Supertex T/R Switch ICs

Mar 09, 2013 59 Replies

Hallo,



es gibt ja von Supertex diese T/R Switches fuer 100 und 130V. MD0100, MD



0101, MD0105.

Kennt jeman welche die hoeher gehen, so bis 200-300V.



Oder kann man da einfach mehrere Dioden in Reihe antiparrallel davorschalten?


Gruss, Mark

Der TX810 von TI schafft m.W. auch nicht ueber +/-100V. Fuer mehr ist einfach kein ausreichender Markt da.

Da wuerde ich eher vorschlagen einen klassischen passiven T/R Switch aus Dioden zu entwerfen. Fall das von den Eigenschaften her nicht reicht dann einen aus FETs, wird aber Arbeit.

Die BAS21 hat sich bei mir immer als recht dankbar erwiesen. Inzwischen gibt es auch SiC und so weiter, die allerdings saftig kosten.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ich werde es erstmal bei meinem Diodennetzwerk belassen.

Gibts die SiC auch in klein? Ich hab bis jetzt nur Dpack gefunden.

Gruss, Mark

Mark schrieb:

vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was das bringen soll erschließt sich mir nicht.

Wenn Du die Foldback-Characteristik (das ist ja der Witz an den Supertex-Teilen) nicht benötigst, kannst Du zwei Verarmungs-Mosfets und ggf. einen Widerstand als bidirektionale Strombegrenzungsschaltung verwenden. Bei 300V ergibt das allerdings je nach benötigtem "On"-Widerstand schon ordentlich Leistung (die Ugs-Schwelle kannst Du Dir leider nicht gut aussuchen). Aber das Problem hast Du ja auch beim Diodenschalter.

Diskret mit Foldback ist aufwendiger.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen http://oliverbetz.de/

Ich habe letztes Jahr welche im 10TQFN benutzt, etwas ueber 3mm Kantenlaenge:

formatting link

SOT89 gibt es auch:

formatting link

Aber die haben alle recht viel Kapazitaet.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Wie diese T/R Schalter genau aufgebaut sind, weis ich auch nicht. Kann ich nur vom Blockschaltbild erahnen. Wenn ich die Funktionsweise richtig verstanden habe, sind das gesteuerte Widerstaende, je nach Groesse der anliegenden Spannung. Also kleine Signale durchlassen und grosse Spannungsspitzen sperren. Da die Teile nur bis 100V gehen, koennte ich auch irgendwie den 300V Impuls auf unter 100V vorher begrenzen. Ich weis auch nicht wie diese Teile arbeiten, wenn man sie in Reihe schaltet, geht glaube ich nicht.

Derzeit mache ich das mit Dioden und Widerstaenden, funktioniert eigentlich, wenn auch verbesserumgsbeduerftig.

Gruss, Mark

Mark schrieb:

da verstehe ich halt nicht, wie das mit "Dioden in Reihe antiparallel davor" klappen sollte.

Ohne zusätzliche Beschaltung wohl kaum, nach meinem Verständnis ergäbe das einen Oszillator.

Verlust am Widerstand ist U²*R - unangenehm... Deshalb habe ich Dir Verarmungs-FETs vorgeschlagen => Strombegrenzung, Verlustleistung linear zur Spannung.

D G-. S | | | +-R-+ | | | S '-G D

Für unipolare Spannungen reicht natürlich ein einziger FET..

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen http://oliverbetz.de/

Ich meinte einfach antiprallele Dioden gegen masse, und um die Durchlasspannung zu erhoehen, einfach 3 davon in Reihe oder so. Dazu noch einen kleinen Widerstand zur Strombegrenzung. Idealerweise sowas wie eine symmetrische Z-Diode, die nach beiden seiten sperrt.

Der Spannungsimpuls is nur ca 100ns lang. Haugigkeit is 4-6 kHz, maximal aber 10 kHz. Und da die Gleichung ja eigentlich U(t)^2*R heist, ist das zu verschmerzen.

Ich kann die Ascii Schaltung nicht lesen, hab hier nur den Newsreader aufm iPhone, am WE werde ich mir das mal am Laptop ansehen.

Gruss, Mark

[...]

Ich weiss jetzt nicht wo und wieviel. Wenn dabei kernig Pulsstrom fliesst sei vorsichtig mit Metalfilm, besonders wenn per Meander Cut getrimmt. Die koennen dann nach laengerer Zeit versagen. Bei T/R Switches sind oft die guten alten Kohleschichtwiderstaende angesagt.

[...]
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Mark schrieb:

was helfen zwei Volt mehr, wenn Dir zweihundert Volt fehlen?

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen http://oliverbetz.de/

Jetzt glaube ich zu verstehen, was Dir fehlt.

Hier die Info: Auf einer Leitung befinden sich zeitlich getrent zwei Arten von Signalen. Einmal der HV Impuls, so 200-300V, ca 100ns lang mit 10ns Anstiegszeit. Der interessiert aber niemanden. Und zum Anderen Sinusfoermige Signale von 500k bis 25 MHz, je nachdem. Ampliduden der Kleinsignale gehen von wenigen mV(und manchmal auch kleiner) bis 1-2V. Die Kleinsignale muessen einem Verstaerker zugefuehrt werden. In unserem Fall wird es warscheinlich der VGA2615 vonTI werden. Der kommt mit den Kleinsignalen gut zurecht, mag aber die HV Impulse nicht so.:-(

Z. Zt. steht halt die Frage an, Pulser mit aufs Board oder wie bisher extra, wenn mit aufs Board, wollte ich die Chance nutzen, alles etwas kleiner zu gestalten. Und da kaehmen mir diese Supertex Teile ganz gelegen, wenn die nur wenigstens bis 200V gehen wuerden. Ich habe mir jedenfalls testweise mal welche bestellt.

Gruss, Mark

Danke fuer den Tip. Hat bisher noch keiner versagt. Ich nehme da bisher immer noch die guten alten bedrahteten 1/4 W Widerstaende, muss mal schsuen, was das fuer welche sind.

Gruss, Mark

die

Kannst mal bei Supertex (z.B. Ken) anfragen ob die inzwischen einen Halbleiterprozess haben der mehr schafft. Vermutlich aber nicht. Der von TI schafft auch nur 100V bipolar.

Das hoert sich aehnlich wie Ultraschall an, bin ich drin aufgewachsen und habe das bis vor ein paar Jahren "hauptamtlich" gemacht. T/R Switches fuer die grossen Geraete haben wir immer diskret aufgebaut, integriert bekaeme man das nur bei Custom Halbleiter-Schmieden auf Boutique-Prozess und bei den ueblichen Med-Tech Stueckzahlen lohnt das kaum.

Inzwischen gibt es BAS21 und dergleichen in winzigen SC-Gehaeusen und als Arrays. Unsereins musste sich in den 80ern noch mit SOT23 in Einzelversion abfinden.

BTW, falls das wirklich Ultraschall ist und Ihr PZT-5H Transducer benutzt, da verschenkt man Energie mit nur einem Puls. Ein Burst von 2-3 Pulsen passt sich der dort ueblichen Bandbreiteganz gut an und bringt mehr Energie raus.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Mark schrieb:

nein, mir war Deine Anwendung schon klar.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen http://oliverbetz.de/

ich

die

Ich habe auch schonmal ueber Burst nachgedacht. Das Echo sollte aber nicht mehr als 1.5 Schwingungen haben. Auch sollte der Fire Impuls moeglichst schnell abgeklungen sein, da manchmal das Nutzsignal schon nach einigen us zu Messen ist.

Gruss, Mark

ich

die

Das muessen wir bei uns im Ultraschall auch, wobei "einige" usec dabei schon zu lang sind. Was habt Ihr denn als Transducer? Selbst mit dem besten Backing-Material aus Onkel Leroy's Geheimkueche kriegt man das nicht gross ueber 40% Bandbreite raus. D.h. selbst wenn Du nur eine Schwingung aufbringst klockert das nach. PVDF waere natuerlich was anderes.

Es gibt dann noch Tricks wie kuenstliche elektronische Abdaempfung nach dem Puls. Ein anderer Trick ist die Wedge. Weiss nicht wie das in Deutsch heisst aber dabei wird zwischen Transducer und Objekt eine zusaetzliche aber sehr verlustarme Strecke angebracht sodass der Transducer in Ruhe "ausklingeln" kann. Sozusagen eine akustische Verzoegerungsleitung.

Und immer an De-Poling ab einer gewissen Pulsamplitude denken. Wenn es unbedingt eine hohe Pulsamplitude sein muss wirst Du wohl nicht um diskrete T/R Switches herumkommen. Sind wir auch nicht, wieso soll's Euch da besser gehen, wo kaemen wir hin ... :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Meinst Du eine Vorlaufstrecke? Ich kenne da Plexiglass. Auch genutzt bei Winkelprüfköpfen.

Ach die Fleischbeschauer... mit ihren niedrigen Schallgeschwindigkeiten.

Umschalter kannste Dir in Metall und erst recht nicht bei Keramik leisten. Da haste gerne auch mal die 1. Echos auf der abfallenden Flanke des Sendeimpulses. Keine Ahnung mehr, wie das gemacht wurde, aber da waren die Empfänger extrem übersteuerungsfest. Prüfköpfe waren da in Faustgrösse. Sehr lang war die Vorlaufstrecke auch nicht, lass das mal

10-30mm gewesen sein.

Ungerne genommen gabs da auch die Vielfach Echos, wenn der Impuls mehrfach im Objekt hin und her tanzte. Schön lustig da die echten Echos von den Geisterechos zu unterscheiden. Laufzeitblenden für die Erwartungsbereiche war dann eine Option. Zeitmultiplex mit mehreren Köpfen auch, damit sich die Kanäle jeweils totlaufen konnten. Es gab auch Köpfe mit Trennung des Senders und Empfängers. Ich hatte Prüfbalken in Walzwerken mit bis zu 256 Köpfen oder auch x-Anordnungen mit 3 Empfängern an einem Sendekopf...

Nein, die Radarfritzen haben das auch nicht drauf :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt! Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p (lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

ich

gesteuerte

die

auf

Also Wedge is fuer Winkel um verschiedenst Arten von US Wellen ins Material zu bringen.

Wenns einfach nur geradeaus gehen soll, heisst das Delay Line. Verzoegerungsblock?

Als ich noch in D war, hatte ich mit Zerstoehrungsfreier Materialpruefung rein gar nix am Hut. Wenn ich heute mit Deutschen ueber Fachliches spreche, fange ich immer an zu stottern und streue einfach die englischen Begriffe mit rein. Schon schrecklich. :-) Ich muss unbedingt mal mehr Doku von der BAM lesen.

Gut zu wissen, das mit dem De-Poling. Unsere Technisonic Transducer sind eigentlich sehr robust, zerstoert hab ich noch keinen. Erwaermt schon. :-)

Gruss, Mark
[...]

Koennte sein dass es so heisst, aber bei denen gibt es oft von den Uebergangsflaechen unangenehme Echos zurueck.

Geht mir auch so, habe allerdings seit meinem Diplom fast alles in Englisch machen muessen. Selbst im Betrieb in Solingen wurde im Engineering meist Englisch gesprochen weil nicht alle Deutsch verstanden.

Wo ist denn Deine neue Heimat?

Da muss ich passen. BAP kenne ich noch, aber BAM? :-)

Kaputt geht der dabei nicht, man muss nur die haemischen Blicke der Leute in der Transducer-Fertigung ertragen wenn man schon wieder was zum Polen abgibt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 13.03.2013 16:49, schrieb Joerg:

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Die mit den guten und nicht den bösen Tschechen/Polen/Russenböllern an Silvester.

Butzo

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