uC -> Relais -> Rolltor (Motor) die zweite

Feb 09, 2004 6 Replies

Hi!



Vor einiger Zeit habe ich ja schonmal zu meinem "uC steuert Rolltor"-Problem geschrieben. Es ging darum, dass der Motor scheinbar den uC so stört, dass dieser ständig einen Reset durchführt.



Jetzt hab ich folgende Maßnahmen getroffen:


  1. Umbau der Schaltung nach Mawins Vorschlag, die Relais über die Transistoren mit der Sekundärspannug des Trafos (nicht vom 7805) zu speisen.


  1. Entstörung der Schütze mit RC-Gliedern von Murr-Elektronik (glücklicherweise direkt bei uns ums Eck)

  2. Entstörung des Motors mit Varistoren

Die Schaltung läuft nun wesentlich stabiler. Allerdings hab ich immernoch Störungen, ca. bei 1 von 10 Motorläufen. Mit dem Oszilloskop habe ich mir nun die Spannung am uC angeschaut, jedesmal wenn der Motor anläuft sind deutliche Störungen zu erkennen. Zum Testen hab ich jetzt statt der Varistoren die Schütz-Entstör-Glieder zwischen L1-L2, L2-L3 und L1-L3 geschaltet. Jetzt sind die Störungen am uC nicht mehr vorhanden.



Fragen:


  1. Die Varistoren werden gegen die hohen Anlaufströme des Motors eingesetzt und behen deswegen nicht mein Problem?


  1. Wie kann man meine Schaltung entstören, d.h. trotz störendem Motor sicher machen? ein Hersteller von Vor-Ort-Steuerstellen für Rolltore kann ja nicht von seinen Kunden verlangen, dass der Motor entstört wird. Oder doch?



Also erstmal vielen Dank an alle, die mir schon damals sehr geholfen haben!



Gruss, Florian



Florian Schenk schrieb:

Varistoren kappen hohe Induktionsspitzen beim Schalten von Induktivitäten(hier:Motor), die ansonsten hochfrequent über das Netzteil in die Schaltung streuen.

Den Lastkreis sauber trennen, auch räumlich, ggf. separates Schütz für den Lastkreis. Ist sichergestellt, daß die Störungen nicht etwa durch da Schalten einer Relaisspule entstehen?

Gruss Udo

Das ist sicher, ich hab den Motor abgeklemmt und mitm Oszi überprüft. Da waren nur die Relais und die Schütze dran und die Spannung sah OK aus.

Gruss, Florian

Hatte vor Jahren mal ein ähnliches Problem, mit einem uC-System, das in einer Maschine steckte, in der ein Haufen Gleichstrommotoren und ein Drehstrommotor von einer anderen Steuerung (mit gemeinsamer Stromversorgung) geschaltet wurden. Da kam es auch sporadisch zu Ausfällen bzw. Resets des erstgenannten Systems. Wir haben es weitgehend in den Griff bekommen durch Parallelschalten eines

5V-Varistors und einer 6,8V-Transzorber-Diode.

Wahrscheinlich liegt das Problem hauptsächlich in einer kapazitiven Einkopplung der Motor(einschalt)ströme auf den Rest der Schaltung. Auch Optokoppler bzw. Halbleiterrelais können beträchtliche Koppelkapazitäten haben, Relais sowieso. Erstmal sollte man das Übel an der Wurzel bekämpfen, Entstörglieder (direkt) am Motor sind da schon mal ein guter Anfang. Vielleicht hilft auch Dämpfung der Steuerleitungen direkt am Relais (RC-Glieder), oder zusätzliche galvanische Trennung der Relais-Steuerleitungen durch Optokoppler.

Winfried Büchsenschütz

Florian Schenk schrieb:

Also ich kenn jetzt nicht deinen genauen Aufbau des uC, aber das hört sich nach einem unsauberen Layout / Design an.

  1. Alle Eingänge mit Ferrit->100n abblocken.
  2. Spannung des uC mit VCC->Ferrit->100n abblocken.
  3. Resetleitung mit Kondensator abblocken !!!
  4. Wenns ein "alter ATMEL AVR" , einen neuen ATMEGA nehmen.
  5. Eingangsfilter für die Versorgungsspannung

wenn alles nichts genutzt hat das Buch " Triologie der Induktivitäten " von Würth kaufen und noch einmal von vorne anfangen.

mfg Andreas

RC-Kombination an Reset und ja keinen Classic-AVR benutzen...

cu,

Aguja

::Update::

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snipped-for-privacy@web.de (Winfried Buechsenschuetz) schrieb:

Hi!

Sind Transzorber-Dioden Überspannungsschutzdioden vom Typ 1,5KE, P6KE oder wieder andere?

Gruß Jürgen

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