TRIAC Ansteuerung

Apr 26, 2005 15 Replies

Hi Leute, ich beschäftige mich das erste mal mit TRIACs und finde einfach keine schönen Erklärungen zu den Dingern.



Ich habe hier nen BT138-600, den ich mit einem Optokoppler IL410 anfahre.



Der Triac soll 24V AC schalten.



Auf dem Steckbrett funktioniert das mit einem Gate-Vorwiderstand von



47Ohm und dem Optokoppler zwischen Gate und Terminal 2.

Habe ich das so richtig verschaltet? Wie kritisch ist der Gate-Vorwiderstand? Wie dimensioniert man den?



Kennt jemand ne Seite im Netz, die das Dimensionieren von Triac-Schaltungen beschreibt. Die Beschreibung aus dem ELKO finde ich etwas zu knapp.



Grüße Michael


"Michael Rübig" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Du musst den Zuendstrom sicher ueberschreiten. Ich glaub dein BT138 hat 10mA in Quadrant I (A2 und G positiv zu A1) und III (A2 und G negativ zu A1), und (U-1.5 (GateTriggerVoltage max) )/47=10mA es reichen 2V, bei (24V-1.5V)/47Ohm fliessen 500mA < PeakGateCurrent von 2A, du hast also eine Zuendwinkelmoeglichkeit von 3,6 bis 176,4 Grad, was sicher genug ist, R koennte auch groesser sein wenn der IL410 (kein Datenblatt) nicht kurzzeitig die 500mA aushaelt.

Philips hat appchp6.pdf (siehe FAQ) und ST die AN1863 MICROCONTROLLER AND TRIACS ON THE 110/240V MAINS

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Nochwas:

Es funktioniert doch nicht so, wie ich mir das vorstelle.

VCC + | | | |T1 .--------. _|_ | | ___ V_A BT138 | 6|-|___|-----/ | | | |T2 |IL4108 | | | | | | 4|-------------o | | | '--------' | === GND

Als Test habe ich keine Last dran sondern mein Labornetzteil mit 100mA Begrenzung. Wenn Vcc kleiner als 10V ist, bekomme ich das Teil noch gezündet, wenn Vcc größer 10V ist, nicht mehr, auch nicht mit 40mA durch den Eingang des Optokopplers. Das ändern des Gate-Vorwiderstandes auf 10Ohm brachte keine Verbesserung. Später soll das Ding mal Wechselspannung schalten.

Grüße Michael

Michael Rübig schrieb:

Hallo Michael, mit Gleichspannung wird das nichts. Nimm also 24V AC und schließe eine Last an, die den Haltestrom des Triac (siehe Datenblatt) überschreitet.

Gruß Michael (auch)

Michael Rübig schrieb:

Hi Michael,

Dein IL410 hat eine Zero-Cross-Detection. D.h. der Ausgangstriac wird nur in der nähe des Phasennnulldurchgangs gezündet. Das funktioniert mit Gleichspannung nicht. Hol Dir hier das Datenblatt:

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Gruß Stefan

Hi,

Hab ich schon gehabt. OK, dann weiß ich nun auch, was der Zero-Crossing-Detector macht. Ich hab mir vorsichtshalber eh schon einen OK ohne diesen Zusatz bestellt (MOC 3012), hatte das schon vermutet.

Grüße Michael

Michael R=FCbig schrieb:

Hallo,

und trotzdem sind die Thyristoren so erst mal nur f=FCr Wechselspannung=20 geeignet. Wenn die erst gez=FCndet sind braucht man den Nulldurchgang um =

sie zu l=F6schen, also wieder zu sperren.

Also bitte mit 24 V AC testen, warum willst Du Dir das Leben unn=F6tig=20 schwer machen. Ein Buch =FCber Thyristoren w=E4re aber auch nicht schlecht.

Bye

Hi,

Das weiß ich. Soll ja später auch Wechselspannung schalten

Mache ich doch gar nicht. Wenn ich mit DC und Labornetzteil teste, kann ich genau prüfen, bei welchen Spannungen was ist, zum Löschen drehe ich die Spannung kurz runter und wieder hoch, so kann ich in Ruhe die 4 Quadranten anschauen und simulieren. Da brauche ich nicht das dicke Oszi an meinen Schreibtisch zu schleppen. Später werde ichs dann brauchen, klar.

Naja, prinzipiell hab ichs offenbar inzwischen verstanden. Und ein Buch nur über Thyristoren ist entweder nur ein Heft oder Overkill.

Ich werde mir bei Gelegenheit mal die von MaWin erwähnten AppNotes reinziehen.

Michael

Michael Rübig schrieb:

Prinzip ist eine Sache,...

...auch über die nichtidealen Eigenschaften Bescheid zu wissen eine andere.

Dann schau dir auch mal die AppNote von ONSemi bzgl. Snubbernetzwerken bei Triacs/Thyristoren an.

Gruß Dieter

Hi

Stimmt. Dummerweise kann ich mich nicht erinnern, im Studium jemals einen Thyristor oder Triac länger als 10 Minuten behandelt zu haben. (FH Karlsruhe, Nachrichtentechnik)

Mach ich, danke. Da das Ding 24VAC eines Trafos schalten soll, habe ich ja noch die Streuinduktivität der Sekundärwicklung. Wenn das Dingens jetzt einfach abschaltet, gibts wahrscheinlich nette Spitzen. Also ein RC über den Triac und wie ich das dimensioniere, steht wohl in einer der App-Notes drin.

Michael

Am Wed, 27 Apr 2005 14:39:20 +0200 schrieb Michael Rübig :

Thyristoren haben in der Nachrichtentechnik auch nicht (mehr) viele Anwendungen. Früher gabs noch Thy. Ablenkungen im Fernseher, heute sind Ablenkungen fast schon mit den CRTs im Aussterben.

Martin

Hi,

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Mit dem Link lande ich komischerweise nicht in der Appnote. Ansonsten finde ich keine alternative Quelle.

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Die Nummer stimmt, das Thema aber nicht. grmpf

Ich wühle mal weiter im Netz ...

Michael

Hi,

Naja, da steht ja nicht wirklich viel über den TRIAC selbst drin. Und die da verwendeten Triacs brauchen wohl keine Snubber.

Michael

"Michael Rübig" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Dann frag mal Philips, wo die Seite hin ist:

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Bloederweise haelt sich jede Firma mehrere Menschen, die staendig nichts anderes zu tun haben, als deren WebPraesenz unsinnigerweise umzuarbeiten (=beweis das ihre eigene Fassung von gestern nichts taugte), so das zum Pflegen einer LinkList kein einzelner Mensch dem staendigen Umorganisieren hinterherkommt.

Richtig asuchen:

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(Beides Sucaktionen haben mich keine 30 Sekunde gekostet. Ist denn die Bedienung des Internets so schwer ? Computer-Illiterate ?)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hi,

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Hatte ich auch gefunden, der Link ist allerdings auch tot.

Hatte ich dann doch gefunden. Steht aber nicht arg viel drin.

Michael

Uff, kann mich noch dumpf an "Frequenz-Thyristoren" erinnern, welche bis ca. 25 kHz in Umrichtern verwendet wurden. War IIRC Murks, da Durchschussgefahr zu gross. Sind mir auch schon welche abgefackelt, grösstes Problem war die Wieder- beschaffung. Die wurden durch MOS ersetzt, später auch IGBT, falls Frequenz nicht zu hoch.

mfg Rolf Bombach

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