Hallo,
für folgende Halbbrückenmodule muß ich eine Ansteuerung entwerfen.
- Schaltfrequenz 5 MHz max.
- geschaltet wird eine kapazitive Last (Pockels-Zelle)
- zu schaltende Spannung ist 300-500 V
- 1 TTL-Signal
Da die Brücke nur umschalten soll, wird eine Hälfte mit dem FN-Pin so konfiguriert, daß sie das Steuersignal intern invertiert.
Die Steuersignale für die beiden Hälften müssen ja galvanisch isoliert werden. Da mache ich mir nun Sorgen, ob durch diese Isolierung eine Laufzeitverzögerung entstehen kann, die dazu führt, daß kurzzeitig ein Kurzschluß über das ganze Modul entsteht (beide Hälften leiten).
Als Isolator hatte ich zunächst einen ADUM2400 im Auge. Da finde ich im Datenblatt aber keine Angabe über die Delay-Verteilung zweier Bauteile zueinander.
Nun bin ich auf den ISO721 gestoßen. Da ist ein Part-to-part skew von maximal 3 ns angegeben. Das sollte doch ausreichend sein, oder?
Die isolierte Versorgung soll mit einem DCDC-Wandler (etwa Traco TEN
8-1212) realisiert werden. Leider steht im Datenblatt nicht, welche Differenzspannung zwischen Eingang und Ausgang dauerhaft anliegen darf. Habt ihr da Erfahrungen?
Im Design Guide des DRF1400 sind Gleichtaktdrosseln sowohl im isolierten Signalpfad als auch in der isolierten Versorgungsspannung erwähnt. Ist das bei Verwendung des ISO721 und eines DCDC-Wandlers noch notwendig?
Gibt es sonst noch Hinweise, was zu beachten wäre?
Vielen Dank, Holger