TRIAC testen

Aug 03, 2006 18 Replies

Was ist die einfachste Methode einen TRIAC zu testen. Bauteil ist ausgebaut. Hat man mit Ohmmeter eine Chance? Oder lässt sich das Bauteil nur funktionsspezifisch mit Zündimpuls usw. prüfen?


Jochen Tanneberger schrieb:

Nicht alleine.

Letztlich nur so. Also ab ans Labornetzteil mit dem Ding.

Gruß Dieter

Hallo!

Jochen Tanneberger schrieb:

Ja, sowas in der Art.

Der klassische Trick für Triacs und Transistoren ist mit einem Oszilloskop im XY-Betrieb und einem Wechselstrom-Netzteil bzw. -Trafo mit so etwa 10-12V AC. Das Ganze ist ein rudimentärer Kennlinienschreiber (X = Spannung, Y = Strom).

AC1 ~ ----------*-------*--------------- Oszi X+Y *) | | RRR RRR ca. 1kOhm R R R R ca. 1kOhm R R R R RRR RRR | | | O--------------- Oszi X | Collector, Basis,Gate *---O Anode, Drain | RRR O Emitter, ca. 200Ohm R R | Kathode, R R | Source RRR | | | AC2 ~ ----------*-------*--------------- Oszi GND

*) Der Trick klappt nur, wenn das Oszilloskop im XY-Modus auf dem Y-Kanal Ch1-Ch2 darstellen kann. Die alten analogen Hamegs können das zum Beispiel, wenn man XY, Add und Invert gleichzeitig einschaltet. Moderne Digiscopes können das natürlich auch. Andernfalls müsste man Oszi-GND an den Kollektor hängen, womit man natürlich möglicherweise Störungen einfängt.

Mit der Schaltung lassen sich NPN/PNP-Transistoren, Triacs, Thyristoren, MOSFETs und auch Dioden sehr schnell grob testen.

Jedes Bauteil liefert ein ganz Charakteristisches Bild, wenn es funktioniert. (Bitte selber ausprobieren. Hier enden die Künste der ASCII-Grafik.) Im defekten Zustand ergibt sich üblicherweise ein völlig anderes Bild. Meist Kurzschluss (senkrechte Linie), kein Durchgang (Waagerechte) oder Ohmsch (Diagonale).

Marcel

Jochen Tanneberger schrieb:

ut.

Ein einfacher Grobtest l=E4sst sich mit Klingeltrafo, Gl=FChlampe und einem Steuersignal f=FCrs Gate machen. Gruss Harald

"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...

Danke aber eine Qualitätsprüfung sollte es ja nicht werden.

Gruß

Jochen

"Marcel Müller" schrieb im Newsbeitrag news:44d250c3$0$18518$ snipped-for-privacy@newsread2.arcor-online.net...

Danke, dass ist jetzt zwar die typische normale Prüfung in der Elektronikwerkstatt aber ich werde sie mir zur Genüge ziehen. Wenn es mehr werden, werde ich diese Prüfanordnung anwenden.

Gruß

Jochen

"Harald Wilhelms" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@h48g2000cwc.googlegroups.com...

ausgebaut.

Ein einfacher Grobtest lässt sich mit Klingeltrafo, Glühlampe und einem Steuersignal fürs Gate machen.

Genau, warum komme ich da nicht selber drauf. Man kann den TRIAC ja auch mal in einen Dimmer setzen und gucken, ob sich ein Verbraucher dimmen lässt. Die Schaltung muss natürlich dem TRIAC zugeordnet sein. Danke.

Gruß

Jochen

Jochen Tanneberger schrieb:

Genau danach hast du aber gefragt. Wenn du die Möglichkeit nicht hast, oder dir die Mühe nicht machen willst, dann tausch das Ding halt auf Verdacht aus.

Gruß Dieter

Jochen Tanneberger schrieb:

mal

Da ein Dimmer ausser dem Triac nur noch ca. 4 weitere Bauelemente hat, kann man das auch schnell auf dem Labortisch zusammenl=F6ten. Da ein Triac auch gern einen Kurzschluss zwischen den Hauptanschl=FCssen hat, w=FCrde ich auch eher mit Niederspannung pr=FCfen. Eine normale Dimmerschaltung mit Diac funktioniert aber mit Niederspannung nicht! (Achtung, manche Triacs haben den Diac gleich mit eingebaut.) Gruss Harald

1000 V AC _ist_ Niederspannung. Eventuell ist Kleinspannung (bis 50 V AC) gemeint.
mfg Rolf Bombach

Harald Wilhelms schrieb:

Mit der passenden Last wohl eher unkritisch. Oder willst Du den Triac direkt an die Netzspannung legen?

- Udo

Rolf_Bombach schrieb:

Ich dachte immer, Hochspannung ist laut VDE/ÖVE als Spannung ab 1000 Volt (AC) definiert.

Ich kenne das z.B. von Neontrafos her, wo bei Trafos mit 990 Volt Leerlaufspannung laut Herstellerprospekt "kein Fachpersonal für die Montage" erforderlich ist, bei den Geräten mit >1000 Volt aber bereits ein Elektriker mit Hochspannungskonzession ran muss.

Neonanlagen mit 1750 Volt Leerlaufspannung (des Neontrafos) werden da bereits als "Hochspannungssystem" bezeichnet, solche mit 990 Volt noch als "Niederspannungssystem".

MFG, Andy

Dieser Artikel stellt meine unmaßgebliche und möglicherweise falsche Privatmeinung dar. Das Lesen und die Nutzung des Textes erfolgt auf eigene Gefahr. Bei ungewollten Auswirkungen auf Mitbewohner, Haustiere oder Computer-Festplatten kann keine Haftung übernommen werden.

"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...

Es ist eher die Möglichkeit nicht gegeben, Bauteile aus Verdacht auszutauschen. Es müsste dann eine Entscheidung getroffen werden und eine Einkaufsliste geschrieben werden und die soll ja nur so lang sein wie nötig. Sonst klar, Austauschen und sehen, was passiert aber das brauchen wir ja hier nicht zu diskutieren. Es sind aber für mich nun ausreichend Empfehlungen hier angekommen, damit lässt sich was anfangen. Daher, danke nochmal an alle.

Gruß

Jochen

Andreas Haimberger schrieb:

Naja, wenn, dann *über* 1kV. Aber gerade im deutschsprachigen Raum wird meist feiner unterschieden. Da gibts dann Nieder-, Mittel-, Hoch- und Höchstspannung.

Was so ein paar Volt ausmachen....

dto.

Gruß Dieter

"Jochen Tanneberger" schrieb im Newsbeitrag news:eat37n$g64$ snipped-for-privacy@tamarack.fernuni-hagen.de...

Siehe de.sci.electronics FAQ:

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F.13.1. MOS-Transistoren (hinter F.13. Bauteile prüfen) und suche dort TRIAC

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"MaWin" schrieb im Newsbeitrag news:eb1o5t$qq7$ snipped-for-privacy@online.de...

ausgebaut.

Das ist toll:

"Ein Thyristor oder TRIAC hat einen Zündstrom und einen Haltestrom (meist

50mA). Man schliesst A (A2) über eine ca. 12V/50mA Glühlampe an + und K (A1) an - einer 9V Batterie an. Die Lampe bleibt aus. Verbindet man G über 180 Ohm mit + der Batterie, geht die Lampe an und bleibt an, auch wenn man G wieder abtrennt oder mit - verbindet. Sie geht erst aus, wenn die Lampe kurz abgeklemmt wird oder (trickreicher) der TRIAC mit einem Taster (der eignet sich dann auch zum Lampentest) überbrückt wird."

Danke, genau das habe ich gesucht. Vielen Dank für den Link der FAQ.

Gruß

Jochen

Rolf_Bombach schrieb:

Hier waren 8V gemeint. Ich werde das in Zukunft "Klingelspannung" nennen. :-) Gruss Harald

Hallo Harald,

Wir wollten mal unsere Lehrerin ärgern, indem wir unseren Schulgong vernsteuern wollten. TG fordert ja Technische Lösungen auch für Streiche. Also Fernsteuerspielzeug geschlachtet und kleines Relais und 9V-Block, sollte reichen für einen Gong. In der Pause eingebaut und dann getestet, Funkstille... Nun ja, abwarten bis zur nächsten Pause, weil die Stunde beginnt gleich. Kein Gong zur Stunde, nur ein bischen Rauch aus der Dose :-( Kein Gong zum Ende der Stunde :-((( Das war anderst geplant gewesen. Lehrerin dennoch pünktlich rausgeworfen, schließlich brauchten wir die Zeit für die Fehlerdiagnose:

Diese olle Schulklingel arbeitet mit 220 V. Wie dieses Minirelais aussah, brauche ich nicht mehr erwähnen, oder?

Martes Anekdote zum Thema "Klingelspannung"

Schon klar, aber heute ist selbst die typische Klingelspannung

230 V.
mfg Rolf Bombach

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