Wie richtige Quarzofen-Temperatur ermitteln?

Oct 14, 2019 18 Replies

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Joerg

McGyver Methode: Zwei dicke Stuecke Styropor nehmen. Z.B. aus der Verpackung des letzten angeschafften Monster-Fernsehers von vor der Fussball-WM :-) Beide mit dem Messer etwas ausknoren, sodass der Quarz und ein kleiner Temperatursensor hineinpassen, aber nicht weiter. In eine…

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Hi,



ich habe hier einen Quarzofen für 2 Quarze mit 7 Anschlüssen.


-2-: Quarz 1



-2-: Quarz 2



-2-: Heizwicklung



-1-: Quarzgehäuse/Masse



Wie ermittle ich jetzt die Quarzofen-Temperatur? Irgendeinen Sensor gibt es nicht, es sei denn, die Frequenz wird irgendwie ausgewertet. Weder auf den Quarzen noch auf dem Ofengehäuse ist leider ein Hinweis auf die Arbeitstemperatur zu finden.



Für Hinweise dankt im voraus



Reinhard


McGyver Methode:

Zwei dicke Stuecke Styropor nehmen. Z.B. aus der Verpackung des letzten angeschafften Monster-Fernsehers von vor der Fussball-WM :-)

Beide mit dem Messer etwas ausknoren, sodass der Quarz und ein kleiner Temperatursensor hineinpassen, aber nicht weiter. In eine der entstandenen "Halbschalen" ein kleines Zugansloch bohren (vorsichtig!), die Draehte da durch, die Halbschalen mit Gummiband zusammenhalten und das Loch um die Draehte herum mit moeglichst vielen Styroporkruemeln verstopfen.

Nun laufen lassen und warten, bis die Temperatur ein Plateau erreicht. Das ist die Arbeitstemperatur des Quarzofens. Wenn der Quarzofen selbst gut isoliert ist, kann das Erreichen des Plateaus lange dauern.

Sei aber vorsichtig mit Styropor. Keinesfalls zu heiss werden lassen, weil die dabei entstehenden Daempfe giftig sind.

Am 14.10.19 um 21:32 schrieb Reinhard Zwirner:

Vermutlich ist ein BI-Metallschalter drinnen, der dürfte wohl nur mäßig genau sein, wenn man heutige Ansprüche an Quarzöfen zugrundelegt. Vermutlich ist er nur mit den Quarzen brauchbar die hoffentlich noch drinnen stecken. Ansonsten müsste man einen Thermofühler reinstecken, die Temperatur messen und den Quarz entsprechend fertigen lassen.

Ich gehe mal davon aus, dass das Ding wie eine alte Röhre aussieht. Die Präzision ist etwa so gut wie der Thermostat Deiner Zentralheizung, d.h. kann Sommer und Winter unterscheiden.

Statt Quarzfertigung kauft man besser einen fertigen Quarzofen von Axtal oder einen MV89 aus der Bucht. Mit meinen Gebraucht-Oszillatoren hatte ich allerdings auch nur sehr überschaubares Glück.

Gruß, Gerhard

Gerhard Hoffmann schrieb:

[...]> Vermutlich ist ein BI-Metallschalter drinnen, ...

Der Kandidat hat 100 Punkte. Das konnte ich inzwischen feststellen.

Allerdings bin ich unsicher, was die Betriesspannung betrifft. Die Heizwicklung hat einen Widerstand von gut 48 Ohm. Ich hab's jetzt mal mit 15 V probiert. Nach längerer Aufheizzeit habe ich damit einen Zyklus von gut 40 s ein bei rund 30 s Pause. Ob das für die Heizwicklung okay ist?

Stimmt. In etwa wie 'ne EF50.

Mir ist das Teil übern Weg gelaufen - 'ne aktuelle Anwendung hab' ich dafür nicht.

Für Deine und auch Jörgs Hinweise dankt

Reinhard

Wenn der Quarzofen nicht unbedingt in Sibirien laufen muss, hoert sich das gesund an. Wenn man sie einpackt, etwas isoliert, hilft das und spart Energie.

[...]

Am 14.10.2019 um 21:32 schrieb Reinhard Zwirner:

Quarz gesteckt? Quarz raus, Sensor rein, einschalten, messen.

mfG W.Martens

Am 14.10.2019 um 21:32 schrieb Reinhard Zwirner:

Soweit mir bekannt, gibt es bei Quarzen einen Temperaturpunkt bei dem der Temperaturkoeffizient 0 wird. Das ist natürlich vom Quarz abhängig.

Darauf wird der Ofen bei den eingebauten Quarzen wohl eingestellt sein.

Gruß

Wolfgang Martens schrieb:

[...]

Ja, aber nur dann, wenn die Heizung irgendwie geregelt wird. Und das schien - bei erster Inaugenscheinnahme - halt nicht der Fall zu sein. Um die gesteckten Quarze sinnvoll nutzen zu können, suchte ich deshalb nach einer Möglichkeit, deren Betriebstemperatur zu ermitteln, um anschließend eine Regelung nachzurüsten. Aber das hat sich zum Glück ja erübrigt.

Ciao

Reinhard

Leo Baumann schrieb:

[...]

Oder der Quarz wird für die Ofentemperatur hergestellt.

Jau. Das war aber anfangs nicht klar: von einer Temperaturregelmimik war nichts zu sehen.

Ciao

Reinhard

Am 15.10.19 um 12:05 schrieb Reinhard Zwirner:

Ich habe jetzt den Tread nicht verfolgt. Kann also dazu nichts sagen. Allerdings meine Quarzöfen die ich in den Fingern hatte, hatten alle einen Temperaturmesser. Die preiswerten machten das mit einem Bimetallkontakt. Die Teuren besaßen ein Quecksilberthermometer mit eingelassenen Kontakt. Später kamen PTC und elektronische Regelungen dazu.

horst-d.winzler schrieb:

[...]

Offenbar ;-) ...

Meiner ist ein "preiswerter", wie ich inzwischen feststellen konnte [und gestern hier um 23:30 Uhr auch schon gepostet htte].

Ciao

Reinhard

Am 15.10.2019 um 12:05 schrieb Reinhard Zwirner:

Deshalb hätte ich darauf getippt, daß der zweite Quarz der Temperatursensor sein könnte.

DoDi

Am 15.10.19 um 13:31 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Normalerweise wird der Umkehrpunkt für Quarze ohne Thermostat auf 30°C gelegt. Für Quarze in Thermostaten auf 75°C. Seltener auf 60°C.

Das ist wirklich das kleinste Problem: Kalt einschalten und die Stromausfnahme plotten. Bei Restzweifeln im eingeschwungenen Zustand ein

sich durchaus unterscheiden.

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Meiner Meinung nach ist das Regelverhalten eines Quarzofens besser, wenn man ihn nicht zusätzlich isoliert. Nur dann kann zuviel eingebrachte Energie auch zügig wieder abfliessen. Leistung der Heizung und der Wärmeverlust des Gehäuses sollten aufeinander abgestimmt sein.

Grüße, H.

Hast du dazu etwas "handfestes"? Meiner Meinung steigert eine

Leistungsbedarf zu reduzieren.

---hdw---

Nur meine unmassgebliche Meinung aus der Verfahrenstechnik.

Je besser das System isoliert ist, umso kleiner muss man die pro Zeit zugeführten Energiepulse halten, damit man die Überschwinger klein hält, die auch wieder lange zum Abfliessen brauchen. Das trainiert dann die Fähigkeit zum Warten.

Grüße, H.

Oh ja, es trainiert ungemein die Geduld. :-)

Am 14.10.19 um 23:30 schrieb Reinhard Zwirner:

Hallo,

zur besseren Regelung braucht der Thermomasse, Kupfer oder so (weg vom Gewächshauseffekt). Und dann noch gut isolieren, das schont den Bimetall.

Peter

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