Woran versterben LED-Lampen?

Dec 16, 2019 Last reply: 6 years ago 67 Replies

Tja, vor lauter Ahnungslosigkeit Thema vefehlt.

Am 16.12.19 um 12:32 schrieb Volker Bartheld:

Oder auch nicht.

Die COBs von Seoul Semiconductor, die ich hier habe, haben zwar eine ALU-Grundplatte aber eine elektrische Verbindung zu den Leiterbahnen hat selbige nicht. Im Gegenteil, da ist einiger Abstand dazwischen. Wegen

60V würde ich mir da jedenfalls nicht in die Hose machen. Die meisten COBs laufen übrigens noch mit Kleinspannung, also <42V.

Marcel

Am 16.12.19 um 17:33 schrieb Bubo bubo:

Wenn das in Glas eingeschmolzen ist, so wie bei traditionellen Glühlampen, dann diffundiert da so schnell nichts. Es gibt kaum etwas, was dichter hält.

Und "beulen" tut da erst recht nichts. Der Glaskolben übersteht mühelos komplettes Vakuum.

Marcel

Er redet aber von Lampen mit LED-Filamenten, nicht von Glühlampen. Helium ist ein leichtes Gas was die Wärme besser leiten würde. Seine Aussage passt also.

Gerrit

definiere klein.

Bei einem LED-Scheinwerfer mit 20 W Leistung und 67 % Wirkungsgrad hast du noch immer etliche Watt Wärme - und das auf kleinstem Raum.

Und auch ein schwarzer Strahler funktioniert nicht im Treibhaus-Klima eines geschlossenen Glaskolbens.

Nein, dafür fehlt die Fläche - und du musst die Abwärme erst mal auf die Fläche bringen.

Schönen Gruß Martin

Ich hab' hier welche, da ist der ganze Sockel in Kühlrippen-Spiralen in blankem Alu ausgeführt. Leider sind die ziemliche Störsender.

Schönen Gruß Martin

Hanno schon, der Schmitz aber nicht, wie üblich.

Am 16.12.2019 um 19:22 schrieb Marcel Mueller:

Ist aber Plastik.

Die LED-Filamentlampe die ich hier habe benutzt einen Glaskolben. Hersteller ist Philips.

Gerrit

Anbohren, Strohhalm rein, Mickey Maus Test machen.

Alle die ich bisher in Händen hielt waren aus Plastik, und da muss man nicht auf Helium testen.

Ich hab sie gerne in funktionierend...

Gerrit

Am 16.12.2019 um 20:37 schrieb Gerrit Heitsch:

Natürlich erst anbohren wenn sie anderweitig verschieden ist.

Ich habe vier LED-Birnen 1500 lm an je vier Stellen abgeschliffen, damit sie in eine Badezimmer-Lampe passen. Das schont die sogar, weil nun Konvektion stärker.

Den Glühfäden muss man möglichst heiß halten, damit er Sonnentemperaturen erreicht, daher nimmt man als Füllung die schwersten Edelgase, die transportieren die thermische Energie wegen der hohen Atommasse mit niedrigen Geschwindigkeiten schlecht. Nichts geht über einen guten Xenonbrenner.

Umgekehrt Halbleiterstrahler. Die sollten gekühlt werden, am wirkungsvollsten mit Wasserstoff.

Roland Franzius

Oh, He hat eine bessere Wärmeleitfähigkeit als die meisten Gase, war mir nicht bewusst, ist aber plausibel. H wäre noch etwas besser und auch billiger, aber man will ja keine Hindenburg in der Schreibtischlampe.

Zudem ist die Wärmeleitfähigkeit einigermassen druckunabhängig, solange die mittlere freie Weglänge deutlich kleiner ist als die Abmessungen des Gefässes. Das ist bei Normaldruck der Fall, die Weglänge ist dann grössenordnungsmässig unter 1 µm. Es ist also sinnlos, eine Lampe mit 10 bar zu füllen, hingegen könnte man, um teures He zu sparen, ohne weiteres 0.1 bar nehmen.

- Andi

Also bei den Dingen, die ich betreibe, reicht die reine Fläche der Diode und der Kolben ist natürlich nicht aus Glas, das infrarot undurchlässig ist, die sind ja nicht blöd.

Das Infrarotthermometer mit Optik zeigt durchschnittlich 50C.

Da jedes Element seine Wärme selbst abstrahlen darf, gibts da keine kumulativen Effekte.

Das Wärmeproblem hat der Wandler im Sockel, aber da kann man ja Silizium verwenden.

Roland Franzius

Xenonbrenner haben keine Glühfäden. Das sind Gasentladungslampen. Wie soll ein fester Glühfaden auch 5500 K warm werden können? Wolfram schmilzt bei 3420 °.

l.

Andreas Karrer schrieb:

:) Irgendwie kam mir dasselbe in den Sinn.

Und die Schereibtischlampe schaffts auch auf kein Plattencover mehr, selbst CDs sterben langsam weg.

Guido

Wenn es denn - aus ästhetischen Gründen - unbedingt ein farbloses Gas sein muß. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß eine Heliumfüllung (oder eben Wasserstoff, der sich durch jede noch so kleine Ritze rausschafft) da effizienter sein soll als ein metallischer Kühlkörper in engem Kontakt.

Volker

Jup. Da gibt es dieses und jenes und ein bisserl Recherche schadet sicher nicht. Irgendwie müssen die Halbleiter ja doch ihre Wärme abgeben - bei isolierter Montage wäre das dann die SiO2-Schicht vom Substrat und im Falle eines Aluminiumkühlkörpers noch ein bisserl Al2O3 dazwischen. Kann man sich jetzt überlegen, was die LED sagt, wenn man da jetzt z. B. mit den 20kV eines synthetischen Teppichs drangeht.

Niemand macht sich in die Hose. Die 60V sind ja auch nicht gegen Schutzerde, sondern gegen irgendein Potential nach dem Gleichrichter. Ich hätte trotzdem ungern ohne besondere Not ein Teil meines LED-Treibers mit einem von außen frei zugänglichen Metallteil verbunden.

Volker

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