Shunt ersetzen bei Messgerät

Mar 12, 2009 43 Replies

Wenn jeder einzelne Widerstand in einer anderen Mondphase von einem anderen Hersteller ueber einen anderen Distributor zu einem anderen Preis gekauft wird...

...dann hast du eine relativ gute Chance, annaeherd gleich viele SMDs mit

0.95 bis 0.98 und 1.02 bis 1.05 Ohm zu bekommen :-)

Wenn sie alle aus der gleich schlechten Charge kommen, dann haben vielleicht alle gleich schlecht 1.044..0.145 Ohm

Schoenen Gruss Martin

Martin Trautmann schrieb:

Klar ist praktisch die *Wahrscheinlichkeit* größer, dass sich die Widerstände unterscheiden, wenn sie lauter unterschiedliche Vorbedingungen haben. Es ist nur nirgendwo garantiert. Und damit ist jedes herumrechnen damit sinnlos. Es ist im Allgemeinen nicht möglich, aus zwei schlechten Widerständen einen guten zu basteln.

Der Punkt ist ja: Du willst mehrere Widerstände verwenden, weil du die Genauigkeit nicht genau genug messen kannst. Du nimmst also die Gauss-Streuung als Prämisse. Das ist eine falsche Vorbedingung. Wenn du ein genügend genaues Messgerät hättest, könntest du auch einen Widerstand ausmessen und dann die Werte entsprechend kalibrieren.

Das sagt natürlich noch nichts über die Werte von schlechten Widerständen im Betrieb aus, insbesondere der Temperaturkoeffizient dürfte bei einer Anwendung als Shunt kritisch sein.

Lieber einen gescheiten Widerstand kaufen, dann erledigt sich das Problem.

Viele Grüße, Johannes

"Meine Gegenklage gegen dich lautet dann auf bewusste Verlogenheit, verlästerung von Gott, Bibel und mir und bewusster Blasphemie." -- Prophet und Visionär Hans Joss aka HJP in de.sci.physik

Was für ein Abgleich, da wird nix abgeglichen.

Was er meint ist:

o-----+----o Last niedr. Berei | +-+ | | 9 Ohm +-+ U | mess +----o Last hoher Bereich | +-+ | | 1 Ohm +-+ | o-----+----o Last common

Prinzipiell ist das richtig, hier gehts aber wahrscheinlich um ein Kompaktgerät mit Schukodose, da geht das dann nicht (so ohne weiteres). Ein Umschalter wäre theoretisch noch möglich, scheitert aber an den hohen Strömen (im oberen Bereich).

Gruß Gerd

Ja, 2 dicke Dioden (z.B. P600) antiparallel. Der Abfall liegt dann aber eher bei 0,7..1V. Und was hast Du gegen fliegenden Aufbau. Hey, die Dinger können richtig heiß werden.

Nu ja, man muß ja nicht gleichj zum 0,1% Widerstand greifen ;-)

Gruß Gerd

Hm, ich gehe davon aus, dass irgendwelche Potis auf der Platine zum Abgleich dienen.

Genau - hier geht's sicher um ein normales Stecker-Messgeraet, wo der eine eingeloetete Shunt ersetzt werden soll, um Kleinverbrauchern auf die Spur zu kommen. Wenn der Messbereich erst bei 10 W losgeht, kann man wenig zum Standby-Verbrauch des Video-Recorders, zum Verbrauch einer

3-W-LED-Leuchte oder zu den Verlusten des schlechten Netzteils des Anrufbeantworters herausfinden. Faktor 10 ist vielleicht schon zu wenig, wenn man statt bisher bis 3000 Watt eigentlich eher die Kleingeraete mit max. 30 Watt ansehen mag -> Shunt Faktor 100

Schoenen Gruss Martin

Deswegen ">>" als deutlich groesser 0.1 V. Die werden schon etwas unter

0.7 V anfangen, da wollte ich mich auf die Schwelle nicht so genau festlegen.

Auch die weniger praezisen, die ich da kenne (Maeander-Blech zum Ablaengen und Anschliessen mit Luesterklemmen) waren recht ueppig dimensioniert.

Schoenen Gruss Martin

*Martin Trautmann* wrote on Thu, 09-03-12 11:42:

Er wollte an der Anzeige garnichts ändern und das Ergebnis umrechnen. Wer sagt, daß der Faktor nicht krumm sein darf? Also irgendeinen halbwegs passenden Shunt, Faktor ermitteln, mit Filzstift auf's Gehäuse schreiben, fertig.

Nun gut, dann noch mal ganz langsam zum Mitschreiben: In deinem Ger=E4t ist vermutlich ein m=E4nnlicher Stecker und eine weibliche Buchse eingebaut. Einer der beiden Pole wird zwischen Stecker und Buchse unterbrochen sein und dort wird der Shunt eingel=F6tet sein. An der Buchsenseite wird zus=E4tzlich ein d=FCnner Draht eingel=F6tet sein, der zu der Auswerteelektronik f=FChrt. Diesen Draht l=F6test Du ab. An der gleichen Stelle l=F6test Du einen zweiten Shunt mit dem neun- fachen Widerstandswert des ersten ein. Am anderen Ende dieses Shunts l=F6test Du sowohl das Dr=E4htchen der Auswerte- elektronik, als auch ein kurzes 230V-Kabel an, das Du durch ein Geh=E4useloch nach aussen f=FChrst. Die zweite und gegebe- nenfalls die dritte Ader dieses Kabels l=F6test Du zus=E4tzlich an den Stecker Deines Messger=E4tes an. An das andere Ende dieses Kabels befestigst Du entweder eine Schuko- oder eine Europakupplung. An dieser Kupplung kannst Du jetzt Ger=E4te mit einer Stromaufnahme von 1,6 A anschliessen. Die ange- zeigten Messwerte sind allerdings um den Faktor zehn zu gross, sodas Du sie umrechnen musst. An der alten, einge- bauten Buchse kannst Du weiterhin Ger=E4te mit einer Strom- aufnahme bis 16 A bei unver=E4nderter Kalibrierung anschliessen.

Pers=F6nliche Note und weil fr=FCher der Text sonst beim Google Newsreader schlecht lesbar war. Anscheinend haben die Ihren Reader aber zum x-ten Mal wieder umgebaut.

Ja, oder eine Europakupplung. Ich denke, ich habe Dich richtig verstanden, das es sich hier um ein 230V-Leistungsmessger=E4t handelt?

Warum sollte es, da Du so am Einbau des alten Shunts ja nichts ver=E4nderst. Der Spannungsmesseingang der Auswerte- elektronik sollte ja wohl hochohmig genug sein.

Den Eindruck habe ich auch, aber das es sich hier um eine "Ing"-Gruppe handelt, habe ich gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt. Ich hoffe, das ich auch voraussetzen kann, das Du Dich auch mit dem Anschluss von 230V-Ger=E4ten auskennst. Ansonsten w=FCrde ich Dir raten, den Umbau durch eine Elektro- Fachkraft machen zu lassen. Gruss Harald Gruss Harald

Nein, es geht auf der Shunt-Leitung vom Stecker-Stift ueber ein Kabel zur Platine, dort die Leiterbahn weiter zum Shunt, vom Shunt mit Leiterbahnweiter zum Kabel zum Federkontakt der Dose.

Ok, got it - du willst keine Kupplung, um Messsignale rauszugeben, sondern du willst entweder den Kleinverbraucher an der Zusatzdose anschliessen oder den "Normalverbraucher" an der normalen Dose.

Sollte das Geraet bisher eine Abgleichmoeglichkeit ueber Potis fuer den alten Shunt geboten haben, so ist dies am Ergaenzungs-Shunt nur durch entsprechenden separaten Abgleich z.B. durch Bauteilwahl moeglich.

Mehr oder weniger - die Originalfrage stammt nicht von mir.

Schon alleine die Kontaktierung des alten Shunts geht in dessen Abgleich mit ein. Loetklecks auf dieser Drahtbruecke veraendert deren Widerstandswert.

Angeblich hat sogar schon ein Cand. Ing. Elektrotechnik nach dem Vordiplom den Status einer Fachkraft :-/

Schoenen Gruss Martin

Tja, da gehst Du aber von was falschem aus. Abgeglichen wird schon seit 20 Jahren nicht mehr, nur noch im außersten Notfall. Abgleichen ist nämlich teuer.

Gruß Gerd

Nun, die beiden Ger=E4te, die ich habe, waren so aufgebaut wie beschrieben. Bei Deinem Aufbau wird wohl eine deutlich erkenn- bare zus=E4tzliche Leiterbahn vom Shunt zur Auswerteelektronik f=FChren. Die k=F6nnte man dann unterbrechen, ohne die Kalibrierung zu beeintr=E4chtigen. Gruss Harald

snipped-for-privacy@ID-685.user.> >> =A0Was f=FCr ein Abgleich, da wird nix abgeglichen.

Fehlt eigentlich nur noch das Unwort "Eichen". :-) Gruss Harald

messagenews: snipped-for-privacy@ID-685.user.> > >>  Was für ein Abgleich, da wird nix abgeglichen.

... und die Kalibrierhoernchen im Garten der PTB

Schoenen Gruss Martin

messagenews: snipped-for-privacy@ID-685.user.>>>> Was für ein Abgleich, da wird nix abgeglichen.

wobei manche Messgeräte sehr wohl geeicht werden müssen, wenn sie Eichpflichtig sind.

Waldemar

Wenn ich Euch hier richtig verstehe, ist das eine Stufe hoeher als Kalibrieren. Muessen die an die PTB geschickt werden? Welche Messgeraete waeren das denn?

Bei uns heisst alles "calibration", egal ob das zum nachsten Prueflabor oder zur NIST geschickt wird.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Und so sprach Joerg:

Wie war das doch gleich (Zettelrauswühlundnachgugg):

- Kalibrieren : Ich gugge selber wie falsch mein Messgerät anzeigt

- Justieren: Ich entscheide wie falsch mein Messgerät anzeigt

- Eichen : Einer mit Darfschein (von der PTB/Eichamt) guggt, wie falsch mein Messgerät anzeigt. Wenn zu falsch, keine Plakette...

;-)

Roland

Aha, danke. Also amtliche Plakette = Eichen?

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Joerg schrieb:

Ja. "Eichen" ist ein amtlicher Vorgang auf Basis des Eichgesetzes.

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Gruß

Klaus

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On 13 Mrz., 15:46, Joerg

Ja, das darf dann aber nur ein Eichamt machen.

Das stimmt so nicht ganz. "Eichen" ist etwas gesetzliches. Es wird typisch =FCberall gemacht, wo auf Grund von richtigen oder falschen Messen Geld fliesst, also z.B. bei Waagen. In D d=FCrfen nur Besch=E4ftigte von Eich=E4mtern eichen.

Die PTB ist kein Eichamt und darf deshalb nicht eichen. Anedererseits =FCberpr=FCft sie die von den Eich=E4mtern verwendeten Normale, also z.B. Gewichtsst=FCcke.

s.o. Normalerweise keine elektrischen Messger=E4te. Solche Messger=E4te werden typischerweise von einem Labor kalibriert, welches dem deutschen Kalibrierdienst (DKD) angeschlossen ist. Diese Labors werden wiederum von der PTB =FCberpr=FCft. Interessanterweise gibt es mindestens ein Messlabor in den USA, werlches an den DKD angeschlossen ist und auch von der PTB =FCberpr=FCft wird.

Ja leider gibt es im engischen kein Wort f=FCr Eichen, was manchmal zu Missverst=E4ndnissen f=FChrt. Ich bin mir sicher, das es auch in den USA eine Institution =E4hnlich den deutschen Eich=E4mtern gibt, welches die "Fussarbeit", also u.a. die =DCberpr=FCfung s=E4mtlicher Waagen in den Superm=E4rkten =FCbernimmt. Das Nist w=E4re rein personell gar nicht dazu in der Lage. Gruss Harald

e

...oder auch noch am Schr=E4ubchen drehen, bis das Ger=E4t wieder richtig anzeigt. Anschliessend Schr=E4ubchen wieder plombieren. Und beim n=E4chsten Besuch als erstes nachsehen, ob die Plombe noch dran ist... Gruss Harald

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