Elektronenquelle?

Mar 03, 2025 Last reply: 1 year ago 9 Replies

Hallo,



kennt hier jemand sowas?



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Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet nichts vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.



Danke im Voraus, Holger


Schaut aus wie ein dünnes Edelstahlrohr. Also etwas das auf jedem Schrotthaufen rumliegt.

Schätze, ab 10 A wird es heiß.

w.

Ich denke nicht, daß das eine Elektronenquelle ist. Ich gehe davon aus daß der gezeigte Flansch ein Vakuumflansch ist. Eine Vakuumelektronenquelle wäre typisch um einen Wolframdraht (eventuell beschichtet) herum gebaut. Meist als Filament gewickelt.

Die undefinierte Lage des Heizelements spricht ebenfalls dagegen, da solch ein Quelle auf ionoptische Komponenten angewiesen wäre um die Elektronen zu extrahieren. Diese Ionoptiken müssen in einer definierten Geometrie zum Filament angebracht werden und ich denke die relativ undefinierte Aufhängung an Kupferdrahtenden spricht dagegn. Außerdem ergibt ein Hohlzylinder wenig Sinn.

Meine Vermutung ist, daß es sich um einen Vakuumverdampfer handelt z.B. für eine experimentelle CVD Anlage. Der Zylinder wird mit der zu verdampfenden Substanz gefüllt und aufrecht stehend im Vakuumsystem eingebaut. Der Anschluß sieht nach einer 4-Leiter-Verbindung aus, daß heißt der Widerstand des Zylinders läßt sich im Betrieb messen. Zusammen mit dem Temperaturkoeffizenten des Zylindermaterials kann man so die Temperatur des Zylinder messen (und regeln.)

Gruß Klaus

Am 03.03.2025 um 19:58 schrieb Klaus Bahner:

[...]

Ja, das würde ich auch so sehen.

Am 03.03.2025 um 17:37 schrieb Helmut Wabnig:

Es läßt sich relativ gut biegen, also ob das Edelstahl ist, dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Trotzdem Danke.

Holger

Genau.

Ja, das hätte ich auch erwartet.

Danke Dir und auch Eric für die Einschätzung, das erscheint mir plausibel. Die Achse des Zylinders war wohl ursprünglich auch mal senkrecht zum Flansch und nicht parallel orientiert, allerdings mit einem Verlängerungsdraht, was das ganze recht wackelig gemacht hat.

Der Flansch hat zwar 4 elektrische Durchführungen, aber davon waren nur zwei angeschlossen. Aber ja, 4-Draht-Betrieb wäre da sicher sinnvoll.

CVD sollte damit nicht gemacht werden, aber möglicherweise war es als Teilchenquelle zur Charakterisierung eines CEM gedacht. Allerdings wären dafür Ionen notwendig, und die kämmen da wohl eher nicht raus.

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Holger

Am 03.03.25 um 16:47 schrieb Holger Schieferdecker:

Als ich noch ein Radiobastler war, hieß die Elektronenquelle „Kathode” und war ein Röhrchen, das innen mit einem Glühdraht beheizt worden ist.

Das Röhrchen hat eine Beschichtung aus einem Pulver, dessen Beschaffenheit und Herkunt immer sehr geheimnisvoll war.

Außerhalb ist eine Drahtspirale, genannt Gitter 1. Damit werden die Elektronen gesteuert, die von der Kathode weg zur Anode hin fliegen.

Alles zusammen ist in einer Glasbirne untergebracht, die evakuiert ist. Auf Deutsch heißt das Röhre. Manche Röhren haben mehr als 1 Gitter, ich habe viele Kennlinien auswendig gekannt, jetzt nicht mehr.

:-)

GL

Ich hab sowas ähnliches mal gesehen: da wurde Thermolumineszenz untersucht. Die Probe war nicht in einem Röhrchen, sondern auf einer Schale aus Platinblech. Die wurde mit (viel) Strom erwärmt, und das Licht untersucht.

Thomas Prufer

Am 03.03.2025 um 19:58 schrieb Klaus Bahner:

Genau. Und falls das gezeigte Ding schon mal in Betrieb war, wird es dabei jedenfalls nicht sehr heiß. Sonst würde es jetzt ganz anders aussehen.

Am 06.03.2025 um 09:23 schrieb Mathias Weierganz:

Anlauffarben? Im Hochvakuum? IBTD

Bernd

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