Workstation: erste Tests

Jun 07, 2023 Last reply: 2 years ago 293 Replies

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Prozessor: Xeon 3435X, 16 Kerne, 32 CPUs, Basis= 3100 MHz. RAM: 128 GB Das UEFI-BIOS verhält sich leider nicht deterministisch! Ich vermute, der Speicher-Chip des UEFI ist defekt. Ich habe einen Umtausch des Mainboards initiiert.



Der erste Eindruck war, daß der Prozessor fast immer 100% idle ist (RAM=4%). Wenn mal eine mittlere Aufgabe abläuft, sind es 97% idle. Ein Shell-Skript, das eine Großaufgabe startet, brachte im Mittel



73% idle, in der Last-Spitze 68% idle (s.u.).

Ein Vergleichstest



------------------ /usr: Festplatte /ram: RAM-Disc 20 GB Aufgabe für nur eine CPU. ================================================================================================ set key = 5ea949e19d45ef90b55c08d9689077d57bab4b96de209c9a2f0014d9dae96381 set ini = 6b0c376d2dc9fcdeb1e0143ff1cb80a7592cc787a665e6c36c6907007a0913b9



PC 2006 (4 GB ram, 2 CPUs, 3330 MHz):



------------------------------------- /usr/bin/time tar -cf /usr/u.tar /u 103.12 real 0.90 user 8.78 sys /usr/bin/time bish -c "dragon passwd; dragon $key $ini /usr/u.tar /usr/u.dragon" dragon: 5438935552 Bytes 504.62 real 47.93 user 14.94 sys /usr/bin/time bish -c "sha256 =3; sha256 /usr/u.tar" SHA3-256 (/usr/u.tar) = de33f2613045eb08a9ede459c1f6d6b3135a596584a0c80ea72d62ff05f0c914 406.94 real 403.23 user 2.91 sys



Workstation 2023:



----------------- /usr/bin/time tar -cf /ram/u.tar /u 1.98 real 0.13 user 1.85 sys /usr/bin/time ./bish -c "dragon passwd; dragon $key $ini /ram/u.tar /ram/u.dragon" dragon: 5570669568 Bytes 11.64 real 10.30 user 1.33 sys /usr/bin/time ./bish -c "sha256 =3; sha256 /ram/u.tar" 221.90 real 221.06 user 0.84 sys /usr/bin/time ./bish -c "sha256 =3; sha256 /usr/u.tar" 222.22 real 221.32 user 0.90 sys /usr/bin/time ./bish -c "sha256 =2; sha256 /ram/u.tar" 20.78 real 20.12 user 0.66 sys /usr/bin/time ./bish -c "sha256 =2; sha256 /usr/u.tar" 20.77 real 20.08 user 0.68 sys ================================================================================================



Die ersten beiden Tests weisen eine etwa 50-fache Geschwindigkeit der Workstation aus. Der letzte Test zeigt überraschend eine nur etwa doppelte Geschwindigkeit.



Offensichtlich benötigt der neue Keccak-Algorithmus (=3) eine etwa 11-fach längere Rechenzeit, gegenüber dem verbreiteten Algorithmus (=2). Dies dominiert hier völlig die Vorteile einer RAM-Disc. Der alte Prozessor hat immerhin 3330 MHz, der neue 3100 MHz als Basis. Der Neue ist tatsächlich nur etwa 2-fach schneller!, wenn es um intensivstes Abarbeiten von x86-Instruktionen in einem Kern geht.



Der Prozessor mit 16 Kernen (3100 MHz) gibt maximal und dauerhaft 270 W an Wärme ab. Der Prozessor mit 56 Kernen (1900 MHz) gibt maximal und dauerhaft 350 W an Wärme ab. Letzterer (6200 EUR) ist folglich nur um den Faktor 35/27 = 1,3 leistungsfähiger.


Der nachfolgende Shell-Skript-Inhalt (Großaufgabe) wurde mit dem Argument '12' aufgerufen ($1)(Anzahl Prozesse/CPUs): ================================================================================================ #!./bish


Wait() { ps -o command | grep -qm ' lib[0-9]%{1,3}' && return 0 return 1 }



Split() { local i=000 n=$1 z:09 l:09 c:09 r:09 l=$(list -f All | wc -l) [ $l -le $n ] && return 1 let "z=$l / $n" "r=$l % $n" echo "pkg=$l procore=$z rest=$r" list -f All | { for i to $n repeat do [ $i -eq $n ] && let "z+=r" c=0 >pkg$i while readl Z do echo "$Z" let "++c" "c>=z" && break done >< done } return 0 }



Proz() { local i=000 n=$1 for i to $n repeat do $skript pkg$i lib$i & done return 0 }


set -f set Z:.300 skript=$0 local i=000



[ $# -eq 0 -o $# -gt 2 ] && exit 1 [ $# -eq 1 ] && expr "$1" :: '^[0-9]%{1,3}$' || exit 2

if [ $# -eq 1 ] then Split $1 || exit 3 Proz $1 while Wait; do sleep 3; done >libsx.txt; >< for i to $1 repeat do cat lib$i >>libsx.txt remove pkg$i lib$i done else < $1 > $2 while readl Z do echo "*** $Z:" tar tvf "All/$Z" '*?/lib?*.[sa]*' done ><< fi



: ================================================================================================



Hinter 'then' befindet sich der Code der Manager-Instanz des Skripts. Hinter 'else' befindet sich der Code jedes der 12 Prozesse. Diese Prozesse werden in der Funktion 'Proz()' im Background gestartet. Das Skript ruft sich dazu 12-mal selbst auf ($0 enthält den Skript-Pfad). Die Funktion 'Split()' teilt die notwendigen Komponenten aufgeteilt jedem der 12 Prozesse zu. Die Anzahl der Argumente ($#)(1 oder 2) bestimmt, welche Instanz-Art vorliegt.



Im Verzeichnis 'All' (tar tvf) befinden sich ~33000 Installations-Packages (max 2,5 GB), mit einer Gesamtgröße von ~110 GB! Jede Package ist komprimiert. Kommando 'tar' muß folglich jede Package dekomprimieren und dann mittels eines Suchmusters jeweils alle dazu passenden Pfadnamen der enthaltenen Dateien ausgeben. Diese sind alle Library-Dateien (*.a *.so).



Diese Aufgabe wird bei n Prozessen ziemlich genau n-fach schneller erledigt! Ein Riesenvorteil - 15 Minuten sind weniger als 225 Minuten. Das ist schon eine ganz andere Arbeitsebene! Es bringt aber nichts, die Anzahl Prozesse größer zu wählen, als CPUs exklusiv verfügbar sind. Denn dann müßte der Scheduler unablässig von CPU zu CPU springen.



Zur Runtime war es so, daß 2 Minuten vor Schluß die Prozesse begannen, einzeln abzuspringen. Siehe Funktion 'Wait()'. Wenn das Warten beendet ist, werden alle temporären Dateien angehängt (>>) und gelöscht. Und die Manager-Instanz kann ebenfalls exit machen. Die Verteilung per Anzahl Zeilen ist folglich gut genug. Es muß das Konzept nicht auf andere Aufteilungsarten erweitert werden.



Am 07.06.2023 um 16:18 schrieb Helmut Schellong:

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Am 07.06.23 um 16:18 schrieb Helmut Schellong:

Falsche Gruppe und offensichtlich überdimensionierter Rechner.

Aber das Idle auch bei Heimservern/Workstations ein häufiger Zustand ist, ist nicht neu.

Ich kann zwar nicht sagen, wie viel Idle es genau ist, aber selbst die nur 4 Kerne meines VM-Servers laufen nur gut 1% der Zeit auf der höchsten Taktstufe, also unter Vollast. 95% ist eine der untersten beiden Stufen, also wenig bis nichts zu tun.

Marcel

Am 07.06.23 um 16:18 schrieb Helmut Schellong:

Hallo,

was für eine Workstation ist das denn genau?

Und was für einen Prozessor mit 56 Kernen vergleichst Du da mit dem Xeon

3435X?

Schon Dein voriges posting mit dem Betreff "Workstation" vom 19.5.2023 fand ich ein wenig rätselhaft.

Bernd Mayer

Hallo Bernd,

Du schriebst am Wed, 7 Jun 2023 20:12:28 +0200:

...

Interessante Vergleichsweise für Computer-Prozessoren. ...

Ich möchte dazu sagen, "rätselhaft" ist dafür "ein wenig" schmeichelhaft...

Helmut Schellong schrieb:

Ich kenne die Tools deines Systems nicht. Ich hab hier nur Amateurware (Windows 11). Da lässt sich die Auslastung nur raten. Am besten aus der CPU-Temperatur. Beispiel: Prime95 Task Manager "Leistung" meint 100%, was wohl stimmen dürfte. "Details" meint 1-3% und Leerlaufprozess 98%. "Prozesse" meint 30-66% wild rumspringend, dafür Task Manager 30%. Auch andere Hintergrundprozesse grotesk überbewertet.

8Gadget meint 1-2%. HWiNFO meint alle Kerne 4.3-4.5 GHz, leicht schwankend.

Und während ich das schreibe meint 8Gadget plötzlich, dass doch ein Core zu 100% ausgelastet wäre. Diese Message ist dann auch bei den andern Anzeigen da. WDG.

Am 07.06.2023 um 20:12 schrieb Bernd Mayer:

Die, die ich gebaut habe.

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Xeon w9-3495X, aus der selben Prozessor-Familie.

Es gab kein Posting dazu.

Am 07.06.2023 um 23:28 schrieb Helmut Schellong:

Sieht doch echt gut aus, echte Workstation.

Grüße

Am 07.06.2023 um 21:22 schrieb Sieghard Schicktanz:

Offenbar eine korrekte Art und Weise - weil zutreffend.

Am 07.06.23 um 23:28 schrieb Helmut Schellong:

Hallo,

hast Du am 19.5.2023 um 22:30 Uhr kein Posting mit dem Betreff "Workstation" hier veröffentlicht?

Als Absender ist da Helmut Schellong mit der Emailadresse snipped-for-privacy@schellong.biz eingetragen.

Was soll man davon halten?

Bernd Mayer

Am 07.06.23 um 23:34 schrieb Helmut Schellong:

Hallo,

ja - wenn man die Workstation zum Heizen benutzen möchte.

Bernd Mayer

Am 07.06.2023 um 21:52 schrieb Rolf Bombach:

Das Tool unter FreeBSD hierzu heißt 'top'.

'top' zeigt alle Prozesse an, einen pro Zeile. Last jeder CPU einzeln, und den idle-Wert über alle 32 CPUs.

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Unter 'Windows 11 for Workstation' habe ich 'Asus Al Suite 3' und 'Asus Armoury Crate'.

Am 07.06.2023 um 23:40 schrieb Bernd Mayer:

Zu meinem Posting "Workstation" gab es kein Frage-Posting - gar kein Antwort-Posting. Das fand ich eher rätselhaft.

Am 07.06.2023 um 23:43 schrieb Bernd Mayer:

_Innerhalb_ dieser Prozessor-Familie sind solche TDP-Vergleiche zulässig!

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Xeons W-3400 (Sapphire Rapids-112L, Expert Workstation W790, 8-channel DDR5) Model Cores Threads CPU clock speed Turbo L3 cacheDDR5 TDP Overclocking Xeon w9-3495X 56 112 1,9 GHz 4,8 GHz 105 MB 4800 350 W Yes Xeon w9-3475X 36 72 2,2 GHz 4,8 GHz 82,5 MB 4800 300 W Yes Xeon w7-3465X 28 56 2,5 GHz 4,8 GHz 75 MB 4800 300 W Yes Xeon w7-3455 24 48 2,5 GHz 4,8 GHz 67,5 MB 4800 270 W No Xeon w7-3445 20 40 2,6 GHz 4,8 GHz 52,5 MB 4800 270 W No Xeon w5-3435X 16 32 3,1 GHz 4,7 GHz 45 MB 4800 270 W Yes Xeon w5-3433 16 32 2,0 GHz 4,2 GHz 45 MB 4400 220 W No Xeon w5-3425 12 24 3,2 GHz 4,3 GHz 15 MB 4800 270 W No Xeon w3-3423 12 24 2,1 GHz 4,2 GHz 30 MB 4400 220 W No

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Nach skylakeX 2017 und cascade-lake 2019 endlich wieder zwei gehobene Familien. (Ich baute meiner Schwester einen SkylakeX.) Diesmal sind es aber sogar Xeon-Familien.

Am 07.06.2023 um 23:33 schrieb Leo Baumann:

Ja, man kann auf einem Bild oben rechts in der Ecke (mainboard) sehen, daß ein zweites redundantes Netzteil möglich ist (je drei Buchsen). Da sind Deckel drauf.

Und an der dritten Netzwerk-Buche (1G) hängt ein BMC-System.

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Am 08.06.23 um 00:20 schrieb Helmut Schellong:

Hallo,

ich sehe mir da eher die Werte auf cpubenchmark.net an:

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Bernd Mayer

Am 08.06.2023 um 00:55 schrieb Bernd Mayer:

Ja, Benchmarks sind das Normale. Jedoch vielleicht 1000-fach aufwendiger als die Zahl 350 mit der Zahl 270 zu vergleichen.

Am 08.06.23 um 01:02 schrieb Helmut Schellong:

[Vergleich von TDP von CPUs oder Benchmarkwerten]

ja - man muss halt selbst entscheiden was einem wichtig ist fürs Geld.

Bernd Mayer

Am 08.06.2023 um 00:55 schrieb Bernd Mayer:

Die 324W für den 3435X sind falsch - es ist die Peak-TDP, nicht der Dauerwert. Bei allen anderen ist nicht die Peak-TDP angegeben.

Ich meine bei meiner Betrachtung eine totale 100%-Belastung jedes Kerns dauerhaft. So wie bei Berechnung der Mersenne-Primzahlen, auch mit Gleitkomma FPU. Benchmark-Software macht das sicher nicht.

Am 08.06.2023 um 01:16 schrieb Bernd Mayer:

Ja, mein Prozessor 3435X hat den besten 'CPU-Value' von allen Prüflingen. Also mit Abstand die höchste Leistung pro Euro. Und sie paßt am besten zu meiner Art von Arbeit.

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