Schottky-Diode unbelastet: Spannung trotz Sperrichtung ?

Nov 06, 2005 9 Replies

Hallo an alle Leser,



bin gerade beim Messen an einer Schottky-Diode gestolpert:



Hier gibts ne kurze Grafik dazu:

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Trotz Sperrichtung der Diode ist fast die volle Spannung im Leerlauf (unbelastet, lediglich Innenwiderstand des Meßgerätes) am "gesperrten" Pin der Diode messbar. Nanu?



Es fließt beim Kurzschliessen hinter der Diode kein Strom (bzw. mit meinem Messgerät nicht nachweisbare nanoAmpere), soweit ist das ja ok. Nur warum die Spannung? Ich denke es liegt am Aufbau der Schottky-Diode, wo der P-Bereich durch ein Metall ersetzt wird. Aber dennoch gibt es auch hier einen Sperrbereich zwischen P(Metall) und N(Silizium-HL).



Kann das jemand kurz und verständlich erläutern?



Danke für Eure Bemühungen im Voraus!



Gruß Thomas


Thomas Rieger schrieb

Hallo Thomas, es gibt keine "ideale" Diode, es fliesst immer auch ein Leckstrom. Die 1 M des Messgerätes, stimmen die oder sind es

10 M

Gruss Kurt

>

"Kurt Bindl" schrieb >

Ob es 1M oder 10M sind weiß ich nicht genau, aber das scheint auch nicht so tragisch zu sein. Nehme ich statt der Schottky-Diode eine z.B. 1N4001 messe ich in Sperrichtung nur ca. 25mV. Bei der Schottky allerdings fast die volle Spannung. Das kann ich mir nicht so wirklich erklären.

Es ist aber schonmal gut zu wissen, daß man so jedenfalls nicht prüfen kann, ob eine Schottky-Diode noch sperrt (i.O. ist). Man müsste halt belasten (ein paar Kiloohm reichen) und dann misst man nur noch wenige Millivolt.

Der Leckstrom einer Schottky Diode ist wesentlich h=F6her als bei einer=20 bipolaren Diode. Dieser Reststrom erzeugt einen merklichen=20 Spannungsabfall an Deinem Lastwiderstand (eben das Me=DFger=E4t). Schalte mal ein paar Kiloohm parallel zum Me=DFger=E4t, dann siet die Wel= t=20 schon anders aus. Vergleiche mal die Datenbl=E4tter eine 1N400x mit dem der Schottky Diode,= =20 Stichwort Reststrom.

Gru=DF Hans

"Thomas Rieger" schrieb im Newsbeitrag news:dkl6ko$qnj$01$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

So sieht das aber nicht aus, die Diode laesst 6 Mikroampere fliessen, was fuer eine Schottky nicht schlecht sperrt.

Einfach nachrechnen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Ja, genau richtig, der Reststrom kann 100-fach höher sein.

Dafür beträgt bei geringem Strom (z.B. RTC) in Durchlaßrichtung die abfallende Spannung nur 50 mV statt 650 mV.

Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm

Danke an Alle für die Antworten, bin wieder schlauer geworden!

Gruß Thomas

"MaWin" wrote in news:dklb6d$9pd$ snipped-for-privacy@online.de:

Ist ja auch fast schon Winter. Ich biete 2uA (BAT54).:-)

M.

Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.

"Matthias Weingart" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@penthouse.boerde.de...

Hab mal aus aktuellem Anlass die BAT54 bei 20Grad gemessen:

0,5uA Leckstrom typisch; 2ua stehen im Datenblatt. Die Forwardspannung ist bei 1mA gemessen: 0.22V, max 0,320 steht im Datenblatt.

Die BAS125 hat etwa doppelt soviel Forwardspannung (0,39V bei 1mA, im Datenblatt steht 0,4V), aber der Leckstrom ist mit meinem Fluke 189 im uA Bereich nicht messbar. Dafür ist dieses Dioden-Juwel auch schwer zu bekommen.

MIKE

www.oho-elektronik.de OHO-Elektronik Michael Randelzhofer FPGA und CPLD Mini Module Klein aber oho !

"M.Randelzhofer" wrote in news: snipped-for-privacy@individual.net:

Datenblatt: 150nA

Wen wundert's, Banken verkaufen ja auch normalerweise keine Halbleiter.

M.

Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.

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