Im Physik-LK wurden wir von unserem Lehrer auf eine =C3=A4hnliche Weise "reingelegt":
Thema war die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass die =C3=84nderung des elektrischen Feldes ein um den Strom "gewickeltes" Magnetfeld hervorruft. In die andere Richtung funktioniert das aber auch.
Der Demonstrationsversuch sieht normalerweise so aus:
Eine Glaskugel (Durchmesser ca. 10cm) wurde mit Neon bei niedrigem Druck gef=C3=BCllt (wie in einer Gasentladungsr=C3=B6hre). Um=
die Kugel herum sind 5 Windungen Draht gewickelt, parall daran h=C3=A4ngt ein Kondensator. Das ganze wird an einen Sendeverst=C3=A4rke= r angeschlossen, der auf Resonanzfrequenz eingestellt wird und wenn man den Raum dunkel macht kann man ein schwaches ringf=C3=B6rmiges Leuchten sehen.
Was macht unser Lehrer: Anstatt einem Sendeverst=C3=A4rker und dem normalen Kondensator wird die Kugel an eine Leidener Flasche und Funkenstrecke angeschlossen. Die Ringentladung in der Kugel war verdammt hell und vermutlich haben in den 2 Sekunden, die das Teil in Betrieb war alle Rundfunkempf=C3=A4nger im Umkreis von 5km (oder so ;-)) nur Knattern empfangen.
Und 13 Physik-LK-Sch=C3=BCler hatten die n=C3=A4chste Stunde =C3=BCber = ein intensives, ringf=C3=B6rmiges, cyanes Nachbild rund um das Zentrum sch=C3=A4rfsten Sehens :-)
Wolfgang Draxinger
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