uC und Relais (wo wir schon mal dabei sind)

Jan 05, 2004 6 Replies

Hallo!



Ich habe vor ein 12V Relais mit einem 5V betriebenen Microcontroller zu schalten.



Dafür wollte ich an den Portpin einfach das Gate eines Logic-Level-N-Kanal-Mosfets anschließen, der Mosfet wiederum arbeitet als Schalter, also Source auf gemeinsamer Masse und Drain ans Relais. Das Relais bekommt natürlich auf der Niederspannungsseite eine Freilaufdiode. Die "Leistungsseite" schaltet eine 220V, 100W Lampe (2-facher Umschalter). Muss hier auch ein RC-Netzwerk angeschlossen werden oder reicht es hier das Relais überzudimensionieren, ist ja fast eine rein-ohmsche Last? "Schottet" der Mosfet den Controller schon genug vom Relais ab?



Was habe ich alles falsch gemacht?



Noch einen Widerstand in die Portpin-Mosfet-Leitung um den Strom auf Microcontrollerspezifikation zu halten- den ziemlich(...) kurzen Entladestromstoß von einem kleinen LL-Mosfet sollte der Microcontroller doch auch ohne Widerstand schaffen, oder (nicht hauen ;))?



Danke!



MfG, Heiko.


Eine Glühlampe hat einen deutlich höheren Einschalt- als Bestriebsstrom. Deine Überlegung, überzudimensionieren, ist also in Ordnung. Ein RC-Netzwerk ist bei annähernd ohmschen Lasten unnötig.

Die Drain-Gate-Kapazität liegt im Bereich 10 bis 500pF (je nach MOSFET-Typ) - darüber koppelt natürlich der Ein- und Abschaltimpuls zurück auf den Controller.

Deswegen - und wegen der zuvor beschriebene Rückwirkung - wäre es im Sinne einer sauber dimensionierten Schaltung nicht verkehrt, einen Serienwiderstand in´s Gate zu schalten. Unkritisch, würde sagen

470 Ohm oder 1kOhm ist in Ordnung. Nur wenn Du PWM machen wolltest, dann ist die Dimensionierung kritisch.

Die Tücke liegt natürlich im Detail: Wenn der Controller so in der Schaltung liegt, dass Masseströme des Relais durch das Massenetz des Controllers fließen, dann wirst Du "seltsame" Probleme bekommen. Auch die Induktionsspannung des Relais ist nicht zu vernachlässigen: Leiterbahnen von und zum Controller sollten keinesfalls in der Nähe des Relais vorbeigeschleift werden und die Versorgung des Controllers und auch dessen Reset-Anschluss muss mit Kondensatoren abgeblockt werden, um die vagabundierenden Transienten vom Relaisschalten sicher zu unterdrücken. Die Spikes vom Relais breiten sich natürlich nicht nur auf der Masse aus, sondern auch auf der Versorgungsspannung des Relais - also sorgfältig routen.

Thomas.

Gut.

Aha, ok.

Nein, der schaltet nur einmal ein und nach einer Sekunde wieder aus (nicht periodisch natürlich).

Wird in Streifenraster gemacht- das Relais bekommt seine eigene Platine. Ich würde dann die Masse direkt vom Netzteil-Siebelko nehmen und keinerlei Masseverbindung vom Controller dorthin führen (wurde hier ja schon im einem anderen Thread angemerkt).

Oh- den Resetanschluss hab ich übersehen- danke!

Naja, das Relais sitzt extern, also kann hier nur was auf den Leitungen zur Platine passieren, aber die Leitungen müssen ja nunmal da hin...

Also bis jetzt kommt das Relais direkt an den Siebelko und die einzige Verbindung zur Controllerplatine wird die Portpinleitung über den Widerstand sein.

MfG, Heiko.

Du scheinst zuviel Geld zu haben. Was spricht gegen einen simplen NPN Transistor? Gibts auch schon fertig mit eingebauten Vorwiderständen für diverse Logikpegel. Dem Relais sind die zusätzlichen 0,2V Spannungsabfall ziemlich egal.

Hmm... So teuer sind die ja auch nicht(36 Cent oder so?), außerdem bezahl ich es nicht ;)

Trotzdem interessiert mich das "schon fertig mit eingebauten Vorwiderständen für diverse Logikpegel"- hast du da mal ne Nummer?

Danke!

MfG, Heiko.

Hmm... So teuer sind die ja auch nicht(36 Cent oder so?), außerdem bezahl ich es nicht ;)

Trotzdem interessiert mich das "schon fertig mit eingebauten Vorwiderständen für diverse Logikpegel"- hast du da mal ne Nummer?

Danke!

MfG, Heiko.

Schau mal z.B. nach den BCR Typen von Infineon, oder einfach im Farnell Katalog nach Digitaltransistoren.

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