Aber nur, wenn der Erbe es eh' nicht weiterführen will.
Gruß Oliver
Aber nur, wenn der Erbe es eh' nicht weiterführen will.
Gruß Oliver
Am Wed, 28 May 2008 19:04:00 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:
Soll erst, und zwar mit 15 Jahren Frist. Und dann auch nicht mit jedem Jahr abgeschmolzen sondern bis zum Ende komplett fällig wenn Arbeitsplätze über xx Prozent abgebaut werden. IMHO völlig absurd.
Nun ja, es wird wie immer Geld gebraucht.
Lutz
Klar, klingt vernuenftig. Schliesslich wirst du dafuer gesorgt haben das deine Kinder eine deutlich bessere Ausbildung haben wenn du es zu ordentlich Kohle gebracht hast. Warum sollen die sie dann nicht nutzen und selbst etwas hinbekommen wo sie doch schon deutlich bessere Startbedingungen hatten?
Olaf
Gerrit Heitsch schrieb:
Ja war so in der Diskussion, wenn dir nach 9 Jahren erfolgreicher Betriebsweiterführung im letzten Jahr der Laden aus welchem Grund auch immer um die Ohren fliegt zahlst du die Steuer komplett nach.
Diese Risiko dürfte heute niemand tragen wollen oder wer kann schon die wirtschaftliche Situation für 2017 vorhersehen?
Butzo
Am Wed, 28 May 2008 19:06:41 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:
Schau die dir mal an und dann überlege, wie der Wert eines Unternehmens im Erbfall ermittelt wird.
Geplant ist wohl 9 (oder 11, bin nicht sicher) x den Jahresgewinn abzgl. Vergütung für einen Geschäftsführer (wenn vorher Inhabergeführt).
Davon werden dann noch fiktive Steuern auf das Einkommen abgezogen, der Rest ist das, was zum Erbteil gehört.
Auch mit Freibetrag: da kommt einiges an Erbschaftsteuer zusammen. Und möglicherweise läuft es ja die nächsten Jahre ohne den vorherigen Inhaber gar nicht mehr so?
Lutz
Wobei man aber der Fairness halber ergaenzen muss, dass die Grundsteuern in USA erheblich hoeher als anderswo sind. Bei uns in Kalifornien sind sie dank einer Beinahe-Revolte der Waehler etwa bei 1.2%. Pro Jahr abzudruecken! D.h. bei einem Haus normaler Groesse locker >$3K an den Fiskus des Staates.
In manchen linkslastigen Staaten ist die Grundsteuer so erdrueckend, dass ich nie auf die Idee kaeme, dort hin zu ziehen.
Am Wed, 28 May 2008 19:24:50 +0200 schrieb horst-d.winzler:
Dazu habe ich auch noch was:
1960 griff der Spitzensteuersatz beim 17-fachen des Durchschnittseinkommens, heute (der etwas niedrigere) bereits beim 1,4-fachen. Die kalte Progression lässt grüßen.Die Steuerpflicht beginnt unmittelbar über dem Existenzminimum, steigt dort dann im Verhältnis zum sonstigen Anstieg aber sehr steil um die Ausfälle durch die medienwirksame Senkung des Eingangssteuersatzes nicht zu gross werden zu lassen. Dadurch lohnt sich zusätzliche Anstrengung gerade bei kleinen Einkommen überproportional nicht. Flankiert wird das davon dass in dem Bereich dann auch viele Sozialleistungen wegfallen. Unabhängig vom Einkommen wird im unteren Bereich also viel egalisiert, zu eigenen Anstrengungen spornt das nicht an.
Bei grossen Einkommen wurde die systemfremde und populistische 'Reichensteuer' dazugepackt (soll übrigens nach einigen Plänen von bisher
250T zukünftig ab 125T Euro Einkommen im Jahr erhoben werden), den Solidaritätszuschlag hat man nach wie vor nicht in die allgemeine Steuerformel eingearbeitet.Absurder Murks, es fehlt einfach der Mut mal einen über den gesamten Bereich gleichmässig ansteigenden Steuertarif zu erarbeiten, dessen Anfangs- und Endpunkt jedes Jahr mit der Inflation angepasst wird.
Lutz
Am Wed, 28 May 2008 10:41:23 -0700 schrieb Joerg:
Geht das nach dem Wert des Grundstücks oder der gesamten Immobilie. Wie wird das dann ermittelt?
Lutz
Das ist einer der dezenten Schritte von sozial nach sozialistisch. Auf gut Deutsch als ABM verkappte Teil-Enteignung.
Die Erfahrung zeigt, dass dieses Geld irgendwann auch verplempert ist und dann wird nach neuen Schroepfmoeglichkeiten gebohrt.
Am Wed, 28 May 2008 19:38:15 +0200 schrieb Olaf Kaluza:
Ich kenne die Argumente.
Lutz
Kommt doch wohl eher auf Input Output an ;-)
Wird die Grunstückstax bei euch nicht von den Kommunen erhoben?
Es wird der Kaufpreis der Immobilie genommen und dann jaehrlich draufgepackt. Die Waehler in Kalifornien haben das auf 2% pro Jahr gedeckelt (Gott sei Dank fuer Volksentscheide!), aber von links wird da staendig dran herumgebohrt.
Es gibt Ausnahmen. Z.B. kann bei alten Leuten gestundet werden, kommt dann als Grundlast aufs Haeuschen. In anderen Gegenden werden sie dagegen aus dem eigenen Haus herausbesteuert. Manchmal kann man bei Umzug im gleichen County den alten Steuersatz mitnehmen.
Das ist beinahe das Patentrezept, wie man Schwarzarbeit foerdert :-(
[...]
So einfach kann das nicht sein, sonst verkauf ich mein Haus an meinen Freund fuer $1 und er verkauft es mir fuer $1 wieder zurueck. Schon waere die Grundsteuer nur noch 2 Cent pro Jahr...
Gerrit
Tut es, aber dann muss der Input (=Gehalt) so hoch sein, dass Unternehmen anderswo hin gehen.
Schon, aber in vielen Gegenden wird deren Hoehe weitgehend vom Bundesstaat geregelt. Man muss das _vor_ der Wahl eines Wohnortes alles genau auskundschaften. Ein Grund, warum wir z.B. in El Dorado County wohnen. Unsere Maklerin war recht beeindruckt, dass wir das von Deutschland aus gemacht hatten.
Iss nich. Bei "Freundschaftspreisen" gilt der Assessed Value und das will man bei der derzeitigen Marktlage nicht wirklich.
Also doch kein freier Markt bei euch?
Gerrit
Freier Markt schon, Beschiss nicht :-)
Sonst wuerde hier eines Tages die halbe Volkswirtschaft ins Barter System abgleiten und aus diesem Sektor laege das Steueraufkommen dann bei Null.
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