Wie kommt es zu dem Powerline-rückschritt?

Mar 03, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 26 Replies

OK, jedem das seine. Für mich wäre Powerline im besten Fall eine Notlösung für sehr geringe Anforderungen. Beim Aufräumen habe ich gerade zwei NE5050 gefunden -- Powerlinechips für bis zu 1200 bps. Die beidem Modeme, die ich mit zwei von deren Brüdern mal gebaut hatte, (vermutlich Elektor) sind leider lange weg. Für meine Anforderungen hätte das was sein können und hoffentlich nicht bis wenig störend.

R485? Eher RS232 noch besser mit 20mA CL übertragen. RS232 sollte mit Deinen unten angegeben 300Bd funzen.

In der Wohnung irgendein AC signal potentialfrei über Condis auf die Leitung. Irgendein Klingeltrafo oder AC Wandwarze kannste sicher finden. Zur Not auch nen alten Plattenspieler mit Dark-Side-Of-Moon oder Santana oder Shadows... über Klopfhörer Verstärker AC auf Leitung einkoppeln.

Klopfhörer in Keller und Leitungen abtasten. Wo die gute Mucke läuft, hängt Deine Wohnung dran

Suchen: Warum einfach, wenns auch umständlich geht?

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Es ist schon etwas mehr, weil da pro Leiter mehrere ortogonale FDM-Träger mit 24.41 kHz Abstand 12bit QAM machen und durch distinct media das auf allen drei Leiter auch via G.9963 MIMO passiert, bei dem am Ende bei einigen Geräten echtes Multi-Linking stattfindet. Also jeder Leiter ist eine logische Verbindung.

Die MIMO-Aufteilung erfolgt dann schon auf "Layer1,5". Das ist dann interessant, wenn jemand z.B. ein Schaltnetzteil in der gleichen Phase einsteckt und dessen Lichtbögen die Datenraten erst auf L dann N für ein paar milisekunden nullen.

Falk D.

Die Fritzboxen, die dank Verzicht von ausreichenden Filtern die erste Oberwelle einer Mikrowelle für ein Wetterradar halten und 5GHz im Ganzen ausschalten oder andere?

AVM ist mit solchen roten Heringen in den Logs gerne früh dran.

Die meisten HomeplugAV-Stecker haben einen "DSL-Modus", wo man die Nutzung des Spektrums unter 30MHz bzw. 17MHz absenken kann.

Allerdings wenn etwas reinleckt, leckt auch was raus, daher sollte die Margin im OFDM runtergehen und die entsprechenden Träger von alleine weniger genutzt werden.

Falk D.

Am 06.03.25 um 19:58 schrieb Falk Dµebbert:

Nun, bei dem Mischmasch wundert es nicht das die Typischerweise NICHT abgeschirmten Netzleitungen wie Langdraht-antennen fungieren.

Aber ich gehe immer davon aus das ein Frequenz/Modulations-Signal über ein Leiterpaar transportiert wird (Koax hat mit Schirm auch zwei) und nicht wie du oben auf allen DREI Leitern. Da fehlt doch der Signalrückfluß. StromKREIS-theoretisch gesprochen.

Dieser Aspekt ist mir eben erst richtig klar geworden. S.u.

Wo siehst du in einem Üblichen Schaltnetzteil (mit PFC) einen Lichtbogen

- im Normalbetrieb oder Einschalten? Im Optokoppler der die Primärseite steuert - von der Sekundärseite aus?

Ich denke die Einzige Stelle wo einer auftreten könnte wäre ein Eventuell noch vorhandener Netzschalter. Aber dort würde ich den eher beim Ausschalten zwischen L und L' (oder N und N') erwarten. Aber nicht zwischen L und N.

Aber, ja. Ein SNT dessen Elkos leer sind zieht sicherlich erst mal einen Großen Stromstoß den man als Kurzschluß zwischen L und N interpretieren kann. Da würde ich aber auch annehmen das es Schutzschaltungen oder Einschaltstrombegrenzer gäbe. Sonst fliegt am Ende noch eine alte 10A Schraubsicherung und ein solcher PC wäre in so einem Altbau nicht verwendbar.

Allerdings: Wenn so ein MIMO-Adapter neben L und N auch PE mit benutzt dürfte letztere von deinem Szenario nicht betroffen sein. Dafür reicht ein Signal dort gewiß wesentlich weiter als nur (angeblich) bis zum (Ferraris)Zähler da der PE bei Ortsfesten Installationen NICHT unterbrochen werden darf.

Und wenn ich dich richtig verstehe etabliert der PHY so eines MIMO-Adapters dann nicht nur einen (mehrere) Links zwischen L und N, sondern auch einen zwischen L und PE. Nur zwischen N und PE dürfte das nicht oder Schwierig gehen - wg. des typischerweise niedrigen Wiederstandes zwischen den beiden.

Die Benutzung von FU-Schutzschaltern ist wohl selten geworden. Ich könnte mir also theoretisch vorstellen das der Adapter da eine Spannung auf N-PE legt die Moduliert werden könnte. Sie muß dann aber wechselnde Leitungswiederstände einbeziehen damit der resultierende Stromfluß unter der Ansprechschwelle des typischen FI-Schalters liegen. Also im 1-2 Stelligen Miliampere-bereich.

Bye/ /Kay

Nun, bei gemächlichen dreitausend Zyklen pro Minute macht das die Phase. Aus dem Voodoo der Frequnezen oberhalb von 100 Hz halte ich mich als Maschinenbauer lieber raus -- für uns hat man den Bahnstrom extra auf verstandesverträglichere 16 2/3 Hz reduziert.

Dazu ein kurzes Kontaktprellen und fertig ist der Bogen.

Das ist kein Gleichstrom. Die Antenne von Deinem Radio in der Küche hat auch nur einen Draht. Ab einigen kHz ist das mit den Kreisen optional.

Vorne am Stecker. Apple kann das mit den 90W Teilen besonders gut.

Das sind meist die Filter vor dem Netzteil.

Der Funke kommt zuerst in L und hat ein nahezu unbegrenztes Spektrum. Dann passiert er das Gerät mit dem Tiefpass und kommt wenige ms später auf N.

Schraubsicherungen waren ja langsamer als H-Charakteristik.

Die Teile nutzen die Leiter nicht als Leiter sondern als HF-Medium.

Die dreipoligen Geräte probieren es. Etwas, das ohmsch kurz aussieht kann HF-mäßig was anderes sein.

Nochmal: Da fließt kein Strom. Die Koppelkondensatoren haben nur ein paar nf.

Falk D.

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