Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

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Mit gar keiner.
Salzwasser dämpft Elektromagnetische Wellen. Je höher die Frequenz
desto höher die Dämpfung. Deshalb arbeiten Militär-Uboote bei unter
50Hz(!) mit Schleppantennen die mehrere 100m lang sind. Die Sende-
antennen bedecken ganze Landstriche. Und das geht nur bei relativ
geringer Tauchtiefe.
Soll das ein Modell-Uboot werden? Das dürfte nicht so tief tauchen
können. Evtl. geht eine Antenne die von einem Schwimmer über Wasser
gehalten wird. Von Süßwasser Modell-Ubooten kenne ich das dass man
bei 27 od. 40 MHz noch bis ca. 1-2m Tauchtiefe Empfang hat, aber
man sollte was vorsehen dass das Teil bei Abriss der Funkverbindung
selbstständig auftaucht.
Ultraschall könnte auch gehen, da hat man aber viele Nebengeräusche
und was fertiges zu kaufen gibt es wahescheinlich nicht. Zumindest
keine Modell-Fernsteuerung.
Vielleicht die gute alte Kabel-Fernsteuerung? Wird nicht nur bei
Spielzeugautos verwendet, auch die meißten Forschungs-Uboote hängen
an so einer Nabelschnur. Ist hald doch das zuverlässigste.

Bis die Tage
Georg

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?


Christian Rötzer schrieb:
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Die genannten Frequenzen dürften dafür auch mit sehr hoher Leistung
nicht geeignet sein. Irgendwas im (Ultra)Schallbereich ist da geeigneter.

Gerald



Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
"Christian Rötzer" schrieb:
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Single Sideband Ultraschall mit einer Trägerfrequenz von etwa 34 khz.
Wird in Unterwassersprechfunk benutzt.

Gruß
Matthias

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

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Aber am Schluß evtl. die einzig übrig bleibende.

Da ich gerade selbst zu faul bin, folgender Vorschlag: Du probierst
deine Fernbedienung aus, welche Reichweite sie bei einer Sichverbindung
im gewünschten Winkel überbrücken kann (keine Störsignale
vorausgesetzt). Hierzu kann man sich z.B. an eine Bergkante stellen und
der andere verschwindet dann in Richtung Tal und gibt zu verstehen oder
merkt sich, in welcher Entfernung der Empfang noch ok ist. Dann
berechnest du die entsprechende Streckendämpfung (Freiraum) daraus. Dann
suchst du dir eine Tabelle oder eine Formel für die Streckendämpfung der
verwendeten Frequenz im Meerwasser. Unter der Annahme, daß du deine
Antenne entsprechend angepaßt hast, dürfte die Strecke mit der selben
Dämpfung dann in etwa die Entfernung nach unten sein, die du überbrücken
kannst. Direkt unter der Wasseroberfläche wird es natürlich eine höhere
Reichweite haben.

Gruß Lars

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
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  Die geeigneten Frequenzen besonders für Meerwasser liegen im ELF
Bereich, unter 20kHz. Und damit ergibt sich auch: wenige Bit/sec.
In Proceedings der IEEE in den 70er Jahren in mehreren Artikeln
ausführlich erklärt ( Weil damals das Funksystem für U-Boote
modernisiert wurde und man einiges an Öffentlichkeitsarbeit brauchte
um mit "öffentlichen" Widerständen fertig zu werden ).
  Ultraschall hat die Reichweite nominell auch, kann aber Reflexion an
Übergang zwischen Kalt/Warmwasserschichten haben.
  Geeignetes Kabel: bei der Länge ist das Kabel oft teuerer als das was
dranhängt. Es könnte aber Glasfaser drin sein: viele Bit/sec. Und man
kann über Kupfer Strom zuführen.

MfG JRD

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

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Da wird sogenanntes "Einleiter-Kabel" benutzt, welches eher eine Art
Koaxialkable ist: Aussen Stahlgeflecht als Rückleiter, und innen der
"Ein"-Leiter.

Die Kombination aus Kabel und Gerät wird mit einer Stromquelle betrie-
ben; das Gerät 'unten' ändert seinen Wirk-Widerstand im Takte der zu
sendenden Daten (Damals meist 1200 Baud, in meinem Fall 4800). DIe sich
ergebende Spannung an der Versorgungseinrichtung wurde ausgewertet und
die Bit's zur seriellen Schnittstelle geschickt.

Mit der geforderten Tauchtiefe hängt allerdings auch die Kabel-Länge
und damit der (Ohm'sche) Kabelwiderstand zusammen. Ein mir bekanntes
Gerät hing (etwa 1988 :-) zuerst auf der ALKOR und hatte eine Spannung
von ~35 Volt. Danach kam das Gerät auf die POSEIDON und das längere
Kabel erforderte eine höhere Spannung (an der Grenze zu '42 Volt Klein')
welche vom Versorgungsgerät nicht geliefert werden wollte - bis man dort
die Begrenzung änderte.

Die pH-Wert - Sonde war zwar bis ~200 Meter spezifiziert, hat aber die
1800 Meter nicht mehr ausgehalten...

Gruss, Holger

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
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...vor allem dann, wenn man auch noch Videofilmen will: Ohne einen
50-Watt-Strahler (absolutes Minimum) kommt man nicht aus - da unten
ist nämlich stockdunkel, selbst bei 100m ist nicht mehr viel zu
sehen und alle Fische nur noch dunkelgraublau (Wasser filtert den
Rotanteil des Lichts fast völlig weg).

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Wenn man oben nur genug Leistung bei höchstmöglicher Spannung
reinsteckt, unten einen DC/DC-Wandler betreibt und 80% Verlust
in der Leitung einkalkuliert <schulterzuck> ...
Außerdem ist Wasser ein brauchbares Kühlmedium für überlastete
Leiter. :-)

Thomas.

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

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Und ein brauchbarer Leiter im Fall von kleinen Beschädigungen. :-)

Gruß Lars

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

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Aber Stahl ist gut geeignet, die (Zug-) Kräfte einer Sonde auszuhalten,
die zwischen der etliche Meter tief im Meer quasi "ruhenden" Sonde und
dem Schiff herrschen. Letzteres ist niemals ganz ruhig; es 'stampft'
oder zieht gar die Sonde hinter sich her...

Gruss, Holger


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?


Holger Petersen schrieb:
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Hallo,

tja, da braucht man eventuel eine Seegangsfolgeinrichtung damit das in
den Wellen stampfende Schiff nicht zu sehr am Kabel zieht.

Bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?


Thomas Rehm schrieb:
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Hallo,

ich schon über 100 mal.

Bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?


Rafael Deliano schrieb:

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Hallo,

der Meter hat nur 1,15 kg aber halt die über 6000 m.....

Bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
Rafael Deliano schrieb:
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Beigeflochtener Stahldraht zur Zugverstärkung absolut nicht. Wir
benutzten ein Kabel etwa gleicher Dicke wie RG 58, wie es beim
Trachtenverein in der U-Bootbekämpfung eingesetzt wird, also Hydrofon
vom Schraubhuber abgelassen. Da ging das Videosignal der VX 1000 sehr
gut rüber.

Grüße
Matthias

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
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Alternative für simple Sensoren wäre in IEEE Trans on Com 1972 S. 479
( 5 Seiten ) beschrieben: XWL eXpandable Wire Link:
Sehr dünner Kupferdraht wird aus Kabeltrommel abgespult.
Ähnelt der ehemaligen Panzerabwehrrakete HOT, hat aber keinen
Treibsatz. Ist genau wie diese ein Verlustsystem.
Wurde damals von US-Marine mit Thermistor als Sensor verwendet
um schnell ( 90sec ) Temperaturprofile bis 1500 "Fuß" zu bestimmen,
was für Sonarauswertung für U-Bootjagd nützlich ist.

MfG JRD

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

Christian Rötzer schrieb:
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Hallo,

wo möchte er denn 1000 m tief tauchen mit seinem Gerät? Da müssen die
meisten Süßwasserseen passen und von den Küsten muß er auch ein
ordentliches Stück weg.

Bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
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Loch Ness?
SCNR
Harald

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

Christian Rötzer schrieb:
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Hallo,

vermutlich will er dann auch noch ein Live Videobild nach oben
übertragen, aber die Bandbreite reicht höchstens für schlechte
Sprachqualität.

bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?
Uwe Hercksen schrieb:
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Ja,
Videoübertragung geht praktisch nur mit Kabel. Und dieses sollte eine
Stahllitze drin haben, und sehr vorsichtig aufgeschossen werden, am
besten mit Rollen, wie sie in Übertragungswagen sind, so daß keine
Kinken reinkommen, andernfalls in Achten gewickelt. Der kleinste Knick
im Kabel versursacht hässliche Reflexionen und erhöhtes Rauschen.
Gruß
Matthias

Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

Matthias Voss schrieb:

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Hallo,

die Japaner wollten doch für Tiefseeroboter was innovatives machen, also
wurden Steuerdaten und Videobilder im Kabel über Glasfasern übertragen.
Funktionierte auch erst prima, aber als der Roboter dann mal richtig
tief tauchen sollte, einige 1000 m wenn ich mich recht erinnere,
versagte die Glasfaserübertragung.
Mühsam fand man dann heraus warum, die Glasfasern waren wie üblich mit
Spiel in Plastikröhrchen zum Schutz untergebracht, diese Röhrchen dann
im Kabel verseilt. Zwischen dem Röhrchen und der Faser war Luft, aber
bei hohem Umgebungsdruck wurden die Röhrchen zusammengequetscht, die
Glasfasern hatten keinen Bewegungsspielraum mehr und brachen bei
Biegungen des Kabels.
Die Lösung: die Röhrchen wurden mit einem Gel statt Luft gefüllt damit
das ganze auch unter hohem Druck noch flexibel genug blieb.

Bye


Re: Unterwasser fernsteuern: Welche Frequenz?

Guten Tag,

eine Funkstelle der Bundesmarine zu Kommunikation
mit ihren U-Booten und dem Rufzeichen DH038 auf der Frequenz
23,4 kHz sehe ich jeden Tag, wenn ich aus dem Fenster schaue.
 

MfG
Manfred

http://www.stiermann.privat.t-online.de /

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