Und man kriegt sie doch kaputt (Eneloop Lite)

Nov 03, 2024 Last reply: 1 year ago 39 Replies

Meine Vermutung: Der Ladeteil ist irgendwann mal zu NiCd Zeiten zusammen- geschustert worden und dann hat man es dabei gelassen, "tut ja".

Man liest sich, Alex.

Am 05.11.2024 um 18:19 schrieb Volker Bartheld:

Ja, wer ein Ladegerät oder auch nur eine Ladefunktion für irgendein akkubetriebenes Gerät entwickelt weis das. Blöder weise ist das bei Schnurlostelefonen aber anders. Offensichtlich baute der erste Mensch der vor Jahrzehnten ein Schnurlostelefon entwickelte, freilich noch zu NiCd-Zeiten diesen Scheiß, und genau das zieht sich bis heute durch diesen Nieschenmarkt. Alles im Bereich von C/15 bis etwa C/8 Dauerladung und mA über die Zeit aufaddieren für die Ladestandsanzeige.

Sicherlich kann man das heute so machen. Aber mir ist kein Hersteller bekannt der so etwas für ein Schnurlostelefon realisiert hat.

Das ist das nächste Problem. Wieviel mAh ein Akku zu haben hat, bestimmt die Gauge im Handteil, nicht der Nutzer durch einlegen eines anderen Akkutypes.

Das Kernproblem des OP's aber ist die falsche Nutzung den Schnurlostelefones. Wer solch ein Handteil als Hörer und die Ladeschale als Telefongabel nutzt, wie der OP offensichtlich, darf kaum erwarten das seine Akkus länger als 2-3Jahre, je nach Akkutype sogar <2 Jahre lebt. Die sinnvolle Nutzung solcher Handteile schließt ein das sie weniger in der Ladeschale stehen als das sie entladen werden.

Meine Nutzung: Handteil kommt nur über Nacht in die Ladeschale, also täglich etwa 6h laden und die restlichen 18h wird das Handteil eben genutzt. In diesem Nutzungsmuster waren Akkuausfälle gefühlt nur alle

5-7 Jahre ein Thema. Wobei ich von AAA seit langem weg bin. Seit guten 5 Jahre habe ich hier AVM-Handteile mit LiPo, die ich bis heute nicht tauschen musste.

Gerade bei Handteilen von Schnurlos-Telefonen habe ich alle Hoffnung aufgegeben. Allerdings ist das Kernproblem des OP's, nämlich totladen von Akkus nicht nur auf DECT-Handteile beschränkt.

Selbst da wo korrekte, moderne Schaltungstechnik zur Landung angewendet werden, gibt es diesen Effekt. Beispielsweise bei Motorola und Ladeschalen für Betriebsfunkgeräte. Egal ob die GP340/360/380 oder heutige TETRA-Handfunken die zwar alle eine Ladeschlußbegrenzung haben. Wer aber sein Handfunkgerät nur alle paar Wochen oder Monate mal braucht und die Teile sonst in den Ladeschalen stecken, darf alle 12-18 Monate neue Akkus kaufen. Je nach Type 35-75€ je Stück. Grund: Ladeerhalt! Nach der Schnell-Ladung werden dauerhaft locker

100-200mA rein gedrückt. Das mag durchaus C/10 sein für ein 2Ah Akku. Aber über Wochen und immer wieder, überlebt solch ein Akku nicht.

Ich verstehe nicht warum du permanent den MCP1630 erwähnst. Natürlich kann man ihn verwenden zum Laden von NiMH...aber als Lader für NiMH ist der MCP1630 doch erschreckend dumm. Spannungserfassung, Stromerfassung, Ladezeitbegrenzung, oder auch CCCV-Regelung kann er nicht. Er ist lediglich ein PWM-Schaltregler. Alle Funktionen die Sinn machen als Ladeschaltung, übernimmt in deiner AN ein PIC mit seinem ADC.

Diese Aussage habe ich auch keineswegs bestritten. Allerdings verwunderte es mich das sich im Jahre 2024 darüber noch derart aufregt.

Nun, das ist eine übliche Anweisung von BDA's, der ich so pauschal aber auch nicht traue. Denn wer es als Hersteller schon vergeigt eine simple Spannungsmessung hin zu bekommen, wie viel verlass ist dann auf eine zuverlässige Entladeschlußspannung?

Jürgen Hüser

Das auch meine Vermutung. Die Always-On-Gen-Z braucht solch Anachronismen eh nicht mehr, das ist nur noch ein Zugeständnis an Dinosaurier wie uns. "Seniorentelefon".

Kommt drauf an, wieviel Du quatscht. Bei mir kommt das Handteil alle 1-2 Wochen mal auf die Ladeschale. Eben dann, wenn es leer ist und Selbstabschaltung macht. Manchmal merke ich das auch erst später und freue mich, daß der Tag so ruhig verlaufen ist. Erreichbarkeit wird überbewertet.

Amen. Löst sich auf ganz biologische Weise, wie mir mal der Meister des Hauses ganz im Vertrauen mitteilte, als sich das streitsüchtige Rentnerehepaar nebenan aufpudelte, weil ich die Chuzpe besaß, im Radlkeller im Lichte einer Wannenleuchte (30W-LED-Retrofit) meinen platten Reifen zu flicken und damit schamlos vom Gemeinschaftsstrom zu parasitieren. Ebendieses Ehepaar, das sich wegen gewisser Gebrechlichkeiten der Hüfte natürlich nicht zu schade ist, wegen jeder Treppenstufe den Aufzug zu bemühen.

Genau mein Humor.

Ich auch nicht. Vermutlich gibts dedizierte NiMH-Lade-ICs für die Hälfte. Kam mir bei einer lustlosen Google-Suche halt nicht unter.

Wenn ich mich aufrege, liest sich das anders. Zudem muß ich den Scheiß ja glücklicherweise nicht kaufen.

Keiner. Deswegen nehme ich mein Handteil halt am nächsten Morgen runter und reite vergnügt in den realen Sonnenaufgang. Während Gen-Z noch am SozWeb- Schlaufernsprecher irgendwelchen Influenzas folgt.

Volker

"Wirklich tiefentladen" bedeutet bei mehrzelligen Akkus, mindestens einer wurde umgepolt. Deine Schutzschaltung scheint zu funktionieren.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Hi Jürgen,

Solch pauschale Aussagen sind per se falsch. Es mag einzelne Hersteller geben, deren Produktlinien solche Fehler haben und nie ausgemerzt wurden. Ich habe hier ziemlich langjährige DECT-Telefone von Panasonic und ein Noname Namens "Sopran" im Einsatz. Keines davon hat solche Probleme. Und nein ... die Telefone lagern in den zugehörigen Ladeschalen, jahrein und jahraus seit sicher > 15 Jahren und darin befinden sich keine Eneloops oder sonstige Spezialakkus, sondern Akkus aus den Verkäufen von Aldi, Norma & Co.

Sagte die Tante, die alles Schnurlostelefone kannte.

Marte

Was die Zellen nicht mögen ist umpolen, nur entladen aber noch positive Spannung ist deutlich weniger problematisch.

Gerrit

Sind einzelne Zellen (4x), aber anscheinend immer zwei in Reihe geschaltet. Der Ansmann-Lader will die dann meist nicht mehr, aber NiteCore und ThruNite kennen da keine Gnade und packen die wieder voll.

Man liest sich, Alex.

Leider bei unbalancierten Zellen in Reihenschaltung nicht unbedingt auszuschließen. Kam bei meinen Eneloops bislang nicht vor, man muß sich aber auch ziemlich anstrengen, damit gutartige Geräte mit ordentlicher Entladeschlußerkennung das tun.

Volker

Nach mehreren Tagen Rumgelade hat jetzt auch der letzte klein beigegeben. Ich habe ihn zuletzt mit manuell auf 250 mA reduziertem Entladestrom entladen, bis das Ladegerät bei Entladeschlussspannung abschaltet, dann eine Weile zur Seite gelegt, worauf die Spannung sich erholt hat, und das mehrfach wiederholt. Irgendwann hat er dann statt 10 plötzlich 400 mAh geliefert und bei einem anschließenden Testlauf wieder eine sinnvolle Kapazität gezeigt.

PS: Ja, die gerade vollgeladenen Akkus werden von den Ladeschalen als leer gemeldet und gleich weitergeladen.

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Ich habe den wichtigen Teil mal hervorgehoben. Ich habe hier durchaus Geräte, die NiMH Akkus hemmungslos auf < 0.8V leersaugen.

Man liest sich, Alex.

Habe jetzt stichprobenartig zwei HR-4UTGA einer Kapzitätsmessung unterzogen. Da schien mir das DECT-Handteil etwas früh abzuschalten.

Ein paar (Ent)Ladezyklen mit 1C ergaben bei Beweisstück A eine Kapazität von

700mAh und bei Beweisstück B eine Kapazität von 710mAh. Quasi neuwertig. Die Akkus wurden jahrelang auf einer Siemens Gigaset Ladeschale gefoltert, aber natürlich nicht in Dauerladung, sondern nur von Entladeschluß-Selbstabschaltung bis Anzeige "voll".

Wenn ich ab Selbstabschaltung des Handteils den Computerlader bemühe, gehen ungefähr 350mAh rein. Ich sag ja: Die Akkumanagementstrategie des Siemens Gigaset C2 ist Scheiße. Ich behaupte sogar: Die Akkumanagementstrategie aller derzeit auf dem Markt befindlichen DECT-Telefonevon Siemens ist Scheiße.

Und der Einsatz von Eneloop Lite an Schnurlostelefonen ist Hysterie.

Volker

Ich habe die genommen, weil es halt Markenware mit bekannter Qualität ist. Bei alternativen Herstellern habe ich keinen Überblick, was man sinnvoll nehmen könnte.

cu Michael

Schaltet da wirklich mehr ab als die Animation in der Anzeige? Das Gerät braucht doch weiter Strom. Bei Lithium oder Blei könnte man auf eine Erhaltungskonstantspannung gehen, bei Nickel aber nicht.

Ich habe das hier nicht untersucht und werde es nicht tun. Selbst die normalen Akkus halten akzeptabel lange und bei den jetzt eingesetzen blauen mache ich mir gar keine Sorgen, auch wenn sie viel zu neu sind, um das beurteilen zu können.

Wieso? Teurer sind sie nicht und die Kapazität reicht völlig aus. Warum also beim ohnhin nötigen Neukauf nicht die nehmen?

"Michael Schwingen" schrieb am 19.11.2024 um 20:16:34:

Ich habe seit einiger Zeit welche von Varta im Einsatz (AA, 800 mAh). Die gab's ausgesprochen günstig beim hiesigen "Action"-Markt. Ich betreibe sie in

2 Telekom Sinus 206, bisher sind sie unauffällig.

Gruß

Michael

Ich glaube, das ist alles ein Missverständnis. Wenn ich mir die Panasonic-Reklame so anschaue, dann zielt sie nicht darauf ab, dass die Lite für bestimmte Anwendungen wie Schnurlostelefone besser geeignet seien, sondern dass sie _gut genug_, dafür aber billiger sind. So werden sie auch für den Einsatz in Wanduhren beworben, wo die Zahl der Ladezyklen keine Rolle spielt.

Da die Lite in der Praxis keinen Preisvorteil bieten, spricht eigentlich nichts für ihren Einsatz. Umgekehrt spricht aber auch nichts dagegen, so dass von Hysterie zu sprechen selber unnötig hysterisch ist.

Hallo Axel,

Du schriebst am Tue, 19 Nov 2024 22:58:19 +0100:

Vorsicht - es scheint, Du verwechselst hier Li und NiMH! _Gerade_ li-Akkus mögen Erhaltungsladung überhaupt nicht. Da kann es sogar passieren, daß die _überladen_, die Spannung übe den Maximalwert steigt, und im schlimmsten Fall der Akku überhitzt. Dagegen sollten NiMH-, und noch mehr die alten NiCd-, Akkus eine mäßige Dauerladung eher verkraften, ohne die sie sich halt sonst relativ bald selbst entladen. (Selbstentladung bei NiMH ~ 3 Monate, Li > 1 Jahr.)

"Michael Landenberger" snipped-for-privacy@web.de schrieb:

das kommt mir aber recht wenig vor. Nicht doch AAA?

"Heiner Hass" schrieb am 20.11.2024 um 22:53:13:

Hast recht, es sind AAA. Hatte ich falsch in Erinnerung. Aber die 800 mAh stimmen ;-)

Gruß

Michael

Sieghard Schicktanz schrieb:

Bei LiIon muss man jede Zellchemie vermeiden, die ist immer destruktiv. Daher ist der Coulomb-Wirkungsgrad nahe 100%.

Anders bei NiMH und dergleichen. Da stehen ja Schachen drauf wie:

2500 mAh, Laden: 7 Stunden mit 500 mA. Überladen im Li-Sinne ist da Teil des Konzepts.

Hallo Rolf,

Du schriebst am Sun, 1 Dec 2024 00:06:55 +0100:

Allerdings sehr unterschiedlich intensiv - LMC ist da recht "ergiebig", LFP dagegen deutlich weniger. Zumindest mir ist kein nachgewiesener Fall einer Selbstentzündung von LFP-Akkus mit einigermaßen funktionierendem BMS bekannt. Bei LMC passiert das "häufiger".

Das liegt wohl vor allem an den Elektrolyten, die sich weniger leicht ersetzen und weniger Nebenreaktionen unterhalten.

Naja, die halten das aus, "Teil des Konzepts" ist das eher bei Blei-Akkus, die gerne mal ein bisserl "aufgekocht" werden zur Egalisierung. NiCd war besser beim Verkraften von Überladung, aber auch da ist mir mal eine Zelle beim Laden in einem _überwachenden_ Ladegerät durchgegangen.

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