WLAN mit separaten Sende- und Empfangsantennen?

May 13, 2006 7 Replies

Hallo,



Es gibt Leute, die Richtantennen für WLAN benutzen um grössere Strecken zu überbrücken.



Nun gibt es aber Vorschriften über die abgestrahlte Feldstärke, so dass nicht Antennen mit beliebig viel Gewinn benutzt werden dürfen.



Jetzt ist mir die Idee gekommen, dass diese Vorschrift ja nur für die Abstrahlung, nicht aber für den Empfang gilt.



So stellt sich die Frage: Gibt es WLAN-Adapter mit separaten Sende- und Empfangsantennen? So könnte man für den Sender eine der üblichen Antennen mit ca. 9 dB Gewinn verwenden, für den Empfang aber einen Parabolspiegel mit viel mehr Gewinn.



Gibt es solche Geräte? Macht das irgendwer so? Würde es funktionieren, oder mache ich einen Denkfehler?



Stefan



http://www.heimers.ch/

Stefan Heimers schrieb am 13.05.2006 23:45:

Hallo!

Wie wäre es mit der passenden NG, z.B. hier de.comp.hardware.netzwerke.wireless

Ja, z.B. Linksys WRT54G(L) mit alternativer Firmware.

Könnte man machen. Was auch immer Du davon hast.

"Stefan Heimers" schrieb

es dürfen Antennen mit beliebig hohem Gewinn benutzt werden. Lediglich die Sendeleistung ist entsprechend zu reduzieren

ach?

viel zu viel Aufwand, einfach den Sendepegel so anpassen, dass die erlaubte EIRP nicht überschritten wird

Oder drauf pfeiffen, so wie sehr viele WLAN Betreiber... Einfach Accesspoint und Offset-Spiegel mit Doppelquad. Es wird ja äußerst selten kontrolliert und Gewinn misst man ja bei sowas nicht... Wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn man erwischt wird, wirds allerdings teuer...

lg Johannes

Nicht unbedingt, Multipath bei OFDM ausnutzen.

Der Vorschlag des OP, zum Senden eine Antenne mit etwas weniger Bündelung zu nehmen als zum Empfang ist in der Tat nicht so blöd, wenn OFDM im Spiel ist, also 11a oder zur Not 11g im reinen

54G Mode ohne die däm(zensiert) DSSS Kompatibilitäts-Preambel.

Das Fresnel-Elipsoid ist in der Praxis meist nicht wirklich vollständig hindernisfrei, durch das OFDM Verfahren kann man jene Reflexionen mitbenutzen, die am Ende wieder in Richtung des Empfängers gehen. Dem OFDM Symbol ist es nach dem Abklingen der Echos letzlich egal, auf welchem Weg das Signal reinkommt, nur auslöschen sollten sich die Pfade nicht gegenseitig.

Man kann jetzt umfangreiche geometrische Betrachtungen anstellen, wann mit welchem Winkel das der Fall sein wird, IMHO würde ich vermuten, dass man am Boden eine gewisse Chance hat. Außerdem sollte der Gewinn der Empfangsantenne nicht zu hoch sein, gerade bei nicht 100% freiem Elipsoid kann zuviel Gain auch schaden.

Wir haben einen solchen Splitter mal spasseshalber für 2,4GHz aufgebaut, es scheint wenige äquivalente dB zu bringen, mehr aber auch nicht.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Peter Voelpel schrieb:

Jeder muss selber wissen, wie er sich gerne präsentieren will...

Phoenixcontact bietet meines Wissens Lösungen an, wie Stefan vorschweben. Allerdings nicht mit Parabol, sondern mit Yagi, was in diesesm Zusammenhang jedoch egal ist.

Servus Christoph Müller

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Ja, sowas ist durchaus gängig - oder man reduziert einfach die Sendeleistung des Gerätes, bei guten Geräten kann man die Leistung genau einstellen. Allerdings beides weniger bei normalen WLAN-Adaptern, sondern bei Accesspoints.

Es gibt auch Richtkoppler. Z.B.: bei SSB oder Oliver Bartels

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... und noch jemanden der =F6fters in der Gruppe schreibt und sich beruflich dem Sat-Broadcasting verschrieben hat.

Was der Spass kostet bleibt aber vorerst ein R=E4tsel.

Bei WLAN-Adapter kann man die Sendeleistung oft auch sehr fein regulieren. Z.B. bei der Proxim 802.11a/b/g (zudem kann diese 6 Profile verwalten). Leider haben die Treiberentwickler mit der Konfigurierbarbeit es eine wenig =FCbertrieben.

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