Wasser-Warnmelder

May 16, 2020 Last reply: 6 years ago 48 Replies
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Hallo NGs!



Nachdem wir Hier[tm] beim Starkregen Anfang dieser Woche mal wieder Wasser im Keller hatten, würde ich gerne eine geeignete Warneinrichtung installieren, um wenigstens nicht bei jedem (Stark-)Regen zur Kontrolle in den Keller dackeln zu müssen.[1]



Folgende Anforderungen hätte ich an eine solche Warneinrichtung:


- Eine zumindest halbwegs fertige Lösung. (Für "Low-Level"- Elektronikbasteleien fehlen mir leider Zeit und Muße.)


- Schon flache Pfützen müssen detektiert werden, Schwimmerschalter o.ä. scheiden also aus.


- Mindestens zwei unabhängige "Messstellen", die ca. 10-15m auseinander liegen.


- Mindestens zwei getrennte Alarmierungen: 1.) Piepser/Hupe/Sirene o.ä. vor Ort 2.) Elektronisch via E-Mail o.ä. - aber *NICHT* über irgendeine obskure (Hersteller-)Klaut. Zur Not wäre dafür auch ein einfacher potentialfreier Schaltausgang OK; in der Nähe hängt ohnehin noch ein 24/7 laufender Raspberry Pi, den ich mit dieser Aufgabe mit-betrauen könnte.



Was könnt Ihr mir dazu passend empfehlen?



Natürlich habe ich auch schon selbst ein wenig recherchiert, und bin dabei auf den Schabus SHT5000[2] gestoßen. Hat jemand Erfahrung damit? Taugt das 'was?


TIA,



Sebastian



PS: XP dse & drh, f'up2 dse



_____ [1] Um entsprechenden Kommentaren vorzugreifen: Ja, wir haben konstruktiv schon unternommen, was sinnvoll möglich war/ist, um das Eindringen von Regenwasser in den Keller schon von vornherein zu verhindern. Reicht halt nur leider bei Starkregen nicht immer aus. [2]

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Ich habe mit den Wassersensoren (noch) keine Erfahrung, aber ich bin überglücklich mit den verschiedenen anderen Sensoren von Xiaomi, die unter der Sub-Marke "Aqara" verkauft werden (werden per ZigBee angesteuert). Vorteil der ZigBee-Sensoren (aller Hersteller, bei Z-Wave ist es ähnlich): Laufen ca. 2 Jahre mit einer Knopfzelle.

Ich würde erwarten, daß die Aquara-Wassersensoren auch so gut laufen wie der Rest:

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Auf AliExpress kriegst du es vielleicht schon um 9 Euro oder so.

Das "Aqara Hub required" stimmt so nicht ganz, man braucht nur irgendein "universelles" ZigBee-Hub, z.B. das von Dresden Elektronik (USB-Stick oder Raspi-Aufsatzplatine für jeweils ca. 40 Euro). Bei Dresden Elektronik ist vor allem die Software deCONZ/Phoscon (ja, das mit der Terminologie ist bescheuert, die Software ist aber gut) wirklich nett gemacht, alles plug and play:

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Eine Mail-Alarmierung (oder was auch immer) damit auszulösen ist einfach. Gibt noch etliche andere Hard/Softwarecombos mit denen man diese Sensoren ansprechen kann. Ich nehme Home Assistant, eine "rundum sorglos-Lösung", man kann aber zig andere Sachen verwenden (fhem, ioBroker, Node Red, OpenHAB ...).

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Vorteil der ZigBee-Sensoren: Man kann sie quasi überall "verstreuen" ohne große Rücksicht auf Stromversorgung, Befestigung etc. Wenn der Empfang nicht reicht, dann kann man "Router" dazwischenschalten, z.B. die von Ikea:

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Aber im Prinzip tut es fast jedes Netzversorgte ZigBee-Gerät, egal ob Philips Hue, Ikea Tradfri oder was auch immer.

Die beschriebene Lösung ist für 1-2 Sensoren vielleicht overkill, aber wenn man weiß, daß man langfristig 5 oder

10 Sensoren übers Haus verstreuen will, dann zahlt es sich aus.

/ralph

Sebastian Suchanek schrieb:

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MfG Rupert

Am 16.05.2020 um 09:04 schrieb Sebastian Suchanek:

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Ich habe es ausprobiert; funktioniert.

Prüfstellen kann man in Reihe schalten.

HTH

Sebastian Suchanek snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

Auch wenn es nur wenige deiner Wünsche erfüllt möchte ich diese primitive aber zuverlässige Lösung doch erwähnen:

Ein Stückchen Würfelzucker und ein Mikroschalter. Da kann man auch mehrere "Sensoren" parallel schalten.

Dann bist du ja hier vorsaetzlich OT oder?

Du hast etwas ganz wichtiges vergessen. Du brauchst auch irgendeine Art von Alarm wenn die Elektronik kaputt ist.

Das Problem mit solchen Kram ist das er ja viele Jahre still in der Ecke steht und es keiner merkt wenn er irgendwann den Geist aufgegeben hat. Deshalb ja auch der Testknopf an deinen Brandmeldern den du regelmaessig nutz oder? .-)

Olaf

Detektiert als dual use sicher auch zuverlässig: Schaben, Mäuse, Ameisen... :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 16.05.20 um 09:04 schrieb Sebastian Suchanek:

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Wäre zumindest Preiswert. Die Frage ist immer ob Langzeit-Zuverlässig gegeben ist. Bei so seltenen Ereignissen sollten man regelmässig prüfen ob die Sensorik/Meldekette funktioniert.

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Am 16.05.2020 um 11:02 schrieb Rupert Haselbeck:

Da zeigt sich der wahre Ingenieur :-)

DoDi

Sebastian Suchanek snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

Jeder Gank mach schlank.

Wie oft kommt bei Dir so ein Starkregen denn vor?

Wenn Du nicht basteln willst, warum postest Du dann überhaupt in de.rec.heimwerken?

Das dürfte kein Problem sein.

Ich dachte, Du möchstest nicht basteln?

Bei uns zuhause im Waschkeller hat diese Aufgabe jahrzehntelang eine Minimalschaltung mit einem 4011 erledigt, der von einer Blockbatterie gespeist war (die ewig gehalten hat).

Neulich mal habe ich in einem Baumarkt für 3 Euro oder so einen Fensteralarm gekauft, den ein Bastler problemlos für diese Aufgabe modifizieren könnte. Der eingebaute Piezolautsprecher ist mit Sicherheit laut genug, daß Du ihn auch durch geschlossene Türen hindurch im Erdgeschoß hörst. Das spart das Verlegen des Kabels. Aber Du wolltest ja etwas ganz Fertiges.

Keine Ahnung. Probiers doch einfach aus. Rein elektronisch gesehen ist diese Aufgabe ja kein Hexenwerk.

(Bei Eigenkonstruktionen muß man darauf achten, daß die Kontakte einigermaßen korrosionsfest sind -- obwohl sie ja normalerweise im Trockenen stehen),

Am 16.05.2020 um 12:33 schrieb Wolfgang Allinger:

Das kam mir auch sofort in den Sinn. Dann muß der Anwender entscheiden, ob er Filter gegen unerwünschte Auslöser hinzufügen möchte. Ins Regal gestellt kann man so auch die Triggerschwelle für den Starkregen einstellen.

Kann es auch vorkommen, daß der Sensor auf besonders hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel...) anspricht?

DoDi

Was macht ihr eigentlich wenn der Warner euch warnt? Betroffen zuschauen wie das Wasser steigt? Ich koennte mir ja noch vorstellen das man automatisch eine Pumpe einschaltet. Aber die gibt es doch fertig mit Schwimmerschalter.

Mein Opa hatte uebrigens extra eine Gummimatte, eine Stahlplatte und einen Holzstempel mit Keil. Wenn es Starkregen gab hat er das ganz schnell auf den Abfluss in seinem Keller gebaut. Da stand das Wasser dann halt bei den Nachbarn einen halben Meter hoeher. :-D

Olaf

Da hab ich auch drüber gerätselt.

Dein Opa war wohl bei der Marine oder gar U-Boot Fahrer :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ein zusammengedrückter und getrockneter Schwamm ist sehr klein, und wenn er naß wird, dehnt er sich stark aus und kann einen Schalter betätigen.

Am 16.05.2020 um 16:18 schrieb Helmut Schellong:

Das klingt mir jetzt stark nach Naturschwamm, von Haushaltsschwämmen kenne ich so ein Verhalten nicht. Dann müßte bei Naturschwamm die Luftfeuchtigkeit, natürliche Zersetzung, Fraß usw. berücksichtigt werden. Und wenn der Schwamm erst einmal weg ist, kann er den Auslöser nicht mehr betätigen :-(

DoDi

Thus spoke olaf:

Zugegebenermaßen ein valider Punkt. Aber wegen zwei oder drei Wassermeldern gleich eine ganze Homematic-Installation o.ä. (wie von anderen hier vorgeschlagen und die meinem Verständnis nach eine Selbstüberwachung bieten würde) aufzuziehen, erscheint mir doch irgendwie Overkill zu sein.

Schwierig...

Tschüs,

Sebastian

Kein Naturschwamm. Und das funktioniert über Jahrzehnte hinweg. Ich habe das an Weißer Ware realisiert gesehen.

Ja, den fand ich wirklich eine geniale Lösung. Kein Standby-Verbrauch, wenige Teile und simpler Test (kurz anheben).

Gerrit

Die Eigenschaften sind zu großen Teilen exzellent: Stromverbrauch = 0, bis zum Aktivwerden. Superbillig und wieder einsetzbar. Schwammgröße und Betätigungsrichtung beliebig. Betätigungshöhe des Sensors ab 0 mm. Ein Schwamm, wie zum Lötkolbenabstreifen, kann verwendet werden. Als Schalter kann auch eine simple Eigenkonstruktion verwendet werden.

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