Schottky-Diode für >200V

Feb 06, 2008 119 Replies

Dem kann abgeholfen werden: Nicht vorbeifahren. Gehe doch einfach mal rein. Da findet man nette Leute und die koennen einem Sachen erzaehlen, die man in keinem Geschichtsbuch findet.

Ja, koennte sein. Die wissen gar nicht, wie gut man damit messen koennte. Naja, notfalls eben EBay, da finden sich immer Leute, die den Grips haben damit umzugehen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Haeh? Was hat denn Schaeuble da gemacht?

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ja, das ist ne ordentliche Ansage! Früher mußte man Patenteinreichungen auch praktisch vorführen.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Joerg schrieb:

Du kennst mich nicht wirklich.

Ja.

- Henry

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Aha, Avalanching, also ein Mann der Praxis. Man muss immer zuerst versuchen, mit Bauteilen von der Stange auszukommen. Sehr schoen, dass so jemand Professor ist. Dann besteht ja doch Hoffnung fuer den Nachwuchs.

Damit habe ich beruflich zu tun. Man muss ziemlich gut filtern, um das herauszusezieren.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Oder die Schaltung so hinzimmern, dass sich Sachen wie streuende Durchbruchspannung automatisch ausregeln :-)

Hint: Man kann sich an kleinere Transistorhersteller mit guter R&D wie Zetex wenden, die sind bei solchen Vorhaben sehr hilfreich.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

IMHO sollte das auch heute noch so sein. Was ich in neueren Patentschriften an Geblubber lese, kann einem den Magen umdrehen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Es ist aber auch immer eine Gratwanderung, was den Studenten noch lohnt zu vermitteln und was nicht. Ich weiß z.B., daß an der Elite-TU München in der Grundlagenvorlesung zur Nachrichtentechnik keinerlei analoge Modulation mehr gelehrt wird. Mein Chef hingegen legt großen Wert darauf, daß die Studenten noch erfahren, wie ihr Radio eigentlich funktioniert, was ein Superhet ist, unter welchen Bedingungen man AM einhüllendendemodulieren darf und was man unter Restseitenbandmodulation versteht. Und das ist gar nicht schlecht, denn diese Problematiken findet man andernorts in der digitalen Datenübertragung wieder.

Gruß Henning

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:T3Gqj.7481$ snipped-for-privacy@newssvr13.news.prodigy.net...

Du widersprichst also dem Sinn den Patents als Schutz der Idee,

und unterstuetzt die Verwendung des Patents zur Behinderung von Kunkurrenzanbietern,

denn *eigentlich* sollte das Patentsystem dem Erfinder, der zwar die Idee hat, aber nicht das Kapital um sie umzusetzen, die Moeglichkeit geben, per Lizenzen die Idee an Fabriken zu vergeben.

Nun ja, so weit ist es mit dem Patentsystem gekommen, dass selbst Ingenieure sich nicht mehr erinnern, wozu es eigentlich mal geschaffen wurde.

Dann sollten diese Ingenieure aber auch so konsequent sein, und die Abschaffung des Systems fordern, dass seinen Zweck nicht mehr erfuellt (falls es ihn je erfuellt hat, man denke an Walkman oder Wankelmotor).

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Das das am Ende von NT2 gemacht wird, bilde ich mir jetzt aber nur ein, oder?

Einen fröhlichen Tag wünschend, LOBI (ehemals-damalsnochnichtElite-TUM)

an

Nein.

Ja.

Sollte es. Doch wie das meiste, was vom Staat verwaltet wird, trudelt auch das Patentwesen in das Dasein einen ineffizienten Molochs. Es ist wie bei anderen Sachen. Sie wollen immer hoehere Steuern und leisten immer weniger dafuer. Hie und da sollte dann der Reset Knopf gedrueckt werden, so wie das Eltern hier zunehmend mit Home Schooling tun.

Weil es anfaengt, sich durch frivole Einreichungen und ungenuegende Pruefung selbiger ad absurdum zu fuehren.

Viele Ingenieure und auch etliche meiner Kunden haben laengst die Konsequenz gezogen: Zurueck zum Betriebsgeheimnis. Die Konkurrenz kriegt ganz einfach nicht mehr die Nase dran. Geht auch kaum noch anders. Heute morgen in unserem Business-Blatt: Hersteller von Elektrorollern verklagte chinesischen Nachbauer und gewann vor Gericht, IIRC sogar in China. Eintreibung der Poenale? Pustekuchen. Der Hersteller ist seit

2-1/2 Jahren "unbekannt verzogen" und als Bonbon hat er Vertriebsbeschraenkungen in China zu verdauen. Toll.
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Will ich wohl hoffen, denn sonst koennte man die Absolventen von dort auch nicht mehr brauchen.

Ebenfalls, (ehemals-damalsnochnichtElite-RWTH).

Greetings, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Zetex kauft die Avalanche-Transis in Russland ein...

- Henry

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Joerg schrieb:

"Auf Teufel komm raus..."

- Henry

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Genau wegen solchen Ansagen, habe ich irgendwann lieber in der Firma an echten Problemen gearbeitet und die Uni nicht mehr wirklich besucht.

- Henry

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MaWin schrieb:

an

Wenn Rechtsanwälte mit dem Patentsystem mehr erwirtschaften, als ein einzelner Erfinder je kann, wäre es dann nicht angebracht, erneut drüber nachzudenken?

- Henry

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Andreas Lobinger schrieb:

Hatte Prof. Utschick mal erwähnt, als er bei uns war. Dieser Stoff wird bei uns aber in der für alle Vertiefungsrichtungen verpflichtenden Grundlagenvorlesung im 5. Semester durchgenommen.

Gruß Henning

henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul PM: henningpaul@gmx.de , ICQ: 111044613

Hallo Jörg,

Anspielung? Im Gegensatz zu Dir habe ich noch keine 1000 Schaltnetzteile aufgebaut und deshalb auch nichtmal einen Bruchteil Deines Lehrgelds bezahlt. Natürlich kann die Praxiserfahrung durch nichts ersetzt werden, aber ich sehe im Simulieren eine wichtige Möglichkeit, übersehene Probleme vor dem Zusammenlöten aufzuspüren und zu lösen. Gerade bei einem 3KW-Wandler kann letzteres nämlich ganz schnell mehr Zeit und Geld kosten als das mal bis ins Details durchzusimulieren. Sicherlich hättest Du sowas schneller funktionierend zusammengestrickt als ich das simuliert habe. Aber wenn ich das mit meinem Kenntnisstand selbst ohne vorige Simulation einfach aufbauen würde, würde das wohl mit nahezu 100%iger Sicherheit nicht auf Anhieb funktionieren.

Ich bin echt erstaunt, was man alleine anhand der Simulation lernen kann, vor allem, weil man in jeden Knoten, in jeden Strom detailliert reinschauen kann. In der realen Schaltung geht das häufig nicht. Natürlich muss man eine Simulation immer kritisch betrachten. z.B. wird das Recovery-Verhalten von Dioden nicht richtig simuliert.

Ich betrachte das Simulieren auch als Möglichkeit, die Lernkurve zu optimieren. Die Feinheiten bringen dann die Praxis.

Ich habe heute übrigens nochmal am LM3478 gemessen, Ergebnisse im anderen Thread.

Michael

...

Der Grundgedanke des Patentwesens ist es, technischen Fortschritt zum Wohle aller zu fördern[0].

Auch das ist ein Grund dafür, daß das Patentrecht vor die Hunde gegangen ist.

Der Grund dürfte eher sein, daß der Staat den Auswüchsen nicht entgegengetreten ist. Ein Vorwurf der Kritiker ist es, daß das Europäische Patentamt zu _wenig_ kontrolliert wird. Das Amt verdient schließlich an jedem erteilten und an jedem vernichteten Patent.

...

Mein Erlebnis mit einer Patentanwältin: Es ging um Fragen des Urheberrechts an einem 08/15-Gerät (Sensor, uC, Auswertung, Interface). Sie schlug mir vor, das "Gerät" doch zu patentieren. Mein Einwand, dazu würde die Erfindungshöhe bestimmt nicht ausreichen, die Idee hätte eine, das Design drei, das Layout zwei Stunden Arbeit gekostet, die eigentliche Arbeit stecke in der Firmware, wurde mit den Worten "das können Sie gar nicht beurteilen und ist egal..." weggewischt.

Falk

[0]"Die Grundidee bei der Entwicklung des gewerblichen Rechtsschutzes war, einerseits einen Anreiz für technische Entwicklungen zu bieten und andererseits einen Schutz vor Mißbräuchen der neu entstandenen Gewerbefreiheit zu schaffen. Ein Erfinder sollte dafür belohnt werden, daß er seine technische Erfindung der Öffentlichkeit vorstellte, damit diese Neuerung als tragfähiger Ausgangspunkt für die industrielle Entwicklung wirken konnte. Im Gegenzug für die Offenlegung seiner Erfindung sollte dem Erfinder ein Schutzrecht zugesprochen werden, das ihm für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit gab, über seine Erfindung allein zu verfügen und anderen die Verwendung zu untersagen. Dies ist bis heute der Kerngedanke des Patentwesens und des gewerblichen Rechtsschutzes insgesamt."
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Falk Willberg schrieb:

Na dann weißt du ja jetzt was die Arbeit dieser Anwältin wert ist.

Firmen wie 3M sind schon seit Jahrzehnten auf das Betriebsgeheimis umgestiegen, wie Jörg schon erwähnte.

- Henry

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