Re: OT - 1 Hz Signal mit variablem Tastverhältnis - Page 3

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Re: [OT] gutes Deutsch.

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Ich nicht. Das Gewese dieser Bewahrer der Reinen Deutschen Sprache geht
mir auch furchtbar auf den Zünder.

Inbesondere, weil es in diesem Personenkreis etliche Leute gibt, die
schon rein von Berufs wegen wissen müßten (und die es sicher auch
wissen), daß es sowas wie eine "reine" Sprache garnicht gibt, daß
Sprache schon immer etwas war, was ständigem Wandel unterliegt und daß
die Übernahme von Fremdworten dabei ein ganz normaler Vorgang ist. Man
möge ich einfach mal nur ein Lexikon greifen und den Anteil von Worten
mit einen Verweis auf einen fremdsprachlichen Stamm anschauen.

Wenn sie das wissen, aber trotzdem diesen blühenden Unsinn von der
Reinheitsbewahrung verzapfen, dann fragt man sich doch, wo die
Motivation dafür herkommt. Da bleibt eigentlich nicht viel außer der
Annahme nationalistischer Beweggründe.

Im übrigen gibt es ja nichtmal "die" deutsche Sprache wirklich. Gerade
du als Jurist müßtest das wissen, ihr habt euch da im Laufe der
Geschichte auch ein hübsches eigenes Kauderwelsch geschaffen, was mit
der deutschen Umgangssprache auch nicht gerade sehr viel zu tun hat. ;o)


Re: [OT] gutes Deutsch.
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Ob dir etwas auf den "Zünder" geht oder nicht und ob du gerne Denglisch
oder lieber Türkisch-Deutsch ala "Was guckst du" hättest, kann den
Nationalistenvorwurf in keiner Weise rechtfertigen oder begründen!

Manchmal habe ich das Gefühl, mit dieser Oppositionshaltung gegen die
Deutsche Sprache wird nur eine gewisse Lernununwilligkeit betreffend
einer korrekten und allgemeinverständlichen Artikulierung versteckt und
gleichzeitig unterstützt.

Gruß Lars

Re: [OT] gutes Deutsch.

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Die Begründung folgte in dem Teil des Textes, den du nicht gequotet
hast.

Hast du ihn wenigstens gelesen?

Und auch verstanden?

Gegenargumente?

Oder gibt es am Ende garkeine logisch nachvollziehbaren Gegenargumente
und du mußtest deswegen den gehaltvollen Teil des Postings unterdrücken
und auf Polemik ausweichen?

Fragen über Fragen...
    

Re: [OT] gutes Deutsch.

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[x] Du wünscht Fullquotes?

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Ja, leider.


Eventuell habe ich deine Motivation besser verstanden, als du selbst.
 
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Zu was? Zu argumenten wie "blühendem Unsinn" oder der Wiederholung des
Nazi-Vorwurfs? Das disqualifiziert einen Text eher, insofern hättest du
dich über das Übergehen dieses Teils eigentlich auch freuen können.

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Gegen was? Gegen die Vorurteile, die du anscheinend allen
gegenüberstellst, die sich um die Sprache bemühen wollen? ("Gewese
dieser Bewahrer", "Reinheitsbewahrung".) Wo hast du diesen Begriff, den
du anscheinend allen unterstellst, eigentlich her? Frei erfunden? Mit
Google kann ich ihn in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht finden. Also
wird es wohl kaum das Hauptargument aller befürworter sein.

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Du machst den Polemik-Vorwurf? Nach _diesen_ "Argumenten"? Ich empfinde
das als etwas seltsam. Rhetorische Frage: Was war noch gleich der Gehalt
dieses Teils?

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Allerdings.
 
Gruß Lars

PS: Ich glaube, das führt hier zu nichts und ist OT: EOD. F'up2p

Re: [OT] gutes Deutsch.
|> Ich nicht. Das Gewese dieser Bewahrer der Reinen Deutschen Sprache geht
|> mir auch furchtbar auf den Zünder.

Mir gehen dafür die ganzen Werbehanseln mit ihrer ach so "hippen" Anglisierung
ganz furchtbar auf den Zünder.

Warum man sich zu etwas "committen" muß, anstatt sich einfach dazu zu bekennen,
vermag ich ebensowenig zu erklären, wie den Umstand einen Rucksack neuerdings
als "body bag" (sic!) bewerben zu müssen. Da wird's dann doch recht lächerlich.
Auch der Sinn eines "TV events" erschließt sich mir nicht wirklich, wo es doch
ebensowenig ein Fernsehereignis sein könnte.

Der französische Weg hingegen ist mindestens ebenso beknackt, denn gewisse
Begriffe sind dann eben doch Fachsprache und ein Megabyte versteht man überall
auf der Welt -- nur noch dort, wo man "megaoctets" verschickt. Am besten als
"courriel".

|> Inbesondere, weil es in diesem Personenkreis etliche Leute gibt, die
|> schon rein von Berufs wegen wissen müßten (und die es sicher auch
|> wissen), daß es sowas wie eine "reine" Sprache garnicht gibt, daß
|> Sprache schon immer etwas war, was ständigem Wandel unterliegt und daß
|> die Übernahme von Fremdworten dabei ein ganz normaler Vorgang ist. Man
|> möge ich einfach mal nur ein Lexikon greifen und den Anteil von Worten
|> mit einen Verweis auf einen fremdsprachlichen Stamm anschauen.

Ja, das sind aber Sachen, die tatsächlich über Jahre gewachsen sind. So wie sich
beispielsweise auch Wortbedeutungen im Laufe der Zeit ändern: Deine Großmutter,
so sie noch lebt, bekommt vermutlich immer noch einen Blutsturz, wenn sie
jemanden das Wort "geil" verwenden hört -- und fand auch "cool" nicht wirklich
toll.

Wenn aber eine Fremdsprache nur deshalb immer und überall reingepreßt wird,
weil jemand glaubt, das klänge dann frisch und jung-dynamisch, bekomme (nicht
nur) ich dabei schlicht Magenschmerzen.

So wie hier [1]:
        "In einem Brainstorming-Meeting kamen wir zur Conclusion, die
        Reception mancher Claims mal zu researchen. Der Approach der
        Survey war, den Consumer View einem Feedback-Check zu unterziehen,
        was den Marketing Value mancher Expressions angeht."

Das ist dann wirklich nur eins: Bullshit.

[1] http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,265536,00.html

Und wie selbiger (sehr lesenswerte) Artikel zeigt, versteht die Zielgruppe
dann sogar nicht mal mehr die tollen Werbespots.

|> Wenn sie das wissen, aber trotzdem diesen blühenden Unsinn von der
|> Reinheitsbewahrung verzapfen, dann fragt man sich doch, wo die
|> Motivation dafür herkommt. Da bleibt eigentlich nicht viel außer der
|> Annahme nationalistischer Beweggründe.

Wobei Du den Reinheitsbewahrern (im übertragenen Sinne) "französische Motive"
unterstellst, nämlich jedes Wort zwangszuverdeutschen. Da darf man dann
sicherlich gewisse nationalistische Beweggründe unterstellen -- die gelten aber
noch längst nicht für jeden, der gegen die "Zwangsanglisierung" durch die
Werbewirtschaft wettert.

|> Im übrigen gibt es ja nichtmal "die" deutsche Sprache wirklich. Gerade
|> du als Jurist müßtest das wissen, ihr habt euch da im Laufe der
|> Geschichte auch ein hübsches eigenes Kauderwelsch geschaffen, was mit
|> der deutschen Umgangssprache auch nicht gerade sehr viel zu tun hat. ;o)

Das gilt ja für jede Berufsgruppe... Wenn Dir ein Mathematiker was von "fast
alle" erzählt, meint er damit ja auch nicht "fast alle" nach üblichem
Verständnis sondern das davon doch ziemlich differierende "alle bis auf
endlich viele". Juristen- und Behördenkauderwelsch hat eben nur eine längere
Tradition :)

Rainer

Re: [OT] gutes Deutsch.

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[...]

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Uneingeschränkte Zustimmung. Sowas ist einfach nur krank.

Aber genauso krank ist die zwanghafte Eindeutschung gebräuchlicher
Fachbegriffe, nur weil es Anglizismen sind. Die führt nämlich am Ende zu
ähnlich unverständlichen Texten.


Re: [OT] gutes Deutsch.

|> Aber genauso krank ist die zwanghafte Eindeutschung gebräuchlicher
|> Fachbegriffe, nur weil es Anglizismen sind. Die führt nämlich am Ende zu
|> ähnlich unverständlichen Texten.

Wobei man da in der Informatik auch noch trennen muss zwischen Begriffen, die
tatsächlich in D von Deutschen geprägt wurden und Worten, die erst nachträglich
reingekommen sind. Ich denke bei ersterem zB. an Worte wie Keller, Rechnerkern
und Seiten-Kachel-Übersetzungstabelle, bei letzterem eher an "serielle
Zeigereinheit". Da aber die Leute, die die "ur-deutschen" Begriffe samt den
dazugehörigen Bauteilen erfunden haben, langsam aussterben, wird sich das wohl
ändern.

BTW: Gerade von einem Kollegen auf Suse-Linux mit deutscher Sprache produziert:

$ cat /boot/vmlinux > /dev/snd/pcmC1D0p
cat: Schreibfehler: Die Dateizugriffsnummer ist ein schlechter Verfassung

Soll noch einer sagen, Unix wäre was todernstes...
--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: [OT] gutes Deutsch.
|> Aber genauso krank ist die zwanghafte Eindeutschung gebräuchlicher
|> Fachbegriffe, nur weil es Anglizismen sind. Die führt nämlich am Ende zu
|> ähnlich unverständlichen Texten.

Eben das habe ich in meinem Posting auch erwähnt... Stichwort "Megaoctets".

Rainer


Re: [OT] gutes Deutsch.
Am Sun, 05 Oct 2003 13:56:41 +0200, meinte Heiko Nocon

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Und wer soll das (hier) gefordert haben? Das ist allein auf Ihrem Mist
gewachsen, offenbar in einer Überreaktion wegen Deutsch-Allergie!

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
          D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
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Re: [OT] gutes Deutsch.
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bekennen,
neuerdings
lächerlich.

*Grins*

Für alle, die noch ihrer primitiven Muttersprache verfallen sind und das
Englische nicht in seinen Feinheiten kennen....

Ich verstehe unter "body bag" einen Leichensack. Backpack ist wohl eher die
richtige Übersetzung für Rücksack. Hauptsache es kling Neudeutsch.
Werbefuzzis!

Andreas

--

=============================================
Andreas Tönne @ home
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Re: [OT] gutes Deutsch.
|> Ich verstehe unter "body bag" einen Leichensack. Backpack ist wohl eher die
|> richtige Übersetzung für Rücksack. Hauptsache es kling Neudeutsch.
|> Werbefuzzis!

Tatsächlich ist das Wort "rucksack" zumindest im AE ebenso gebräuchlich wie
backpack.

Rainer

Re: [OT] gutes Deutsch.

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Absolut nicht. Ich bin ja selber ein deutsprachiger Deutscher und habe
den weitaus größten Teil meines Lebens in Deutschland verbracht.

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Ich habe ja auch nicht dich gemeint. Das "sie" war klein geschrieben,
also keine Anrede deiner Person (dich rede ich natürlich mit du an,
zumindest hier im Usenet), sondern bezog sich auf den im vorigen Absatz
umrissenen Personenkreis. Kleiner Lese/Verständnisfehler deinerseits?

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Aha. Wenn ich das richtig verstehe, ist das also deiner Meinung nach so:
Die Fachsprache der Juristen ist eigentlich keine, weil die verwendeten
Fremdworte kein Anglizismen sind, sondern aus dem Lateinischen stammen?
Also Fremdwörter sind nicht an sich böse, weil unverständlich, sondern
nur dann, wenn sie zufällig aus dem englischen Sprachraum stammen?

War es ungefähr das, was du sagen wolltest?


Re: [OT] gutes Deutsch.
Am Sun, 05 Oct 2003 20:34:02 +0200, meinte Heiko Nocon

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Was kein Argument gegen eine Deutsch-Allergie ist ...
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Aha. Und welcher Personenkreis war gemeint? Hier hat nur ein Mitleser
und -poster gemeint, daß er auch künftig lieber Deutsch sprechen würde
- "Reinerhaltung" der deutschen Sprache und ähnlichen Quark haben erst
Sie aufgebracht.

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Ich begreife nicht,. weswegen Sie sich hier aufregen. Keine redet von
"bösen" Fremwörten oder Überfremdung und wenn Sie gerne Denglisch
schwätzen wollen, dann können Sie das tun, ohne daß man Sie deswegen
ans Kreuz nagelt (aber der eine oder andere wird darüber lachen). Der
Auslöser war, daß jemand meinte, er wolle lieber Deutsch als Englisch
reden, MAWin hat ihn deswegen als Nationalisten diffamiert, ich habe
MAWin ob dieser Entgleisung kritisiert und Sie haben dies als Anlaß
für eine Tirade gegen "diese Bewahrer der Reinen Deutschen Sprache"
genommen, woraus sich ergibt, daß Sie mit "diese Bewahrer der Reinen
Deutschen Sprache" alle meinen, die lieber Deutsch als Englisch
sprechen.

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
          D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
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Re: [OT] gutes Deutsch.
[..]
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Ach, ich Dummbeutel beklage mich doch gar nicht darüber, daß Euer
überheblicher Dummschwatz für mich als normalen Schwachkopf nicht mehr
verständlich ist, er entbehrt sowieso jeder moralischen Bindung.
Das was Ihr da faselt, ist eine Sonderform von "Kanak Sprak" mehr nicht.

SCNR,
Holm
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Re: [OT] gutes Deutsch.
Am 6 Oct 2003 07:37:46 GMT, meinte snipped-for-privacy@pegasus.freiberg-net.de (Holm
Tiffe):

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:-))) Klar, auf Sie haben wir gewartet und ich habe mich schon
gewundert, daß Sie noch still sind. Ich glaube, jetzt sind bald alle
komplett.

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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Re: [OT] gutes Deutsch.

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Das ist aber doch provoziert worden. Wer denjenigen, der die Sprache
desjenigen, dessen "Ausdrucksweise möglichst präzise und exakt ist und
sich nicht am gesprochenen Umgangsdeutsch orientiert", als "Dummbeutel"
und "normalen Schwachkopf" tituliert, hat es nicht besser verdient.

Bernd


Re: [OT] gutes Deutsch.
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Danke Bernd.

Man könnte ja mal darüber philosophieren, inwiefern es zweckmäßig ist,
die Rechtsprechung in einem Lande in einer Sprache abzuhalten, die für
einen großen Teil der Bevölkerung dieses Landes zwar lesbar, aber nicht
mehr ohne weiteres verständlich ist.

Holm

--
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Re: [OT] gutes Deutsch.
Am 7 Oct 2003 05:42:44 GMT, meinte snipped-for-privacy@pegasus.freiberg-net.de (Holm
Tiffe):

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Bedauerlicherweise haben Sie insofern recht, als die Bevölkerung
dieses Landes in zunehmenden Maße nicht mehr in der Lage ist, die hier
offiziell noch maßgebliche Sprache ordentlich zu sprechen und jenseits
des "Ey, Alde, was geht ab, ey"-Niveaus auch zu verstehen. Das ist
natürlich lokal und sozial unterschiedlich, aber es ist abzusehen, daß
diejenigen, die an Konversationen wie hier sinnvoll teilnehmen können,
in überschaubarer Zeit zu einer bedrängten und aussterbenden
Minderheit zählen werden.
Im übrigen könnte man darüber philosophieren, inwiefern es zweckmäßig
ist, daß beispielsweise ärztliche Diagnosen und Auskünfte in einer
Sprache formuliert werden, die sogar dem hochqualifizierten
Akademiker, sofern er nicht zufällig Mediziner ist, weitestgehend
unverständlich ist. Aber bei der Juristerei meint ja jeder, er könne
mitreden und müsse dies auch dürfen/können und ohne weiteres alles
verstehen, nur weil er etwas auf den Schultern trägt, auf dem prima
die Haare wachsen.

Beste Grüße

Dr. Michael König
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    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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Re: [OT] gutes Deutsch.
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Ok, einverstanden.
Das heißt aber noch lange nicht, das dieses Juristendeutsch für NORMALBÜRGER
verständlich geschrieben währe.
Mir geht es (ehrlich) wenn ich so Etwas lesen muß oft so, daß mir zwar
die einzelnen Vokabeln nicht in ihrer Bedeutung unbekannt sind, aber die
Anneinandereihung dieser Vokabeln für mich keinen nachvollziehbaren Sinn,
oder einen nur schwer zu durchschauenden Solchen ergibt.

Ich habe jetzt kein konkretes Beispiel zur Hand, aber werde beim nächsten
derartigen Problem mal einfach eine PM an Herrn König schicken um das mal
zu dokumentieren. (Hey, Oider, übersetz ma von Doitsch nach verständlich)
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß Dir das gar nicht mehr auffällt, da Du
Dir ja notgedrungen jeden Tag solche Ergüsse durchliest oder aber diese
selber verfaßt. Wenn Du das nicht in der selben "Sprache" abfaßt wie Deine
Kollegen.. (eh, guck ma, wie profan der König schreibselt...)

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Moment, darüber wird philosophiert.
Pathologisches Keramiksyndrom == Sprung in der Schüssel
(Mein Mädel ist Krankenschwester im Pflegedienst)

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Aber hallo!
Klar muß ich da mitreden können wenn z.B. mich der Kram selber betrifft
"Ihnen wird zu Last gelegt, Sie hätten an dem Mast gesägt ..."
(was wollen die von mir?) und in meinem Briefkasten landet.
Es legt ja kein Anwalt iese Allüren ab, wenn er einen Schrieb an eine
Privatperson verfasst, die kein Jurist ist.

Wenn ich da nicht mitreden muß, sollten wir statt einer Krankenversicherung
für Alle über eine Rechstschutzversicherung für Alle nachdenken, bei der ich
einen Anwalt zugeteilt bekomme, dem ich den ganzen Mist auf den Tisch kippen
kann. Das währe zwar gut für die Anwaltszunft, aber ich denke schlecht für
den kleinen Rest des Volkes.

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..zurück,

Holm

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Re: [OT] gutes Deutsch.
Am 8 Oct 2003 10:07:51 GMT, meinte snipped-for-privacy@pegasus.freiberg-net.de (Holm
Tiffe):

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Sie haben insofern recht, als sich Gesetzgeber, Richter und Anwälte
nicht wie "Hey Alde, was geht ab, ey" usw. ausdrücken.
Glücklicherweise, möchte ich sagen. Stört Sie das wirklich?
Also, wenn Sie wirklich nicht in der Lage sind, einen präzise und in
korrektem Deutsch formulierten Satz zu verstehen (dann müßten Sie aber
auch mit der Mehrzahl der Elektronik-Texte unüberwindbare Probleme
besitzen), dann haben Sie in der Tat ein Problem. Ich kann Ihnen auch
nicht helfen, wenn Sie nicht bereit sind, die Bedeutung von Begriffen
wie "Kläger", "Schuldner", "Fristsetzung" usw., die zugestandenermaßen
nicht zum täglichen Sprachgebrauch des Nichtjuristen zählen, zu
lernen. Ebensowenig könnte mir jemand helfen, wenn ich die Bedeutung
von RAM, Widerstand, PIC, Schaltregler usw.usw. nicht wissen wollte,
mich aber dennoch aufregen würde, daß die bescheuerten Elektroniker so
eine bescheuerte Fachsprache sprechen. Und Sie können gewiß sein, daß
wesentlich mehr Leute "mein" Juristendeutsch verstehen als Ihr
Elektroniker-Gerede.

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In diesem Fall hilft nur: Tun Sie dasselbe, was auch ich tue, wenn ich
T/S, AoE oder Datenblätter lese: Denken Sie darüber nach und lesen Sie
es ggfs. ein zweites Mal. Vielleicht liegt der Unterschied darin
begründet, daß ich akzetiere, daß sich Elektronik (nur ein Beispiel -
aber wegen der Ausbildung pp. der Leser dieser ng vielleicht am
treffensten) nicht auf dem "Ey, Alde, was geht ab"-Niveau bewegen kann
und ich daher etwas tun und mich bemühen muß, wenn ich es verstehen
will, einige Leute aber meinen, daß Juristerei so banal sei (oder sein
müsse), daß man sie auch ohne Nachdenken und Bemühungen verstehe (oder
verstehen müsse). Fachbegriffe gibt es in beiden Bereichen, wobei die
spezifischen Fachbegriffe in Elektronik weitaus häufiger sind. Und
auch nur etwas anspruchsvolle Elektronik-Literatur braucht sicht in
Hinblick auf Komplexität und sprachliche Verständlichkeit wirklich
nicht hinter dem juristischen Gequake (mit Ausnahem bestimmter,
insbesondere steuerrechtlicher, Gesetze) zu verstecken. Und wenn (was
zu erwarten ist) die Verständnisprobleme etwa bei BGH-Entscheidungen
oder etwas in die Tiefe gehenden Erörterungen auch darauf beruhen, daß
man aufgrund der vielfältigen Bezugnahmen und Verweise nicht versteht,
worum es geht, dann geht es Ihnen nicht anders als dem
Elektronik-Laien, für den das Datenblatt etwa des ADC0804 auch nichts
weiter ist als sinnloses und unverständliches Gequake: Man muß halt
schon von der Materie etwas verstehen. Ich kann die Arroganz nicht
verstehen, die sich in dem Anspruch ausdrückt, Juristerei verstehen zu
wollen, ohne sie "studiert" (im Sinne von "er-/gelernt") zu haben.
Aber das führt zurück auf das, was ich des öfteren geschrieben habe:
Jeder meint, da mitreden zu können und es verstehen zu müssen, nur
weil er auf seinem Hals eine prima Wachstumsfläche für Haare
herumträgt.

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Da ich gottlob nicht nur Fachliteratur oder sonstige juristisches
Geschreibse lese sondern neben technischer Literatur nur Prosa zur
Unterhaltung, ist mir durchaus und noch immer bewußt, daß man im
Alltagsleben nicht so spricht wie wir schreiben. Je nun - und? Für
mich bedeutet dies nur, daß mir wenig gewandte Formulierungen und
"tumbe" Sprache, mit dre man ja mittlerweile in den Medien ohne
Unterlaß traktiert wird, um so mehr auf den Geist geht. Das führt
natürlich dazu, sich von diesem Prol-Niveau erst recht zu
distanzieren. Dies trifft allerdigs auf die Mehrzahl der hier
Mitschreibenden in gleicher Weise zu.

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Ich schreibe gewiß nicht profan - aber auch wenn die Kunst auch darin
liegt, komplizierte Dinge einem Laien begreiflich zu machen, setzt
dies setzt aber ein Mindestmaß an intellktueller Kapazität bei dem
Leser und vor allem dessen Bereitschaft voraus, auch verstehen zu
wollen. Aber wer auf dem "Hey Alde"-Niveau verharrt und dies auch noch
richtig und toll findet (und dies ist nun einmal ein typisches Mekrmal
der "Hey Alde"-.Quaker), dann ist Hopfen und Malz verloren.
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Dann machen Sie sich halt schlau und hören auf, herumzumeckern, daß
sie sich etwas anstrengen müssen, um zu begreifen, worum es geht.
Hier meckern und beim Arzt geduldig den Medizin-Jargon ertragen ...
Mich betrifft z.B. Elektronik auch. weil ich mich damit befasse und es
nicht nur den Fachleuten überlasse - also muß ich mich da schlau
machen ...

Auf den Rest gehe ich nicht weiter ein, das ist reine Polemik. Also,
für mich ist jetzt eod.

.Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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