute Idee ist.

/ralph

Am 30.03.25 um 12:11 schrieb Bernd Mayer:

LEDs brauchen immer mehr oder minder Konstantstrom. Aber bei Stripes, die man nach bedarf längen kann (und die mit 12V laufen) ergibt das wenig Sinn. Da sitzt eine Strombegrenzung an jeder LED. Wie viel Mühe sich dabei gegeben wird, ist eine andere Sache. Wenn da nur ein Vorwiederstand davor ist, hängt die Helligkeit sehr von der Spannung ab, und die LEDs am langen Ende werden schnell dunkler.

Ja, letzteres ist primär für COBs. Aber da muss man bei größeren Leistungen aufpassen, dass man nicht den Kleinspannungsbereich verlässt.

Marcel

Bei diesem Stripe ist das ab 5 m relevant.

Das ist ein COB. Und was sagt mir das jetzt?

Grüße Marc

Was passiert wenn es zu klein ist, bzw, woran merke ich dass ein

30W-Netzteil zu klein ist?

Grüße Marc

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Hallo,

zeigt das Labornetzgerät denn mit der Strombegrenzung noch 12V am Ausgang an?

Bernd Mayer

Echt jetzt.

Kannst Du evtl. im Rahmen einer "kleinen Anfrage" tun. Da findet man dann z. B. raus, daß die korrupten Säcke bei der CxU diverse NGOs kaputtmachen wollen:

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Aber ich schätze mal, daß diese Option nach Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes wohl auch wegfallen wird:
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Das ist doch super. Kürzt man die Stunden und die Kilos raus, schon ist es eine famose Leistungsangabe.

Vol"Schon ab tausend Stunden, bis zu einem Watt, solange Vorrat reicht!"ker

Gar nix. Das ist wie "Laser". Oder "grün". Die konkrete Bauform dieses LED- Streifens könnte irrelevanter nicht sein. 12V sind 12V, die spezifische Leistung ist die spezifische Leistung und die maximale Streifenkänge je Einspeisung hat Gründe.

Volker

Hast Du kein Labornetzteil ("die Strombegrenzung des Netzteils weiter aufdrehen")? Dann schau halt, was der Streifen in gewünschter Länge bei 12V Konstantspannung am Speisepunkt für einen Strom zieht. Wenn Du nicht abschneiden willst, mußt Du die Spannung am Anfang und nach 3m messen (sind eh alle 25mm offene Kontaktstreifen) und die Widerstände ausrechnen. Dann kannst Du prognostizieren, was der Streifen in gwünschter Länge wohl an Leistung braucht.

Wenn (D)ein 30W-Netzteil zu klein ist, hängt das Ergebnis von der Qualität des Netzteils ab. Von "bleibt nach kurzem Startversuch dunkel" über "An-Aus-An-Aus" bis hin zu lustigem Tischfeuerwerk ist alles möglich.

Meanwell LPV-20-12, LPV-35-12 und LPV-60-12 sind komplett gutartig. Kurzschlußsicher, überlastsicher, übertemperatursicher, IP67.

Volker

Tut es. Es ist dann im CV-Modus.

Grüße Marc

*sigh* Und welchen _Strom_ zeigt das Labornetzteil dann an? Wenn der Streifen schon die gewünschte Länge hat, weißt Du doch eh, was Dein Stecker- oder Möbeleinbaunetzteil drücken muß. Vielleicht noch ein paar Watt Marge drauf und fertig.

Ansonsten den LED-Streifen als Serienschaltung von Widerständen approximieren, hernach kannst Du abschätzen, wieviel Strom fließt, wenn Du kürzt.

Volker

Am Mon, 31 Mar 2025 09:06:48 +0200 schrieb Marc Haber:

So ein Labornetzteil zeigt ja im Allgemeinen den Strom an, daran kann man dann gut abschätzen, wieviel Leistung das Netzteil abgeben muss. In diesem Fall werden es also 12,8W * 3 = 38,4W sein. Dann ist ein 30W-Netzteil wohl unterdimensioniert.

Kleiner Tip am Rande: wenn es mechanisch möglich ist, zum Beispiel wenn der Streifen ringförmig montiert ist, dann sollte man die Versorgung je Pol an jeweils eine Seite des Streifens legen. Damit heben sich die Spannungsabfälle gegeneinander auf und man hat absolut gleiche Ströme an jeder LED. Im vorliegenden Fall gehe ich von passiver Strombegrenzung per Widerstand aus, da in der Beschreibung das Wort "Dimmbar" steht. Den absoluten Spannungsabfall kann man bei guten Netzteilen per Poti ausgleichen, sofern das überhaupt nötig ist. Das wird - je nach Ausführung der Leiterbahnen im LED-Streifen - wohl im einstelligen Prozentbereich liegen. Die hier schon erwähnten Geräte von Meanwell haben meist diese Einstellmöglichkeit. Diese Firma hat einen guten Ruf.

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