r MGL1300

Oct 21, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 31 Replies

Am 28.10.2024 um 11:42 schrieb Wolfgang Strobl:

Das wäre "hier" auch so, interessiert aber keine alte Sau.

Am Mon, 28 Oct 2024 12:55:35 +0100 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De:

Das sieht von hinter der Windschutzscheibe vielleicht so aus. Wer in Köln tatsächlich Fahrrad fährt, der weiß, dass viele, wenn nicht sogar die meisten guten Fahrbahnen dem Radverkehr einfach dadurch entzogen wurden, dass man einen Bürgersteig oder Teile davon zum benutzungspflichtigen Radweg erklärt hat. Ein mehr oder weniger zufälliger Klick in die Karte liefert schon ein Beispiel.

formatting link
formatting link

Ist das so? Mein Eindruck ist, dass (zu) viele Autofahrer aus dem Umstand, dass sie das schwerere und breitere Fahrzeug fahren, Privilegien ableiten, die sie sich einfach nur eingebildet haben. Vielleicht muss man es hier explizit erwähnen, dass die Vorfahrtsregelungen spezifisch den Vorrang an Kreuzungen und Einmündungen regeln, incl. der Variante Kreisverkehr. Der Vorrang nach §6 StVO ("Wer an einer Fahrbahnverengung, einem Hindernis auf der Fahrbahn oder einem haltenden Fahrzeug links vorbeifahren will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen" heißt einfach nur "Vorrang". Vorfahrt wird in § 8 geregelt.

Sollte man spätestens in der Fahrschule gelernt haben, wenn man es nicht schon vorher wusste.

Zurück zu Pedelec - wenn man dauerhaft oder temporär mit einer Behinderung herumläuft, lernt man den Unterschied zu fürchten, den beim Pedelec der kräftige Motor und das oft hohe Gewicht im Zusammenhang mit der Überforderung deren Nutzer macht. Man hätte die Dinger wie Mofas behandeln sollen, weil es Mofas sind, bzw. eine verbesserte E-Variante davon. E-Autos hat man ja auch nicht von der Führerschein- und Versicherungspflicht befreit.

Am Mon, 28 Oct 2024 12:06:21 +0100 schrieb Heinz Schmitz snipped-for-privacy@example.invalid:

Echt jetzt? Es ist dir lieber, langsam hinter unserer alten Familienkutsche herfahren zu müssen, wenn und weil ich mich an Tempolimits halte, als mich an einer geeigneten Stelle zu überholen, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin? Zugegeben, ein prächtiges Example für "invalid". :-}

Ich wußte bisher nicht, dass Radfahrer eine Fahrschule besucht haben.

Grtüße, H.

Vielleicht können wir den Thread damit abschließen, dass jeder Verkehrsteilnehmer auf den Anderen Rücksicht zu nehmen hat.

Grüße, H.

PS Dazu gehört auch, dass das Training für die Teilnahme am Iron Man möglichst nicht innerhalb des städtischen Verkehrs stattfinden sollte.

Heinz Schmitz, 2024-10-30 00:17:

Es geht da auch eher um Autofahrer, die glauben, dass sie immer und jederzeit das Recht haben, Radfahrer überholen zu können, selbst wenn Gegenverkehr kommt - und dann eben sehr dicht am Radfahrer vorbeifahren, weil es ja "nur" ein Radfahrer ist, der gefälligst ganz rechts am Fahrbahnrand sein soll, damit der Autofahrer niemals warten muss.

Am Wed, 30 Oct 2024 00:17:09 +0100 schrieb Heinz Schmitz snipped-for-privacy@example.invalid:

Du weißt vielleicht auch andere Dinge nicht. Beispielsweise wird dir auch entgangen sein, dass die meisten Radfahrer, denen mit diesem dummen Spruch von Autofahrerseite Unkenntnis unterstellt wird, durchaus einen Führerschein haben, manche sogar mehr als einen. Pikantes Detail: derjenige, der hier lauthals über Kölner Radfahrer und deren Unkenntnis der Vorfahrtsregeln maulte, kann selber offenbar nicht mal Vorfahrt und Vorrang auseinanderhalten. Siehe oben.

Und um

aus snipped-for-privacy@4ax.com gleich mit abzuhandeln: das muss ausgerechnet jemand schreiben, der kurz vorher schrieb

Vorsicht, nicht gleich ins Lenkrad beißen, wenn's mal wieder staut. Die Radfahrer können dafür nichts, selbst wenn sie wollten. Dafür braucht's schon ein Auto, vorzugsweise eines, in dem auch der Fahrer breit ist.

Wolfgang Strobl schrieb:

Nur ein kleiner Hinweis für den Fall, dass du das übersehen haben solltest: Hier ist d.s.e., nicht die K(r)ampfradlergruppe, wo derlei Sprüche unter Gleichgesinnten vielleicht ankommen mögen. Hier wird zwar auch gelegentlich ziemlicher Krampf verzapft, aber zumindest nicht stets dieselben abgedroschenen Sprüche aus dem drf-Katalog der Weisheiten. Der Unterschied zwischen Vorrang und Vorfahrt mag gerne in passenderen Gruppen breitgewalzt werden. Hier ödet das nur an

MfG Rupert

Am Wed, 30 Oct 2024 22:20:04 +0100 schrieb Rupert Haselbeck snipped-for-privacy@gmx.de:

[an snipped-for-privacy@example.invalid gerichtet]

Sondern eine K(r)ampfautlergruppe? So seht ihr aus. :) Wer sich an diesem Teilthread mit Sätzen wie den folgenden einklinkt, sollte die Füsse besser stillhalten.

| Warum werden all diese toten und schwerstverletzten Spaziergänger, | welche da offenbar jeden Tag von wildgewordenen eBike-Piloten angefahren | werden, in der Presse, in Funk und Fernsehen, derart verheimlicht, dass | man nie davon hört? | Warum beklagt sich keiner über all die Mountain-Bike-Rowdys, welche | inzwischen so gut wie alle Wanderwege, ja sogar Forstpfade und gar | Fußgängerzonen unsicher machen [usw. usf.]

N.B. Ich _habe_ in der Vergangenheit über (e)MTB-Rowdys gelästert, welche eine ganze Reihe von Wanderwegen und Forstwegen hier direkt vor meiner Haustüre zuschandengefahren haben, z.B. in snipped-for-privacy@4ax.com. Aber nicht hier in d.s.e., weil das Thema nicht die Motorelektronik war, sondern das Verhalten.

Zur Erinnerung, mein hiesiger Beitrag zum Aspekt eBikes, den Rupert Haselbeck quasi über Bande bzw. über ein weiteres Posting von Axel Berger nur indirekt kommentierte, betraf die Betrachtung von eBikes aus technischer Sicht, bei der die Gestaltung von sog. Unterstützungsstufen und die auf durchaus nicht unelegante Weise erzeugte Illusion von Eigenleistung durch die Motorelektronik ein wesentlicher Bestandteil ist. Bosch nennt das "smart" oder "innovative Bosch-Motorregelung"*)

Ich wüsste nicht, warum das nicht in eine Gruppe passen sollte, deren Gegenstand "elektronics" ist.

----

*) "Das smarte System führt dich in die digitale eBike-Zukunft und sorgt für mehr individuellen Fahrspaß"

"Der eMTB-Modus reagiert progressiv auf dich und erkennt blitzschnell anhand deines Pedaldrucks, wie viel Kraft du willst – dynamisch, mit maximaler Traktion und immer kontrolliert. Mit dem integrierten Extended Boost reicht ein gezielter Kick aufs Pedal und die Drive Unit schiebt dich mühelos über Stufen und Steine."

"Mit dem speziell für den sportiven Einsatz konzipierten eMTB-Modus stehen den eMountainbikern optimale Kontrolle und ein intuitives Handling zur Verfügung, da der eBiker weniger zwischen den verschiedenen Fahrmodi wechseln muss. Bei Wurzelteppichen, dicken Ästen oder steilen Passagen mit losem Untergrund hilft der Extended Boost. Bei gezieltem Druck auf das Pedal sorgt die Funktion für den entscheidenden Kick – und schon ist man spielerisch über das Hindernis hinweg. Die Drive Unit Performance Line CX sorgt so für noch mehr Fahrspaß und ein Flow-Erlebnis, das Maßstäbe setzt."

Hi Wolfgang,

Sowas hatte ich auch am normalen Pedelec eigentlich erwartet. Ich war ein wenig enttäuscht, dass meins das nicht mitgebracht hatte. Da ich aber in der Sub-k€ Klasse gekauft hatte, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen ;-)

Ich hab einen anderen "Regler" montiert, dessen Tasten zum einen leichtgängiger sind und zum anderen kann er neun statt nur drei Leistungsstufen. Damit kann man schon recht angenehm steuern. Progressive Drehmomentregelung hat aber sicher beträchtlichen Charme. Dass die Sensorik dafür ein paar Euronen kostet, ist mir schon klar, den dafür genommenen Betrag war es mir aber nicht wert ;-)

Ansonsten ist die Diskussion aus meiner Sicht eine reine Neiddiskussion. Ich kenne Leute mit T-Shirtaufschriften : "Warum ich ohne Akku fahre? Weil ich es kann!" Ich müsste mir ein machen, wo draufstünde: "Warum ich mit Akku fahre? Weil ich einen habe ;-)"

Aber wie so oft gehts hier wahrscheinlich nur noch ums Rechthaben, demnach für mich EoD.

Marte

Du irrst. Diese Diskussion kenne ich zwar nicht, jene Diskussion wird meist von Fahrradfahrern geführt, die Kraftfahrerdenke nicht auch noch auf Radwegen wollen und sich fragen, wie weit man es mit dem Phlegma der Mobilitätshilfsmittel wohl treiben kann. Die Gegenseite zieht sich auf die Argumentation zurück, daß es ja schließlich nicht verboten sei, sich zu kaufen, was man sich leisten könne.

Ich hingegen finds höchstens leicht affig, nach dem 500W-Ampelholeshot wieder auf den Pedeleptiker vor mir aufzulaufen, weil dessen Kraftrad bei 25km/h abgeregelt ist, meine - gottlob noch einigermaßen gesunden - Beine aber nicht. Also rolle ich vorbei (wenn es keines der überbreiten, in München vor nicht allzu langer Zeit subventionierten Lasten-Pedelecs ist, deren Last sich meist auf den Fahrer beschränkt) und das lustige Spiel wiederholt sich an der nächsten Ampel von neuem.

Natürlich gibt es keinerlei Mitleid bei Klagen, das elektrische Radl sei so schwer (oder wahlweise wertvoll, Leasingraten, usw.), man wisse gar nicht, wo man es ohne enormes Diebstahlrisiko hintun solle und dann immer das Elend mit der Laderei, nie gibt es im Kellerabteil eine Steckdose, wenn man sie am dringendsten braucht.

T-Shirts mit Aufschriften sind Scheiße.

Volker

Am Thu, 31 Oct 2024 15:53:24 +0100 schrieb Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de:

Echt jetzt? Wer, glaubst du, beneidet hier wen? Du glaubst, ich beneide dich, weil ich mir nicht mal ein billiges Pedelec leisten könnte? Für eines der beiden Räder, die ich 2023 gebaut habe, hätte ich vier oder fünf deiner Billig-Pedelec kaufen können :-). Aber was sollte ich mit dem Schrott? Ich fahre Fahrrad und nicht ein als Fahrrad verkleidetes E-Mofa, weil fit werden und fit bleiben Spaß macht.

Vorsorglich, Fahrräder müssen nicht so teuer sein. Wenn man aber mal in meinem Alter ist, dann lernt man Luxus wie eine per Funk gesteuerte und lineare Schaltung mit weitem Schaltbereich zu schätzen. Es läuft halt auf die Frage hinaus, wofür man sein Geld ausgibt und wie.

Es gibt gesunde Erwachsene mittleren Alters, die fahren mit einem Pedelec zum Fitnesscenter, um sich da auf einen Fahrradtrainer abzustrampeln. Ich finde das absurd. Es gibt aber auch Leute, die sparen sich das Geld und die Zeit (!), indem sie die meisten Wege, die für Laufen zu weit, aber noch in Fahrradreichweite sind, unmotorisiert zurücklegen und das oft schneller als mit unfrisierten Pedelec. Ich bin den größeren Teil meines Berufslebens mit dem Rad zur Arbeit gefahren, unmotorisiert. Pedelecs gab's da noch nicht, schneller wäre ich damit aber auch nicht gewesen.

Ich pflege nicht mit T-Shirts mit Aufschriften herumzulaufen, und schon gar herumzufahren. Warum? Zum einen, weil ich das albern finde. Zum anderen, weil man auch so sieht, dass ich es kann.

Worüber sollte man auf dieser Basis auch diskutieren?

Dass Nikotin ein Suchtgift ist und Rauchen die Lunge und das Herzkreislaufsystem schädigt und Krebs verursacht, ist ein längst nachgewiesener Sachverhalt. Trotzdem ist Rauchen hierzulande nicht verboten.

Genau so ist es jedem unbenommen, sich durch Bewegungsmangel auf Dauer selbst zu beschädigen. Es wird gerne verdrängt, aber die Todesursache Nr. 1 in Deutschland, Herzkreislauferkrankungen, sind zu einem erheblichen Anteil die Folge von Bewegungmangel.

Für viele, die den größten Teil ihrer Zeit im Sitzen verbringen, im Büro und auf dem Arbeitsweg im Auto, fehlt oft die Zeit, Lust oder Gelegenheit, dann auch noch genügend intensiven Sport zu treiben.

Die meisten zurückgelegten Wege sind kurz. "48 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer" schreibt der Verkehrswissenschaftler Prof. Monheim. Auf vielen dieser Wege wird i.W. nur eine Person und kein Gepäck transportiert, etwa auf dem Arbeitsweg und sie wären auch deswegen in vergleichsweise kurzer Zeit per Fahrrad bewältigbar. Und tatsächlich werden auch längere Arbeitswege vielfach per Rad zurückgelegt - mein langjähriger Arbeitsweg war z.B. gut zwölf Kilometer einfache Strecke lang.

Kurzstrecken von fünf Kilometern und weniger motorisiert zurückzulegen, oder Leute zum Umstieg vom Fahrrad auf ein E-Mofa resp. Pedelec zu motivieren, das erscheint aus diesem Blickwinkel absurd.

Freilich ist steht es jedem frei, sich durch ein Suchtgift oder durch mutwillige Bewegungsarmut auf Dauer selbst zu beschädigen. Ich nehme mir aber die Freiheit, mich über jeden zu freuen, der _nicht_ in diese Falle tappt.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required