Gleichrichterschaltung mit Triac?

Apr 19, 2004 19 Replies

Hi,



ich möchte eine Gleichrichterschaltung bestehend aus Triacs herstellen. Vier von diesen Bauteilen stehen mir zur Verfügung (Typ 7808).



Wie muss ich das machen? Wie sieht der Schaltplan dafür aus?



Zum Zwecke der Übung: wir möchten mit einem Schweißtrafo VA schweißen, benötigen dafür aber Gleich- statt Wechselstrom, damit ein durchgängiger Schweißfluss ent- steht. Wir haben es mittels zwei starken Dioden probiert, die wir noch hatten, aber diese "Glättung" reichte wohl nicht. Da wir keine weiteren starken Dioden mehr haben, sondern nur noch vier von diesen "dicken" Triacs, frage ich mich, ob man nicht auch eine Gleichrichterschaltung mit Triacs bauen kann...


Vielen Dank und Gruß, Nils


Also auf die Schaltung mit Triacs bin ich auch gespannt.

Ich wüßte nicht, warum ein Triac besser glätten sollte als eine Diode. Beide tun das eigentlich gar nicht. Geglättet wird normalerweise mit Kondensatoren hinter den Dioden. Welche Anforderungen beim Schweissen entstehen weiß ich auch nicht, aber wenn ich mal raten soll, können hohe Spannungsspitzen entstehen, so daß man mit der Spannungsfestigkeit ein bißchen großzügig sein sollte.

nobs

Vier

benötigen

Schweißfluss ent-

hatten,

Dioden

mich,

Hallo!

Wie hattet ihr die beiden Dioden verschaltet? Wie leistungsfähig waren die Dioden. Triacs sind zum bauen eines Gleichrichters relativ ungeeignet, ich weis nicht ob's überhaupt geht. Jedenfalls nicht besser als mit Dioden. Was für einen Trafo habt ihr überhaupt als Schweißtrafo?

mfg. Markus Haastert

Den kenne ich nur als Spannungsregler, sicher das es Triacs sind?

Lutz

Nils Beyer schrieb:

Es gibt die bekannte Brückengleichrichterschaltung, in der zwei Dioden durch Thyristoren ersetzt werden und somit erlauben, den Phasenanschnittswinkel zu bestimmen, indem die Thyristoren der betreffenden Halbwelle erst an einem bestimmten Zeitpunkt gezündet werden.

Ob diese Anwendung beim Schweissen Sinn ergibt, weiss ich allerdings nicht.

- Udo

Vier

durch

zu

bestimmten

nicht.

Ja, das steuern des Zündwinkels macht beim Schweißen Sinn, so kann der Schweißstrom einfach gesteuert werden. Bei Wechselstromschweißtrafo's geht das ja nur über die Verstellung des Eisenkerns oder (moderner) auch irgentwie elektronisch. Da ist das einstellen über Thyristoren weniger aufwändig. Ob allerdings eine halb- oder vollgesteuerte Brücke dafür verwendet wird, darüber müsste ich mich auch mal näher informieren.

mfg. Markus

benötigen

ent-

NILS? DER Nils Beyer, der sich (damals) einen unsterblichen Platz in der d.s.e NG mit dem langen Thread über Oszilloskop und Tastkopf geschaffen hat?

Dann wundert mich nix mehr bei diesem thread mit den Triacs.

scnr, Andreas

"TekMan" schrieb:

Oh ne, der Andreas. ;-))

Wieso? Ideen war'n doch damals genug da. Außerdem hat Perry Rhodan ja auch nicht wirklich darunter gelitten, oder? ;-)))

Aber, im Ernst: meine Frage ist echt ernst gemeint, wie man Triacs als normale Dioden zur Vollgleichrichtung schalten kann...

Schön, mal wieder was von Dir gelesen zu haben und Grüße, Nils

Sorry, hast Recht. Die komplette Angabe: "IR 100AC100 7808"...

Gruß, Nils

"Markus Haastert" schrieb:

Zwei parallel in eine der Ausgangsleitungen vom Trafo.

Weiß ich nicht, aber so Schweißströme halten sie aus (ca. 200A).

Ein normaler, elektronisch einstellbarer Schweißtrafo für 380V, welcher einen maximalen Schweißstrom von 200A liefern kann (ziemlich groß und schwer das Teil).

Es geht ja eigentlich nur darum, ob und wie man Triacs als Dioden zur Vollweggleichrichtung einsetzen kann, da wir keine von den 200A-Dioden mehr haben.

Ist wirklich keine lebensnotwendige Frage, eher nur eine Interessenfrage...

Danke und Gruß, Nils

Nils Beyer schrieb:

Elektronisch einstellbar? Was liefert er denn am Ausgang (vor dem Gleichrichter)? Eine reine 50Hz-Wechselspannung oder ist da schon irgendwas moduliert?

Man kann Thyristoren einsetzen und diese mit einem schnelle Signal dauertriggern, also mit >1kHz, dann verhalten sie sich bei einer

50Hz-Gleichrichtung ähnlich wie Dioden.

- Udo

"Udo Piechottka" schrieb:

Ja, er hat einen Stufenschalter für die Stromwahl mit sechs Stufen. Maximum

200A.

Hmm, gute Frage. Weiß ich nicht. Aber nach dem Aufbau zu beurteilen, also, dass, was ich so innen drin sehen kann, scheint da nichts mehr moduliert zu werden -> reiner 50Hz-Wechselstrom.

Hmm, mal ein Oszilloskop dran zu halten wäre wohl zu riskant, oder?

Jau, das wäre doch schon was. 1kHz zu 50Hz ist schon wesentlich kontinuierlicher. Also, geht das auch mit Triacs?

Wenn das meine beiden Schweißleitungen (Masse und Schweißdrahtklemme) sind:

-------------------------------------------------------------- S

-------------------------------------------------------------- M

Wie müssen da die Triacs dann verschaltet werden?

Vielen Dank und Gruß, Nils

Markus Haastert schrieb:

Gibt das beim Schweißen nicht Probleme mit Oberwellen, wenn ich da eine Phasenanschnittsteuerung verwende? Schließlich ist doch die Stromstärke ziemlich hoch. Naja, aber wahrscheinlich stört der Lichtbogen da noch mehr.

Zum Problem des OPs: Ich glaube nicht, dass ein Triac da irgend einen Sinn macht, schließlich richtet ein Triac ja nicht einmal gleich, da sollte es dann schon ein Thyristor sein. Und Bauteile mit 78xx kenne ich auch nur als Gleichspannungsregler.

IMHO ist die ganz normale Dioden-Brückenschaltung mit entsprechenden Dioden am sinnvollsten. Hätte der Trafo einen Mittelabgriff, wären für die Zweipuls-Mittelpunkt-Schaltung auch nur zwei Dioden nötig.

Wolfgang

Wenn ich mich recht erinnere sind TRIACs doch zwei antiparallel geschaltete Thyristoren mit einem Zündeingang für Phasenanschnittsteuerungen bei Wechselstrom. Einen Thyristor könntest du benutzen aber ein TRIAC nicht! Und wie ich gerade oben gelesen habe wird es eh sehr knapp, denn ich weiß nicht ob man einen Spannungsregler als 200A-Diode verwenden kann :-)? Das macht ja eine Verlustleistung von 0,7V * 200A = 140 W und das bei einem TO-220 Gehäuse, wäre mal was neues :-). Such dir passende Dioden (möglichst Schottky um die Verlustleistung niedrig zu halten) und sei glücklich damit.

Gruß Thomas

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"Thomas Stegemann" schrieb:

Ok, werde ich machen. Habe ich mich mir aber schon irgendwie gedacht, dass das nicht gehen kann. Damit wäre das Thema erledigt...

Vielen Dank an Alle und Gruß, Nils

Wechselstrom.

Er könnte die ja jeweils so ansteuern, dass immer nur in der richtigen Halbwelle gezündet wird.

Elegant ist aber was anderes ...

Lutz

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"Nils Beyer" schrieb:

Natürlich nicht (nicht so simpel wie bei Thyristoren): das ist ja genau der Unterschied zwischen Thyristoren und Triacs, daß die einen von selbst in einer Richtung sperren, die anderen nicht.

Du könntest das sicher mit einer aufwendigeren elektronischen Ansteuerung hinbekommen, aber darüber darfst Du dann auch mal selbst nachdenken.

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

Man kann sich auch mit einem Lötkolben die Haare trocknen. Falls der zu heiss wird kann man ja eine entsprechende Regelung vorschalten... SCNR Harald

Nils Beyer schrieb:

Die Spannung ist sicher kleiner als 230V, meist kleiner 70V, das sollte ein Oszi schon aushalten. Wenn das Gerät aber HF- oder Überlagerungszündung macht, dann hätte ich ums Oszi Angst. So ein Feature steht normal aber deutlich drauf (weil teuer :-) ) und ist eindeutig erkannbar, da man dann mit der Elektrode zum Zünden nicht berühren muß. Der Schweißstrom soll und wird ja nicht durchs Oszi geleitet.

Martin

Wechselstrom.

Bei den Induktivitäten im Spiel gibt das schnell Kommutierungs- probleme. Thyristoren haben da eine Halbwelle lang Zeit... Und dann müsste man noch den Zündzeitpunkt genau hinkriegen, nicht zu früh ;-). Selbst bei Thyristoren kann's da Ärger geben. Bei einem Thyristor-3P-Gleichrichter, den wir mal als Netzgerät verwendet hatten, wurde der Zündimpuls von jeweils der vorhereilenden Phase entnommen, allerdings war dann die Drehrichtung in der Dose falsch angeschlossen. Gab dann so was wie einen 20kW Sägezahngenerator.

mfg Rolf Bombach

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