Woran versterben LED-Lampen?

Dec 16, 2019 Last reply: 6 years ago 67 Replies

Wein halt.

Nein, Verzeihung. Ich wollte den Thread nur sinngemäß weiterführen. Tut Euch (und mir) den Gefallen und aktualisiert das Killfile. "Bubo bubo" hat sich jetzt schon ausreichend selbst demontiert, da brauche zumindest ich keinen weiteren Beweis seiner Inkompetenz.

Volker

Is doch schön, dass in dieser NG endlich mal wieder was geklärt wurde.

Grüße, H.

Am 17.12.2019 um 09:11 schrieb Volker Bartheld:

Lieber Iod, Brom oder Stickstoffdioxid für das besondere Feeling?

Ich kann mir rein praktisch vorstellen dass ein abgeschmolzener Glaskolben eine Leckrate kleiner 1e-7mbar*l/s gewährleistet und dass eine aureichend dimensionierte Füllung für die projektierte Lebensdauer ausreicht. "Optimalerweise" könnte diese sogar für eine geplante Obsoleszenz sorgen...

LED Filamente mit Kühlkörper sehen aber doof aus.

Der Kunde ist heutzutage anspruchsvoll. Für einen optimierten Licht- und Wärmeübergang könnte ich mir auch noch diverse (halogenierte) Kohlenwasserstoffe oder Silikonöl/Gel als Füllung vorstellen, aber die Sauerei falls der Glaskolben zerbricht will wirklich keiner haben ;-)

O.J.

Am 17.12.2019 um 11:15 schrieb Ole Jansen:

Sowas gabs zu kaufen, damit wurde damals das Bayer-Kreuz auf LED umgestellt. Das waren aber keine Filament-LEDs, sondern Acriche von Seoul Semi, direkt für 230V. Das ist aber schon über 10 Jahre her, die werden längst durch was anderes ersetzt sein.

Am 17.12.2019 um 11:15 schrieb Ole Jansen:

Jod! Is gut für die Schilddrüse.

Find ich auch. Dämlich und dekadent wie diese Grablichter mit Flacker-LED.

Schon mal einer auf die Idee gekommen, unten in den Sockel einen Mini-Lüfter einzubauen?

Karl

Am 17.12.2019 um 12:14 schrieb Karl Meisenkaiser:

Kauf dir einfach einen E27-Sockel aus Metall, am besten noch mit einem fetten Porzellanträger.

Gestern noch auf dem Lande im Hagebaumarkt Melle gesehen. Der Bauer ist ja erstens konservativ und zweitens gebranntes Kind, wenn man so die abgerauchten Hütten bei der Fahrt über die hiesigen 7 Berge zusammenzählt.

Der Zustand der chinesischen Plastikfassungen mit Klemmanschluss aus dem Baumarkt nach 10 Jahren Betrieb an Halogenbirnen dürfte den Feuerversicherern gefallen.

Roland Franzius

Am 17.12.2019 um 12:14 schrieb Karl Meisenkaiser:

Nein, noch nicht.

Ich wollte mal LED Beamer mit WLAN/PowerLan und E27Gewinde in PAR38 Formfaktor entwickeln für Effektbeleuchtung und Ersatz für Fototapeten, künstliche Sternenhimmel usw. Ist damals keiner drauf angesprungen.

Beamer als Chinakracher für 39$/Stck gibts bei Alibaba immerhin inzwischen...

O.J.

"Die erste LED-Fadenlampe wurde 2008 vom japanischen Hersteller Ushio Lighting, Inc. auf den Markt gebracht. Dieses Modell war allerdings nicht sehr erfolgreich, da es noch einige Probleme aufwies.[14] Es basierte noch auf einer einzelnen großen Chipmatrix, die – wie eine Wolframglühwendel – waagerecht über dem Sockel positioniert war. Die einzelnen LED-Chips der Lampen erhitzten sich sehr stark, was einen dedizierten Kühlkörper notwendig machte. Das führte dazu, dass die Lampe nur einen Abstrahlungswinkel von 180° hatte.[15]

Um einer omnidirektionalen Lichtabstrahlung nahezukommen, muss auf einen Kühlkörper im klassischen Sinne verzichtet werden. Heutige LED-Lampen mit LED-Leuchtfäden geben daher ihre gesamte Wärme über das umgebende Füllgas (Helium[16]) an den Hüllkolben ab. Ermöglicht wird das durch einen geringen Betriebsstrom und damit geringere Leistung pro Fadenlänge. Wie bei anderen LED-Lampen und Glühlampen muss ein Kompromiss zwischen Lebensdauer und Effizienz gefunden werden. Das bedeutet, dass die Gesamtleistung in der Regel geringer ist als bei den einen Kühlkörper enthaltenden LED-Lampen."

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Hanno

Danke für die Bestätigung.

Volker

Am 17.12.19 um 09:21 schrieb Volker Bartheld:

Mutmaßlich gar nichts, weil alles sehr niederohmig.

Im Gegenteil. Ich habe das absichtlich mit PE verbunden.

Marcel

wernertrp schrieb:

Egal, wie oft widerlegt, immer wieder kriecht so ein Vollpfosten unterm Stein hervor und bringt wieder diese Verschwörungstheorie.

Ludger Averborg schrieb:

Die H7-Lampen (Halogen/Wolframdraht) haben Xe-Füllung, was ich spektroskopisch an durchgebrannten Lampen testen konnte, nachdem es mir gelungen ist, darin einen Lichtbogen zu zünden. Bei H4 ist zweifelsfrei Krypton drin. Bei den grossen alten Bilux-Lampen Argon.

Die schweren Gase haben nebst genannten Vorteil den Nachteil, dass die natürliche Konvektion sehr stark wird.

Andreas Karrer schrieb:

Bei der Hindenburg war vorallem die Hülle mit Komponenten aus Nitrozellulose das Problem.

mfg Rolf Bombach

Die deutsche Wikipedia ist in vielen technischen Dingen auf dem Level von Halbwissen von Erstsemestlern.

Ab einer gewissen Filamentlänge ist Vakuum effizienter als Gasfüllung, da letztere Wärme ableitet. Kontrolllämpchen und Hochvolt-Lampen geringster Leistung (mit dermassen dünnem Filament, dass doppelte Wendelung nicht mehr möglich ist und daher das Filament sehr lang ist) sind immer noch evakuiert. Argon kostet die 50 liter/200 bar Flasche genau dasselbe wie Stickstoff. Stickstoff muss bei Lampen über ca. 120 V zugesetzt werden, da sonst im Argon eine Glimmentladung und anschliessend eine Bogenentladung zündet. Möglicherweise sind spontantode älterer Lampen daher auf Stickstoffaufzehrung zurückzuführen. Der letzte Satz ist wirr. Das ganze ist durchaus etwas komplex :-]

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Nicht nur das Vorhandensein, sondern auch die Temperatur des Stickstoffs im Innern der Wendel der Lampe lässt sich mit der kohärenten Anti-Stokes- Ramanspektroskopie sozusagen von aussen in der Lampe messen (Marowsky et al, ca 1990, wahrscheinlich Appl Phys B).

Ja.

Ein LED-Spot fiel aus, ein 50mm Reflektor G5,3 Stiftsockel 12 Volt, und der sirrte leise. Die Autopsie ergab einen Lüfter, voller Staub, der zur Kühlung der nun ausgefallenen Elektronik und LED diente.

ISTR Philips als Hersteller...

THomas Prufer

Wie soll der Stickstoff "aufgezehrt" werden? Rausdiffundieren wird er ja wohl auch nicht schneller als die (geringe) Leckrate bei einem evakuierten Glasgefäß ist. Und irgendwelchen Stickstoff-Argon- bzw. Stickstoff-Halogenverbindungen? Erscheint mir jetzt unwahrscheinlich. Die Erklärung vom Klipstein, daß die dünneren und mithin heißeren Stellen des Wendels eine höhere Sublimationsrate haben und deswegen noch schneller noch dünner werden, ist doch einigermaßen plausibel.

Hachja. Ramanspektroskopie. Erinnerungen an meine Physik-DHP werden wach.

Volker

Falls eine thermische Regelung vorhanden wäre, die ihrer Funktion gerecht wird, hättest Du eigentlich nach Reinigung des Lüfters eine Zunahme der Helligkeit erwarten können ;-)

Wie soll der Stickstoff "aufgezehrt" werden? Rausdiffundieren wird er ja wohl auch nicht schneller als die (geringe) Leckrate bei einem evakuierten Glasgefäß ist. Und irgendwelche Stickstoff-Argon- bzw. Stickstoff-Halogenverbindungen? Erscheint mir jetzt unwahrscheinlich. Die Erklärung vom Klipstein, daß die dünneren und mithin heißeren Stellen des Wendels eine höhere Sublimationsrate haben und deswegen noch schneller noch dünner werden, ist doch einigermaßen plausibel.

Hachja. Ramanspektroskopie. Erinnerungen an meine Physik-DHP werden wach.

Volker

DArueber solltst du keine Witze machen. Diverse Schaltregler fuer LEDs haben genau dieses Funktion integriert.

Olaf

Was, einen selbstreinigenden Lüfter? ;)

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