bei Geräten, die aus dem öffentlichen Stromnetz mehr als 75 VA entnehmen, ist ja seit einiger Zeit auf die Einhaltung eines Leistungsfaktors zu achten (bzw. die Verzerrung des Stroms darf nicht zu stark sein).
Ich denke gerade über eine Schaltung nach, bei der mittels Gleichrichtung direkt am Netz eine Last mit bis zu 750 W betrieben werden soll - mit entsprechend unangenehmer Form des Stromes (kurze Spitzen nur an den "Kappen" des Spannungsverlaufes). Ich werde also um eine aktive PFC wohl nicht herumkommen...
Kennt jemand möglichst simple (bzw. einfach anzuwendende) Standardbauteile und/oder Standard-Applikationen für diese Aufgabe in der genannten Leistungsklasse? (Texas/Unitrode macht z.B. geeignete Controller - welche weiteren Hersteller sollte ich in Betracht ziehen?)
Danke,
Dipl.-Ing. Tilmann Reh
Autometer GmbH Siegen - Elektronik nach Maß.
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D
Dieter Wiedmann
Tilmann Reh schrieb:
Drossel!
OnSemi.
Gruß Dieter
T
Tilmann Reh
Dieter Wiedmann schrieb:
Auch noch bei 750W? Diese (passive) Methode scheint mir (ohne es im Detail durchgerechnet zu haben) eher nur für kleinere Leistungen anwendbar zu sein. Aktuelle Schaltnetzteile haben i.d.R. schon ab
100W eine aktive PFC...
Danke, werde dort mal schauen.
Dipl.-Ing. Tilmann Reh
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D
Dieter Wiedmann
Tilmann Reh schrieb:
Nö, passive PFC ist immer noch *sehr* weit verbreitet, braucht halt mehr Platz und wiegt deutlich mehr, ist aber deutlich zuverlässiger.
Gruß Dieter
T
Tilmann Reh
Dieter Wiedmann schrieb:
...und könnte auch kostenmäßig interessant sein - ich werde das mal mit in meine Überlegungen einbeziehen... Hast Du Links mit Tips zur Dimensionierung?
Danke!
Dipl.-Ing. Tilmann Reh
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R
Rafael Deliano
Linear Technology hatte glaube ich ehedem auch mal so ein IC.
Es hieß daß der EU-Grenzwert nach länglichen Verhandlungen genau so gelegt wurde, daß die PC-Hersteller mit einer passiven Drossel gerade noch hinkamen.
MfG JRD
T
Tilmann Reh
Rafael Deliano schrieb:
Stimmt. (Vermutlich haben TI/ON aber ein besseres Preis/Leistungs-Verhältnis...)
Das ist durchaus sehr wahrscheinlich...
Danke,
Dipl.-Ing. Tilmann Reh
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W
Wolfgang Horejsi
"Rafael Deliano" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...
Es ist schon interessant, die Stromaufnahme solch eines PFC-Netzteiles auf dem Oszi anzuschauen. So sinusförmig ist das nicht. Aber es erfüllt wohl (meistens in etwa) die Vorschriften.
Wolfgang Horejsi
D
Dieter Wiedmann
Tilmann Reh schrieb:
Ist gar nicht so einfach in Formeln zu fassen, ich hab das bisher numerisch gelöst (SPICE). Für die Praxis nimmt man dann eine verstellbare Drossel, entweder als Transduktor oder besser mit variablem Luftspalt.
Gruß Dieter
D
Dieter Wiedmann
Wolfgang Horejsi schrieb:
Schau dir mal die Stromaufnahme eines Drehstromasynchronmotors an, je nach Nutenform ganz lustige Kurve.
Eben.
Gruß Dieter
T
Tilmann Reh
Wolfgang Horejsi schrieb:
Genau das ist der Punkt. Was anderes wollen wir ja gar nicht...
(Über Sinn und Unsinn solcher Vorschriften brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Siehe Bleifrei-Debatte etc. pp.)
Dipl.-Ing. Tilmann Reh
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U
Uwe Hercksen
Wolfgang Horejsi schrieb:
auf
wohl
Hallo,
eine sch=F6n sinusf=F6rmige Stromaufnahme bei direkter Netzgleichrichtung= =20 wird wohl auch recht m=FChsam zu erreichen sein. Aber am Oszi wird die=20 Stromaufnahme doch mit PFC hoffentlich besser als ohne aussehen.
Bye
M
Martin Lenz
Am Wed, 27 Oct 2004 10:00:11 +0200 hat Tilmann Reh geschrieben:
ST hat auch welche, aber ich weis nicht, ob die gut sind. Bin nur darauf gestoßen, wei lich überlegt habe, einem selbstgebauten Stroboskop eine aktive Strombegrenzung zu verpassen. 80µF über Diode ans Netz und regelmässig entladen wirft jedes 5. Mal den Leitungsschutzschalter, mit
2*12Ohm davor gehts, aber die werden ordentlich heiß und beim Versuch, das Ding an einem kleinen Aggregat zu betreiben, hats den Taktgenerator (mit C-Netzteil) und die kleine Stereonalage gefetzt.
Martin
M
Martin Lenz
Am Wed, 27 Oct 2004 14:14:20 +0200 hat Dieter Wiedmann geschrieben:
Die Spannungsform des Netzes hier ist auch eher trapezförmig als ein Sinus, gut es werden hier kaum Motoren oder Glühbirnen betrieben, sondern PCs, Labornetzteile und ein paar Leuchtstoffröhren. Was macht da ein PFC eigentlich? Ohmsches Verhalten oder sinusförmige Stromaufnahme?
Martin
D
Dieter Wiedmann
Matthias Weingart schrieb:
Ja.
Gruß Dieter
D
Dieter Wiedmann
Martin Lenz schrieb:
Beides.
Gruß Dieter
D
Dieter Wiedmann
Martin Lenz schrieb:
Gerade vergeblich versucht bei denen sowas zu finden, hast du eine Typennummer parat?
Urks! Die arme Lampe.
Gruß Dieter
M
Martin Lenz
Am Wed, 27 Oct 2004 17:41:17 +0200 hat Dieter Wiedmann geschrieben:
L6561
Und das Aggregat (700W, 2,8A Dauerstrom) hat sich über eine 10A Halbwelle gefolgt von einer gesperrten negativen so gefreut, daß es gleich Spannungsspitzen in die "Gegend" geschickt hat. Hätte ich mir auch vorher denken sollen und wenigstens die 300W Lampen als ohmsche Grundlast anhängen.
Ja, das ist das zweite Problem von dem Ding, zum Glück sind die Lampen nicht teuer. Manchmal gibt es aber Doppelzündungen und die letzte Lampe hat die Plasmakugel auf dem Gewissen :-) Deren HV/50kHz Feld hat den 555 (oder sonstige Teile im Zündschaltkreis) so beeinflußt, das sich eine ziemlich hohe Frequenz ergeben hat und die Lampe gut zum glühen begonnen hat, bevor ich ausschalten konnte.
Der Ursprung der hohen Belastung der Lampe liegt im (vermutlich falschen) Datenblatt/Verpackung der ersten, ursprünglichen lampe. Da war für mehrere Lampen max. Frequenz und max. Energie@max. Frequenz angegeben. 6000/min (also 100/sek) @4Ws (=400W) für eine kleine U Röhre sind natürlich heftig, ich bin eh nur bis max. 10Hz gegangen - kurz gehts und wenns glüht muß man halt zurückdrehen. Die Polarität der Röhre ist auch nicht klar hervorgegangen. Ich hab dann irgendwo ein paar Ersatzröhren für 2,80/St. gefunden - aber langsam würde ich mir einen Sockel wünschen statt Zerlegen und Aus-/Einlöten mit genauer Ausrichtung. Wahrscheinlich würde die Röhre von der Größe her eher 4W als 400W aushalten, aber das ist viel zu schwach
- thats no fun :-) Vor allem könnte man bei kleiner Frequenz ja mehr Ws fahren als bei hoher
- das war auch ein teil der Idee hinter der geregelten Aufladung des Elkos. Aber bis jetzt hatte ich noch nicht genügend Zeit und Lust, das anzugehen und eigentlich lohnt es sich für die kleine Röhre nicht. Und wenn man dann (allerdings im Angebot) sieht, daß man ein Strobo mit
30cm Röhre (1500W) um 140,- fertig kaufen kann, dann lohnt es sich vielleicht gar nicht, da zu basteln. Das sind die Dinger, die sie auf ner Party auch mal Dauerlicht fahren, bis die Elektroden nach 30s gelb glühen, dann reduziert die Ansteuerung die Zündfrequenz - entweder ist da ein e Schaltung drin, die die Leistung/Energie mitrechnet, oder die haben einen guten Thermoschutz, oder die Zündspannung der heißen Röhre ist hoch genug, daß die erstaml nicht zündet.
Martin
M
Matthias Weingart
Dieter Wiedmann wrote in news: snipped-for-privacy@t-online.de:
Die Drossel kommt einfach in Reihe zwischen Gleichrichter und Glätt-C?
M.
Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.
J
Joerg Wunsch
"Martin Lenz" schrieb:
Bekommt man den eigentlich irgendwo einzeln? Ich habe mal ein kaputtes SNT reparieren wollen, in dem ein solcher u. a. den Bach runtergegangen war. (Allerdings war das wohl nicht der einzige Fehler, auch ohne PFC netzteilt das Ding noch nicht.)
Jörg Wunsch
"Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden."
Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc
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