Hallo,
Am Sun, 09 Jan 2005 18:32:09 +0100 schrieb Ole Hueter :
Angesichts dessen, was uns fleißige taiwanesische Kinderhände alles so bescheren, ist das Elektronikhobby sowieso immer eine ökonomische Katastrophe, sobald es um Reparaturen geht, die deutlich mehr erfordern als nur das Anlöten eines abgerissenen Drahtes :(
Auch Enermax lässt in Taiwan oder China fertigen, insofern ist der Preisunterschied zu Noname-Teilen, wie sie oft bereits mit dem PC-Gehäuse geliefert werden, immer weniger gerechtfertigt.
Aber zum Thema zurück: Das Teil, was Dir geplatzt ist, war ein Überspannungsschutz (Varistor). Die geben gerne mal nach einiger Zeit von selbst den Geist auf. Allerdings kann der Fehler auch wirklich auf den falsch eingestellten Spannungsschalter hinweisen.
Diagnostik sollte sich erst mal auf den Primärteil (Gleichrichter, Ladeelko) konzentrieren. Werden dort ca. 320V Gleichspannung meßbar? Wenn ja, geht die Forschung weiter zu den Schalttransistoren der Primärseite und zu deren Ansteuerung. Hierfür braucht man dann aber einen Oszillografen und einen Trenntrafo, ansonsten werden alle weiteren Untersuchungen sinnlos.
Eine beliebte Ausfallquelle sind alle Gleichrichterdioden (auch sekundär) oder die Anlaufschaltung (Hilfsspannungserzeugung für den PWM-Schaltkreis meist über ein paar hochohmige Widerstände aus den vorhin beschriebenen 320V)- das beschriebene Verhalten lässt darauf schließen, dass vielleicht ein Defekt einer Sekundär-Spannungsschiene oder eben in der Spannungsversorgung des PWM-Schaltkreises vorliegt.
Viel Spaß beim Basteln
Gerd